Die schwarze Göttin

  • "Die schwarze Göttin" ist das DSA 1 Abenteuer "Die Göttin der Amazonen" von Ulrich Kiesow, 1985 erschienen bei Schmidt Spiele.
    DAS SCHWARZE AUGE, AVENTURIEN, DERE, MYRANOR, THARUN, UTHURIA und RIESLAND sind eingetragene Marken der Significant Fantasy Medienrechte GbR. Ohne vorherige schriftliche Genehmigung der Ulisses Medien und Spiel Distribution GmbH ist eine Verwendung der genannten Markenzeichen nicht gestattet.


    Ich nehme mir als Spielleiterin die Freiheit, größere und kleinere Änderungen im Bedarfsfalle - so einige sind fest geplant^^ - an dem Abenteuer vorzunehmen und es dem aktuell gültigen aventurischen Hintergrund anzupassen.


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    Eine kleine Vorweg-Episode, die die nicht zum AB gehört:


    Markgrafschaft Beilunk, Anfang Rondra 1010BF/17 Hal


    Es regnet in Strömen. Das Gewitter zog unerwartet und schnell auf und überraschte Fiya auf der Straße nach Beilunk, es regnet so heftig, dass nur wenige Schritt weit zu sehen ist und selbst die Unterkleidung binnen Minuten durchnässt war. Dreck von der Straße spritzt unter den Schritten des Pferdes mit jedem Schritt auf.
    Und weit und breit ist kein Haus und kein Hof zu sehen, nicht einmal ein anderer nasser Reisender.
    Zur Linken der Reichsstraße sind immer mal wieder Bäume auszumachen, mal näher, mal weiter weg von der Straße, mal nur kleine Gruppen, mal größere Ansammlungen. Wenn sie auch nicht echte Trockenheit versprechen, so doch womöglich etwas Schutz vor dem Regen, zumindest eine der größeren Gruppe, wie sie gerade so eben durch den Regen auszumachen ist.

  • Fiya von Weißenstein ist gute achteinhalb Spann groß und zählt etwa zwanzig Götterläufe. Sie ist schlank, aber auch kräftig. Dank des Regens hängt ihr braunes Haar in nassen Strähnen am Kopf herab bis über die Schultern. Der sonst wohl sehr warme und freundliche Blick ihrer zwei moosgrünen Augen ist durch das Wetter etwas getrübt. Auffällig ist sicherlich, dass ihre Pupillen nicht -wie es normal wäre- rund sind, sondern geschlitzt sind, wie es von so manchen Raubtieren bekannt ist. Dieser Makel mag vielleicht den einen oder anderen verunsichern, gar verschrecken, doch ihrem Aussehen schadet es kaum. Ihr Gesicht hat eine anmutige Form und Nase, Mund sowie Augenbraue sind eigentlich genau richtig (-> Gutaussehend).


    Durch den raschen Wetterumschwung überrascht, hat Fiya ihren Kapuzenmantel nicht rechtzeitig angezogen. Daher sind ihre Haare und die andere Kleidung bereits durchnässt. Nun schlägt der Umhang einen verzweifelten Kampf gegen die Wassermengen, doch der Wind treibt immer wieder aufs neue ihr den Regen ins Gesicht. Nun vom Umhang verhüllt, trägt sie einen Gambeson und darüber ein langes Kettenhemd. Die Ringe dieses Kettengeflechts sind deutlich kleiner, als man es sonst überall sieht und zeugt davon, dass der Schmied ein Meister seines Fachs gewesen sein muss. Als zusätzlichen Schutz hat sie Arm- und Beinschienen aus Leder angelegt. Dazu trägt sie eine einfache braune (und inzwischen vollständig nasse) Hose und leichte Lederstiefel.


    An ihrem Gürtel ist links ein Langschwert und rechts ein Dolch befestigt. Zusätzlich befindet sich ein Anderthalbhänder am Sattel ihres Pferdes, sowie ein einfacher Holzschild. Ihre weitere Habe hat Fiya in den zwei Satteltaschen und dem Rucksack verstaut, die ebenfalls am Sattel befestigt sind. Auf dem Schild ist ihr Wappen aufgemalt, das auch auf ihrem Wappenrock sowie auf dem Ring an ihrer rechten Hand zu sehen ist.
    [mi='Für diejenigen, die in der weidener Heraldik bewandert sind']Das Wappen zeichnet Fiya als Mitglied derer von Weißenstein aus und zusätzlich auch als Erbin der Baronie Fuchshag. Die Korrekte Anrede wäre Euer Hochgeboren.[/mi]
    Das Pferd, das sie reitet, ist eine prächtige warunker Stute mit dunkelbraunem Fell. Es hat sowohl einen Stern als auch einen Strich am Kopf und weiße Fesseln zieren die Hufe.


    Nachdem der Regen eingesetzt hat, beeilte Fiya sich damit, ihren Kapuzenumhang anzuziehen, doch auch dieser schützt nur begrenzt vor den Regenmengen. Die Hoffnung, in der Nähe einen Hof oder anders befestigten Unterstand zu finden, löst sich schnell im Wasser auf. Auch scheint sie weit und breit die einzige zu sein, die hier unterwegs ist. Fast könnte man meinen, Efferd wolle sie für etwas bestrafen, doch fällt ihr kein Vergehen ein, das diese oder eine andere Strafe rechtfertigen würde. Aber wer ist sie schon, dass sie versucht, die Götter zu verstehen. Ihr Blick gleitet immer wieder zur Seite der Reichsstraße. Ein paar Bäume kann sie ausmachen, doch trocken ist es unter ihnen auch nicht mehr. Sie reitet noch ein paar hundert Schritt weiter, doch findet sie nichts besseres. Und bevor sie nun noch endlose Zeit weiter im Regen reitet, lenkt sie ihr treues Pferd nach links von der Reichsstraße herunter und steuert auf eine größere Baumgruppe zu, bei der die Bäume möglichst dicht stehen.


    Unter dem halbwegs schützenden Blätterdach angekommen, steigt sie geschwind von Aria -dem Pferd- ab. Die Bewegung ist so flüssig, dass schnell klar wird, dass Fiya wohl schon fast ihr ganzes Leben lang reitet. Sie schlägt die Kapuze zurück und begutachtet kurz die Baumgruppe, die sie nun als Unterschlupf auserkoren hat.

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  • Unter den Bäumen ist es nicht trocken, aber immerhin deutlich weniger nass, denn das Blätterdach hält doch Teile des herabfallenden Wassers ab. In der Ferne, im Osten, grollt ein Donner, als Fiya den Schutz der Bäume aufsucht.
    Das nasse Unterholz knackt unter den Hufschritten Arias, Regen tropft von Blättern, der Boden ist sehr weich und schon matschig unter Farn und Gras. Und das nicht nur von durchgedrungenem Wasser, wie Fiya feststellen kann.
    Vor ihr liegt eine Art kleiner Hang oder Erhebung im Wäldchen, kaum zwei Schritt hoch und nur wenige Schritt breit, und in diesem Hang prangt eine schmale Öffnung, die noch nicht lange da sein kann, denn eine Lawine von alten Blättern, Matsch, Unterholz und auch einer jungen Birke, deren ehemals weißer Stamm nun bleich-matschfarbend durch den Dreck zu erkennen ist, hat sich abwärts zwischen die Bäume erstreckt. Die eine Seite des Spaltes scheint von einem Stück Fels gestützt zu werden, die andere sieht aus der kleinen Entfernung und bei strömendem Regen erdfarben aus. Groß ist der Spalt nicht, aber ein Mensch, auch ein kräftig gebauter wie Fiya und in Rüstung, sollte hindurch passen können. Für ein Pferd passt es aber weder in Höhe noch in Breite. Aber es könnte darin trocken sein.
    Ein Blitz zuckt im Osten auf, noch ist das Gewitter weit entfernt.

  • Fiya führt ihr Pferd näher zu der Spalte und lässt dort die Zügel los. Aria bleibt draußen stehen, während Fiya vorsichtig in die Spalte steigt. Die Felswand auf der einen Seite verspricht eine gewisse Sicherheit, die andere Seite macht ihr da schon mehr sorgen. Vorsichtig streicht sie einmal mit der Hand darüber und schlägt auch mal dagegen. Die Wand macht einen erstaunlich festen Eindruck. Sie tastet auch einmal über den Boden, der tatsächlich nach etwa zwei Spann ziemlich trocken wird. Ein Ende der Spalte ist nicht zu erkennen, da es darin stockdunkel ist. Die Spalte ist nicht gerade gemütlich, aber sie würde die Ritterin doch erstmal vor weiterem Regen geschützt ist. Doch es ist offensichtlich, dass kein Platz für Aria ist.


    Sie geht zurück zu ihrem Pferd und kramt aus einer Satteltasche einen Apfel heraus. Diesen gibt sie Aria zu fressen, welche ihn auch gierig verschlingt. "Tut mir leid Kleine, dadrin ist für dich kein Platz", flüstert Fiya dem Pferd noch zu, während es kaut und sie ihr über den Kopf streichelt. Dann beginnt die Ritterin damit, ihre Sachen vom Sattel zu lösen. Sollte die Spalte hoch genug sein, würde Fiya sich ihren Anderthalbhänder über die Schulter hängen, andernfalls zu den anderen Sachen in den Eingang legen. Zuletzt nimmt sie Aria noch den Sattel ab. Mit ein wenig biegen der Ränder passt dieser auch gerade so in die Spalte. Aus einer der Satteltaschen kramt sie zuletzt das Striegel- und Putzzeug heraus und beginnt damit, Arias Fell zu pflegen und die Hufe zu reinigen.


    Mit ihrem Seil bindet Fiya Aria nun so an, dass sich das Pferd zwar ein paar Schritt bewegen kann, aber nicht gefahr läuft, sich mit dem Seil in den Bäumen zu verheddern. Dann sucht sie Unterschlupf in der Spalte. Vorsichtig tastet sie die Felswand mit der linken Hand entlang, ob die Spalte vor ihr bald ein Ende findet. Doch gegen ihre Erwartungen geht die Wand zur Seite weg, und bevor Fiya weiter im Dunkeln herumtastet, geht sie zurück zu ihrem Gepäck und kramt eine Fackel heraus, die sie auch gleich anzündet. Es gelingt ihr nicht beim ersten Versuch, doch schließlich brennt sie und Fiya leuchtet mit ihr in den Spalt hinein.

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  • Aria, als Pferd ganz pragmatisch, dreht sich mit dem Hinterteil gegen den Wind und stellt sich unter einen Baum.


    Der Stein ist auf der linken Seite zu sehen. Wenn Fiya weiter eintritt und ihre Sachen hinein schiebt, kann sie unter ihren Füßen fühlen, wie der weiche Erdboden weniger wird und nach etwa einem halben bis einem Schritt Felsboden Platz macht. Nach links kann sie an der Wand nach dem Fels noch mehr Fels fühlen - offenbar ist unter dem Hang Fels und in dem wiederum eine Höhle, deren Eingang verschüttet war. Und dieser Fels führt nicht etwa gerade nach vorne. sondern geht noch etwas weiter nach links und lässt nahe legen, das die Höhlung etwa größer ist als erwartet.
    Draußen rollt noch mal ein Donner weiter im Osten, der Regen prasselt herab, aber hier drin ist es still, nirgendwo platscht Wasser auf Felsboden.


    Im Lichte der Fackel, die nach einigen Bewegungen mit dem Zunder brennt, sieht sich Fiya in einer nicht großen, aber größeren Höhle wieder. Auch die Decke ist aus Fels. In einer Zeit, als der Spalt offen gestanden hatte, hat es Steinchen, Äste und einige Tierknochen herein geweht, bzw. letztere wurden von von zeitweiligen Bewohnern herein gebracht. Doch alles sieht sehr zerfallen aus. Am Eingang, der zur Hangseite liegt, ist die Decke niedriger, ein paar Schritte nach vorn, in den Hang hinein, kann Fiya gerade stehen, bevor es etwas weiter wieder niedriger wird. Nach rechts und links erstreckt sich die vermutlich natürliche Höhlung jeweils einige Schritt. Vermutlich würde Aria und noch einige Pferde mehr hinein passen, wenn nicht der Eingang schlicht zu schmal für ein Pferd wäre.
    Im Fackelschein kann Fiya am hinteren Ende des Lichtes etwas sehen: an der hinteren Wand liegt etwas langgestreckt auf dem Boden, kurz blitzt etwas Metallenes im Fackellicht auf.

  • Fiya kann zwar nicht sagen, was sie erwartet hat zu finden, doch diese verborgene Höhle, die wohl verschüttet worden ist, wäre wohl ziemlich das letzte gewesen, womit sie gerechnet hätte. Den Knochen kann sie recht schnell einen tierischen Ursprung zuordnen, was nur den Schluss zulässt, dass hier mal Menschen gewohnt haben müssen, die aber wohl schon eine ganze Weile nicht mehr hier gewesen sind. Wenn jemand den Eingang etwas vergrößern würde, wäre dies ein perfekter Unterschlupf bei schlechtem Wetter für Mensch und Tier, sogar bei einer kleinen Gruppe. Fiya geht in die Höhle hinein, sodass ihr Fackelschein einmal alle Wände beleuchtet hat und sie sicher ist, hier keine weiteren Gänge zu übersehen. Gerade als sie sich wieder umdrehen und gehen will, sieht sie auf der anderen Seite etwas aufblitzen, das ihre Neugier weg. Die Ritterin durchquert den Raum, etwas gebückt, um sich nicht zu stoßen, und kniet sich dann bei dem Gegenstand auf den Boden, um ihn genauer zu betrachten.

  • Näher kommen, enthüllt das Fackellicht einen humanoiden Körper. Zuerst wird wohl ein menschlicher angenommen, aber was die Überreste dunkler Kleidung zu sein schienen, sind Überreste schwarzen Pelzes und auch das Gebiss zeigt zwei vorstehende Hauer auf, die wohl kein Mensch für sich in Anspruch vernehmen mag. Einige Reste einer ehemaligen ledernen Rüstung sind auszumachen, unter den schon zerfallenen Resten des Felles, Haut und Sehnen sind Knochen auszumachen - eine Leiche, schon größtenteils, aber nicht gänzlich, zerfallen.
    Quer über der Brust liegt ein geflammter Säbel, wie ihn Fiya wohl noch nie gesehen hat, neben dem Leichnam liegt eine Waffe, wohl etwa einen Spann entfernt, die man bei der dem Leichnam eines Orks wohl nicht erwartet: Ein Anderthalbhändiges Schwert, wie der Säbel ohne Scheide oder Gurt, auf dessen nach oben liegender Klinge Gravuren auszumachen sind. Sein Griff leuchtet im Fackellschein in Samt leuchtend rot.

  • Als Fiya den humanoiden Körper entdeckt, zögert sie doch kurz, möchte sie den Toten doch eigentlich nicht in seiner Ruhe stören. Allerdings treibt ihre Neugier sie dann doch noch dazu, näher zu gehen und spätestens die Hauer sind eindeutig unmenschlich. Fiya hat zwar noch nie einen Ork zuvor gesehen, doch gehört hat sie genügend Geschichten über sie und ihre Raubzüge gegen die Schildlande. Den Säbel auf der Brust der Leiche mustert sie neugierig, ohne ihn jedoch anzufassen. Mit so einer Waffe könnte sie eh nicht sonderlich gut umgehen und der direkte Kontakt zur Leiche geht ihr dann doch zu weit, auch wenn es ein Ork ist.


    Schließlich gleitet ihr Blick über den Leichnam hinaus, wo sie eine andere Waffe entdeckt. Eine Waffe, wie sie sie selbst führt. In keiner ihr bekannten Geschichte über die Orks -was zugegebenermaßen nicht so viele sind- hat je ein solches Wesen ein solches Schwert geführt. Die Gravuren auf der Klinge fallen ihr auch direkt in die Augen. Keine gewöhnliche Klinge ist derart verziert. Da sie etwas abseits von der Leiche liegt, wird diese wohl keinen Anspruch auf die Waffe erheben. Vorsichtig streckt sie ihre Hand zur Klinge aus, darauf bedacht, den toten Ork nicht zu berühren. Ihre Finger gleiten über den Griff der Waffe, bevor sie sich um diesen schließen und die Waffe schließlich hochheben. Mit der Waffe entfernt sie sich dann etwas von dem Ork, bevor sie die Waffe einer genaueren Musterung unterzieht.

  • Viel im Detail zu sehen ist nicht, da es draußen so dämmrig ist, drin völlig dunkel und nur die Fackel flackerndes Licht spendet.
    Es ist ein handwerklich solide geschmiedeter Anderthalbhänder. Die leicht gebogene Parierstange endet jeweils in Pranken, die am ehesten Raubtiertatzen ähneln. Die Waffe ist gut ausbalanciert, wie es sich für eine gute Waffe gehört, de Knauf annähernd birnenförmig. Auf der einen Klingenseite sind Zeichen in die Hohlkehle oben zu der Parierstange hin eingraviert, aber was immer es für Zeichen auch sind, es sind keine Kusliker Zeichen, womöglich aber auch keine einfachen Verzierungen, zumindest sind keine der am ehesten zu erwartenden Symbole, solche der Götter, Tiere oder geometrischen Muster, soweit es Fiya bei der derzeitigen tanzenden Beleuchtung erkennen kann. Einzig auffällig ist vielleicht, aber das müsste bei besserem Licht nachgeprüft werden, dass kein Rost auf der Klinge unter dem Staub auszumachen ist, wenn dieser zur Seite gewischt werden sollte.

  • Nachdem Fiya stellenweise den Staub von der Klinge gewischt hat, merkt sie schnell, dass kein einziger Fleck Rost zu sehen ist. Dies ist für eine Klinge ungewöhnlich, wenn sie hier so lange liegt, wie der Orkleichnam es vermuten lässt. Diese Klinge ist zu schade, um sie einfach weiter hier liegen zu lassen, zumal mit einem Ork, dem eine solche Waffe nicht zusteht. Schließlich neigt Fiya das Haupt und spricht in Gedanken: 'Boron, Herr über die Toten, und Rondra, meine Herrin, ich bitte um Vergebung dafür, dass ich die Ruhe des Orks gestört habe. Ihr habt mich heute hierher geführt, damit ich diese außergewöhnliche Waffe finden kann. Nun bitte ich um Eure Erlaubnis, sie aus diesem Grab mitzunehmen, auf dass ich sie als Eure Dienerin führen kann. Schickt mir ein Zeichen, und ich werde die Klinge gegen die Feinde der von Euch und Euren Geschwistern gegebenen Ordnung einsetzen.'

  • Wenn Fiya vielleicht in einem kleinen Winkel ihres Selbst erwartet oder gehofft hat, dass zur Bestätigung ein Donner grollt, ein Blitz zuckt oder für einen kurzen Moment sich boronische Stille sich über die Szenerie legt, so irrt sie. Der Regen rauscht weiter hinab, kein Donner oder Blitz sind zu hören oder sehen.


    Statt dessen aber ist etwas anderes zu hören. Hinter ihr bewegt sich etwas, bewegt sich über den Steinboden ...

  • Die Zeit vergeht nach Fiyas Gebet und nichts ist zu hören, das man als göttliches Zeichen interpretieren könnte. Und doch ist da etwas. Hinter ihr bewegt sich etwas. Auch wenn es höchstwahrscheinlich nur eine Ratte in diesem Grab ist, beginnt ihr Herz schneller zu schlagen. Fiyas Muskeln sind angespannt, in der einen Hand noch immer den Griff der Waffe, in der anderen Hand die Fackel. Mit einem Ruck dreht sie sich um, wobei sie die Fackel dann vor sich wirft -dahin, wo die Geräusche herkommen-, um beide Hände an die Waffe nehmen zu können. Bereit, jeder Gefahr zu trotzen oder über sich selbst zu lachen, wenn es nur eine Ratte ist.

  • Aus der orange aufflackernden Dunkelheit schält sich eine Bewegung. Teils spröde gewordenes, teils nicht mehr vorhandenes Leder wirft kaum das Licht zurück, doch auf der geflammten Säbelklinge, so rostig und matt sie auch im Laufe der Zeit durch die Berührung mit Satinavs Hörnern geworden ist, spiegelt sich das Licht noch etwas wider. Auch etwas, was dem Leichnam um den Hals gehangen hatte und wohl unter die Rüstung gerutscht war und nun durch die Bewegung an einem Lederriemen um seinen Hals oberhalb der Rüstungsüberreste baumelt, wirft glühend rötlich das Licht zurück.
    Noch während Fiyas Augen versuchen, Einzelheiten zu erkennen, tritt der orkische Leichnam einen Schritt nach vorn.

  • Fiya braucht einen Augenblick um zu fassen, wer... oder vielmehr was sich ihr entgegen stellt. "Rondra steh mir bei", flüstert sie, während sie einen vorsichtigen Schritt zurück macht. Ist das die Antwort der Götter? Wie tötet man etwas, das bereits tot sein sollte? Sie greift mit beiden Händen den Griff der Waffe fester, bis die Knöchel weiß hervor treten. Fiya zwingt sich, ihre innere Ruhe zu suchen. Es fällt ihr nicht leicht und ihr fehlt die Routine für soetwas. Doch schließlich führt sie tapfer einen ersten und kräftigen Streich gegen das untote Wesen, begleitet von einem Kampfschrei, der entfernt nach Rondra klingt, um ihre Angst hinauszubrüllen. Sie zielt auf die Beine, um die Bewegung des Wesens zu unterbinden.



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    MU+4 für angriff: 10 -> gerade geschafft
    Wuchtschlag +4, gezielt auf Beine +2: 3 -> wäre geschafft mit (1W+5)+4 = 11 TP
    Fiya hätte eine INI von 17 zzgl. Waffen-Mod, der standardmäßig bei +1 liegt, also 18.

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  • Ork: INI 11


    Stier und recht starr in seinen Bewegungen bewegt sich der Leichnam auf Fiya zu, schon etwas unbeholfen wirkend, aber in seiner Unnatürlichkeit auch abschreckend. In der einen Hand hält er den geflammten Säbel, die andere Hand ist leer. Der Gang ist schlurfend, nicht schnell, aber beständig. Die leeren Augenhöhlen sind dennoch irgendwie auf Fiya gerichtet. Die hellen Hauer sind gut zu sehen.
    Als Fiya wuchtig zuschlägt, bewegen sich beide Arme, nicht besonders schnell, aber schnell genug, um mittels der bloßer Knochen und letzter Reste von Fell, Sehnen und Fleisch den Schlag abzuwehren. Der Säbel liegt dabei ungenutzt in der einen Faust.
    Irgendein Zeichen von Schmerz oder überhaupt einer Regung gibt es nicht dabei, auch wenn Teile von Fleisch und Fellbüschel dabei herabfallen.
    Dann holt die leere Hand aus und wuchtig und ungezielt und ohne jeden Schnörkel schlägt er auf die Ritterin vor sich. [WS +2, TP: 9]

  • Fiya hat zwar erwartet, dass sich der Untote ihres Schlags erwehren würde, dass er dafür aber nicht den Säbel in seiner Hand nutzt, überrascht sie dann doch. Und dieser Fehler wird ihr auch gleich zum Verhängnis, hat sie sich doch darauf eingestellt, die Waffe zu parieren und nicht die leere Hand. So ist sie zu langsam, um den Arm zur Seite zu schlagen oder einfach nur dem Schlag auszuweichen. Der Ork trifft Fiya an der Schulter, gegen das Kettenhemd.
    Die Ritterin zielt erneut auf die Beine des Wesens und nutzt dabei wieder etwas mehr Kraft.


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    PA: 17 -> nicht geschafft
    AT: WS+4, +2 für GS: 10 -> geschafft
    TP: 14

  • [PA nicht geschafft; WS+2, 1, bestätigt, evtl. TP: 14 ]


    Der kräftige Hieb mit Pfote - oder Hand, wer weiß das schon so genau bei diesen Bestien - des untoten Orks beißt sich durch Fiyas Kettenhemd und den Gambeson darunter bis auf die Haut. Es schmerzt, aber zugleich fühlt es sich nicht nur an, wie eine offenen Wunde, sondern irgendwie auch anders.
    Doch Zeit, darüber nachzudenken, ist nicht, denn Fiya holt bereits aus, wieder auf die Beine des Gegners. Wieder will er die schwingende Klinge mit seinen Händen abwehren, doch ist er nun zu langsam und zu unbeholfen. Tief dringt der Anderthalbhänder durch verwesende Muskeln, Fellbüschel und Knochen, kein Hauch von Blut ist im flackernden Lichte auszumachen. Splitter und Stücke wirbeln zu Boden, doch wirkt der Untote davon keineswegs berührt. Stumm bleibt er, ob er tatsächlich Schmerzen fühlen kann - es ist fast nicht zu glauben, denn einem kräftigen Menschen, und sei er so gut gerüstet wie Fiya, hätte dies eine klaffende Wunde beigebracht.
    Es behindert ihn auch keineswegs, wie die Ritterin feststellen kann, als seine Pranke auf einmal unerwartet schnell und zielsicher vorschießt, auf Fiya zu.

  • Die Wunde in der Schulter schmerzt, doch ignoriert Fiya sie. Darum kann sie sich später kümmern, zuerst muss sie diesen Kampf überleben und den Untoten besiegen. Wie auch immer ihr das gelingen soll. Ihr doch recht kräftiger Treffer am Bein hätte so manchen Recken zu Fall gebracht, und doch scheint es nicht den geringsten Einfluss auf das Wesen zu haben. Doch bevor sie sich um eine Änderung ihrer Taktik kümmern kann, schnellt der Arm des Wesens wieder nach vorn. Unerwartet schnell, doch Fiya hat dieses Mal mit einem Angriff von dieser Seite gerechnet. Sie weicht einen Schritt zur Seite und schlägt mit der Waffe nach dem Arm der Bestie, um ihn abzulenken.


    Ihre nächsten Angriff führt Fiya nicht gegen die Beine, denn dies hatte nicht den gewünschten Erfolg gehabt. Stattdessen zielt sie auf den Hals, erstmal ohne zusätzliche Kraft, denn so weit nach oben zu schlagen ist schwieriger als nach unten zu zielen. Ob es etwas bringt, den Untoten zu enthaupten? Vielleicht ist auch das Amulett dafür verantwortlich, dass er wieder auferstanden ist, und sie schafft es, dieses abzutrennen?


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    halbe PA: 4 -> geschafft
    AT: GS Kopf +4: 11 -> geschafft
    pot. TP: 9

  • Fiya schlägt auf den Kopf. Nicht der Schnellste in seinen Reaktionen und Bewegungen, jedenfalls meistens, das wurde bislang deutlich, hebt er beide Arme, um den Schlag abzuwehren. Wieder fallen Reste des Körpers und seines ehemaligen Schutzes herab und erneut ist das nichts, was er überhaupt zu bemerken scheint.


    Bis auf die scharrenden Geräusche beim laufen, denn die Füße oder dessen Überreste anheben tut er nicht sonderlich, bewegt der Untote sich lautlos. Kein Atem ist von ihm zu hören. Nur der Regen fällt draußen herab. Recht vorhersehbar und einfach stößt sein Arm vor, in dem blinden, aber instinktiven Bestreben, Fiya zu töten. So vorhersehbar, das sie ihm mit leichter Bewegung entgehen kann.


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    PA, um 4 erleichtert, gelungen
    AT: WS +2, misslungen

  • 'Oh ihr Götter, lasst mich hier nicht allein', denkt sich Fiya, als der Untote ihren Schlag erneut blockt. Kam der letzte Angriff überraschend und schnell, so ist dieser hier geradezu träge und Fiya weicht ihm ohne Schwierigkeiten aus. Erneut ändert die Ritterin ihr Vorgehen. Anstatt einen Teil ihrer Konzentration darauf zu nutzen, das Wesen an bestimmten Stellen zu treffen, setzt sie dieses Mal auf mehr Kraft. Die Klinge beschreibt einen Bogen von rechts unten nach oben, wobei sie wohl den linken Arm treffen würde.


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    AT: WS+6: 5 -> geschafft
    pot. TP: 16
    Würfel sagt Trefferzone 9, linker Arm