Die Große Mutter Robbe

    Re: Die Große Mutter Robbe

    Auf der Schnellen Schnegge:

    Sedef ist sichtlich erfreut darüber, dass ihm die anwesenden Seeleute sein kleines Missgeschick mit der Schüssel offensichtlich nicht übel genommen haben. Die kleine Unsicherheit von Ailgunde scheint er nicht wahrgenommen zu haben, denn er antwortet ihr: "Obwohl eure Oma sicher eine sehr schöne und mutige Frau ist, kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, dass sie an euch heranreichen könnte." An die anderen gerichtet, sagt Sedef in den Raum hinein: "Schaut nur, wie tapfer und mutig Senhora Ailagunde ihr hartes Los trägt!"

    Anschließend wendet sich Sedef wieder Olaf zu: "Seid mir nicht böse, wenn ich euch, obwohl ich zweifellos wesentlich jünger und unerfahrener bin wie ihr Senhor Olaf, einen kleinen Tipp gebe. Aber versucht, falls ihr jemals nach Brabak kommen solltet, das vielleicht nicht einfach so sagen. Und, sollte jemand aus der Dunklen Halle anwesend sein, denkt ihr am besten überhaupt nicht daran. Wenn sie euch erst mal in den Kopf geschaut haben, ist nichts mehr wie es mal war ..." Bei den letzten Worten verfinstert sich die Mine von Sedef kurz. Nach einer Pause fährt er jedoch wieder normal fort: "Es freut mich auf jeden Fall, dass es euch wieder besser zu gehen scheint. Vielleicht kann ich ja noch etwas dazu beitragen, das unser aller Wohlbefinden erheblich verbessern könnte! Stellt euch vor, ich habe draußen im Schnee Spuren gefunden. Vielleicht können wir das dazu gehörende Wild jagen und hätten so wieder etwas Frischfleisch! Oder die Spuren führen uns gar zu gleich zu einem ganzen Rudel von besten, jungen, zarten, leckeren, wohlschmeckenden Tierchen." Während Sedef das sagt, bekommt er einen ganz verklärten Blick, der sicherlich mit der nicht mehr sehr guten Versorgungslage auf der "Schnellen Schnegge" zusammenhängt.

    Sedef schaut dann Kervin und Lirana erwartungsvoll an, als er zu ihnen sagt: "Ihr kennt euch hier doch bestimmt gut aus und diese Kälte scheint euch auch nicht so viel auszumachen. Vielleicht könntet ihr ja mit raus kommen oder gar alleine auf die Jagd gehen? Vermutlich wäre ich nur ein riesiger Klotz für euch und würde womöglich die Beute verjagen, bevor wir nahe genug heran sind. Ich könnte dafür so lange auf eure verletzten Kameraden aufpassen?" Man könnte durchaus den Eindruck erhalten, dass Sedef durch seine Schmeicheleine versucht, lieber hier im Warmen bleiben zu können.
    Eine alte Weisheit der Dakota-Indianer sagt: Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!

    Re: Die Große Mutter Robbe

    "Ich weiß, dass die Sippe immer Vorrang vor allem anderen hat, aber genauso wenig kann man wissentliche Leute in den Tod gehen lassen. Da kann man sie dann auch direkt selbst umbringen, das wäre weniger grausam. Ich weiß, dass es knapp ist und dass es gefährlich ist...ich werde aber gehen. Es ist das Richtige und das allein zählt.", Kielo ist vielleicht nicht so autoritär, wie die Frau ihr gegenüber, aber umso überzeugter von ihrem Gesagten.
    Der Himmel hat dem Menschen als Gegengewicht gegen die vielen Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen.

    - Immanuel Kant

    Re: Die Große Mutter Robbe

    "Genau so sieht's aus euer Gnaden!" Meint Coljew und schaut dabei missmutig in die Runde. Das konnte doch einfach nicht wahr sein! Es wäre bestimmt nicht allzu schwierig für eine Gruppe von Leuten, die hier offensichtlich in dieser Gegend lebten und sich also mit den Gepflogenheiten auskannten, dort unbeschadet hinzukommen die Leute abzuholen und dann sicher wieder zurückzukommen. Natürlich, wenn sie jetzt eine einzige Person mit ihnen auf den Weg machen würde das wäre glatter Selbstmord. Aber so viel Feigheit auf einem Haufen… könnte man ja glatt glauben man rede mit Horasiern, denkt sich Coljew.

    "Also ich begleite euch auf jeden Fall euer Gnaden! Bin schließlich durch heilige Eide dazu verpflichtet. Ich kann keinen der Herrschaften hier irgendwas für seine oder ihre Dienste anbieten geschweige denn habe ich das Recht euch irgendwas zu befehlen. Aber Leute denkt mal drüber nach es gilt immer noch: „ich kann nur das von den Leuten erwarten, was sie selbst bereit bin zu geben." oder anders gesagt: "was du auch willst das man dir tue das füg' zuerst den anderen zu.“Ich weiß wie gesagt nur, dass ich aus Norburg komme und dass sich verdammt sein will, wenn ich die armen Hunde da draußen krepieren lasse!"

    Während er dies sagt, wird die Stimme des Magiers immer energischer und hat am Ende eine Intensität erreicht, die kaum noch Widerspruch zulässt. Und schließlich fällt ihm noch etwas ein: “Außerdem wett' ich Batzen gegen Deut, dass die da draußen keinen Boronie haben. Die kommen also wenn, was Peraine verhüten möge, das Schlimmste eintritt nicht mal vernünftig unter die Erde. Und bei dem was bis vor 'nen paar Jahren da draußen los war, will ich mir gar nicht ausmalen was da draußen noch rum rennen, und es auf die Seelen dieser armen Schweine abgesehen haben könnte." Während er auf eine Reaktion wartet, denkt sich Coljew Angst kann manchmal nützlich sein und setzt noch einen nach." Womit wir dann auch beim Thema wären: hat die eigentlich gewusst, dass Geister die nicht in die Hallen des großen Raben gehen können, immer die Suchen die direkt oder indirekt für den Tod verantwortlich sind? Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber ich will nicht Hier sein wenn eine Geistermannschaft aus erfrorenen Seeleuten hier ankommt und wissen will warum man sie im Stich gelassen hat. Und sind wir doch mal ganz ehrlich wenn wir da mit 10, 15 Leuten rausgehen, kann doch nicht viel schief gehen. Denkt drüber nach Leute, das ist eure Chance ein Held zu sein. Und ihr müsst dafür noch nicht mal einen Drachen töten.

    Wieder wartet der junge Magier auf das Ergebnis seiner Worte.

    Re: Die Große Mutter Robbe

    "Na, na...so drastisch würde ich es nicht sagen, aber von der Sache her, habt Ihr schon Recht, Herr Magier", mein Kielo doch etwas überrascht von der Entschlossenheit des Magiers: "Wenn der Herr Coljew mitkommt, dann haben wir in jedem Fall einen kompetenten Heiler mit dabei, das ist doch schon was, oder?", Kielo sieht der Frau ihr gegenüber genau in die Augen und sieht sie aufmunternd an. Sie war wohl der Leitwolf hier, sozusagen und die Ifirngeweihte war sich ziemlich sicher, dass sie nur diese hier überzeugen musste.
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    Re: Die Große Mutter Robbe

    Schnelle Schnegge

    Sedefs Komplimente in Richtung Ailgunde lassen sie nocheinmal etwas erröten, offenbar war sie solcherlei nicht gewöhnt. "Danke... das sind sehr schöne Worte die ihr da sprecht..." flüstert sie leise.
    Olaf entlockt dies ein breites Grinsen in Richtung des südländischen "Charmeurs" aber er geht nicht weiter darauf ein.

    Sedefs Warnung nicht unbedingt seine kaperfreudige Verwandschaft zu erwähnen, sollte er einmal im Süden sein, lässt ihn schallend lachen. "Das lass mal meine Sorge sein, ich weiß schon, wann ich lieber das Maul halten sollte."

    Was Sedefs Wildspurenfund angeht hellen sich die Mienen etwas auf, jedoch scheint keiner der hier anwesenden sonderlich begeistert davon auf die Jagd auszuziehen, zumal sie alle immernoch ziemlich geschächt waren. So meldet sich Kervin mit seiner für seine Statur ziemlich rauen tiefen Stimme "Vielleicht können wir ja eine Falle aufstellen? Oder ihr und Herr Geldon könnt einmal den Spuren folgen und schauen, ob das Wild hier vielleicht irgendwo einen Bau hat. Wie sahen die Spuren denn aus? So weit im Norden gibt es öfters Robbenbänke auf denen man Glück haben kann eine fette Pelzrobbe abgeschlagen von den anderen zu erwischen und zu überwältigen..."


    Glyndhaven

    Kielos und Coljews Fürsprache scheint Wirkung zu zeigen, insbesondere da die beiden gleich anbieten mitzukommen. Und ein Magier und eine Geweihte der Wintergöttin erhöhten die Erfolgsaussichten schon einmal drastisch. Darüberhinaus zeigen auch die moralischen Argumente ihre Wirkung und der eine oder andere der Hundeführer und Pelzjäger hier scheint sich durchaus Coljews Gedanken gegenüber erwärmen zu können sich ein kleines Bröckchen Heldenruhm zu sichern. Unter letzteren scheint auch die Anführerin des kleinen Grüppchens zu sein, die sich nachdenklich am Kinn kratzt und dann nocheinmal zu ihren Gefährten dreht um sich zu besprechen, wobei sie sich eines ziemlich derben, Nivesisch beeinflussten Garethidialektes bedienen.
    Schließlich wendet sie sich wieder an die beiden. "hmm... Naaa gut. Ihr habt uns überzeugt... Aber es wird nichtsdestotrotz ne gefährliche Kiste... Da können wir nur hoffen, dass die Milde Ifirn ihren Grimmen Vater besänftigen kann. Wir sollten so schnell los wie möglich, die Hundeschlitten sind in einer Stunde bereit, also solltet auch ihr besser zusammenpacken euer Gnaden, Herr Magus." Sie mustert nocheinmal Kielo und scheint dann innerlich abzuhaken, dass man ihr wohl keine Tips geben brauchte wie man sich für so eine Expedition ausrüsten sollte. "Na dann, in einer Stunde, hier an Ort und Stelle." meint sie noch und würde sich dann zum Gehen wenden und euch mit der nun sichtlich zufriedenen Efferdgeweihten zurücklassen.

    Re: Die Große Mutter Robbe

    Auf der Schnellen Schnegge:

    Sedef nickt kurz mit einem freundlichen und aufmunternden Lächeln in Richtung Ailgundes, als diese auf seine Worte reagiert. Dann antwortet er Olaf: "Wie ich schon sagte, nur ruhig zu sein, reicht dort, wo ich herkomme, leider nicht. Ihr solltet auch eure Gedanken in Zaum halten. Und glaubt mir, ich weiß wovon ich spreche. Das ist nicht ganz so einfach, wie man sich das ganz gerne vorstellen würde. Wenn man meint, dass sich kleine glühende Würmer durch euren Kopf winden und das Innerste nach außen drehen, dann werdet ihr euch bestimmt an meine Worte erinnern. Viele endlose Tage lang alleine in einer dunklen Kammer verharren zu müssen, nie zu wissen, ob die Geräusche, die ihr hört, die eurer Meisterin sind oder ob gerade wieder eine Leiche oder etwas viel Schlimmeres vorbeikommt, das Rascheln der Wände, das Leben der Luft und der Dunkelheit, nein glaubt mir, ihr wollt das nicht erleben." Nach diesen Worten ist Sedef für einen Augenblick still. Es ist nur sein schweres Atmen zu hören. Sein schwermütiger Blick scheint in die Unendlichkeit zu gehen. Dann fährt er wieder ganz nomral fort: "Aber ich will euch keine Angst machen. Ihr scheint wahrhaft mutige und würdige Vertreter eures Volkes zu sein. Würdet ihr sonst diese Unbillen und Leiden so gefasst und stark aushalten? Behaltet euch eure Unbekümmertheit so lange ihr könnt!"

    Als Sedef von Kervon auf seine seiner Einschätzung nach guten Erfolge bei der Wildsuche angesprochen wird, hellt sich seine Miene sofort noch weiter auf. Zwar in Richtung Kervin gewandt, jedoch offensichtlich mit sich selbst sprechend, ist von ihm zu hören: "Eine Falle aufstellen? Wie sollte die denn aussehen? Hier in dieser Einöde kann man doch nichts verstecken? Das würde doch sogar die dümmste Echse sofort merken. Und dass sich über eine solche Falle bewusstlos lacht, so dass ich sie gleich einsammeln könnte, glaube ich nicht ..." Direkt an Kervin gewandt, sagt er völlig erstaunt, gerade so, als hätte er jetzt erst realisiert, was dieser zu ihm gesagt hatte: "Robbenbänke? Ja sind die denn hier so intelligent, dass sie sich Möbel bauen können?" Und nach einem weiteren Moment macht er einen kurzen Schritt zurück und stammelt dann völlig ungläubig: "Und ... die esst ihr hier sogar? ... Ich wusste gar nicht, ... dass ihr hier im Firun ... Verwandte der Panaq-Si seid ..."
    Eine alte Weisheit der Dakota-Indianer sagt: Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!

    Re: Die Große Mutter Robbe

    Glyndhafen

    Tuunjul hat sich indes neben ihrem Ranzenan einen vom Merr geschliffenen Felsen gesetzt und lässt ihren Blick vom umsteten Wandel der Wogen abschweifen. Die Augen waren heute schwerer als die Tage zuvor. Das Lachen ihrer Liebsten am Feuer des Lagers war bereits auch schon wieder nur noch eine Erinnerung. Wie lange würde die Prüfung noch dauern, bis sie zurück darf zu denen, die sie liebt und die sie lieben? Mattijukka war auch schon einige Zeit nicht mehr gekommen, um nach dem rechten zu sehen. Die schimmernden Gesichter in Spiel der Flammen wandeln sich mit dem Funkenschlag - Tuunjul wandert langsam ins Reich der Träume - und aus den feinen Zügen der Freunde werden runde haarige Gesichter und die Szene wandelt sich zu einem der schönen Abende im Kreis der Gobline. Gesellig und froh die abgewendet zu haben saßen sie zusammen. Und es gab diese Hörnchenschwänze, die so süß waren ... Die Nivesin wacht von ihrem eigenen Magenknurren auf. Mit niedergeschlagener Miene und einem Seufzen kramt das wie ein Mädchen wirkende Ding nach einem Kanten Brot und etwas trockenem Karenfleisch, dass sie noch von zu Hause hatte. Schmunzeld erinnert sie sich an die fragenden Blicke, als Tuunjul ihren Lieben die Hörnchenschwänze schmackhaft reden wollte. Niemand wollte das so recht glaube, geschweige denn probieren. Müde wandert der Blick den Strand entlang, vorbei an der Menschentraube, die sich um Coljew und Kielo geformt hat, vorbei an den wenigen Häuschen am Strand und den gelandeten Booten der Fischer. Schließlich bleibt der Blick an zwei Gestalten haften, zu klein für Menschen und auch die Körperhaltung passt nicht. Die mandelförmigen Augen verengen sich und müssen einige Male blinzeln, bis sie dem Verstand klar machen können, dass es wohl weiße Goblins zu sein scheinen. Zumindest weitgehend weiße Goblins. Ihre Beine sind getränkt in rotbraunem Einerlei aus Blut und Flensresten der Meereswesen. "Gobline!", haucht sie energisch vor sich hin. Sie ist hier richtig! Es ist nicht das Bild aus ihren Träumen, aber so falsch kann sie nicht sein, wenn es hier Gobline gibt. Ganz sicher! Rasch reißt Tuunjul ihre Habe an sich, schwingt sich auf und hastet, die ersten Schritte eher tölpelnd, in Richtung der Gobline. Mit einem breiten Lächeln nähert sie sich den zwei Sammlern.
    Gehe nicht, wohin der Weg führen mag, sondern dorthin, wo kein Weg ist, und hinterlasse eine Spur.
    Jean Paul (21.03.1763 - 14.11.1825)
    deutscher Schriftsteller

    Re: Die Große Mutter Robbe

    Die Flenserdünen - bei Tuunjul

    Als sich die Nivesin ihnen nähert sehen die Goblins von ihrer Arbeit kurz auf, senken die Köpfe aber gleich wieder. Erst als wirklich offensichtlich wird, dass sie wohl etwas von ihnen will stellen sich die beiden wirklich auf und mustern sie, als sie sich nähert. Fast mag Tuunjul erkennen, dass sie wohl überlegen ob sie weglaufen sollten, jedoch scheinen sie darin übereinzukommen, dass Tuunjul nicht aussah, als wäre sie gefährlich. Als so etwas wie eine Goblinkennerin konnte sie erkennen, dass sie wohl etwas ratlos waren, was die Menschenfrau wohl von ihnen wollte? Wollte sie auch etwas von der Robbe haben? Der hintere, ein etwas älterer, sehr sehniger Goblin rafft einen Sack aus Robbenfell, in den er einige Fleischstücke gestapelt hatte zusammen und tritt etwas von den Robbenresten zurück. Es war schließlich immernoch genug für einen weiteren Esser da.
    Der vordere steckt ein langes Hackmesser in seinen Gürtel, reibt sich die Hände aneinander, über die Brustmuskeln, die Arme entlang und hält sie dann offen ausgestreckt vor sich. Vielleicht ein Zeichen dass er nicht kämpfen wollte?

    Re: Die Große Mutter Robbe

    Glyndhaven - Flensdünen

    Die Schritte der Nivesin werden langsamer, als sie in die Nähe der beiden Sammler kommt. Einige Schritt vor den Goblins bliebt Tuunjuul schließlich endgültig stehen. mit einem friedlichen und begrüßendem Lächeln auf den Lippen. In ihrem Kopf sausen die Worte und Wünsche wild hin und her, doch ihre Lippen überschreitet keines von ihnen, so aufgeregt istsie plötzlich. Schüchtern hebt sie die linke hand und winkt verlegen zur Begrüßung. Es muss für die Städter entrückt wirken, wie dieses Mädchen, das kaum größer als die Goblins ist, mit so freudiger Erwartung kam und plötzlich verstummte. Nervös zuckt die Nasenspitze - das übliche Tanzen der Nase, wenn der Rest des Körpers schon nichts mit sich anzufangen zu wissen scheint.
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    Jean Paul (21.03.1763 - 14.11.1825)
    deutscher Schriftsteller

    Re: Die Große Mutter Robbe

    Schnelle Schnegge

    Sedefs Ausführungen zu Brabak lassen Olaf den Südländer mit einer Mischung aus Verwirrung und Sorge mustern, eine Antwort darauf scheint ihm aber gerade nicht wirklcih einzufallen.

    Kervin ist ebenfalls sichtlich verwirrt bezüglich Sedefs Kommentar mit den Robbenbänken und meint dann "Nein, nein, die bauen keine Möbel. Robben sind dicke fette Tiere aus dem Meer, die sich wenn sie Kinder kriegen auf die Felsen an Land legen, damit die kleinen sicher vor Haien und ähnlichem sind. Und diese Felsen nennt man dann Robbenbänke... Aber was bitte ist ein Panaq-Si?"
    "Er fragt ob du ein Menschenfresser bist..." meint Ailgunde sichtlich amüsiert "Nein! Natürlich nicht! Sind doch nur Robben!"

    Tuunjul in den Flenserdünen

    Der etwas jüngere Goblin, auf den Tuunjul zugeht scheint etwas fragend zu schauen was sie wohl von ihnen will und tritt ersteinmal einen Schritt zur Seite, falls auch sie sich an den Resten der Robbe bedienen will. ~nuj~ "Was Wollen?" fragt er in wirklich sehr schlechtem Nujuka

    Re: Die Große Mutter Robbe

    Tuunjul bei den Flenserdünen

    [~nuj.] "'Sie' haben mich zu euch geschickt. ich bin froh euch gefunden zu haben.", plappert sie dann sogleich los, als sie angesprochen wird. Das 'Sie' lässt den geneigten Zuhörer erahnen, dass hiermit nicht etwa die Städter gemeint sind. Wer sie nun allerdings geschickt haben könnte, weiß wohl nur ein Nivese selbst einzuschätzen. Dann bückt sich die nivesin, um ein Stück Fleisch aufzuheben. Das schon kalte Stück zerfaserten Robbenrestes hält sie dann dem älteren Goblin vor die Brust. "Ich will dir dieses Fleisch als Freundin geben." Ein Tropfengemisch aus Blut und salzigem Wasser fällt auf den schottrigen Boden und zerplatzt in viele kleine Perlen. So ganz wusste Tuunjul noch nicht mit den Gepflogenheiten der Goblins zu handtieren, aber für sie schien es als gastliches Geschenk Nahrung untereinander auszutauschen. Nützlich, denn es dient dem Leben. Ein unsicheres Lächeln versucht die Geste zu unterstützen.
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    Jean Paul (21.03.1763 - 14.11.1825)
    deutscher Schriftsteller

    Re: Die Große Mutter Robbe

    Auf der Schnellen Schnegge:

    "Ach so ... Dann sind das also nur Tiere ..." erwidert Sedef und stößt einen deutlich vernehmbaren Seufzer der Erleichterung aus. "Und ich dachte schon ..." Was genau Sedef damit meint, lässt er zwar offen, aber für die Zuhörer ist klar, dass er tatsächlich Angst davor hatte, hier im Firun auf die gefürchteten Panaq-Si oder wie Ailgunde sie genannt hatte, auf einen Bruderstamm der Menschenfresser zu treffen.

    An Kevin und Ailgunde gewandt fragt er: "Kann man die denn essen? Wenn ja, würde uns das natürlich sehr gut helfen. Und wisst ihr denn, wie man diese Robben jagen kann?" Dann fällt Sedef jedoch ein, dass er die Spuren ja in der direkten Nähe zum Schiff gesehen hatte. Daher setzt er seine Fragen fort: "Kann es denn sein, dass wir uns direkt auf einer solch seltsamen Bank befinden, obwohl ich gar keine gesehen habe? Die Spuren sind nämlich gleich in der Nähe zum Schiff. Vielleicht sollte sie sich doch jemand von euch einmal ansehen?"

    Nach einer kurzen Pause wendet sich Sedef direkt Ailgunde zu: "Werte Senhora Ailagunde, eure Augen leuchten in diesem halbdunklen Raum gerade so, als würde Praios'Licht einen wunderschönen Tag einläuten. Vielleicht könntet ihr mich doch einmal nach draußen begleiten?" An die andern Anwesenden gewandt fährt er fort: "Nicht dass ich euch zu nahe treten will, aber die Augen von Senhora Ailagunde scheinen die Besten zu sein. Wenn es nicht schon früher einmal ein Bewunderer von euch getan hätte, würde ich es heute bestimmt für sie auf mich nehmen. Oder habt ihr sonst eine Erklärung dafür, warum die Augen von Senhora Ailagunde so wunderschön leuchten? Ich bin mir sicher, dass ein Verehrer von ihr zum Firmament hinaufgestiegen ist und unter Phex'ens Schutz etwas Sternenstaub geerntet hat. Nach seiner Rückkehr hat er diesen dann in ihren Augen eingepflanzt, so dass er wieder zu diesen kleinen sichtbaren Sternen heranwachsen konnte. Und wenn diese Augen nur halb so gut sehen wie sie aussehen, kann ihnen wahrlich nichts entgehen." Anschließend schaut Sedef erwartungsvoll zu Ailgunde.
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    Re: Die Große Mutter Robbe

    Schnelle Schnegge

    Auf Sedefs Frage nach den Spuren hin meint Kelvin: "Wie sahen die Spuren denn aus? Robbenspuren sehen aus wie große Schleifspuren, bei denen rechts und links immer auf gleicher Höhe Flossenabdrücke sind mit denen sie sich voranschieben" was der Albernier auch mit einer Geste andeutet. "die Schleifspur ist recht breit und schon so tief wie es ein Tier von sicherlich über einem Zentner hinterlässt." [die Spuren die Sedef gesehen hatte, waren mehr wie von kleinen Pfoten]

    Sein Bemerkungen zu Ailgunde lassen sie erneut erröten und Sedef nochmal aufmerksam mustern. Offenbar war sie soviel aufmerksamkeit von einem Mann nicht unbedingt gewöhnt und erst recht nicht eine derart poetische Form der Umwerbung (als dass sah sie Sedefs Reden zumindest.) einige Augenblicke zögert sie noch bevor sie mit einem Blick zu Olaf der dem Menschenkenner in etwa so etwas wie "Man lebt nur einmal" verraten mag, aufsteht und zu Sedef sagt "Ich würde mir die Spuren gerne ansehen Senore Sedef.". Dabei schenkt sie ihm ein sehr herzerwährmendes Lächeln welches durchaus gewinnend ist. Olaf scheint ihr Freund genug zu sein dies nicht mit einem schnippischen Kommentar zu belehnen wie man es vielleicht von ihm erwarten könnte und zwingt mit einem strengen Blick auch die anderen beiden zum Schweigen diesbezüglich. Wenn Ailgunde und Sedef dann gehen verabschiedet sie Olaf mit einem aufmunternden "Na dann Waidmanns Heil!"

    Tuunjul - Flenserdünen

    Der alte Goblin nimmt das tropfende Stück Fleisch ohne großes Zögern und mit einem breiten Grinsen an und schiebt es sich gleich mal in den Mund. Offenbar war Tuunjul wirklich in freundlicher Absicht hier.
    Ihre Bemerkung das sie zu den Goblins geführt wurde scheint aber eher für Verwirrung zu sorgen. ~schlechtes Nujuka~ "Nicht verstehen... was wollen von uns? Wer hergeführt?"
    Spoiler anzeigen
    Ich nehme an du würdest auch gut genug Goblini sprechen können um mit denen zu reden.

    Re: Die Große Mutter Robbe

    Tuunjul - Flenserdünen

    Tuunjul atmet erleichtert durch, als ihr 'Geschenk' angenommen wird. Auf die Frage hin, antwortet sie in zunächst zögerndem Goblini: [~gob.] "Ich habe Bilder von euch in Träume gesehen. Schamanin von euren Schwestern und Brüdern aus dem Süden hat mich geschickt hier her." Ein fragender Blick folgt den letzten Worten. Verstehen ihre Gegenüber, was sie zu sagen versucht?
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    Jean Paul (21.03.1763 - 14.11.1825)
    deutscher Schriftsteller

    Re: Die Große Mutter Robbe

    Auf der "Schnellen Schnegge":

    "Äh, nun ja ..." Sedef ist es einen kurzen Moment peinlich, dass die von Kelvin beschriebenen Spuren so viel anders aussehen, wie die kleinen Eindrücke im Eis, die er tatsächlich gesehen hatte. Nein, das passte wohl definitiv nicht zusammen. "Jetzt wo ihr es sagt. Ich glaube, meine Spuren waren vielleicht doch etwas kleiner." murmelt er vor sich hin. Um die Situation nicht ganz so schlimm für sich werden zu lassen, ergänzt er "Aber vielleicht haben sie auch nur auf Grund des harten Bodens so klein ausgesehen? Aber ich glaube, Schleifspuren kann man zu diesen Spuren nicht sagen."

    Zu Ailgunde gewandt erwidert Sedef das Lächeln. Es wirkt zwar sehr freundlich und aufrichtig, er scheint aber nicht zu realisieren, dass Ailgunde augenscheinlich mehr in seine Worte interpretiert. In seine nächste Worte lässt er dann etwas mehr Brabaci einfließen und spricht überzogen betont weiter "Senhor Sedef. Es heißt Sennnnnhhhhor, aber wenn ihr das so sagt, hört es sich so schön an, wie wenn ein Pa-Pa-Gei aus euch sprechen würde!"

    Spoiler anzeigen
    Sedef wollte an dieser Stelle eigentlich sagen, dass sich Ailgunde so anhört, als würde ein Glockenvogel aus ihr sprechen. Leider ist ihm nicht das richtige Wort bzw. nicht die richtige Tierart eingefallen ...

    Bei dem Glockenvogel soll es sich um eine geheimnisvolle, noch nie gesichtete Vogelart handeln, die über eine alveranische Stimme verfügt :lach:


    Die Blicke zwischen Olaf und den restlichen Anwesenden bekommt Sedef zwar mit, versteht aber nicht, warum Olaf
    die anderen so streng anblickt? Nachdem Ailgunde aufgestanden ist, nickt Sedef nochmals freundlich in Richtung Olaf und dreht sich in Richtung Tür um. Diese will er mit etwas Schwung für Ailgunde öffnen. Er beugt sich dabei leicht nach vorne und sagt auffordernd "Senhora Ailagunde", um sie vorzulassen. Dabei rutscht ihm die Türe allerdings aus der Hand, prallt gegen die Kabinenwand und schwingt zurück.

    Spoiler anzeigen
    [wuerfel]74333[/wuerfel]

    GE-Probe auf 10. Die ist damit misslungen, so dass die Tür wohl tatsächlich mit Schwung zurückfedern dürfte. Ob und wenn ja, wen sie ggf. trifft, überlasse ich Pyro :rolleyes2: Da Sedef eigentlich so steht, dass er Ailgunde die Tür aufhalten wollte, dürfte er es wohl eher nicht sein :rot:
    Eine alte Weisheit der Dakota-Indianer sagt: Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!

    Re: Die Große Mutter Robbe

    Flenserdünen

    Als Tuunjul ins Goblini wechselt hellen sich die Mienen der beiden Goblins sichtlich auf und nun meldet sich auch der ältere zu Wort. ~gob~ "Deine Träume haben dich hierher geführt? Was für Träume waren dass denn? Bringst du Kummer oder Freude?" fragt er in durchaus freundlichem aufgeschlossenem Ton. Man merkte den beiden an, dass sie nur selten, vielleicht sogar jetzt das erste mal auf Menschen trafen die ihnen gegenüber derart freundlich waren und noch dazu ihre Sprache beherrschten.
    "Mein Name ist Kuulu" meint der alte "und das hier ist Rookjurr" Die beiden Goblins sprechen einen Dialekt der doch deutlich anders klingt als jener den Tuunjul erlernt hat und hier und da glaubt sie gar etwas Ähnlichkeit zu manchem nördlichen Nivesendialekt zu hören, auch die Namen klangen weicher als sie es im Süden gehört hatte.

    Auf der schnellen Schnegge

    "Nein, die Schleifspur sieht man gerade auf Schnee- und Eisboden." meint Kervin noch bevor Sedef und Ailgunde sich zum gehen wenden.
    Ailgunde folgt Sedef und ist auch sichtlich erstaunt darüber, dass er ihr die Tür aufhält. Auch wenn er sich dabei nicht allzu geschickt anstellt, ist es doch ein für sie recht ungewohntes Zeichen der Höflichkeit. "Danke Senhor Sedef" spricht sie das Senhor nun deutlich besser aus. Als die beiden die Kajüte verlassen haben fragt sie "Wie kommt ihr so mit dem Wetter hier klar? Es ist ja nun wirklich deutlich kälter als in eurer Heimat oder? Ich habe gehört dort im Süden soll es niemals schneien und immer Sommer sein, stimmt das?"

    Re: Die Große Mutter Robbe

    Auf der "Schnellen Schnegge":

    Sedef wundert sich etwas über die Erklärung von Kervin, ergibt sie für ihn doch keinen richtigen Sinn. Auf Schnee vielleicht, aber auf dem harten Eis? Na ja, vielleicht hatte er Kervin ja auch nicht ganz richtig verstanden. Evtl. würde er bei seiner Rückkehr in die Kajüte nochmals nachfragen. Deswegen nickt er nur nochmals kurz in dessen Richtung und folgt dann Ailgunde.

    Als Ailgunde nicht von der leicht zurückschwingenden Tür getroffen wird, ist er sehr froh. Eigentlich sollte ein Missgeschick am Tag ausreichen, aber heute schien wirklich alles schief zu gehen, was schief gehen konnte. Und dann bedankte sich Ailgunde auch noch bei ihm. Zum Glück hatte sie sein weiteres Missgeschick mit der Vogelart nicht bemerkt. Oder sollte sie so taktvoll sein, dass sie deswegen keine Worte darüber verlor? Es könnte natürlich auch sein, dass sie, wo sie doch aus dem hohen Firun kommt, einfach keine Pa-Pa-Geien kennt? Egal, das hätte schon wieder sehr, sehr peinlich für ihn werden können.

    Sedef beschließt daher, sein letztes Missgeschick elegant auszumerzen und antwortet ihr lächelnd in seinem bestem Garethi "Senhora Ailagunde, ihr lernt schneller, wie ich denken kann. Kaum habe ich euch gezeigt, wie es richtig ausgesprochen wird, wandelt sich eure Stimme von einem bereits sehr schön klingenden Pa-Pa-Gei zu einem nicht mehr zu übertreffenden Glockenvogel ... " Nach einer kurzen Pause, in der Sedef überlegt, ob er nicht etwas zu dick aufgetragen hat, fährt er fort "Das Wetter? Oh ja, bei uns im Praios ist es deutlich wärmer. Man fühlt sich hier ständig so eingeengt, weil man so viel Kleidung tragen muss, um sich zu schützen. Und selbst eure Kleidung, die euch zweifelsohne ausgezeichnet steht, vermag es nicht, die volle Pracht der Eisrose, die ihr wiederspiegelt, zu verhüllen ..." Bevor er weiter spricht, legt sich für einen aufmerksamen Beobachter für einen kurzen Moment ein schmerzhafter Ausdruck auf sein Gesicht. "Wenn ich nicht schon wiederholt die Kälte der Niederhöllen selbst hätte spüren müssen, würde ich jetzt sicher denken, dass ich hier in einem Vorhof von diesen gestrandet bin. Ohne euch zu nahe treten zu wollen, denn wenn ihr lächelt, steigt die Temperatur für mich deutlich und erinnert mich sofort etwas an meine Heimt. Aber eure Vorfahren müssen große Schuld auf sich geladen haben, dass die Götter hier alles so zugerichtet haben? Wenn ihr einmal in den schönsten Teil auf dere sehen wollt, müsst Ihr unbedingt in die Perle des Praios kommen. Ihr würdet staunen, wie herrlich es dort sein kann - na ja, jedenfalls wenn man die Dunklen Hallen meidet. Wenn ihr nichts dagegen hättet, könnte ich euch dort die Wunder meiner Heimat zeigen. "
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    Re: Die Große Mutter Robbe

    Für einen langen Marsch durch die Wildnis war Kielo so oder so beinahe stets ausgerüstet, allerdings konnte man Gleiches nicht unbedingt von ihrem Begleiter sagen und so schleppt sie Coljew erst einmal zu einem Händler um ihm noch etwas Wärmeres zum Anziehen und vor allem ein paar Schneeschuhe zu besorgen. Einen Schlitten würden die anderen wohl zur Not haben. Nahrung dagegen war so eine Sache...für sich selbst und Coljew kein Problem, aber wie verfuhr man mit den Gestrandeten? Sie würden wohl nicht umhin kommen vor Ort und Stelle jagen zu müssen...das sollte an sich nicht das Problem sein...

    Nachdem man alles soweit zusammen hat, dass man in die Wildnis reisen kann, machen sich die zwei auf die Suche nach Tuunjul. Die Nivesin wäre eine sehr gute Ergänzung zum Rettungstrupp und mit etwas Glück ließ sie sich überreden mitzukommen. Da das Örtchen hier doch recht überschaubar war, ist sie auch recht schnell bei einer Gruppe Goblins gefunden, mit denen sie sich unterhält. Höflich bleibt Kielo etwas abseits stehen und wartet, bis die Nivesin sie bemerken würde. Man musste ja das Gespräch nicht unterbrechen.
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    - Immanuel Kant

    Re: Die Große Mutter Robbe

    Flenserdünen

    [~gob] "Mein Name ist Tuunjul Nikkuju vom Stamm der Lieska-Lie. Ich kann nicht sagen, welche Kunde ich bringe. Weiß nicht ob ich euch Kunde bringe.", antwortet sie dann mit unsicherer Stimme. Innerlich zweifelt die Nivesin an ihrer Offenheit, aber was sollte sie zu verlieren haben? "Ich habe von weiße Goblin geträumt, die sind im Nebel." Tuunjuls Körperhaltung entspannt sich langsam als auch er endlich gewiss ist, dass es wohl freundlich bleiben würde. Ihre Haare flattern freudig mit den Windwogen, die von der See auf die bucht drücken. "Lebt euer Stamm in der Nähe?", fragt sie mit einer Gewissheit, die ein Leben von Goblins in menschlichen Dörfern und Städten vollends auszuschließen scheint.

    Dann kommt Kielo zu der kleinen Gruppe. Tuunjul bemerkt ihre Anwesenheit durch die Reaktion der Goblins, die kurz ihren Blick von der Nivesin lassen, um die Neuzugekommene zu mustern. Der Kopf der jungen Jägerin dreht sich langsam zu Kielo und ein zaghaftes freundliches Lächeln zieht auf die Lippen.
    Gehe nicht, wohin der Weg führen mag, sondern dorthin, wo kein Weg ist, und hinterlasse eine Spur.
    Jean Paul (21.03.1763 - 14.11.1825)
    deutscher Schriftsteller

    Re: Die Große Mutter Robbe

    Schnelle Schnegge

    Ailgunde streicht sich - durchaus etwas kokettierend - eine Haarsträhne aus dem Gesicht und schaut einladend zu Sedef hinüber, während sie in Richtung Deck und dort zur Reling schlendert. "Es mag hier bitterkalt sein, aber glaubt mir, dass auch dieses Land sehr viel Schönheit in sich trägt. Eisblüten die sich an den Fenstern bilden, das Blumenmehr der Tundra wenn es Sommer wird... Wenn unsere Lage nicht so aussichtslos wäre, würdet ihr hier vielleicht mehr Schönheit finden, als ihr erwartet..." gibt sie Sedef förmlich schon eine Vorlage für ein weiteres Kompliment.
    "Erzählt mir mehr von eurer Heimat. Ist es dort wirklich so, dass die Sonne länger am Tag scheint als sie es hier tut?"


    Flenserdünen

    Die beiden Goblins sehen etwas angespannt zu Kielo hinüber, als sie näherkommt, werden dann aber lockerer, als sie sie als Nivesin erkennen und merken, dass sie wohl Tuunjul kannte. "Unser Stamm wohnt einige Tage mit dem Umjak entfernt. Aber hier gibt es gutes Fleisch und Speerspitzen zu verdienen. Deswegen sind wir hier..." gibt der alte Auskunft. Dann sieht er Kielo an, offensichtlich abwartend wer sie wohl sei.
© 1997-2014 von Thomas Stolz (Mail)

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