[DSA4.1: Uthuria] Der Wert des Goldes

Zwölfe mit Dir und Willkommen beim neuen Orkenspalter 2017!

Die Technik ist neu und rappelt sich gerade ein, deswegen hab ein wenig Geduld mit ihr. Über die Neuerungen habe ich einige Informationen gepostet. Da gibt es auch Hinweise zu den Änderungen, Möglichkeiten und zu den noch offenen Baustellen. Hier wird in den nächsten Tagen auch noch einiges verändert. Diese Information kannst Du rechts oben über das X übrigens auch dauerhaft ausschalten. ;)

Nächtliche Grüße,
Thomas
  • Porto Velvenya, 13. Rondra, 1036BF



    Ein neuer Tag bricht an


    Über den östlichen Hügeln geht die Praiosscheibe gerade auf. Eine Stadt erwacht zu neuem Leben. Gerade kommt sie über die Wipfel der Bäume, das Meer, das aus der Bucht, in der die Stadt liegt, erstrahlt über den ganzen Horizont mit wunderbar warmen Tönen. Das Kreischen von unheimlich vielen Vögeln ist zu hören, die über den Bäumen kreisen, aber auch einigen Möwen und uthurischen Vögeln, die sich schon an die Anwesenheit von Lebewesen in der lange verlassenen Stadt gewöhnt haben und nun die reiche Beute ernten, die sich denjenigen bietet, die sich geschickt über Reste und Nichtreste der Menschen hermachen. Viele in den unterschiedlichsten Farben und größten, von einem grün schillerndem Federkleid, das wohl zu einem Wasservogel gehört, bis zu Papageien können unterschiedlichste Arten ausgemacht werden.


    Das Wasser des Meeres ist klar, wer von einem Schiff aus in die Tiefe blickt, sieht Korallenriffe, die sich in allen Farben und Formen auf dem Meeresgrund ausgebreitet haben.


    Schon jetzt am Morgen ist es unsagbar heiß, die Luft ist sogar mit einer Brise vom Meer her schwül und drückend. Wer hier einige Zeit draußen herumläuft, dessen Kleidung ist feucht, egal ob es regnet oder nicht. Egal ob er oder sie viel tut oder nicht. Die Luft an sich ist feucht und sie kondensiert in den ganzen Klamotten.


    Manch einer oder eine mag das gewohnt sein, aber gerade diejenigen, die gerade erst vom Meer her kommen, mag es ziemlich schockierend sein, mit welchem Klima die Stadt sie empfängt.


    Die ankommenden Schiffe


    Diesen Morgen haben drei Schiffe genutzt, um nun im ersten Licht des Tages in den Hafen einzulaufen. Der Konvoi kam schon in der vergangenen Nacht in die Gewässer Porto Velvenyas, aber die Kapitäne haben sich nach reiflicher Überlegung in der rasch einkehrenden Dunkelheit dafür entschieden, die Korallenriffe, die das natürliche Hafenbecken der al'anfanischen Uthuriakolonie mit bilden doch erst im Licht des Tages umschiffen zu wollen.


    So wurde auf See ein großes Fest zur bevorstehenden Ankunft gefeiert, die Stimmung hat sich nach der strapaziösen Reise endlich gelöst, die Kapitäne haben der Mannschaft frei gegeben und es herrschen Glücksgefühle, zumindest bei denen, die freiwillig nach Uthuria gekommen sind. Wer genauer hinsieht, hat wohl gemerkt, dass dies doch nicht allzu viele sind. Doch auf den Landgang war doch der eine oder andere Tropfen des verbliebenen Rums vergossen worden.



    Die drei Schiffe, das sind die Solrigia, eine für uthurische wie aventurische Verhältnisse riesenhafte Kriegsgaleere der al'anfanischen Flottille. Wer sich ein wenig mit Schiffen auskennt oder sich auf einen Umtrunk mit dem Kapitän des Schiffes und Befehlshaber des Konvois, Martho Paligan, einem stattlichen Mittdreißiger aus einer ziemlich unbedeutenden Nebenlinie der großen Grandenfamilie, wird erfahren haben, dass dieses Schiff zwar sehr monströs wirkt, aber auch für es Uthuria mehr ein Abstellgleis ist. Es ist etwas in die Jahre gekommen, ist es doch für moderne Schiffsbaukunst fast schon lächerlich dickbauchig. Dennoch hat Al'Anfa eingesehen, dass es zur angemessenen Verteidigung der neuen Besitzungen ein anständiges Kriegsschiff braucht und so ist die Solrigia ein gesunder Kompromiss. Ein angenehmer Nebeneffekt des großen Schiffsbauches ist, dass er Platz für die vielen Waren bietet, die hier im „neuen Land“ gebraucht werden. Die Überfahrt war von der Geschwindigkeit her also äußerst gemächlich, und deswegen nicht von weniger Gefahren geprägt.



    Die Solrigia wird begleitet von den beiden Schivonellen Windesschwester und Windsbruder, die ihren Namen alle Ehre machen und während der Überfahrt auch zum Schutz des Flaggschiffes eingesetzt wurden.


    Diese Schiffe laufen nun in den für ungewohnte Augen erstaunlich symmetrisch sechseckig angelegten Hafen Porto Velvenyas ein, die Schiffe brauchen eine Weile bis sie richtig angelegt sind, das große Kriegsschiff muss erst einmal richtig hereinmanövriert werden und andere Schiffe müssen ihm auf dem einzig möglichen Stellplatz, weichen. Die Symmetrie ist aber nicht das Augenscheinlichste an diesem Hafen. Denn er ist definitiv nicht von Al'Anfanern und Al'Anfanerinnen oder sonst irgendwelchen Menschen gebaut worden, deren Architektur Normalaventurier kennen. Zwar haben geschickte Baumeister schon seit einiger Zeit versucht zu vertuschen, dass es sich bei dem Hafenbecken um eine Ruine handelt, aber auch nach einigen Jahren des Bestehens der Kolonie zeichnen sich noch uralte zerfallene tiefschwarze Basaltbauwerke an den Ufermauern ab, die von meist hölzernen al'anfanischen Konstruktionen überbaut oder ergänzt wurden.



    Viel zu entdecken für Neuankömmlinge, das macht schon der erste Blick klar. Die Ladung wird nun gelöscht und alle freien Menschen auf dem Schiff, die nicht Mannschaft oder Sklaven und Sklavinnen sind können nun von Bord gehen und die neue Stadt entdecken.


    Der Hafen ist ziemlich geschäftig. Kein Wunder ist er doch der Umschlagsplatz schlechthin für aventurische Waren, die nach Uthuria kommen, und uthurische Waren für den Export nach Al'Anfa.



    Vor der Landungsbrücke der Solrigio warten einige wichtig aussehende Persönlichkeiten, die den Admiral und einige andere hohe Persönlichkeiten der Besatzung und Passagiere sogleich in Empfang nehmen. Wichtige Menschen haben auch immer genug Wachen dabei und so ist es auch hier, gut zehn Gardisten mit einem Wappenrock Porto Velvenyas, golden-gekrönter Rabe auf schwarzem Grund.


    Vollkommen unpassend dazu scheinen die laut zischenden Hühner zu sein, die neben dem Empfangskommittee in einigen Pfützen das wohl noch nicht ganz brackige Wasser trinken.


    Aber halt! Hühner, die zischen? Ein näherer Blick von der hohen Reling lässt die kleinen Tiere in einem anderen Licht erscheinen. Sie haben Schuppen!


    Der Rest des Schiffes muss sich die unheimlich langwierige Empfangszeremonie gefallen lassen, sogar ein Barde ist gekommen, es werden einige förmliche Reden ausgetauscht und es bleibt Zeit sich mit anderen Passagieren über die ganzen neuen Eindrücke zu unterhalten.



    Die Garnison



    Diese ganze Zeremonie behelligt außer dem dafür abgestellten Kontingent mitsamt Offizier die Garnison der Stadt eigentlich nicht wirklich. Teilweise in der Frühzeit der Kolonie eilig zusammengezimmert, teils in den weitläufigen echsischen Ruinen großzügig und bequem für längerfristige Nutzung nutzbar gemacht, liegt sie dem Schauplatz derselben aber doch ziemlich nahe. Von dem Fenster des Büroskommandanten kann man in etwa 50 Schritt Entfernung die Geschehnisse gut überblicken. Fenster ist gut. Es ist ein leider nur noch fast quadratisches Loch in einer riesigen Basaltmauer, die die Kolonisierenden mit Zwischenstockwerken versehen haben. Dennoch ist das Büro des Kommandanten im ersten Stock doch ganz ansehnlich, Kartenmaterial und erbeutete Gegenstände beziehungsweise Geschenke der Uthurier zieren die tiefschwarzen Wände. Der streng aussehende ergrauende Mann hat eine Augenklappe dort, wo sein linkes Auge sein sollte. Sein dunkler Teint, den die lange darauf einwirkende Sonne wohl bewirkt hat, steht im Kontrast dazu. Ein mit edlen Steinen verzierter Sklaventod liegt längs auf dem wuchtigen Schreibtisch. Eine Iryanlederrüstung gehört wohl auch am Schreibtisch zu des Kommandanten Diensttracht.




    Djego
    Auf dem Tisch liegt außerdem eine riesige pergamentene Karte der Umgebung Porto Velvenyas. Pederesco A. Delorez Züge sehen heute besonders besorgt aus. Er hat ihn, Djego, zu einer Besprechung kommen lassen, die von allergrößter Wichtigkeit sei und wenn Pederesco das sagt, dann weiß Djego, dass er es ernst meint. Deswegen ist er auch schnellstens hierher gekommen. Er ist ein wichtiger Offizier in den Diensten des Kommandanten und über die nun schon halbjährige Zusammenarbeit, was in velvenyanischen Kontexten schon eine Ewigkeit zu sein scheint, haben die beiden Vertrauen zueinander gewonnen, auch wenn Djego noch nicht zur engsten Führungsriege gehört, wenn es heikel wird, wird er auf kurzem Dienstweg zu seinem Chef zitiert.


    Djego
    „Djego, Ihr wisst sicher um die Ankunft des Konvois heute, nicht wahr? Nun, ich hatte gestern ein Treffen mit dem Gubernator. Er hat mir erklärt, dass dieser Konvoi nicht nur Waren für unsere leeren Kornkammern bringe und für alles, was sonst in dieser Stadt noch knapp ist, was ja nicht gerade wenig ist. Er will nach einigen Monaten wieder einmal eine Expedition ausschicken, die vom Reich ausgeht. Er möchte, dass sie von der Garnison angeführt wird.“, er wird still. Ziemlich still. „Und nach langem Überlegen. Habe ich an Euch gedacht, diese Aufgabe zu übernehmen. Ihr seid jung, mutig, trotzdem erfahren genug, vor allem ehrlich und loyal, ihr könntet ein gutes Gesicht abgeben. Ich weiß, dass es Euch schon des Öfteren zum Dschungel hingezogen hat. Richtig, nicht wahr?“, von seiner Seite kehrt wieder Stille ein. Es scheint ihn nicht besonders zu freuen, Djego diesen Auftrag zu geben.



    mfg ecuvaro


    Qui labores, pericula, dubias atque asperas res facile toleraverant, iis otium, divitiaeque, optanda alias, oneri miseriaeque fuere. (Sallust, Cat 10)

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Ecuvaro ()

  • Aussehen und Verhalten von Telemarchos
    Ein gebräunte mittzwanziger, welcher, das rechte Auge mit einer Augenklappe verunziert hat.
    Sein Körper zeigt, dass er zwar durch Kraftraubende Tätigkeiten gestählt ist, jedoch sein Geplegtes Äuseres und der Philosophen Vollbart weisen ihn als mitgleid der Oberschicht der Inseln aus. Wer sich mit Horasisch/Zyklopäischen Titeln auskennt erkennt am Namen, das er einer von Vielen Söhne einer Adeligen Famile ist, welche sich an Macht und Einfluss eher mit einem Borländischen Junker als mit einem Mittereichichen Edlen messen lassen.
    Meist in leichte fallende beige Kleidung gekleidet, gerüstet, höchstens mit einer mit floralen und Flammen Elementen verzierten, altertümlichen Tuchrüstung, leichten Armschienen und einem alten Lederhelm.
    der braunhaarige, etwas mehr als 90 Finger große Zyklopäer schimpft, wenn er grade nicht mit seinen Forschungen beschäftigt ist, in einem blumigen, Insel-gefärbten Garethi auf die Besatzer seiner Heimat. Diese Forschungen scheinen nicht wirklich genau geplant zu sein, malt fragt er Offiziere aus, mal versinkt er in der Betrachtung von Gestirnen und ein anderes Mal ist er in seiner Kajüte und untersucht die Gräten des Abendessens.

    Aktion:
    Langsam, gemächlich wandert Telemarchos auf dem Schiff, er war warme Temperaturen gewohnt, aber diese gleichzeitige Feuchtigkeit machte ihm doch etwas zu schaffen. Die verzierte Tuchrüstung, welche der Zyklompäer über dem Arm geschwungen trägt, füllt sich langsam mit der ständigen Feuchtigkeit, was das Tragen ebenjener nicht gerade bequem macht.
    Seine Habseligkeiten trägt der Mittzwanziger in einer schweren Kiste, beschriftet mit Τέλεμαρχοι ά Κόυκαι δύλλι Πυρδόκτις . Auffällig ist die Augenklappe des Mannes welcher auf dem Schiff viele Stunden mit der Beobachtung der Sterne verbracht hatte und sogar einige Apparaturen hierfür besitzt. Seine Bewegungen werden trotz der Hitze flotter , als er seine Waffen abstellt sich nun mit seiner "Hellebarde" welche mehr als Bastard zwischen einer Langaxt, einem Palios und einer solchen aussieht, neben seine Kiste, an die Reling stellt und sich ungläubig zum Hafen um blickt, bestaunt scheinbar bald dieses bald jenes und betrachtet, jedoch immer wieder die "Hühnerechsen" welche die Stadt besiedeln. Als er den schwarzen Basalt sieht, muss er sich erst zu beherrschen, um nicht sofort dort hin zu rennen. Vielleicht erfüllen sich seine Träume ja sofort und er findet Spuren welche seine Vermutung bestätigen. Den Musici beachtet er kaum, wer sich in seiner nähe befindet merkt, dass er nur Augen für die Stadt und weniger für ihrer Granden hat. Leise murmelt er:
    [Gar. mit Zyk. Worten gemischt ~ ]Das könnte es sein, der Basalt, bestimmt über 1500 Jahre alt, ein untrüglicher Beweis, für die Besiedlung währende der Dunklen Zeiten. Und die Hühner könnten den Flugechsen aus den Sagen entsprechen, ich werde einige Besorgen müssen

    Ὦ ξεῖν᾿, ἀγγέλλειν νάννοις ὅτι τῇδε κείμεθα τοῖς κείνων ῥήμασι πειθόμενοι.

    Dieser Beitrag wurde bereits 6 Mal editiert, zuletzt von Tharin Sohn des Geroim () aus folgendem Grund: einen Satz vergessen, Änderungen ...

  • Ilderico Berylli steht an der Reling, stützt sich mit beiden Händen darauf und sieht sich um. Er ist ein junger Mann, wohl Anfang 20, mit dunkelblonden, schulterlangen Haaren und einem gepflegten Vollbart in derselben Farbe. Ein breitkrempiger, grünlicher Hut, der vor vier Jahren vielleicht in Kuslik in Mode war, schützt sein Gesicht vor der brennenden Sonne. Am Hut stecken drei bunte Federn, die aus dem meridianischen Dschungel stammen könnten. Auf dem grünen Hemd kann man bereits deutlich Schweißflecken sehen, und der farblich passenden Hose geht es nicht viel besser. Am Gürtel hängt neben zwei Beuteln auch ein Dolch in einer Lederscheide, auf die in Grün und Gelb eine Schlange gestickt ist. An den Füßen trägt Ilderico Stiefel, die ungewöhnlich leicht und flexibel aussehen. Auf dem Rücken hängt an einer Schnur ein langes Bambusrohr, daß ein Kenner als Blasrohr mohischer Machart erkennen könnte. Neben ihm auf dem Boden steht sein restliches Gepäck: Ein Beutel aus robustem Leinen, ebenfalls mit einem Seil zum Umhängen, und darauf ein zusammengelegter, dunkelgrüner Umhang.


    An der Reling


    „Das ist also Porto Velvenya...“ murmelt Ilderico in dem melodischen Garethi-Dialekt, den man im Horasreich spricht, während er seinen Blick über die Stadt schweifen läßt. Sein Blick ruht eine Weile fasziniert auf den geschuppten „Hühnern“, dann mustert er die Willkommenszeremonie, als ob er versuche zu erkennen, welche Rollen die Leute wohl in der Stadt haben mögen.


    Währenddessen hat er die Worte des Zyklopäers neben ihm an der Reling nur halb mitbekommen. „Ich würde mir diese Echsen auch gerne näher anschauen, wenn Ihr mögt, können wir das gemeinsam tun. Aber bevor wir welche einfangen sollten wir uns bei den Leuten in der Stadt erkundigen, die scheinen die Viecher ja zu kennen. Und am Ende gehören die noch jemandem...“

    „Ich habe ja durchaus Verständnis dafür, daß die Beschwörung eines Humus-Elementars nicht ganz so funktioniert, wie man sich das vorstellt. Aber wie, bei allen Zwölfen, kann man versehentlich einen Elefanten beschwören?“ (aus dem DSA4 Forum)

  • Xenofera Rahjadés Hesindeanu Jacobella-Yuárez steht an der Reling der stolzen Galeere und blickt über den Hafen, die Begrüßungsszeremonie und den neuen Kontinent, der jetzt vor ihr liegt – und während Sie sich umschaut, weiß sie schon, dass es die Reise bestimmt wert sein würde. In ihren Gedanken rekapituliert sie die letzten Wochen.




    Wie spannend klang es, als sie an der heimatlichen Akademie in Mirham von den Neuigkeiten aus dem Süden hörte. In den Bilderpostillen übertrumpften sich die Zeichner mit den phantastischsten Ausschmückungen der Wunder des neuen Kontinents und die junge Adeptin lauschte voller Aufmerksamkeit allen Berichten – wenn sie auch wusste, dass das meiste davon Seemannsgarn und Gerede war, so ahnte sie, dass all diese Geschichten doch bestimmt einen Hauch von Wahrheit enthalten mussten.


    Wie aufgeregt war sie, als ihr dann die Möglichkeit angetragen wurde, mit dem Segen der Schule der variablen Form selbst diesen Ort zu bereisen. Als ihr Vize-Spektabilität Baralbus G`Hliatan ihr dieses Privileg verkündete, fühlte sie sich sehr geschmeichelt, denn vermutlich würden viele Magier nicht wenig dafür geben, an ihrer Stelle sein zu können. Vor garnicht all zu langer Zeit hatte sie ihre Adeptenprüfung in der probabor ad libitum sowie der probabor iussu magistro mit Bravur bestanden, was ihr viel
    Anerkennung an der Schule, die Bewertung mit summa cum laude und das Rohalsmal, ein steigendes Einhorn, als Zusatz ihres Akademiesiegels einbrachte – und scheinbar würdigte man sie nun mit einer neuerlichen Probe, bei der sie jedoch ihre Fähigkeiten wahrlich unter Beweis stellen konnte.


    Also hatte sie schließlich in Al`Anfa, der riesigen Stadt, die sie zuvor noch nie gesehen hatte die gigantische Galeere betreten und aventurischen Boden verlassen. Gar keine Zeit war mehr, um sich in der Perle des Südens umzusehen – lediglich ein wenig "Ausrüstung" konnte sie noch erwerben, unter anderem Einen großen Sack Futter für ihren Ara Lucan.


    An Bord des Schiffes hatten sich verschiedenste Leute zusammengefunden, was für Xenofera sehr spannend war. Zwischen all der Ausrüstung war immer nur wenig Platz und so hatte sie Kontakt mit vielen Menschen schließen können, denn die Enge bot nur wenig Platz zum Alleinsein. Es war eine lange und beschwerliche Reise und der Konvoi wurde von Unwettern und anderen Problemen einer so großen Fahrt geplagt. Xenofera konnte leider nicht all zu viel beitragen zum Leben an Bord und Neugier und Langeweile sorgten dafür, dass sie sich mit ihren eigenen Notizen, ihrer Ausrüstung und ihren Mitreisenden widmete. Besonderes Aufsehen erregte die Magierin auf dem Schiff, als sie mitbekam, wie zwei Seesöldner, die ihre Freiwache mit Angeln an der Reeling verbrachten, einen Oktopus am Haken hatten. Die junge Frau erbat sich das seltsame Geschöpf und untersuchte es später eingehend – was den einfachen Seefahrern gehörig Angst einjagte – und lies sich später immer wieder von den beiden Männern ihren Fang zeigen, wann immer etwas besonderes dabei war. So hatte die Maga wenigstens etwas von Belang zu tun, als sie sich dem Studium der ungewöhnlicheren Meeresbewohnenden widmete.


    Als dann aber endlich Land in Sicht kam, war Xenofera jedoch wahrlich erleichtert. Ganz fiebrig vor Vorfreude wurde sie – was aber vielleicht auch an den heißen Temperaturen liegen konnte, die einigen hier zu schaffen machten, ihr selbst machte solches Klima aber weniger aus. Dass dann noch eine Nacht gewartet werden sollte, bevor man in den Hafen einfährt, war dann auch nur erträglich, weil ein rauschendes Fest erfolgte. Sie genehmigte sich ein Näschen Samthauch, denn Rum war nicht so ihr Geschmack und schwellgte in der ausgelassenen Stimmung.


    Spoiler anzeigen
    Wer ihr symphatisch war, bekam auf Nachfrage auch eine kleine, wohldosierte Portion Samthauch ab, weiß doch beileibe nicht jeder damit umzugehen. Den beiden Fischern, die ihr immer wieder geholfen hatten, gefiel es jedenfalls sehr gut.


    Wohlig schlief sie dann ein und träumte in schillernsten Farben von den Geheimnissen, die Uthuria für sie bereit halten würde.


    Als sie dann am nächsten Morgen wieder aufgestanden ist, hat sie sogleich ihre Sachen zusamengepackt, da sie doch möglichst bald wieder auf festem Boden stehen wollte.




    So steht sie nun da, neben ihrer erst vor kurzem erworbenen Seekiste, und betrachtet ihre Umgebung. Ihr Blick fällt auf die Geschuppten Hühner, die sie mit einem zufriedenen Lächeln quitiert: Ja! Hier war sie GENAU RICHTIG!, denkt sie bei sich, während sie sich schon überlegt, ob es sich wohl um Chimären handelt oder um unveränderte Tiere.


    Ihr Blick fällt auch auf den zyklopäischen Gelehrten, mit dem sie in den vergangenen Wochen immer wieder zu tun hatte. Sie schätzte den gelehrten Mann, hatte aber dann doch nicht so den Draht zu ihm gefunden, da sie ihn als Fremden nicht recht einzuschätzen wusste. Sie folgt seinem Blick und betrachtet ebenfalls die Basaltgebäude, die sie farblich an ihre eigene Akademie erinnert. Dann tritt sie an ihn heran und meint in freundlichem, aber leicht geheimnisvollem Ton: "Wir habens wohl geschafft! Vor uns liegen die phantastischsten Entdeckungen, die nur unserer Erkundung harren. Wie viele Geheimnisse mögen sich dort hinten im dunkelgrünen Dschungel hinter all den Blättern verbergen?" Ihre Stimme klingt ruhig aber fest und klangvoll, ihr Garethi-Akzent wirkt südlich und melodisch, jedoch mit einem leichten gänzlich ungwohnten Einschlag. Als sie des anderen Mannes gewahr wird, und dieser auch über die Hühner spricht, meint Xenofera: "Ohh – ja! Diese Hühner müssen wir uns ansehen! Und scheinbar werden sie hier als Haustiere gehalten – ich bin gespannt, was man mit ihnen anstellt!"




    Xenoferas Erscheinung:


    Xenofera steht selbstsicher da; eine recht großgewachsene(182 Halbfinger) junge und sehr gutaussehende Frau mit recht dunkler Haut. Als schlanke, hochgewachsene und schöne Südländerin erkennt der oder die Kundige, dass ihre Eltern wohl Waldmenschen vom Stamm der Darna sein könnten. Noch bevor man ihr sehr nahe kommt, riecht man den intensiven Duft von Parfum, der sie umgibt. Mal meint man, schwere berauschende Noten von Blüten in diesem zu erkennen, dann auch mal wieder frische Töne, die an Citrusfrüchte erinnern und dann wieder ganz andere Nuancen, von Gewürzen und nicht weiter bestimmbaren Geschmäckern. Sie riecht in jedem Fall einfach sehr spannend und aufreizend für alle Menschen, gleich welchen Geschlechtes, und sofern man generell intensive Parfums mag. Auffällig schon von weitem ist außerdem ein prächtiger Ara, eine Papageienart, der mit seinem grün-rot-blauem Federkleid entspannt und dösend auf ihrer Schulter sitzt und sich normalerweise kaum rührt.



    Sie trägt Reisekleidung südlicher Magierinnen und Magier, sodass man sie durchaus als Gildenmagierin erkennt: Auf dem Kopf eine stabile Lederkappe aus dem brandsicheren Iryanleder, wie ihn viele Kampfmagier tragen, um den Oberkörper eine gute aber einfache Bluse aus luftigem Leinenstoff und darüber eine Art halblangen Überwurf in grün, der mit einigen Verzierungen von magisch anmutenden Symbolen bestückt ist. An ihren schmalen aber durchaus kräftig wirkenden Händen trägt sie dünne schwarze Lederhandschuhe und wenn ihr gerade ihre Bluse am Arm ein wenig hochrutscht kann man an der Innenseite ihres linken Unterarms eine auffällige "Tätowierung" erkennen: ihr Gildensiegel, das sie als Magierin auszeichnet. Dann trägt sie einen stabil wirkenden Ledergürtel mit Gürteltaschen und einer geflämmten Dolchscheide sowie einem Langdolch in einem Gehänge und einer hübsch anzuschauenden kleiner Sichel, die aber gewiss nicht dem Kampf, sondern dem Schneiden von Kräutern und Pflanzen dienen wird. Darunter trägt sie eine auffällig schöne, eng-anliegende feine Lederhose, die stabil aber nicht zu dick wirkt – denn anders könnte man es bei diesen Temperaturen nicht aushalten. An den Füßen findet man stabile Lederschuhe, die sie sicher vor allerlei Unbill beschützen werden und außerdem trägt sie noch eine gut gefüllte Umhängetasche um die Seite und einen kleinen Rucksack auf dem Rücken. Besonders beeindruckend ist dann noch der hübsche Magierstab, der schwarz ist, und kleine kaum zu erkennende silberne Einlegearbeiten aufweist. - Fast wirkt das ganze wie ein Nachthimmel mit Sternen. Und schließlich sieht man auf ihrem Rücken auch noch – sehr ungewohnt – eine wirklich kleine leichte Armbrust, mit einigen Bolzen, sodass die junge Frau wahrlich wehrhaft aussieht. Obwohl das nicht ganz ins Bild passt, weil sie sonst nicht wirklich wie eine Kriegerin wirkt, erkennt man dennoch, dass sie recht vital ist und man es nicht mit einer schwächlichen Stubenhockerin zu tun hat.



    Wenn man die junge Magierin dann genauer betrachtet, fällt einem zunächst das voluminöse, blauschwarzes Haar auf, dessen dichte Locken unter ihrer Kappe hervorquellen und sicherlich schwerz zu bändigen sind. Es sieht wahrlich bezaubernd aus, wird jedoch von Bändern zusammengehalten, damit es weniger behindert. Das Gesicht der vielleicht höchstens 22 Götterläufe alten Frau ist sehr hübsch, wirkt auch ein wenig verspielt und frech – aber dennoch hat die Frau etwas düsteres, geheimnisvolles an sich. Man kann nicht genau sagen wie sie es anstellt, aber die ansehnliche Frau wirkt wirklich wie eine geheimnisvolle etwas unnahbare Magierin.Vor allem ihre süße kleine Nase und die tiefsinnigen braunen, mit goldenen Sprenkeln verzierten, Augen lassen die Lust der Göttin Tsa erkennen, die diese gehabt haben muss, als sie mit dem Segen ihrer rauschhaften Schwester Rahja dieser jungen Frau Leben einhauchte.

  • Spoiler anzeigen
    Djego der unmittelbar zum Kommandant gegangen ist nimmt im Zimmer Haltung an. Dort hört er den Worten des Kommandanten zu, nickt kaum merklich bei den ein und anderen Worten und lässt das ganze in sich hinein sickern. Trotz der Worte die der Kommandant zu ihm sagt, scheint diesem nicht ganz wohl bei der Sache zu sein. Ob es wohl mit "Ihm" zu tuen hatte? Hatte er es inzwischen auch bis hier her geschaft?
    Als dieser geendet hat, antwortet er: "Kommandant Pederesco, ihr habt volkommen Recht und ich bin euer Mann." Kurze Pause auch seinerseits um die richtigen Worte zusagen "Kommandant, wenn ihr sagt von der Garnison, bin ich der einzigste oder kommen noch Männer mit? Habe ich freie Hand? Was muss ich noch wissen und was sind die Ziele der Expidition?" Er geht die Dinge kurz durch die im einfallen: Sklaven, Handelspartner unter den Wilden, Gold, neues Land.
    Wärend er auf eine Antwort wartet schweift sein Blick nun nach draußen in den Hafen, von dem dann doch nicht so viel zusehen ist.
    "Mit dem Schiff dürften neue Abenteurer ihren Weg hierher gefunden haben, soll ich von dort Männer rekrutieren? Gewissermaßen Frischfleich" ein kurzes lächeln huscht über das Gesicht.

  • Sedef ibn Marwan


    Zu den beiden Männern und der Frau an der Reling, die augenscheinlich darauf warten, endlich an Land gehen zu dürfen, gesellt sich ein weiterer junger Mann, vermutlich etwas über 20 Götterläufe alt. Ihm ist sofort anzusehen, dass er tulamidischer Abstammung ist, gibt doch insbesondere seine hellbraune Haut einen deutlichen Hinweis hierauf. Seine Haare sind ebenfalls von hellbrauner Farbe und etwa schulterlang. Besonders gepflegt scheinen sie allerdings nicht zu sein. Einen Besuch beim Barbier würden ihm die meisten wohl dringend nahe ans Herzen legen. Er ist sicher etwas größer als 90 Finger, überragt er den Zyklopäer doch noch um ein paar Finger. Damit scheint er deutlich größer zu sein wie die meisten anderen Angehörigen seines Volkes. Mit vermutlich knapp unter 90 Stein Gewicht wirkt er bei dieser Größe eher etwas schlaksig. Besonders kräftig wirkt er auch nicht. Lässt man den Umstand, dass auch seine Augen die Farbe braun aufweisen, außen vor, könnte man Sedef als eher unauffällig bezeichnen. Zumindest sind an ihm keine besonderen Auffälligkeiten wie z.B. ein Bart oder irgend welche Narben zu erkennen. Betrachtet man das gesamte Erscheinungsbild von Sedef könnte durchaus der Eindruck entstehen, dass man diesen Mann nicht unbedingt als Schwiegersohn in seinem Heim begrüßen möchte, wirkt er doch eher schmuddelig und ungepflegt. Neben dem bereits empfehlenswerten Besuch beim Barbier wären wohl auch längere Besuche im Badehaus und beim Bekleidungshändler für einen vollständigen Satz neue Kleidung dringend anzuraten. Bekleidet ist Sedef im Gegensatz zu der Zeit der Überfahrt, wo er meist mit einem leichten Hemd und einer leichten Hose bekleidet war, im Moment mit einer praktischen, allerdings auch schon etwas speckig wirkenden Lederkleidung und festen Stiefeln. Einem aufmerksamen Beobachter kann beim näheren Betrachten auch auffallen, dass sich durchaus der eine oder andere Speisefleck auf der Kleidung befindet. Dagegen scheint ihm die hiesigen Verhältnisse, inbesondere die Hitze, bislang nicht besonders viel auszumachen.


    Auf dem Rücken trägt Sedef einen großen, gut gefüllt zu sein scheinenden Lederrucksack. Unter dem Deckel des Ranzen stecken ein paar Stangen und ein Spaten, die auf beiden Seiten heraus schauen. Weiterhin hängen Teile eines gewachsten Umhangs heraus. An der rechten Seite ist ein langes Hanfseil mit einem Kletterhaken angebracht. An der linken Seite hängt neben einer ca. 1 Schritt langen Rolle, die darauf schließen lässt, dass sie wasserdicht zu verschließen sein dürfte, ein Proviantbeutel. Am Gürtel trägt Sedef links einen Säbel und rechts einen Langdolch. Ob er damit auch seine Haut verteidigen kann, lässt sich nicht eindeutig sagen, könnte jedoch sicher eher etwas in Frage gestellt werden. Weiterhin ist dort noch eine Gürteltasche zu sehen. Ansonsten fallen für Beobachter möglicherweise noch die drei Ringe an der linken Hand auf. Auf diesen sind Schriftzeichen oder sonstige Zeichen zu erkennen. Um Genaueres sagen zu können, müsste man sich diese Ringe wohl erst einmal in Ruhe ansehen können.



    Anreise und Überfahrt


    Dass seine große Reise in Al'Anfa beginnen sollte, fand Sedef zwar bedauerlich, ließ sich aber wohl nicht vermeiden. Für die Wissenschaft mussten manchmal Opfer gebracht werden. Das ließ sich nicht immer vermeiden, wie er nur zu gut wusste. Und so lange es sich um ein solch kleines Opfer handelte, konnte er gut damit leben. Und er hatte sich auch nicht zu lange in dieser seltsamen Stadt mir ihren noch seltsameren Sitten aufhalten müssen. Wenn es die Dekadenz noch nicht gegeben hätte, wäre sie dort bestimmt erfunden worden. Nun gut, das sollte nicht sein Problem sein.


    Er hatte nicht allzu lange auf seine Passage warten müssen. Offensichtlich hatte Magistra Salwinja Gerbersen ihre Beziehungen spielen lassen, so dass er keine Probleme hatte. Wenn sie etwas unbedingt wollte, konnte sie sehr bestimmend sein ... Nachdem er sich in der Hafenmeisterei gemeldet hatte, war er schnell an den 1. Offizier verwiesen worden und hatte sich schon auf der Solrigia einrichten können.


    Während der Überfahrt von Al'Anfa nach Uthuria hat sich Sedef mehr oder weniger unauffällig verhalten. Ihm war augenscheinlich nicht besonders viel an Kontakten zu der Mannschaft und anderen Reisenden gelegen. Würde man die anderen sich auf dem Schiff befindlichen Personen dazu befragen, könnte es durchaus sein, dass diese "Zurückhaltung" auf Gegenseitigkeit beruhte. Dazu war allerdings kein besonderer Vorfall erforderlich gewesen, sondern es hatte bereits ausgereicht, dass Sedef mit seinem Erscheinungsbild nicht unbedingt dazu beigetragen hat, Interesse an einer näheren Bekanntschaft mit ihm zu wecken. Sedef hat sich in dieser Zeit viel mit irgendwelchen Papieren und Unterlagen beschäftigt, die er mit sich führt. Nur gelegentlich konnte man Sedef dabei beobachten, wie er kurz mit den Offizieren der Solrigia gesprochen hat. Wer etwas von diesen Gesprächen mitbekommen hat, konnte hören, dass er sich über bestimmte Sternenkonstellationen, markante Reisepunkte oder sonstige Besonderheiten zu informieren versucht hat.


    Der Veranstaltung am Vorabend war er fern geblieben. Er wollte einfach ausgeruht und nicht mit einem dicken Kopf den ersten Tag in der neuen Welt beginnen. Aber da musste jeder selbst wissen, was er tat. Vielleicht gereichte ihm das ja auch zum Vorteil, wenn die anderen noch nicht dazu in der Lage waren, am nächsten Tag wieder vollständig fit zu sein.



    An der Reling


    Nun, nach der Ankunft im Hafen von Porto Velvenyas zieht Sedef seine Reisekleidung an. Dann packt er seine Sachen sorgfältig zusammen, legt seinen Rucksack an und begibt sich an Deck, um möglichst schnell das derzeitige Ziel seiner Begierde, den neuen Kontinent für sich in Besitz zu nehmen. Wie viele normale Aventurier - was auch immer darunter zu verstehen war - hatten in ihrem Leben schon diese Möglichkeit? Viele waren doch einfach zu kleingeistig und standen Neuen viel zu unaufgeschlossen gegenüber! Hesinde würde schon mit ihm sein und ihm den richtigen Weg weisen!


    An Deck angekommen, wundert er sich etwas über den Lärm und die Aufregung an Land. Als er dann entdeckt, dass eine Art Empfang stattfindet, ärgert er sich. Wenn hier jetzt auch solche Banalitäten erforderlich waren, hätte er doch auch gleich in Al'Anfa bleiben können. Es war schon unglaublich, wie es diese Stadt so weit hatte bringen können? Und jetzt ließen sie ihre Sitten auch in der neuen Welt Einzug halten. Da er wohl oder übel noch etwas warten musste, entschließt er sich, sich zu der kleinen Gruppe, die bereits an der Reling zu warten schien, zu stellen.


    Als er beim Näherkommen die Gruppe mustert und sein Blick auf Xenofera Rahjadés Hesindeanu Jacobella-Yuárez fällt, bleibt er so ruckartig stehen, als sei er gegen eine Wand gelaufen. Nein, nicht sie schon wieder. Sie hatte während der ganzen Überfahrt ständig das Schiff unsicher gemacht und ihre Nase in lauter Dinge gesteckt, die sie nichts angingen. Einfach unglaublich! Im Augenblick ließ sich es wohl nicht zu vermeiden, dass er jetzt noch um- oder abdrehte. Dazu war er schon viel zu nahe herangekommen. Und wenn er es doch tat, viel es ihr bestimmt auf. Und den Zorn einer Magierin wollte er sich nun wahrlich nicht zuziehen.


    So setzt er seinen Weg mit einem vorsichtigen Lächeln fort und sagt dabei etwas gequält wirkend [~brabaci]"Geht's endlich los? Ach ja, ist es hier nicht herrlich?" Dann stolpert er plötzlich unerwartet zwei, drei Schritte schnell nach vorne, geradeso, als hätte ihm jemand ein Hindernis in den Weg gestellt. [~brabaci]"Oh, entschuldigt, da war ich wohl etwas übereifrig."


    Auffallend ist möglicherweise, dass er Xenofera keines Blickes mehr würdigt und sich auf der ihr abgewandten Seite zu der kleinen Gruppe stellt. Dann lässt er seinen Blick nochmals über den Hafen und den angrenzenden Bereich schweifen, atmet dabei tief ein und sagt mit einem bewundernden Tonfall in der Stimme [~brabaci]"Seht euch nur um, was es hier wohl alles zu finden geben wird? Und welch immenses Wissen es hier hoffentlich zu entdecken geben wird?" Das seltsame Echsen-Huhn oder, um was auch immer es sich dabei handelte, scheint er auch bemerkt zu haben, verweilt sein Blick doch etwas länger auf diesem. Sagen tut er jedoch nichts dazu.


    Auf die Frage von Ilderico, ob man sich die Echsen gemeinsam näher anschauen sollte, nickt er entschlossen. Gleich darauf schaut er aber wieder verunsichert oder gar verängstigt in Richtung von Xenofera. Er wendet seinen Blick aber sofort wieder von ihr ab und schaut wieder in Richtung der seltsamen Tiere.

    Eine alte Weisheit der Brabaker Beschwörer sagt: Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, mach dir Gedanken, wie lange dein Skelettarius noch anhält!

  • Djego
    "Das ist schön.", behauptet der strenge, wortkarge Mann nur, wie um zu kommentieren, dass er sich freue, dass Djego die Operation leiten will. "Nun wie Ihr vielleicht wisst, sind schon einige Monate bewusst keine Expeditionen mehr gesendet worden. Zu wenige kamen zurück. Nur diese verrückten Glücksritter haben sich noch auf den Weg gemacht. Und auch von denen höre ich meist nichts mehr. Deswegen mache ich mir ehrlich gesagt Sorgen um Euch. Der Dschungel ist kein leichtes Pflaster, Ihr wisst ich hüte mich davor, und verbringe lieber hier meinen Lebensabend." Wie als müsste er sich richtig anstrengen, hieraus eine lange Rede zu machen, offenbar hat er keinerlei Lust darauf, fährt er fort. "Nun... Der Gubernator blieb für seine Verhältnisse ziemlich unkonkret. Ich glaube nicht, dass er Euch vor der Abreise persönlich treffen kann, aber er wird wohl heute noch einen Boten mit genaueren Informationen schicken. Ich könnte mir vorstellen, dass es etwas mit einem der Außenposten im Dschungel zu tun hat.
    Dann gibt es da noch die Geschichte von der letzten Expedition. Ihr wisst, sein Bruder Alondro Karinor, ist mit ihr losgezogen. Sein letztes Lebenszeichen kam aus einem der Außenposten. Wilciano Karinor, unser Gubernator will es wahrscheinlich öffentlich nicht zugeben, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass die Expedition insgeheim der Suche nach seinem Bruder gewidmet ist. Wirklich ich weiß auch nichts Näheres. In der Öffentlichkeit wird es Wilciano darum gehen, möglichst viel Prunk zu zeigen und das vordere Ziel der Expedition wird es sein ruhmreich heimzukehren.", er blickt Djego einige Sekunden an um das wirken zu lassen und um sich nicht an den vielen Worten zu verschlucken, Djego hatte den Mann wirklich noch nie so lange reden hören. "Mit diesen Zielen im Hinterkopf denke ich, dass er Euch gut ausstatten wird, da mache ich mir keine Sorgen, von mir könnt Ihr auch einige Männer haben. Und was diese neuen Glücksritter, die da ankommen angeht, ich weiß ja nicht. Prüft sie lieber auf Herz und Nieren bevor die Expedition an Unerfahrenheit scheitert. Vielleicht ist es aber auch eine einfache Möglichkeit an Leute zu kommen, wenn kein anderer will. Ihr habt die Lethargie der Stadt ja bemerkt, nicht wahr?", das erste Mal in diesem Gespräch lächelt er und das raue Gesicht zeigt die Ruhe und Freundlichkeit, die der Kommandant eben auch ausstrahlen konnte. "Frischfleisch, ja. Ihr seid gut.", schmunzelt er wie im Nachhinein nochmals über die ganze Sache nachdenkend. 

    mfg ecuvaro


    Qui labores, pericula, dubias atque asperas res facile toleraverant, iis otium, divitiaeque, optanda alias, oneri miseriaeque fuere. (Sallust, Cat 10)

  • Ecovaro
    "An diese Möglichkeit hatte ich gar nicht gedacht, " gesteht Djego leise, aber trotzdem noch klar und deutlich mit einem Kopfschütteln ein, das Ungesagte lässt er im Raum stehen, versteht er inzwischen Kommandant Pederescos Unbehagen. Im Dschungel waren ein paar Monate eine lange Zeit, auch wenn es sich um einen Außenposten handelte. "Ich denke ich nehme aufjedenfall jemanden unserer Männer der Wapengo Sippe mit. Der Rest werden die Informationen heut Abend ergeben, denke ich."
    Nach einer kurzen Pause, in der er sich durch seinen Bart gefahren ist, redet er weiter :"Ich denke wir haben genug eigenes Kartenmaterial, so das ich nicht ins Haus der Abenteurer muss" es ist klar heraus zuhören das er nichts von dem Haus hält, so wie die meisten anderen Granden.
    Nachdem wieder eine kurze Pause enstanden ist meint er "Wenn ihr nichts dagegen habt, werde ich mich zum Hafen begeben und das Frischfleich beschauen. Ich werde mich heut Abend wieder bei euch melden, wegen der weiteren Informationen"
    Auch wenn der eventuele Grund der Expedition, nicht der beste war, freut sich Djego darüber. Würde er seinen Auftrag gut erfüllen hätte er weiterhin ein starkes Bein in der Garnision und den oberen der Stadt. Zudem, ergibt sich vielleicht die Möglichkeit einen Fleckenpanther zu erlegen und einen Teil von ihm, am Khorschrein zu Opfern. Dies war jedoch nur zweitrangig.
    Sollte Kommandant Pederescos ihm erlauben zu gehen, verlässt Djego das Zimmer.

  • Djego
    "Nun, wie gesagt, ich weiß auch noch nichts Genaueres über diese Expedition, alles bezüglich Alondro nur Spekulation. Und auch alles bezüglich des Ruhmes, versteht sich", kommentiert er nochmals die Aufgabe, beim letzten Satz mit sichtlichem Schmunzeln. "Einen der Wapengo solltet Ihr mindestens mitnehmen. Der Gubernator wird Euch das zusätzlich benötigte Kartenmaterial und weitere Informationen sicher ohne unsere Aufforderung zukommen lassen. Ihr braucht also nicht ins Haus der Abenteurer, auch wenn die meines Wissens gar nicht so übel sind, ich habe schon den ein oder anderen Soldaten der Stadt dort rekrutiert." Sein Schmunzeln wird noch sichtbarer in dem wettergegerbten Gesicht, als er seinen Überschwang sieht. "Sicher, das solltet Ihr tun, wenn Ihr das für nötig haltet.", meint er ruhig. "Aber vergesst nicht, bei der Zusammenstellung der Leute, solltet Ihr die gute Form waren, eine Art Bewerbungsgespräch damit alles seine Richtigkeit hat. Und Ihr habt ja sicherlich schon im Kindesalter gelernt, dass es nicht gut ist, einfach irgendwen einzusammeln. Mein Rat ist euch immer offen, kommt nur, wann Ihr wollt.", er wirkt fast schon väterlich, was Djego vielleicht nicht so gefallen mag. Er wird urplötzlich steif. "Djego Sandruez-Zornbrecht, abtreten. Ihr seid mit sofortiger Wirkung bis zum Beginn der Expedition beurlaubt, nutzt diese Zeit gut und fleißig. Bereitet Euch gut vor.", Befehlshaber konnte er schon auch, der Garnisonskommandant. Aber ein Lächeln aus dem Augenwinkel indiziert Djego, dass er es bei ihm mit großer Freundlichkeit meint.

    mfg ecuvaro


    Qui labores, pericula, dubias atque asperas res facile toleraverant, iis otium, divitiaeque, optanda alias, oneri miseriaeque fuere. (Sallust, Cat 10)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Ecuvaro ()

  • Ecuvaro
    "Danke, ich werde das berücksichtigen her Kommandant" fügt Djego noch hinzu. "Jawohl, Kommandant Pederesco" sagt Djego dann als er entlassen wird, salutiert und verlässt den Raum. Draußen macht er sich auf den Weg zu seinem Quartier um dort seine Rüstung abzulegen, den Sklaventod an den Gürtel zunehmen und etwas Geld einzupacken. Zudem steckt er sich noch die Balestrina in den Gurt. Man wusste nie ob die selbsternannten Nachtherrscher aus dem gesagten nicht doch irgendwann ernst machen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Gardisten, die die Nachtherrscher belächeln und wie die meisten in der Stadt sie die Tiefen Taschen nennen, nimmt er die Bedrohung ernst. Eines Tages würde sicherlich Blut fließen. Den Schild und den Helm lässt er allerdings da, wären diese doch Zivil völlig fehl am Platz.
    So ausgerüstet verlässt er die Garnison und macht sich auf den Weg zur Anlegestelle

  • Als einer der letzten Passagiere, die die »Solrigia« vor dem Auslaufen betraten, zählte auch eine junge Frau tulamidischer Herkunft.


    Aussehen:
    Mit der halb langen und luftigen beigen Pluderhose, auf dessen dunkelroten Kniebünden in Wellen geschwungene gold-gelbe Verziehrungen gestickt sind, dem knappen bauchfreien Westchen aus dem selben roten Stoff, mit den Verziehrungen an den Seitennähten und an dem spitzen aufreizenden Dekollet
    é, und einer hauchdünnen beigen Bluse mit langen Ärmeln, die sowohl ebenfalls den Bauch, als auch ihre Schultern unbedeckt lässt, scheint ihre freizügige leichte Kleidung sehr gut an das bevorstehende feucht-heiße Klima angepasst zu sein.Eine gold-gelbe dünne Schärpe aus Samt, hinter der ein verziehrter gebogener Dolch in ebensolcher Scheide klemmt, ruht auf ihrer schmalen Taile und an den Füßen trägt sie dunkelrote Pantoffeln, die vor den Zehen nach oben geschwungen spitz zulaufen. Ihr glattes Haar ist dunkelbraun und fällt lang und schwer auf den Rücken, durch mehrere gelbe Samtknoten im Abstand von etwa einem halben Spann auf die länge der Haare verteilt zusammen gehalten. Je ein güldener Ringan den Ringfingern, eine funkelnde Kette um ihren Hals, die einen Anhänger aus zweier fantasievoll ineinander verschlungener Katzen trägt, Ohrringe mit blitzenden kleinen Rubinen und ihre stehtsgeschminkten dunkelbraunen Augen komplettieren das Bild, eine wahrlich verführerische Dame aus eintausendundeiner Nacht zu sein. Der Kenner wird an ihrem etwas helleren Hautton, im vergleich zu dem allgemeinen Tulamidenvolk schnell erkennen, dass sie wahrhaftig eine Aranierin ist. Ihr ebenmäßiges Antlitz ziehrt eine kleine Stubsnase und wirkt nicht zu ernst, oder gar abweisend. Der schlanke Leib erreicht nicht ganz die achteinhalb Spann (1,67m) und ist eher sehnig, ohne jedoch wohlgeformte weibliche Rundungen vermissen zu lassen, auch wenn diese schwer als wirklich üppig zu bezeichnen sind.


    Auf dem Rücken trug sie beim Betreten des Schiffs, sowie auch heute beim verlassen eben jenes anstelle eines Rucksacks, eine halb-zylinderförmige Kiepe aus Weidenruten, auf deren Deckel mit zwei überkreuzenden kurzen Seilen befestigt ein Kupferkessel steht.


    Ein geflegter Aranischer Kater»Mezzek« mit kurzem rotgetigerten und an Brust und Bauch weißen Fell, welches im Licht seiden glänzt, befindet sich stets in ihrer Nähe und genießt sichtlich die Streicheleinheiten seiner Herrin. Ähnlich elegant wie diese, bewegt er sich zielstrebig und anmutig und lässt sich so manche tierliebe Person in seinem bittenden Katzenblick verliehren.


    Verhalten:
    Auf dem Schiff scheinen sich beide, Frau wie Tier, nicht ganz wohl zu fühlen, doch weiß die Dame es wesentlich besser zu verbergen. Denn während sich der Kater kaum nahe an die Reling heran traut, scheint die Aranierin vor dem Wasser selbst nicht zu scheuen, anscheinend macht ihr das ständige leichte Geschaukel unter ihren Füßen und der bisweilen schon mal recht unsichere Stand auf den Planken mehr zu schaffen.
    Mezzek ist vor allem anderen weiblichen Menschen mit ebenfalls schönen Äußeren und charismatischer Austrahlung schnell zugetan und wird anmutig und forsch sich jedem nähern und um die Beine streifen, der ihm nicht durch klare Gesten oder Ausrufen zu verscheuchen weiß. Dagegen ist er auf Deck eher ängstlich und weicht kaum von der Seite seiner Herrin.


    Auch die schöne Aranierin fühlt sich in guter, am besten gehobener Gesellschaft sehr wohl, wird die ein oder andere Person mit ihrem Liebreizenden Charm mit Fragen zu Herkunft, Kleidung, Aussehen, Beruf, Familie und Erlebten löchern ohne allzu aufdringlich zu wirken und gerade den männlichen Gesprächspartnern mit einem neckischen Lächeln, bezaubernden Augenaufschlag, oder sonstigen betörenden Gesten vielleicht sogar das ein oder andere kleinere Geheimnis entlocken können, was diese eigentlich keiner Fremden anvertrauen würden. Sie von lebensfrohen Naturell, lacht und trauert ehrlich und ungezwungen mit, wenn ihr jemand etwas Schönes/Lustiges, oder gar Trauriges/Schreckliches erzählt. Außerdem wird sie nicht lange zögern, eine Nacht (vielleicht auch zwei drei....) mit einem Mannesbild zu verbringen, wenn er denn auch in ihren Augen anziehend, redegewandt und leidenschaftlich erscheint und in der Regel obendrauf noch dazu bereit isteinige Dukaten zu zücken, um sie für eine begrenzte Zeit auch für viele andere Zertreuungen des gehobeneren Lebensstils an seiner Seite zu wissen.


    Thalyas Hintergrund
    Sie selbst wird von ihrem Leben als Kurtisane in Zorgan berichten, von edlen Herren (ohne Namen zu nennen), die äußerst fragwürdige Ansichten von guten Gesprächen und rahjagefälligen Künsten vertreten, lässtigen Verehrern, die teilweise kaum noch ein Wort herausbekommen, wenn sie diese einmal direkt anspricht und dem bunten Treiben in den Straßen der Hafenstadt. Falls die Konversation in etwas persönlichere Bereiche driftet, wird sie nicht verschweigen, dass sie ohne Eltern bei einer anderen Gesellschafterin (»Dassareth« geheißen, den Namen wird man ihr jedoch nur schwer entlocken können) aufgewachsen ist und mit dieser zweimal in die riesige und aus ihrer Sicht wunderschönen Metropole Gareth reiste. Den langen Weg nach Uthuria wählt sie deshalb, weil sie sich mit Dassareth verstritten hat, die Nähe zur wilden Natur mit ihren vielfältigen Gewächsen in den letzten Götterläufen immer mehr zu schätzen gelernt hat und daraus folgernd, Gerüchte über Plfanzen und Kräutern mit unglaublichen Wirkungen und nahezu unbezahlbaren Preisen hörte, die ausschließlich auf dem Südlichen Kontinent zu finden wären.


    Wenn man die Aranierin in den frühen Morgenstunden trifft, wird sie gelegentlich etwas neben der Spur sein von dem unruhigen Schlaf auf dem Schiff. In den heißen Mittagsstunden, wenn der Schild Praios' um den Zenit herumwandert, wird die Bluse während der Schiffsreise oft abgelegt und ein Sonnenbad genommen. Außerdem pflegt sie ein Tagebuch zu führen, welches meistens zu eben dieser Tageszeit herausgetragen und mit geschwungenen tulamidischen Zeichen beschrieben wird (sie wird aber niemanden dort genauer reinschauen lassen). Am Abend steht Gesellschaft immer ganz oben auf der Tätigkeitsliste: ob bei einem lieblichen Wein, erheiternden Spiel, guter Musik, berauschenden Tanz, oder gar dem tiefsinnigen Ausführungen einer philosophischen Unterhaltung.


    Handlung beim Anlegen
    Die hübsche Dame
    wird sich in Begleitung des Katers schnellst möglich aufbruchstbereit machen, ihre sieben Sachen packen und zur Reling eilen, um endlich die
    »Solrigia« verlassen zu können, auf der sie so lange eingesperrt war. Erschrickt bleibt sie mit großen Augen stehen und betrachtet diese komischen Hühner.
    "Huch, was sind das denn für seltsame Tiere?"
    erstaunt betrachtet sie Telemarchos von Pyrdoktis, der diese als Flugechsen bezeichnet und von gewissen "Dunklen Zeiten" redet.
    "Von welchen Dunklen Zeiten redet ihr da, Hochgebohren, existiert Porto Velvenya etwa schon über einderthalb Jahrtausende?"


    -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Edit(18.03. - 01:09h): gezielte Ansprache an Telemarchos

  • Die Mannschaft der Solrigio und ihrer
    Begleitschiffe macht sich während der langen Zeremonie schon einmal
    bereit die Ladung zu löschen. Waren verschiedenster Art werden aus
    dem dicken Bauch des Schiffes an Deck gebracht. Außerdem kommen in
    Ketten aneinander gebunden die gut fünfzig waldmenschischen
    Rudersklaven und Sklavinnen an Deck, sie sehen die Sonne das erste
    Mal seit Beginn der Überfahrt. Irritiert und geblendet blicken sie
    sich um. Sie haben das Boot in Flauten mit erstaunlicher
    Geschwindigkeit durch das Perlenmeer und die Meere südlich davon
    gebracht. Keiner außer den für sie zuständigen Seesöldnern und
    der Kombüse, die täglich einen extra großen Topf mit Kraftfutter
    in den Ruderraum des Schiffes gebracht haben, hat während der Fahrt
    Notiz von ihnen genommen. Nun kümmern sich einige Matrosen mit
    Hieben, Geschrei und Spott darum, dass sie in Reih und Glied an Deck
    stehen, fünf Reihen zu je zehn Personen, dicht aneinander gedrängt.
    Die Sklaven haben wohl gelernt, dass es an diesem Punkt nichts mehr
    bringt sich dagegen zu wehren und bleiben stumm und folgsam,
    vielleicht sind sie auch einfach zu irritiert von der neuen
    Helligkeit.





    Ansonsten werden aber auch andere aventurische
    Waren gebracht, die hier in Uthuria von größter Wichtigkeit sein
    sollten. Eine große Kiste mit Messinstrumenten, feinmechanischen
    Werkzeugen und anderen nützlichen Dingen ist auch darunter. Aber
    auch eine ganze Menge Luxusgüter wie Samtpolster. Kurz alles, was in
    Uthuria noch nicht hergestellt wird und die Granden hier brauchen, um
    ihr luxuriöses Leben wenigstens im Schein weiter zu führen. Auch
    allerlei Nahrungsmittel werden an Deck gebracht. Noch ist die Kolonie
    wohl nicht autark. Auf der langen Überfahrt wurde strikt zwischen
    dem Essen der Mannschaft und der Passagiere und der Ladung
    unterschieden und es ging unter anderem auch eine Hand einer Matrosin
    bei dem Versuch verloren, sich eine Extraration des besten
    Pökelfleisches, das das al'anfanische Imperium zu bieten hatte zu
    vergehen. Es sind nur haltbare Lebensmittel, ein wenig Weizen und
    nicht zu vergessen einige lebende Tiere darunter, drei bis vier
    verschiedene Arten Hausschweine und Rinder, die die Zucht hier in
    Porto Velvenya wohl unterstützen sollen.





    Einige der Matrosen müssen sich wohl sichtlich
    zusammenreißen nicht über die absurde Zeremonie zu lachen, sie
    stehen beieinander und grinsen. Es ist große Vorfreude auf dem
    Schiff zu spüren, alle wollen jetzt an Land.



    Derweil gibt der Admiral an Land gerade einen
    Wink mit seiner Hand und seine Steuerfrau und sein erster Maat gehen
    die Landungsbrücke hinauf, offenbar gibt es etwas vom Schiff zu
    holen.





    Unter den Empfangenden findet sich auch eine
    Boronpriesterin, kurz geschorene Haare, klein und stämmig aber nicht
    hässlich anzuschauen, die gerade der Abordnung des Schiffes einen
    Segen erteilt. Andächtig steht sie mit ausgebreiteten Armen vor
    diesen.





    Der Hafen, der wie schon das Hafenbecken
    insgesamt sehr symmetrisch unterteilt wird, die fünf Seiten des
    perfekten Sechsecks die direkt am Land liegen, werden von Kanälen,
    die hier ins Meer münden, voneinander getrennt. Die Solrigia liegt
    auf der zweiten Seite von rechts, vom Meer aus gesehen.





    Auch hier im Hafen tut sich etwas. Vor dem
    Schiff tut sich eine größere Fläche auf, die offenbar als
    Warenlager genutzt wird, es ist ein sandiger Boden, der aber eher
    verschlammt ist, einige Pfützen spiegeln sich im grellen
    Sonnenlicht. Neben einigen Bauholzstapeln ist aber auch noch einiges
    an widerspenstigem Gestrüpp zu sehen. Eilig laufen Menschen
    unterschiedlichsten Aussehens auf dem Platz herum, hinter einem der
    Bauholzstapel könnt ihr ein Kuh sehen, die genüsslich etwas von dem
    am Boden wuchernden Gestrüpps frisst. Außerdem läuft über diesen
    Platz ein Mann ziemlich zielstrebig auf das neu angekommene Schiff
    zu...





    Außerdem hat wie auf dem Schiff unter der
    Anleitung von einigen Männern und Frauen eine Truppe Sklaven und
    Sklavinnen auf dem Platz Stellung bezogen.


    Es sind weiße und schwarze Sklaven dabei,
    letztere könnten Utulu sein, wer solche kennt, außerdem gibt es
    einige leicht dunklerhäutigere Menschen.






    Sinnesschärfe +6
    Manche von diesen
    scheinen Tätowieungen an den Oberarmen zu haben.


    Sinnesschärfe +3
    Manche sind für ihre
    dunkle Hautfarbe erstaunlich blond.





    Wer den Blick vom Schiff aus eher nach links
    dreht, kann von der hohen Reling sogar einiges von der dahinter
    liegenden Stadt erkennen. Gebäude, die wohl einmal weit stattlicher
    waren, ragen bis zu 30 Schritt gen Himmel. Die höchsten sind
    seltsame Überreste von spitzen Gebäuden, die wohl einmal eine Art
    Terrassen gehabt haben müssen. Alles monumentale scheint aus Basalt
    gebaut.





    Dahinter bauen sich majestätisch die
    bewaldeten Regenwälder auf, die auf Hügeln liegen. In der Ferne
    kann noch etwas Nebel gesehen werden, wer weiß, ob es sich dabei um
    die sich anstauende Feuchtigkeit oder die sich gerade verziehenden
    Frühnebel handelt?

    mfg ecuvaro


    Qui labores, pericula, dubias atque asperas res facile toleraverant, iis otium, divitiaeque, optanda alias, oneri miseriaeque fuere. (Sallust, Cat 10)

  • Telemarch von Pyrdoktis von der Insel Kukai meint, als er in seinen Träumereien angesprochen wird:
    Die Dunklen Zeiten ? Nun werte Dame, so nennt man die alten Äonen in welchen die Götter im Streit lagen. Efferd warf seine Fluten gen Ingerims Berge dieser ließ ihr Blut die Meere verdampfen. Rondras Stürme brausten duch die Ebenen, Praios Antlitz zu verhüllen. Eine Grausame Zeit. Im Praios die Echsen im Firun die Orks welche die Minotauren zu fürchten hatten und in meiner Heimat die Zyklopen welche Steine nach jedem Fremden warfen.
    Magier töteten einander mit grauslichsten Sprüchen, und die Kirchen taten es ihren Herren gleich und verfolgten einander, nur um danach gemeinsam dem kleinen Volk nach zustellen oder alte Kräuterweiber zu foltern. Durch die Gnade des Feurigen Vaters endeten diese Jahre als er vor grauen Jahren die Feinde des Lebens vernichtete.
    Ich habe hinweise darauf, das zu Beginn dieser Zeiten einst ein großes Reich der Zyklopaier bestand. dieses versuche ich zu beweisen.

    Ὦ ξεῖν᾿, ἀγγέλλειν νάννοις ὅτι τῇδε κείμεθα τοῖς κείνων ῥήμασι πειθόμενοι.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Tharin Sohn des Geroim () aus folgendem Grund: erores emendabam

  • Für einen ganz kurzen Augenblick entgleiten Thalya ihre Gesichtszüge und sie starrt Telemarchos etwa eine Sekunde entgeistert mit weit geöffneten Augen an. Doch dann fängt sie sich mit einem verlegenen Räuspern ebenso schnell wieder und blickt kurz zu den "Hühnern" herüber. Solch einen Gefühlsausbruch sollte sie mittlerweile als Gesellschafterin eigentlich unterdrücken können... diese Schiffsreise musste sie wirklich mitgenommen haben. Wieder mit der Würde ihres Standes und der höheren Gesellschaft entsprechend wendet sie sich nach wenigen Augenblicken abermals dem Zyklopaier zu:

    "Mir sind schon einige gebildete Menschen begegnet, die von sich zu sagen pflegten, sie kennen sich mit einigen Teilen der Geschichte Deres aus und von den, von Euch erwähnten Magierkriegen und der Ära der Priesterkaiser meine ich bereits ein wenig aufgeschnappt zu haben, aber von einer Zeit vor über eintausend Jahren... Mir scheint, Euer Volk legt großen Wert auf die Bewahrung vergangener Tage, Hochgebohren. Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn Ihr mir mehr über jene alte Zeit berichten würdet. Gerade, was dieses unbekannte Land weit im Süden betrifft, auf dem wir uns in Kürze befinden werden."


    Ihre Bitte unterstreicht sie mit einem einnehmenden Lächeln...

  • Thorim Eirikson



    Ahh. War das nicht herrlich? Eine so lange Seereise – allseits umgeben von Efferds Element, mit Swafnir um die Wette fahren, um einen fernen neuen Kontinent zu sehen?

    Wenn da dann nicht das Makel gewesen wäre, dass er sich auf einer Galeere der Al'Anfaner befand und der größte Teil der Menschen auf diesem Schiff aus Sklaven bestand.
    Aber um nach Uthuria zu kommen, war es ihm auch Recht, mit diesen Leuten zu kooperieren. So richtig wohl fühlte er sich nicht, aber es waren ja auch immerhin Horasier an Bord, und das waren bekanntlich gute Leute, fortschrittliche Leute.



    So hat es sich wunderbar gefügt:
    Nachdem er in Charypso zuletzt einiges an Geld verdient hatte, hat er sich an den Boltantisch mit einem vernarbten aber noch jungen unwichtigen Grandensohn begeben, und gespielt. Zunächst hat er fast alles verloren, aber dann verlies er letztlich die Hafenspelunke mit einer gewonnenen Überfahrt nach Uthuria. So kam es, dass der Abenteurer von den Waldinseln, der sich mal hier her und mal dorthin übers Südmeer treiben lies, Geschichten erzählte und mit der Musik Seeleute unterhielt, seit er seine Heimat verlassen hatte, nun tatsächlich zu ganz großer Fahrt aufbrechen sollte. Am Hafen beäugte man ihn natürlich sehr komisch, aber er bestieg die Solrigio, denn man fand keinen Grund, ihn daran zu hindern.


    Es war eine ungewohnte Art zu reisen, auf so einem Riesen-pott, aber in Gedanken war er schon dabei, die besten Geschichten über seine Abenteuer in der Ferne zu erdichten
    und manches Mal schweifte er in Gedanken zurück an die Zeit im Reich des Horas...Aber Thorim war ja kein trauriger Gesell, sondern ein offener Mensch und so traf er sich gerne mit den anderen Leuten an Bord, spielte mit ihnen, lies seine Laute erklingen und sang dazu Lieder von der Liebe, Trinklieder und von der See, oder erzählte mit den anderen Mitreisenden. Die Leute, die ihn dann erlebten, erkannten in ihm einen wirklich tiefsinnigen, freundlichen Geist, der nicht ganz zu seinem Hünenhaften Äußeren passen sollte, der viel wusste und ebenso viel erzählen konnte. Außerdem war er erstaunlich umgänglich, konnte sich an sein Gegenüber sehr gut anpassen und kennt sich scheinbar gut auf der Welt aus.



    Mehrer Abende verbrachte er mit guten Gesprächen mit Xenofera, der Magierin, und schließlich hatten die beiden an einem der Abende fast aus Langeweile miteinander
    geschlafen. Die beiden frönten Rahja leidenschaftlich und vergnüglich, was vor allem beim doch etwas tristen Bordalltag, wo er kaum mithelfen konnte, eine unerwartete Überraschung war. Anschließend konnten die beiden wieder wunderbar frei und unbefangen miteinander reden und lachen. Dennoch fühlte er sich ein wenig schlecht, und wer ihn bald danach antraf fand ihn ein wenig melancholisch vor...




    Aktuelles Geschehen:


    In jedem Fall war Thorim dann froh, als man bald in Porto anlegen sollte. Am Morgen der Ankunft packte seine Sachen ein und marschierte donnernden Schrittes auf die Gruppe an der Reling zu, dass es einem fast Angst und Bange werden konnte (genau genommen konnte er nichts für die donnernden Schritte, denn er war einfach groß und schwer und überschwänglich wild darauf, den Kontinent zu betreten – sodass er so laut übers Holz polterte).




    Aussehen: 


    Vor euch steht nun also Thorim Eirikson, ein wahrlich großer Mann von fast 2 Schritt Größe, kräftig und stark gebaut (103 Stein), mit sehr breiten Schultern und starken Armen. Sein Gesichtsform ist sehr markant und wirkt männlich-kernig und mit dem wehrhaften prächtigen Körper kann man wirklich sagen, dass man es mit einem gutaussehenden jungen Mann zu tun hat. Gerade um die 23 Götterläufe alt, mit honigblondem kräftigen Haar und einem ebensolchem Bart, und einem freundlichen, intelligenten Ausdruck im Gesicht, das von frisch-wirkenden grünen Augen komplettiert wird, wirkt der Sonnen-gebräunte Mann sehr symphatisch und auch mild.



    Seine Kleidung wirkt wie ein seltsamer Mix aus thorwalschen und vielen horasisch-südlichen Elementen, aber man kann sich denken, dass seine Vorfahren aufgrund der körperlichen Eigenschaften vermutlich Nordleute gewesen sein mussten. Obwohl es ein wenig seltsam anmutet, sind die Sachen doch farblich aufeinander abgestimmt, sodass die Augen von seinem Auftritt geschmeichelt werden. Auf dem Kopf trägt er einen kecken Strohhut im horasisch-kolonialen Stil, der mit einer dünnen Lederschnur gesichert ist und sicher gute Dienste gegen die unerbittlich brenndende Sonne leisten wird, aber dennoch luftig ist. Um den Hals gebunden hat er ein dünnes Seidentuch in sattem Grün, und sein Torso wird von einem etwas dickerem Leder geschützt, in das Metallnieten eingenäht sind (die Kundigen erkennen es als so genannte „Krötenhaut“), unter der er scheinbar sonst nichts trägt(sodass zu vermuten ist, dass die Weste im inneren geschützt ist, damit seine Haut nicht durch heiße Metallteile verbrannt wird). Somit liegen seine kräftigen Arme frei, sodass man am rechten Oberarm ein Hautbild aufweist. An seinen Händen trägt er stabile Lederhandschuhe, um die Hüften einen kräftigen Schwert-Ledergürtel,
    darunter eine nur halblange grün-weiß-gestreifte leichte Leinenhose und dann an den großen Füßen stabile Lederschuhe.




    Auf dem Rücken trägt Thorim einen prall gefüllten Rucksack, auf den oben sichtbar eine eingerollte Hängematte aufgebunden ist. Daneben hängt ein ungespannter
    Kurzbogen in einem Köcher mit einigen Pfeilen, sowie einem Schneidzahn, einer Art Wurfaxt, und ein Tuchbeutel, indem offensichtlich die Laute steckt. Gut, dass der Mann einen so stattlichen Rücken vorweisen kann, sonst könnte er die ganzen Dinge dort nicht verstauen. An seinem Gürtel hängt an einem Axtgehänge eine doppelblättige pittoreske Axt mit einem Dorn an der Spitze, eine Skraja, sowie ein wunderschöner Kusliker Säbel mit feinem Griffkorb im Gehänge. An seinem linken Bein ist noch eine Dolchscheide befestigt, aus der ein Langdolch ragt. Seitlich hängt an einer Schnur um seine Brust noch ein großer Weinschlauch. Insgesamt macht er so einen kämpferischen Eindruck, der durch seine körperliche Größe unterstrichen wird.





    Mit seiner wohlklingenden, schön lauten Stimme begrüßt er die Anwesenden offen und man wird wieder merken, dass man es ja eigentlich mit einem eher „sanften Riesen“
    zu tun hat:
    [~Brabaci, mit horasischen Einflüssen] „Seid gegrüßt, an diesem schönen Morgen! Damit haben wirs wohl geschafft.“


    Er stellt sich zu den anderen, wobei er zunächst schaut, ob nicht irgendwo der Kater der Aranierin umherstrolcht, war er dem Armen vor ein paar Tagen doch schon einmal versehentlich auf den Schwanz getreten, als er sich unvorsichtig beim Plaudern Thalya genähert hatte. Während er runter zum Kai guckt, kann man ihm ansehen, dass er die langweilige Zeremonie kaum ertragen kann. Gespannt lauscht Thorim den Ausführungen des zyklopäischen Gelehrten und den sonstigen Gesprächen. „Wir suchen wohl alle nach neuem Wissen auf diesem Kontinent“, fasst er die Gespräche zusammen, „– wollen wir hoffen, dass wir diesem Ort einige seiner Geheimnisse entlocken können. Darf ich nochmal fragen, welchen Fachgebieten hier so alle nachgehen?“ Dabei lächelnd er freundlich, und zwinkert schließlich Xenofera zu.

  • Was für eine lächerliche Gestalt, dieser Sedef ibn Marwan!, denkt Xenoferia so bei sich, als sie sieht, wie dieser über die Planken tänzelt. Sie weiß ihn nicht so recht einzuschätzen aber er ist ihr suspekt. Dass er sie aber scheinbar nicht anblicken kann, veranlasst sie zu einem kleinen Lächeln.


    Das Ankommen von Thalya, der aranischen Schönheit, nimmt Xenofera hingegen erfreut zur Kenntnis: Sie mag die junge Frau und grüßt sie freundlich mit einem charmanten Lächeln. Als sie dann den zyklopäischen Kauz dazu bringt, seltsame Geschichten zu spinnen, muss sich Xenofera auch mal einmischen, nachdem die Aranierin geantwortet hat:
    "Ich bin wahrlich gespannt, auf die Beweise für eure Theorien, verehrter Collegae. Von welchen Hinweisen sprecht ihr im übrigen?" Sie sprach dabei zwar freundlich, aber man konnte einen leicht veralbernden Unterton in ihrer Stimme bemerken. Menschen mit Menschenkenntnis würde jedoch auffallen, dass sie nicht bösartig wirken möchte, sondern es scheinbar eher geniest, unter gelehrten Kollegen ein wenig zu spötteln.


    Als dann Thorim auf der Bildfläche erscheint, nimmt das Xenofera ebenfalls erfreut zur Kenntnis. Gerne erinnert sie sich zurück an den blonden Hünen. Auf seine Frage mit den Professionen hin meint sie: "Ich bin Gildenmagierin der Schule der variablen Form zu Mirham - und möchte mich der Flora und Fauna des Kontinents annehmen, natürlich aber auch allen astralen Geheimnissen und sonstigen Besonderheiten. Sowas wie diese geschuppten Echsen ist natürlich wahrlich interessant für mich. Ohh. Ich habe übrigens auch mir schon einiges an Ausrüstung zusammengesucht, man will ja nicht unvorbereitet in den Dschungel vordringen, von dessen Gefahren ja vielfach berichtet wird. Man muss dieses grüne Meer wohl jedoch durchschwimmen, um zu neuem Wissen zu gelangen. Jedenfalls, werte Dame Thalya Zahrabethsunya solltet ihr euch ebenfalls stabilere Kleidung zulegen, bevor ihr auch nur einen Schritt aus dem Städtchen setzt.", sagt Xenofera zur Aranierin freundlich, während sie die knappe Kleidung der Frau betrachtet.

  • »Die Zwölfe zum Gruße! Auch ich kann es kaum erwarten nach solch langer Reise auf diesem riesigen schaukelnden Baumstamm endlich wieder festen Grund unter meinen Sohlen zu spüren.«
    Erwidert Thalya den Gruß Thorims.

    Der Kater Mezzek mauzt wie als Zustimmung zu den Worten seiner Herrin und huscht aus der Reichweite von des Thorwalers Füßen zu den Beinen von Xenofera, um sich an diese zu schmiegen. Während der Reise scheint er besonders die hochgewachsene Maga schätzen gelernt zu haben. Dies mag vielleicht aber auch an dem bunden Vogel liegen, der sich meistens auf ihrer Schulter befindet und den Mezzek Anfangs mit wagemutigen Sprüngen versucht hatte zu fangen. Anscheinend hatten die schimpfenden Worte und eindeutigen Gesten seiner Herrin ihn jedoch bald dazu bewogen, den Papagei nur noch gelegentlich anzustarren und verspielt die Zähne zu zeigen. Von Thorim hat Mezzek nach dem Zwischenfall mit seinen Schwanz schnell gelernt Abstand zu halten und gar zu fauchen, wenn dieser Anstalten machte ihm dennoch näher kommen zuwollen, während der Kater bei den seltenen Begegnungen mit Sedef oft den Kontakt zu dem seltsamen Tulamiden suchte.

    Dann wendet sich Thalya mit gespielter Überraschung wegen Xenoferas Hinweis auf ihre Tracht an die Magierin:
    »So gibt es in den unendlichen Weiten des tiefen Dschungels keine gepflasterten Straßen, oder gar ausgerollte rote Teppiche wie in den Palästen des Kalifen? Ich muss das falsche Schiff gewählt haben...«
    Sie zwinkert Xenofera einmal lächelnd zu und deutet mit dem Daumen über ihre Schulter auf den "hölzernen Rucksack", bevor sie wieder ernster hinzufügt:
    »Es scheint mir, dass unsere Motivationen bis zu einem gewissen Grad identisch sind, wohlgelehrte Dame. So liegen auch meine Beweggründe für eine solch abenteuerliche Reise in den Gerüchten zu der außergewöhnlichen Natur mit ihren wilden Planzen und Tieren, die sich an diesem abgeschiedenen Ort hier befinden sollen. Bitte fragt keine Kurtisane, weshalb diese sich mit der Natur auskennt. Es würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen Euch diese Geschichte zu erzählen; gerne möchte ich dies an einem Ort und zu einer andern Zeit nachholen, wenn Ihr denn weiterhin daran interessiert seid.«

    Danach wendet sich Thalya wieder, mit in dem Nacken gelegten Kopf, dem
    kräftigen Hühnen zu, der wie eine Wand neben ihr aufragt und sie gleich um mehrere Haupteslängen überragt:

    »Mir dünkt, dass Ihr nicht wegen Eurem Talent als Musikus hierher gekommen seid, oder irre ich mich? Die wilden Tiere werden wohl kaum allzu großen Gefallen an Eurem schönen Saitenspiel zeigen, oder täusche ich mich gar und in Eurem kunstvollen Handwerk steckt wesentlich mehr, als es bisher den Anschein erweckte?«


    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Edit (19.03. - 00:40h): Änderung an letzter wörtlichen Rede an Thorim

  • Djego Sandruez-Zornbrecht


    Der Mann der zielstrebig zum Schiff läuft hält genau vor diesem an und scheint erst mal seinen Blick darüber schweifen zulassen und dann die Passagiere an der Reling genauer zu betrachten.
    Interessiert sieht er sich den Haufen an, scheint bei den Damen einen Moment länger zu verweilen und bei Anblick des Thorwalers irritiert zu sein. Was hatte der hier zu suchen? Geschweige den wie war der überhaupt heil aufs Schiff gekommen? Wenn der mitkommt, wäre er vielleicht als Kanonenfutter ganz brauchbar.
    Um nicht ganz aufzufallen geht er noch einmal ein paar Schritte um dann wieder stehen zu bleiben und den restlichen sichtbaren Bereich des Schiffes zu begutachten.


    Aussehen:


    Djego trägt ein weites weißes Hemd, eine schwarze Lederhose und schwarze Lederstiefel. Seine Hände stecken in feingearbeitetn schwarzen Lederhandschuhen und an seinem Ringfinger befindet sich ein feingearbeiteter Ring auf dem bei näheren betrachten ein Wappen zu erkennen ist.
    An seinem Gürtel sind links nebeneinander ein Sklaventod und ein Dolch gegurtet, rechts für den Kundigen erkennbar eine Balestrina.
    Djego ist für einen normalen Al`Anfaner mit seinen 1,98 Schritt recht groß, dies mag vieleicht an dem Blut der Thorwaler liegen, das durch die Zornbrechter in ihm fließt. Er hat zudem dunkelblondes kurz geschnittenes Haar und blaue Augen. Das ganze wird durch einen sauber gestutzten rund-um-den-Mund-Bart abgerundet. An sich ist dadurch ein Charmantes Gesicht zu sehn. Er ist ansonsten von schlanker aber trainierter Statur.
    Um seinen Hals hängen drei Amulette. Eines sieht aus wie der Kopf eines grauen Einhornes, ein weiteres hat die Form und Farbe einer Rabenfeder, und ein schwarzer Panther aus Obsidian. Diese hängen jeweils an einer goldenen Kette.

  • Nachdem Xenofera ihre Gründe für den Uthuriaaufenthalt erzählt hat und Thalya ihr beigepflichtet hat, sagt Thorim: "Ich möchte in erster Linie die Welt sehen, Abenteuer erleben, Unbekanntes entdecken und Neues lernen. Ich wollte mir nicht von anderen erzählen lassen, wies hier ist, sondern es selbst sehen. Wer weiß, vielleicht bleib ich ja länger hier leben und finde mein großes Glück. Ich habe die Überfahrt jedenfalls beim Boltan erspielt und vielleicht wird mir Phex noch weitehrin hold sein - jedenfalls konnte ich mir diese einmalige Chance nicht entgehen lassen. Ansonsten würde ich gerne eine affenköpfige Katze entdecken und nach meiner Großmutter benennen, der alten Schrulle!", wobei er herzhaft lacht.


    Anschließend spricht er weiter: "Aber ich verstehe auch einiges von der Völkerkunde und bin gespannt auf die hiesigen Ureinwohner, deren Kultur und Sprache."


    Thorim ist heiß, aber er lässt sich nichts weiter anmerken, als er erkennt, dass da so ein Gesell am Kai entlangläuft und ihn scheinbar so eindringlich mustert, nickt er ihm freundlich zu - um gleich Freundlichkeit bei den Einheimischen zu demonstrieren.


    Dann wendet er sich wieder Thalya zu, die ihn gerade nach seiner Kunst gefragt hat. "Ich habe schon von wilden Tieren gehört, die von Musik zum Einschlafen gebracht werden können", wobei er neckisch zwinkert.

  • Ilderico läßt seinen Blick weiter über die Stadt und die gigantischen Basaltgebäude schweifen, während er den anderen zuhört. Als Thorim die affenköpfige Katze erwähnt, grinst er, und erklärt, nachdem dieser geendet hat: „Ich bin Natur- und Völkerkundler. Als ich die Möglichkeit erhielt, Uthuria zu erkunden, mußte ich sie einfach ergreifen, bei Hesinde! Und ich scheine ja nicht der einzige zu sein, der als Forscher hier her gekommen ist.“ Er wendet den Blick von der Landschaft ab und versucht, jeden der anderen zumindest kurz anzublicken. „Die letzten Jahre habe ich die Regenwälder Meridianas erkundet und dabei Flora und Fauna zu Papier gebracht. Dabei habe ich übrigens auch gelernt, daß viel Kleidung im Dschungel eher hinderlich ist, robust sollte sie allerdings schon sein.“ Er lächelt Thalya kurz zu.


    „Auch einige Dschungelbewohner habe ich kennengelernt“, fährt Ilderico auf Mohisch fort, und schaut Xenofera bei diesem Satz an. Ob die Magierin wohl außer ihrem Aussehen noch mehr von einem Waldmenschen hat?

    „Ich habe ja durchaus Verständnis dafür, daß die Beschwörung eines Humus-Elementars nicht ganz so funktioniert, wie man sich das vorstellt. Aber wie, bei allen Zwölfen, kann man versehentlich einen Elefanten beschwören?“ (aus dem DSA4 Forum)