Begeisterter Neuanfang

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Zum Orkenspalter Jubiläum habe ich eine kleine Aktion gestartet, an der ihr hier teilnehmen könnt.
  • Bei Miks Worten schaut Jonas verlegen wie traurig drein. Die Hose hat er nun immerhin an, sein Oberkörper ist noch immer bloß. Den Kampf gegen die Orks kann er gut verstehen, in Weiden gibt es viele Leute, die ähnliches erlebt haben, wenn er selber zum Glück auch nie zu ihnen gehörte.

    Er bohrt einen nackten Zeh in den Boden. Gerne würde er jetzt etwas sagen, aber nachdem seine Worte zuvor versickerten wie Wasser im trockenen Boden, glaubt er, dass am ehesten jetzt Milaile etwas sagen sollte.

    "Das tun wir doch", murmelt er dennoch.

  • "Ich hab doch gar nichts über euren Besitz gesagt!", schnappt Mila zurück. "Und gerade weil es euch schlimm ergangen ist und wir euch helfen wollen und wenn ihr schon von Hoffnung redet, dann könnt ihr uns ja auch glauben, was wir erzählen - das ist alles was ich sagen wollte!"

    Mit hoch erhobenen Haupt, den Blick geradeaus, und zornrotem Kopf stolziert die junge Halbelfe davon. Im Rausch der Gefühle rafft sie ihren Stecken und ihr Bündel an sich und verlässt das Dorf in Richtung des Sees, ohne sich umzuschauen.

  • Jonas' Mund öffnet sich kurz, als Milaile noch einmal wütend etwas erwidert, ihre Sachen nimmt, und weggeht.

    Sein Blick wandert von ihr zu den Dörflern, während er den Mund wieder zuklappt. "Sie hat es bestimmt nicht so gemeint", sagt er entschuldigend, wenn auch etwas hilflos klingend.

    "Wir hatten eine aufregende Zeit un' es sind merkwürdige Dinge geschehen .... Jedenfalls, wenn wir wieder da sind und die Dingerchen sind weg, erzählen wir einmal alles ausführlich, ja?"

  • Etwas verdutzt schauen einige der Dorfbewohner Milaile hinterher, als sie davon geht. Selbst Mik erwidert nichts weiter, auch wenn er sicherlich der Typ dafür wäre. "Ja...", meint er schließlich. "Wenn alles vorbei ist, können wir wahrscheinlich gut darüber lachen."

  • So lustig fand Jonas die Ereignisse nun nicht. "Komisch ist es nun nicht ... aber es ist allerhand passiert!"

    Ein Blick aus dem Augenwinkel zeigt ihm, dass Milaile nicht etwa nur abseits geht, sondern immer weiter geht. Nanu?!

    "Aber erst mal", fügt er etwas hastig hinzu, "müssen wir die anderen holen, die warten noch am See, und die Keule fortbringen."

    Er greift als nächstes nach seinen Stiefeln, um in sie hinein zu rutschen. Seine armen Füße, jetzt schon wieder stundenlang laufen ...

  • Auch Gwendolin, die sich gegenüber den Dorfbewohnern sehr zurückgehalten hat, ist inzwiscehn wieder in ihre Sachen geschlüpft und eilt etwas hektisch hinter Milaile her. Sie wirft den Dorfbewohner noch ein "Tschuldigung" zu und ruft dann der Halbelfe hinterher: "Warte doch auf uns!"

  • "Das war ja ein Auftritt", bemerkt Gwendolin. Dann fügt sie zu, um Milaile zu trösten: "Die Dörfler werden bestimmt dankbarer sein, sobald sie von den Geistern erlöst sind. Sie haben viel erlitten. Auch jetzt finden sie keine Ruhe. Meinst du wirklich, dass sie ihren Brunnen nicht weiter als solchen benutzen können? Der Gedanke kam mir noch gar nicht." 

  • "Dann tut das mal", meint Mik. "Hoffen wir, dass der Spuk wirklich aufhört, nachdem Ihr die Keule weggebracht habt..."


    Thallian, Caldja und Jadlenje haben sich ebenfalls wieder angezogen. Letztere ist nach all der Zeit in der Höhle noch sichtlich etwas mitgenommen, andernfalls hätte sie sicherlich auch noch ein oder zwei Worte zu Milailes Ausbruch beigesteuert.


    Caldja schnappt sich die Keule und folgt dann Milaile und Gwendolin, Thallian und Jadlenje hinter ihr.

  • "Jo. Machen wir", erwidert Jonas und zieht auch seine restliche Kleidung, Hemd und Weste und Halstuch an. Gerade möchte er vorschlagen, die Keule gemeinsam zu tragen, als Caldja sie sich schon ergreift.

    "Wenn jemand das tragen soll, oder mal zwei gemeinsam, sage Bescheid", meint Jonas zu ihr, als sie sich aufmachen, Milaile und Gwendolin nachzugehen.

  • Die Halbelfe schnaubt zu Gwendolins Bemerkung durch die Nase. Mit einer abfälligen Handbewegung, aber gar nicht mehr so aufgebracht, entgegnet sie ihr: "Ach was. Dafür, dass wir an diesen Spinnen-Viechern vorbei mussten und Thallian sogar verletzt wurde! ...hätten sie mich gar nicht so anschnauzen müssen. Und für Jadlenje war es ja auch nicht einfach.

    ...Nee, den Brunnen können sie schon noch weiter benutzen, denke ich. Aber sie sollten... ich weiß auch nicht genau... ihn zumindest mal mit eigenen Augen anschauen. Jetzt ist und bleibt der Geist ja hoffentlich weg. Dann sehen sie selber, dass es ein besonderer Ort ist. Sie könnten dort unten vielleicht die Sonnwendfeiern feiern, oder so." Es ist klar zu hören, dass sie sich keine konkreten Gedanken dazu gemacht hat, aber dass sie vermitteln will, dass der Ort eben etwas besonderes und magisch ist.

  • " Danke gute Idee von dir, aber fürs erste schaff ich das schon. Falls wir zwischendurch mal eine Pause machen, kann man dieses Ding gemeinsam tragen." sagt sie Jonas zugewandt, während sie noch überlegt wie sie die Keule am besten tragen soll und handiert einw enig herum, bis sie sich für eine passende Haltung mit beiden Händen entschieden hat. " Hat jemand eine Ahnung wo es lang geht und wie lange wir brauchen ?"

  • "Jep", sagt Jonas, der schon immer gewisse instinktive und intuitive Einschätzungen richtig machen konnte und damit auch eine Himmelsrichtung bestimmen konnte. "Der See liegt im Westen vom Dorf aus. Ein paar Stunden werden wir schon laufen", fügt er mit merklicher fehlender Begeisterung hinzu, während sie versuchen, zu Milaile und Gwendolin voraus aufzuschließen.

  • "Hm", entgegnet Gwendolin im Gespräch mit Milaile nachdenklich. "Wir sollten auf alle Fälle mit unserem Auftraggeber darüber sprechen. Er sollte es wissen und könnte ja vielleicht sogar anderswo einen neuen Brunnen anlegen lassen. Es fühlt sich komisch an, dass an so einen Ort täglich der Eimer heruntergelassen wird." 


    Mit einem "Ich bin sowas von gespannt, was passiert wenn wir beim Brückentroll ankommen!" stapft sie munter voran. Natürlich ist Gwendolin auch gern bereit, ihren Teil zum Tragen der Keule beizutragen und bietet das auch entsprechend an, sopbald die anderen aufgeschlossen haben.

  • "Jaaah, schon.", stimmt sie Gwendolin mit gemischten Gefühlen zu. "Hoffentlich kommt da nicht noch 'ne böse Überraschung. Ich bin mir wirklich nicht sicher, ob steinalten Trollgeistern aus einsamen Höhlen zu trauen ist."

    Diese Zweifel äußert Milaile gerade, als Jonas, Jadlenje, Caldja und Thallian zu ihnen aufschließen.

  • "Was?", fragt Jonas neugierig, der Milailes sorgenvolle letzte Worte noch vernahm. "Du meinst, da stimmt was nicht?", schiebt er dann etwas sorgenvoll nach. "Glaubst du wirklich?"

  • "Geister sind ja auch ...", Jonas fällt so recht kein guter Vergleich ein. " ...Geister. Ich hoffe jedenfalls, dass dieser Trollgeist das so alles richtig gesagt hat und alles gut wird, wenn wir die Keule überbracht haben. Das wäre am besten." Für alle, fügt er stumm hinzu.

  • "...Ich weiß es nicht.", murmelt sie mit einem abwehrenden Schulterzucken. "Ist ja auch egal. Wir werden sehen, was passiert." Es ist ja auch eine so unbestimmte Beunruhigung, die sie plagt, und so schüttelt sie ihre hellblonden Locken zurück und stapft weiter ohne erneut den Versuch zu unternehmen, sich zu erklären.