Sylla, Heimathafen der Haie

    Sylla, Heimathafen der Haie

    Wir hatten beschlossen, dass es als Freibeuter ohne einen Heimathafen mit Reparaturmöglichkeiten, Handelspartnern und notfalls auch Jemandem um einen verteidigen zu können, fast unmöglich ist in der Charyptik zu überleben. Aus diesem Grund werden die von uns bespielten Freibeuter unter der Flagge Syllas segeln. Sie werden weiter Mitglied der "Haie von Sylla" sein, einer etwa 40 bis 50 Schiffe umfassenden Seeflotte, die mit ihren blutroten Segeln und den Haizeichnungen auf dem Bug feindliche Schiffe kapern, Sylla beschützen und möglichst auch Handel für sie treiben. Der Hauptspielort, außer des Freibeuterschiffes, wird dennoch die kleine Freibeuterinsel darstellen.

    Sylla ist seit 1027 BF Mitglied der Goldenen Allianz und bildet zusammen mit dem Horasreich, dem Königreich Brabak und Ghurenia einen Gegenpol zum Rabenpakt.

    Sylla liegt auf der syllanischen Halbinsel am süd-östlichsten Ende Aventuriens, direkt an der Straße von Sylla. Ihr gegenüber, auf der zweitgrößten Insel Aventuriens, Altoum, ließen sich einst syllanische Siedler nieder, die sich allerdings zeitnahe von Sylla abwendeten. Diese gründeten die Stadt Charypso und gelten als die Erzfeinde Syllas.

    Charypso findet seit dem Zerschlagen der alanfanischen Seevorherrschaft 947 BF bei der Schlacht von Charypso regen Zulauf an blutrünstigen Freibeutern. Viele der überlebenden alanfanischen Kapitäne retteten sich nach Charypso vor den Verfolgern der Liga freier Reiche (Brabak, Sylla und der Hammerfaust Ottajasko).

    Syllas Stadtbild wurde im Lauf der Zeit durch viele verschiedene kulturelle Einflüsse geprägt. Allem voran merkt man ihr aranische Wurzeln an. Die Stadt wird auch heute noch durch eine gewählte Harani aus dem Haus Alschera regiert. Vor allem die gefestigte Stellung der Frau, auch im harten Freibeuteralltag und der Kleidungsstil, sind an das Mutterland angelehnt. Bosperanische und horasische Eroberungen brachten der Stadt eine Festungsanlage, sowie einen Leuchtturm.
    Ebenso zeigt sich der Baustil syllanischer Gebäude als schlicht durch viele Einflüsse entstanden. Viele der einfachen, weiß getünchten Gebäude mit roten Ziegeldächern wurden im Lauf der Zeit so oft umgebaut, dass es schwer fällt die ursprüngliche Form des Hauses auch nur zu erahnen. Hier bildet vor allem der ortsansässige Tempel der jungen Göttin keine Ausnahme. Angefügte Alkoven, Balkone, Brüstungen, Flügel und Gebäudetrakte muten auf den ersten Blick vielleicht etwas bizarr und fremd an, sollte man die Veränderung als hohes Gut schätzen, könnte man sich allerdings wohl fühlen.
    Der Tempel des Efferd findet sich im ehemaligen Palast des Hauses Alschera, nach zweifachen Erdbeben wurde das untere Stockwerk durch heiße Quellen überflutet. Dies wurde als Zeichen gedeutet und das Gebäude ohne Gegenleistung der Efferdpriesterschaft übergeben. Die Familie Alschera verlegte hiernach ihre Residenz in die Zitadelle.
    Als sehr wichtig in der Stadt gilt das Haus des gerissenen Gottes Phex. Dieser wird in Sylla unter anderem noch als Schutzpatron im Kampf gegen Echsen angesehen, was sich wiederum auf die verhassten charypsoischen Nachbarn überträgt.
    Die Gärten des Rahjatempels, mit seiner aranischen Vorsteherin Azila Alinya Ulmaiman aus Zorgan, einer etwas älteren Tänzerin, gehen nahtlos in die Gärten der ewig wandelbaren Tsa über.
    Ehemals war die Stadt in ein geordnetes Schachbrettmuster gegliedert gewesen. Durch exzessive Expansionsprojekte und Umbauarbeiten an den einzelnen Häusern, bildete sich daraus nach und nach ein unüberschaubares Gewirr aus Straßen, Gassen, Wegen und Schleichpfaden. Es ist für Stadtfremde schwer, an ihren Bestimmungsort innerhalb der Stadt zu kommen, mehr als einmal müssen diese wenden, weil auf einmal ein Gebäude mitten auf der Straße das Weiterkommen erschwert. Die schöneren Villen in Richtung Landesinnere bilden hier eine Ausnahme. Hier pflegen die reicheren Familien und erfolgreiche Kapitäne zu leben. Die Mittelschicht lässt sich gemeinhin rund um den großen Hafen mit seinen vielen Anlegestegen nieder. Hier sind neben Bordellen verschiedenster Preisklassen, Wohnhäusern und kleinen Plätzen auch die Anlegestege der etwa 40 bis 50 „Haie von Sylla“ zu finden.
    Unweit des Hafens findet sich der große Basar. Dieser bildet den Umschlagplatz für allerlei Kapergut und Handelsware.
    Handwerksbetriebe gibt es in Sylla kaum so sie sich nicht mit der Ausrüstung oder Instandhaltung von Segelschiffen beschäftigen. Sylla ist sich einig, dass durch Seehandel und Freibeutertum alles Nötige zu beschaffen ist. Meistens sind Schiffsladungen mirhamer oder mengbillarer Seide schon für ein gut gemeintes Säbelschwingen zu bekommen.
    Eines der wenigen Exportgüter Syllas ist der aus Palmwein gebrannte, hochprozentige Schnaps Syllarak.
    Bevorzugte Gaststätte ordentlicher Seeleute und Freibeuter, Kapitäne und „Händlern“, ist das Teehaus Hammerhai. Dort tauschen Seeleute, freie Händler und Freibeuter Neuigkeiten, Bewegungen des verhassten Charypso und Informationen über Handelsrouten aus.
    Besonderheiten Syllas sind, dass nahezu jeder Bürger mit einer Waffe auf die eine oder andere Art umzugehen weiß und über die Hälfte aller Einwohner Dienst für Sylla auf See tut. Denn nur wer sich auf See für seine Stadt verdient macht, darf bei wichtigen Entscheidungen sprechen und wird gehört.

    Syllas Haie kapern gemeinhin vornehmlich alanfanische und charypsoische Schiffe, allerdings sind auch bornische und mittelreichische Handelsschiffe in Zeiten kleiner Beute und Versorgungsnotstand nicht sicher. Schiffe der goldenen Allianz sind gemeinhin tabu und ihnen wird bei Angriffen beigestanden. Dennoch kann es nicht schaden, Brabak, auch als verbündeten nicht aus den Augen zu verlieren. Ganz nach dem Grundsatz: „Kenne deine Feinde aber deine Freunde noch viel besser“.
    Ebenfalls werden Schiffe aus dem Mutterland Aranien nicht angerührt, auch wenn diese aus Furcht einen Krieg mit der Perlenmeerflotte des Mittelreichs auszulösen, höchst selten anzutreffen sind.


    (Hier vorgefundene Informationen können im Widerspruch zu offiziellen Publikationen stehen und legen keinen Anspruch auf inaventurische Korrektheit)
    I am possessed by a beautiful sickness
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    [Die Apokalyptischen Reiter - Samurai (2004) - Rock n' Roll]
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