Die Große Mutter Robbe

    Re: Die Große Mutter Robbe

    Auf der "Schnellen Schnegge":

    Als sich Geldon davon überzeugt hat, dass sich um die Spuren eines Fuchses handelt, überlegt er kurz, Sedef davon zu erzählen, überlegt sich dann aber doch anders. Immerhin, ein fetter Fuchs wäre schon einmal ein anderes Essen als bisher... Geldon holt mangels besserer Ausrüstung sein Wurfmesser aus seiner Kajüte und wartet bis der Fuchs sich vielleicht wieder in der Nähe des Schiffes zeigt...
    "Schwertzeit, Beilzeit, / Schilde bersten, / Windzeit, Wolfzeit, / bis die Welt vergeht ..." - Die Edda

    "Sangre ligera, redonda, granada: / raudo anhelar sin perfil ni penumbra. / Fuera, la luz en la luz sepultada. / Siento que sólo la sombra me alumbra." - Miguel Hernández

    Re: Die Große Mutter Robbe

    Coljew

    "Na wenn du meinst Kleine. Dann seid du und euer Volk aber besser dran, als wir. Es gibt bei uns manche Dinge, die so selten sind, dass man anderen Leuten sehr viel mehr für sie geben muss, als man eigentlich dächte. Wenn dem nämlich nicht so wäre, hätten ich und meine Freunde daheim in Norburg nicht so oft zusehen müssen, wie jemand zur letzten Küste aufbrach, ohne helfen zu können. Und das eben nur weil ein verdammtes Kraut nicht da war." Bei diesen Worten versteinert das Gesicht des Magiers kurz und Tuunjul dürfte bemerken dass sie nun ihrerseits einen wunden Punkt getroffen hat. "Wie naiv!", denkt sich Coljew. Gegen die Lebenserfahrung des Mädchens war ein Sack Kartoffeln echt weise. Aber wahrscheinlich ist das auch gut so. Sie hatte offensichtlich noch nicht genug schlimmes gesehen, um die Welt aus einer vernünftigeren Blickrichtung zu betrachten. Innerlich schüttelt Coljew den Kopf und denkt sich "Keine Bange Krümel, ich pass schon auf dich auf. Nun wendet er sich an Kielo und antwortet auf ihre Frage: "Sicher euer Gnaden, dann lasst uns den Amtsschimmel mal gemeinsam auf die Koppel treiben. Außerdem läuft es sich zu zweit oder zu dritt sowieso schöner als alleine. Und ich schlage vor danach gehen wir was trinken." Das Gesicht des Magiers hat im übrigen längst wieder entspannt und seine übliche freundliche Ausdrucksweise angenommen.
    Der Himmel hat dem Menschen als Gegengewicht gegen die vielen Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen.

    - Immanuel Kant

    Re: Die Große Mutter Robbe

    Glyndhaven

    Der Blick der Nivesin ist aufmerksam, aber ohne Mitleid für die Nöte in Norburg. [~garethi] "Vielleicht hat mein Volk nicht verlernt mit den Geistern zu leben?", stichelt sie mehr unbewusst noch einmal nach. "Näarenja sag, dass manche Seelen wandern müssen und wir sollen sie nicht aufhalten, wenn sie weiter wollen. Wir sollen sie in unseren Gedanken halten, so leben sie weiter." Ein versöhnlicher Blick entgegnet Coljew. Langsam nimmt Tuunjul ihre Habe wieder auf. [~nujuka] "Mein Weg soll hier nicht enden. Ich werde erst einmal aus diesem Dorf gehen und mich für eine Zeit am Rand zur Weiterreise sammeln. Morgen werde ich versuchen einige Felle gegen etwas zu Essen zu tauschen. Du wirst mich finden, wenn du reden willst." mit einem freundlichen Lächeln verabschiedet sich die junge Nivesin von den beiden.
    Gehe nicht, wohin der Weg führen mag, sondern dorthin, wo kein Weg ist, und hinterlasse eine Spur.
    Jean Paul (21.03.1763 - 14.11.1825)
    deutscher Schriftsteller


    "Du häscht ei'fach, bischt ned schlau."

    Re: Die Große Mutter Robbe

    Kielo nickt Tuunjul zum Abschied zu und nimmt dann ihre sieben Sachen auf: "Da sage ich nicht nein, Herr Magier.", meint sie grinsend und macht sich mit ihm zusammen auf den Weg in Richtung Glyndhaven.
    Der Himmel hat dem Menschen als Gegengewicht gegen die vielen Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen.

    - Immanuel Kant

    Re: Die Große Mutter Robbe

    Glyndhaven

    Noch einige Wimpernschläge folgt Tuunjuls Blick den Schritten der beiden neuen Bekannten. So ganz vertraut wollen sie der Nivesin nicht werden. Eine Schwester ihres Volkes, die ein Bindeglied zwischen Städtern und den Traditionen sein will? Und natürlich der gelehrte Herr Coljew. Ein Magus der Stadt. Dann brechen die Gedanken ab und die Nivesin dreht bei und läuft einige Schritte zurück aus dem Dorf heraus. Was wohl Matti gerade treibt? Ich habe sie seit einigen Tagen nicht mehr gesehen. Wahrscheinlich ist es ihr hier oben einfach zu kalt., schleicht es durch den Kopf und ein sanftes Lächeln huscht über ihre Lippen.

    Abseits des Dorfes legt Tuunjul ihre Habe hinter einem windschützenden Felszinken auf den Boden. Ihr Blick schweift gen Norden ab. Was sie dort wohl erwarten wird?
    Gehe nicht, wohin der Weg führen mag, sondern dorthin, wo kein Weg ist, und hinterlasse eine Spur.
    Jean Paul (21.03.1763 - 14.11.1825)
    deutscher Schriftsteller


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    Re: Die Große Mutter Robbe

    Fröstelnd beschließt Geldon, wieder unter Deck zu gehen. Er fängt nun etwas widerwillig an, sein Proviant zu zählen und stellt fest, dass das nicht für sehr lange reichen würde. Wenn es später ist, geht er in die Schiffsküche und schaut, ob er von dort noch unbemerkt noch dein einen oder anderen Leckerhappen mitgehen lassen kann (haltbares Fleisch, Brot usw.)...
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    Re: Die Große Mutter Robbe

    Auf der "Schnellen Schnegge":

    Nachdem Sedef sich etwas ausgeruht hat, geht er in die Kabine, wo sich die verletzten Seeleute aufhalten. Je nach dem, wen er dort antrifft, und je nach dem, wer sich bisher um die Verletzungen gekümmert hat, bietet er seine Hilfe bei der Versorgung der Verletzten an. Sollte keine Hilfe erforderlich sein, würde Sedef an Deck gehen, um nach Geldon zu sehen.
    Eine alte Weisheit der Dakota-Indianer sagt: Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!

    Re: Die Große Mutter Robbe

    Auf der schnellen Schnegge

    Geldons Kombüsenexpedition fördert nicht viel zu Tage aber immerhin findet sich ein fast versteinertes Stück Speck, dass sich in einer Spalte im Boden des Vorratsschrankes versteckt hatte und zwei Bröckchen Käse aus den Mausefallen, Geldon war sich ziemlich sicher dass es auf dem Schiff keine Mäuse mehr gab, die Ratten und das sinkende Schiff...

    Sedef findet in der Kapitänskajüte, welche ob ihres Ofens zum behelfsmäßigen Lazarett umfunktioniert worden war die "Patienten" bei einer leisen Unterhaltung über ihre Heimat vor. Ein kräftiger Thorwaler Leichtmatrose mit Feuerrotem Rauschebart und Glatze - Olaf wenn er sich recht erinnerte - debattierte offenbar so leidenschaftlich wie es ihm mit seiner gebrochenen Rippe möglich war mit dem Albernier der immer dem Zimmermann zur Hand gegangen war - Kervin oder irgendwas ähnlich klingendes - darüber, ob Pottwal Prem oder Sturmwind Olport die beste thorwalsche Immammannschaft war. Ein abstraktes Thema angesichts ihrer wenig aussichtsreichen Lage, abr offenbar wer der Konsens unter den Verletzten, sich lieber abzulenken und das "wir werden alle erfrieren, wenn wir nicht vorher verhungern!"-Thema nicht anzuschneiden.
    Bis auf den Thorwaler mit seiner Rippe und einer jungen Bootsfrau aus Riva mit einer hässlichen Säbelwunde am Arm, welche eine Sehne gekappt hatte und deren Arm wohl für immer steif blieb, finden sich "nur" Fleischwunden und Blaue Flecke die auf dem Weg der Besserung sind, aber draußen in der Kälte nichtsdestotrotz den Unterschied zwischen Leben und Tot ausmachen würden. Die Namen der Rivanerin und des letzten im Bunde - ebenfalls eine Svelltalerin soweit man das beurteilen konnte - kannte Sedef gar nicht.
    Die Wunden waren allesamt leidlich gut versorgt worden, aber etwas Nachsorge konnte sicher nicht schaden.

    Außer diesen drei Kabinen - denen von Sedef und Geldon und der Kapitänskajüte - gab es an Bord nur noch die Kombüse, einen Lagerraum und den Frachtraum unter Deck.





    Glyndhaven


    Auf der Suche nach Möglichkeiten zu helfen könnten Kielo und Coljew einerseits das Praioskloster, den Efferd- oder Phextempel oder den Firunschrein ansteuern oder aber eine der beiden Tavernen - die "Daunenweiße" oder "zum Blasloch". Schon auf dem Weg in die "Stadt" hinein werden sie einer kleinen Gruppe Wildniserfahren aussehender Menchen Gewahr, welche vor dem Efferdtempel - der in den Überresten einer gestrandeten Schivone erbaut wurde - mit einer Thorwalerin in Geweihtentracht reden. Die Frau, welche sie offenbar zusammengerufen hatte, redet gerade recht reghaft auf sie ein. Was auch immer die Geweihte möchte, so recht überzeugt scheinen ihre Zuhörer nicht von ihrem Ansinnen zu sein.

    Als ihr dorthin schlendert lasst ihr euren Blick durch die Gegend schweifen und erkennt dass dies zwar nach mittelreichischen Maßstäben ein ganz schönes Nest ist, aber für den hohen Norden schon eine beeindruckend gut ausgebaute Ansiedlung. Einige der Häuser sind sogar aus Stein und das über allem thronende Praioskloster scheint nicht nur einen echt gepflasterten Hof zu haben sondern wird sogar von zwei Sonnenlegionmären bewacht. Ihre Existenz verdankt Glyndhaven wie mancher wissen mag den überaus reichen Bernseinvorkommen, aber auch die Waljagd lockt manchen hierher, wo man hoffentlich weit genug außerhalb der Reichweite der Thorwaler Ottas ist um nicht wegen ihrer Vernarrtheit in die großen und dabei so lukrativen Meeresriesen dahingemetzelt zu werden. Nur wer sich vor der Herreise etwas genauer mit Glyndhaven beschäftigt hatte, wusste, dass auch ohne Walfang einmal im Jahr bis zu einem halben Dutzend Pottwale aus unbekannten Gründen hier strandet und damit selbst in thorwalerreichen Zeiten den Walfängern ein Überleben sichert.

    Etwas links von euch, direkt am Strand weht euch der Geruch von alten Blut entgegen, wer soetwas kennt macht hier leicht einen Flensplatz aus. Im Moment scheint keiner der großen Meeressäuger hier zerlegt zu werden, aber zwei kleine Gestalten mit mehr oder weniger weißem Fell, das momentan jedoch an den Unterschenkeln rotbrauch von Gekröse und altem Blut ist, sind wohl gerade dabei die Überreste einer zerlegten Robbe zusamenzukehren und die noch essbaren Teile zu retten. Von der Gestalt her könnten es Goblins sein, doch mit weißem Fell? Das hatte Coljew aber noch nie gesehen.

    Re: Die Große Mutter Robbe

    Auf der schnellen Schnegge:

    Nachdem Sedef die Kapitänskajüte betreten hat, grüßt er die Anwesenden mit einem seiner Meinung nach gut zu den Seeleute passenden und möglichst freundlichen "Efferd zum Gruße!". Anschließend bietet er seine Hilfe an: "Senhoras und Senhors, geht es euch denn schon wieder etwas besser? Soll ich mir vielleicht einmal eure Verletzungen ansehen und eure Verbände wechseln?" Bei den letzten Worten schaut er direkt die junge Frau mit der Säbelwunde an.

    Wenn jemand die Hilfe annimmt, würde Sedef vorsichtig versuchen, die alten Verbände zu entfernen, die Wunden zu reinigen bzw. auszuwaschen und neue, möglichst saubere Verände anzulegen. Sollte eine Heilkunde Wunden-Probe erforderlich sein, hier das Ergebnis:
    Spoiler anzeigen
    [wuerfel]74193[/wuerfel]

    Die Probe wäre leider misslungen ... Um genau zu sein, um 3 Punkte nicht geschafft ...


    Sedef würde sich auch gerne auf ein kurzes Gespräch einlassen. Zum einen würde es die Verletzten vielleicht etwas trösten und zum anderen würde es ihm selbst auch etwas Mut machen. Vielleicht waren die Seefahrer ja auch schon einmal in einer ähnlichen Situation gewesen und hätten ein paar gute Tipps für ihn, wie man sich hier richtig verhält?
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    Re: Die Große Mutter Robbe

    Neugierig wackelt Kielo mit der Nase und wendet sich an Coljew: "Hmm, da ist wohl eine Schwester von mir gerade ein wenig dabei sich die Zähne an den Menschen auszubeißen. Das kommt davon, wenn man seine Zähne nicht ordentlich trainiert, weil man nur rohes Zeugs ist", meint sie grinsend: "Ich würde mir gerne mal anhören, was los ist. Besser man sieht Probleme kommen, anstatt sich von ihnen überrollen zu lassen, nicht wahr?"
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    - Immanuel Kant

    Re: Die Große Mutter Robbe

    Auf der "Schnellen Schnegge":

    Leidlich zufrieden mit seinem Fund begibt sich Geldon - je nach aktueller Tageszeit - entweder in einen belebteren Teil des Schiffs zwecks Gesprächs- oder Spielpartnersuche oder in seine Kajüte , um sich von seinen Frostbeulen zu erholen...
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    Re: Die Große Mutter Robbe

    "So sieht's aus euer Gnaden!" Meint Coljew und lächelt. "Wisst ihr, ich wünsche den Menschen ja prinzipiell nichts schlechtes aber eure… Schwester...Wie kann man so naiv und gleichzeitig so arrogant sein? Wenn sie nicht aufpasst, wird sie beim ausbeißen doch glatt ein paar Zähne verlieren. Und ich meine das nicht nur unbedingt im übertragenen Sinne. Es ist nämlich nicht schön, gesagt zu bekommen, dass die Leute denen man nicht helfen konnte, und offensichtlich waren in ihrer Argumentation ja Kinder mit eingeschlossen, das nur nebenbei, es nicht besser verdient hätten. Nichts gegen den Glauben eures Volkes euer Gnaden aber solche Leute haben es glatt verdient das ihnen der Herr Praios einem Blendstrahl auf den Hintern brennt." Auch jetzt lacht Coljew.

    Re: Die Große Mutter Robbe

    "Ich denke nicht, dass Tuunjul das wirklich so gemeint hat. Ich muss allerdings gestehen, dass ich ihre Glaubensausrichtung jetzt nicht so kenne. Meine Sippe ist da, wie man mir vielleicht ansieht, etwas entfremdet vom Rest des nivesischen Volkes.", sie zuckt mit den Schultern und reibt sich die Nase: "Lasst uns erstmal hören, was die Geweihte zu sagen hat. Später ergibt sich vielleicht eine Möglichkeit mit Tuunjul ein wenig zu reden." Mit diesen Worten geht Kielo entschlossen mit Coljew im Gepäck zu der Geweihten um sich anzuhören, was die zu sagen hat.
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    - Immanuel Kant

    Re: Die Große Mutter Robbe

    Auf der schnellen Schnegge:

    Nachdem die Frau mit der Säbelwunde nicht gleich reagiert, dreht sich Sedef erwartungsvoll zu dem Thorwaler mit der verletzten Rippe hin. Dabei stößt er jedoch versehentlich mit einem Arm gegen eine auf dem Tisch stehende Wasserschüssel, so dass diese ein gutes Stück in Richtung Tischrand versetzt wird. Leider schwappt dabei auch etwas Wasser aus der Schüssel in Richtung des Thorwalers ... Starr vor Schreck schaut Sedef dem Wasser hinterher ...
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    Re: Die Große Mutter Robbe

    Glyndhaven


    Als ihr die kleine Gruppe erreicht hört ihr gerade noch einen der Zuhörer erwidern: "... Meenta denn dasse uffm Schiff wirklich noch lebig sind? Ick hab keenen Bock meen Leben zu riskiern um dann nur'n paar Eeszappen zu berjen. Warum kann denn keener mit'm Schiff hinschippern und die Bande einfach uffsammln?" Woraufhin die Geweihte erwiedert "Bei Swafnir, zum tausendsten mal! Das Schiff ist FESTGEFROREN und ihr wisst genausogut wie ich dass man im Treibeis nicht mehr sicher ranfahren kann um Leute von den Scholen wieder aufzunehmen ohne selbst eingekeilt zu werden. Entweder man holt sie über Land oder gar nicht, das Wohl" Als die Geweihte dann Kielo und Coljew erblickt wendet sie sich sogleich in ihre Richtung: "Heda, euer Gnaden! Sagt diesen Spinnern und Angsthasen, dass sie siuch gefälligst nicht so haben sollen, wenn es darum geht Schiffbrüchuge zu retten, wie es dem Herrn Efferd eiun wohlgefallen ist, vielleicht kannst du ja etwas Hirn in ihren leeren Köpfen finden..."

    Schnelle Schnegge

    Auf Sedefs Angebot hin, nac den Wunden zu sehen, wechseln die Anwesenden ein paar Blicke bevor Olaf nicht unfreundlich aber doch bestimmt sagt "Lass mal gut sein Junge, Kervin hat die Verbände grad erst gewechselt, das wird schon. Magst du dich ein bisschen zu uns setzen? Wenn wir schon hier festsitzen, können wir uns ja wenigstens mal kennenlernen. Ich bin Olaf, das hier ist Kervin, unsere süße Bootsfrau hört auf den knackigen Namen Ailgunde..." der Thorwaler fängt sich einen etwas säuerlichen Blick der Rivanerin ein und fährt schelmisch grinsend fort "... aber sie bevorzugt Aila, aus irgendeinem Grund... und die letzte im Bunde ist schließlich Lirana. Und wie ist dein Name und welcher der Zwölf Winde hat dich auf die Schneggge geblasen?

    Re: Die Große Mutter Robbe

    Auf der schnellen Schnegge:

    Sedef ist froh, dass Olaf, der Thorwaler, nicht von dem aus der Schüssel spritzenden Wasser getroffen wurde. Nachdem keiner der Anwesenden sich offensichtlich an dem kleinen Missgeschick stört, löst sich seine Starre wieder und er antwortet: "Äh, verzeiht Senhor Olaf, zum Glück wurdet ihr nicht getroffen. Und ja, ihr habt natürlich Recht. Man sollte es wirklich kaum glauben. Entschuldigt bitte mein Versäumnis. Da ist man schon so lange zusammen unterwegs und man weiß noch nicht einmal die Namen voneinander. Aber bei all den Unglücken, von denen wir getroffen wurden, ist das irgendwie doch auch verständlich? Senhoras und Senhors, mein unbescheidener Name ist Sedef ibn Marwan und ich komme aus der Perle des Praios, aus dem lieblichen Brabak! Um genau zu sein, ich bin ein Questador im Auftrag der edlen Magistra Salwinja Gerbersen von der Dunklen Halle der Geister zu Brabak. Ihr habt bestimmt schon einmal davon gehört oder wart gar schon einmal auf euren großen Fahrten dort?" Als wäre damit alles gesagt und jeder der Anwesenden müsste nun wissen, welcher der Zwölf Winde ihn auf dieses Schiff geblasen hatte, schaut Sedef nochmals bedeutungsvoll auf die Wasserschüssel. Nach einer kurzen Pause fährt er fort: "Na ja, heute scheint noch nicht ganz mein Tag zu sein, vielleicht ist es ja ganz gut, wenn ihr schon versorgt seid?" Anschließend dreht er sich zu der von Olaf als "Aila" benannten Frau um und sagt zu ihr: "Werte Senhora Ailagunde, ihr habt doch einen gar wohlklingenden Namen. Was gefällt euch dann daran nicht? Ich könnte mir gut vorstellen, dass er bei eurem Volk so etwas wie "Die liebreizendste Blume, die jemals die Gefahren einer Reise auf dem großen Wasser auf sich genommen hat" bedeutet?" Sedef scheint bei seinen letzten Worten nicht bemerkt zu haben, dass die beiden von Olaf genannten Namen vermischt hat. Ob die Angesprochenen das auf seinen Brabaci-Dialekt zurückführen könnten oder Sedef nicht richtig verstanden hat, was Olaf ihm sagen wollte, ist allerdings im Moment nicht genau zu erkennen.
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    Re: Die Große Mutter Robbe

    Kielo sieht die Geweihte etwas irritiert an, dann jedoch wendet sie sich an die Städte: "Ihr müsst Euch eigentlich nur eines überlegen: wenn ihr einmal auf Grund lauft und gerettet werden könntet, was würdet ihr sagen, wenn man sich weigern würde euch zu retten? Ifirn lehrt uns, dass man helfen soll, wenn jemand in Not ist, sonst ist niemand da, der helfen kann, wenn man einmal selbst Hilfe benötigt. Außerdem dürfte der launisch Herr Efferd nicht begeistert sein, wenn ihr aus Feigheit seine Seeleute erfrieren und verhungern lasst."
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    - Immanuel Kant

    Re: Die Große Mutter Robbe

    Weiße Gobblins. Sachen gibt's...denkt sich Coljew. Aber gut, wenn Hasen im Sommer ein braunes Fell und im Winter ein weißes haben konnten, warum sollte das dann nicht auch für die Rotpelze gelten. Als sie die Geweihte und die Seeleute erreichen und Coljew mitbekommen hat worum es geht platzt es aus ihm heraus: "Eingeschlossene? Wie viele? Wo verdammt?",
    erwartungsvoll sieht er die Geweihte an. Das war das Problem wenn man geschworen hatte, das Leben überall zu schützen. An so was konnte man einfach nicht vorbeigehen.

    Re: Die Große Mutter Robbe

    Schnelle Schnegge

    Sedefs VOrstellung entlockt Olaf und den anderen ein leichtes Schmunzeln (auch wenn dieses bei Aila etwas dünn wirkt)
    "Gehört hab ich wohl von Brabak, aber da gewesen bin ich nie. Wir fahr'n nur die Nordroute ab, oder wohl eher wir fuhren, was? Habe aber nen Vetter der da früher ein paar mal langgefahren ist auf Kaperfahrt, immerhin schwimmen in der Bucht von Al'Anfa ja ziemlich fette Pötte rum, wenn man weiß was man macht." äußert sich Olaf dazu.

    Als der Brabaker dann mit seinen Ausführungen über ihren Namen beginnt wirkt die Rivanerin erst sichtlich verwirrt und erötet dann sogar ein wenig, wenn auch ganz leicht. "Es ist der Name meiner Oma... Aber was ihr sagt klingt sehr schön Senor Sedef..." sofern Sedef nicht gleich weiterplappert hängt eine kurze vielleicht sogar peinliche Pause im Gespräch...


    Glyndhaven

    Die Männer und Frauen, die um die Efferdgeweihte stehen mustern die beiden Neuankömmlinge ersteinmal aufmerksam, auch wenn vorerst nur einer von ihnen wirklich ins Grübeln zu kommen scheint, ob Kielos Ansprache. Eine drahtige Frau mit wettergegerbter Haut - anscheinend das, was einer Anführerin am nähesten kam richtet sich dann in zwar respektvollem Ton, aber durchaus auf Augenhöhe an Kielo. "Da mögt ihr schon recht haben euer Gnaden, aber ich und die anderen müssen auch an unsere Sicherheit und die unserer Schlittenhunde und damit den Lebensunterhalt unserer Familien denken. Das Schiff ist etwa drei Tagesreisen entfernt - am Packeis festgefroren... Das ist kein Pappenstiel." Sie mustert allerdings auch augenscheinlich aufmerksam Coljew und Kielo, als würde sie gareda in ihre Risikorechnung gewerihte und magische Unterstützung mit einbeziehen.
    Auch wenn Kielo als Geweihte natürlich über ihr steht, so strahlt die drahtige Nordländerin doch eine beachtliche Autorität aus und scheint auch von den teils recht bulligen Männern hier als Respektsperson anerkannt zu werden.

    Zu Coljew meint die Geweihte des Meeresgottes: "endlich mal ein handfester Kerl dem nicht gleich die Kniee schlackern, wenn der Wind mal etwas rauer bläst! Der Pott heißt "schnelle Schnegge" und ist wie schon gesagt im Packeis festgefroren, etwa drei Tagesreise nmit Schlittenhunden Richtung Norden. Gab wohl Streit in der Mannschaft, so dass mit einigen Verletzten zu rechnen ist. Alles in allem wohl so 16 Seeleute und Gäste, auch wenn der Kapitän und seine Leute, die man auf See aufgegabelt hat, vermuten, dass einige von denen versuchen wollen sich über Land durchzuschlagen..." Ihr Ton und das Kopfschütteln einiger der Zuhörer impliziert, dass das ohne Hundeschlitten wohl einem Selbtmord gleichkam...
© 1997-2013 von Thomas Stolz (Mail)

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