Die Kraft der Elemente - Eis, Luft, Feuer, Erz

    Die Kraft der Elemente - Eis, Luft, Feuer, Erz

    In der Amtsstube der Stadtwache Ankh-Morpork sitzt Feldwebel Colon gemütlich in seinem Sessel und liest die neueste Ausgabe der Fortsetzungsgeschichte um die Rondra-Geweihte Jurina. Es ist früher Abend und die zunehmende Dunkelheit dort draußen wird bereits von den Laternen der Stadt erhellt. Im Kamin knistert ein gemütliches Feuer angenehm wärmend vor sich hin, während draußen schon ein ziemlich kalter Wind weht.

    Korporal Nobby Nobbs ist inzwischen unterwegs und überprüft, ob auch alle Bürger ihre Türen gut abgeschlossen haben. Der Troll Detritus besucht derweil einen Lehrgang über die Nutzung von Schlüsseln.
    "Wozu das gut sein? Ich kriegen Tür auch anders auf", wundert er sich.

    Feldwebel Colon lässt es sich jedoch inzwischen gut gehen und erfreut sich an der Geschichte. Zwar wundert er sich, wer diese Rondra sein soll und ob der Große Gott Ohm dies nicht übel nehmen würde, wenn da einfach eine neue Göttin erfunden wird, aber sonst hat er viel Spaß dabei.
    'Hoffentlich geht es bald weiter'", denkt sich der Feldwebel.
    Feldwebel Colon - Stadtwache Ankh-Morpork

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    Na, ob Du Dich da nicht am Copyright vergriffen hast? ;)
    Jetzt werde ich sogar schon auf der Scheibenwelt gelesen ... toll! :)
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    Geschichten von mir: Eine Söldnerin zu sein //Die Kraft der Elemente

    Aus dem DSA-Quiz: Ich: "Wer ist einE so großeR VerehrerIn von Königin Yppolita, dass sie/er sogar im eigenen Schlafzimmer einen Schrein zu Ehren Yppolitas hat?"
    Antwort Tuzzughs: "Vielleicht ... Schattenkatze?"

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    Sie erwachte wenige Stunden später, sich kräftiger und erholter, vor allem jedoch wärmer fühlend. Sie legte ihre Rüstung wieder an, ölte den Säbel zu Ende und dann den Rondrakamm, wischte beide Waffen sorgfältig ab und schob sie in ihre Scheiden. Den Anderthalbhänder ließ sie in der Kammer zurück, als sie nach draußen ging. Wieder führten Jurinas Schritte sie in die Kavernen zum Gebet. Vor einer Statue der Rondra, die die Göttin in Kürass, Streifenschurz und Arm- und Beinschienen mit Sturmhaube zeigte, sank sie in die Knie. Sie versenkte sich in sich selber. Noch immer bedrückte sie der Tod der Frau aus dem Haus und ihr eigenes, zu langsames Handeln.
    Nach vielen Minuten erhob sie sich wieder. Sie bedauerte es, nun nicht auf Keshal Rondra zu sein, nicht mit einer der Blutlöwinnen, Shorana oder Neraida, sprechen zu können. Geweihte der Rondra, die nicht Jurinas Volk angehörten, so ihr Eindruck, betrachteten viele Dinge anders, weniger streng und zu nachlässig. Trotzdem war der Wunsch stark in ihr, mit jemandem über die Gedanken, die sie beschäftigten, zu sprechen. Doch wen sollte sie auswählen? Ein männlicher Geweihter kam natürlich erst gar nicht in Frage, dies zog sie nicht einmal im Entferntesten in Betracht. Da erinnerte sie sich an Delara von Donnerbach, an ihre knappen Fragen, die Gelassenheit, die in ihrem Gesicht zu lesen gewesen war, Gelassenheit, die sie bestimmt in den Jahren der Dienste für die stürmische Löwin errungen hatte.
    Jurina beschloss, sie zu suchen und mit ihr ein Gespräch zu führen. Sie musste in mehrere Höhlensuchen, doch schließlich fand sie Delara, die gerade ein Gespräch mit einem gerüsteten Mann ohne Ornat führte. Jurina hielt sich im Hintergrund und trat erst auf Delara zu, als der Mann sich entfernte.
    Delara hatte bereits gesehen, dass die schwarzhaarige Geweihte der Amazonen im Hintergrund offensichtlich auf sie wartete. Sie fand es sehr faszinierend, eine Löwin hier in Donnerbach begrüßen zu können. Es war schon mehrere Götterläufe her, dass sie eine der geheimnisumwitterten Amazonen gesehen hatte, doch nun stand sie einer der wenigen Geweihten des Ordens gegenüber. „Seid gegrüßt“, kam sie Jurina knapp zuvor, als diese auf sie zutrat. „Ich habe alles Nötige in die Wege geleitet und mich auch mit dem hiesigen Traviatempel in Verbindung gesetzt. Die dortigen Geweihten werden nach Angehörigen der Frau suchen und sie informieren, wir hingegen kümmern uns um die Beerdigung. Auch die Knochen dieses Skelettes wurden eingesammelt, darum kümmerten und kümmern sich weiterhin die Geweihten vom Hesindetempel.“
    Die Amazone nickte. „Es freut mich, dies zu hören. Doch habe ich noch ein weiteres Anliegen. Ich möchte ein vertrauliches Gespräch führen, denn mir gehen viele Dinge im Kopf herum.“
    Diesmal war es Delara, die nickte. „Dann folgt mir, wenn es mir gegeben ist, werde ich Euch gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen.“ Sie führte Jurina wieder aus den Haupttempelkavernen hinaus, einen Gang entlang zu einem Raum, in dem lediglich zwei Stühle und ein kleiner Tisch dazwischen standen. Viel mehr bot der aus dem Felsen gehauene Raum auch gar nicht Platz.
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    Und der Feldwebel Colon wunderte sich, als er eine Stimme "Pssst" zu ihm sagen hörte. "Hallo, ist da wer?", fragt er laut. Etwas verärgert über die Störung widmet sich der wackere Feldwebel wieder seiner Dienstpflicht, nämlich der Lektüre der Geschichte über Jurina. Immerhin trägt diese Geschichte doch zu seiner Erbauung und damit zu seiner Gesundheit bei.

    Ein guter Stadtwächter ist stets verpflichtet, auf seine Gesundheit zu achten, damit er dienstbereit ist. Vor allem gilt dies für den Feldwebel, die "Mutter der Stadtwache", die stets am warmen Feuerchen einen aufmunternden Blick und einige freundliche Worte für die Gefreiten haben sollte, welche frei von jeder Führungsverantwortung bei jedem Wetter an der frischen Luft Dienst tun dürfen.

    Nach diesen tiefenphilosophischen Gedanken über das harte Los eines kommandierenden Unteroffiziers der Stadtwache wendet sich der Feldwebel wieder diensteifrig seiner Lektüre zu.

    "Oh schade, ich bin schon wieder am Ende angelangt." :)
    Feldwebel Colon - Stadtwache Ankh-Morpork

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    Was soll ich sagen?

    Weitermachen :D

    Desto länger der Abschnitt ohne wirkliche "Action" wird, desto besser gefällt mir die Geschichte (und desto mehr drängel ich auf eine baldige Fortsetzung *g*)
    "Leute hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen!" Oliver Wendell Holmes

    Die Kraft der Elemente - Eis, Luft, Feuer, Erz

    Ein murren ist zu vernehmen. Und wieder sprach der große Gott Om zum Feldwebel: "Psst! Hier unten Du Idiot!"

    Ich muss sagen, ich finde es auch schön, wie man eine lesenswerte Geschichte ohne viel Action schreiben kann, ist schon echt klasse. :D Oh, wartet mal ab, irgendwo in den nächtsten ein oder zwei Teilen ... :)
    Of course she's gay!

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    Erstaunt blickt der Feldwebel nach unten. "Merkwürdig, merkwürdig, eine Schildkröte? Wo kommt die denn auf einmal her?" *Kopfkratz*
    "Und wie kommt sie an dieses Stück Zwergenbrot? Wenn Karotte hier wäre, könnte er das Corpus Delicti bestimmt identifizieren."

    Bestens geschult in der Kunst des subtilen Verhörs raunzt der Feldwebel die Schildkröte an:

    "Wer bist du? Woher hast du das Zwergenbrot? #Kleiner Scherz :lol: #


    Klar, der Feldwebel braucht neuen Lesestoff. Um baldestmögliche Lieferung wird gebeten. :lol:
    Feldwebel Colon - Stadtwache Ankh-Morpork

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    Die Schildkröte seufzte genervt. Wieder ließ sich der große Gott Om herab, und sprach zu dem Feldwebel: "Das ist mein Zwergenbrot! Holt Euch eigenes! Lest lieber weiter, aber laut!" Seine kleine Schildkröten stimme klang keifend, was einfach dazu passte, das er eine Schnappschildkröte war.(Denn es wird fleißig getippt :D)
    Of course she's gay!

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    Mit dem Instinkt eines guten Polizisten sagt sich Colon, dass er die Schildkröte vielleicht verhaften sollte, weil sie des Zwergenbrot-Diebstahls zumindest verdächtig ist. Leider scheint [span style=\'color:blue\']diese Schildkröte hier aber einer Festnahme nur sehr wenig Positives abgewinnen zu können. Ein kurzer Blick verrät ihm, dass dieses Tier sicherlich feste zubeißen würde. Unter Berücksichtigung seiner Dienstpflicht, die - wie bereits angeführt - von ihm verlangt, seinen Gesundheitszustand stets zu bewahren, entscheidet Colon, für diesen Zeitpunkt von einer Verhaftung abzusehen. Statt dessen will er den potentiellen Verbrecher mit einer Lesestunde beschäftigen, bis Hauptmann Karotte wiederkommt. Leider hat er jedoch schon wieder das Ende der diesmaligen Ausgabe erreicht.
    'Oh, nein, meine armen Finger.", denkt sich der Feldwebel und schickt ein amtliches Ersuchen an die Druckergilde von Ankh-Morpork, sich mit dem Druck der nächsten Ausgabe von Jurina tunlichst zu beeilen...[/span]
    Feldwebel Colon - Stadtwache Ankh-Morpork

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    Jurina begann ohne zu zögern noch einmal zu erzählen, was ihr im Nebelmoor seit dem Auftauchen des Untoten widerfahren war. Diesmal jedoch reduzierte sie es nicht auf das allernotwendigste, sondern beschrieb auch ihre Gedanken und Gefühle. Delara hörte aufmerksam zu, entspannt auf dem Stuhl sitzend, die Hände locker auf den Oberschenkeln übereinander gelegt. Ihre blauen Augen waren auf die junge Geweihte ihr gegenüber gerichtet, die wohl zum ersten Mal in ihrem Leben mit eigenem Versagen konfrontiert wurde.
    „Nicht immer sind die Gebote der Löwin einfach zu befolgen und die Pfade, über die sie uns führt, sind verwinkelter, als man meinen möchte.“ Wie sollte sie ihr erklären, dass sie zu naiv gewesen war zu glauben, nur, weil die Magierin direkt und offen an die Tür geklopft hatte, dass sie deshalb nichts Böses im Schilde führte? „Ihr wusstet nichts von dem Haus und der Frau darin. Sich erst einen Überblick zu verschaffen, ob oder wie viele sie vielleicht Begleiter in diesem Haus warten hat, war eine taktisch kluge Entscheidung. Andererseits ist es zu einfach, anzunehmen, dass jemand, der offen auf eine Tür zugeht, nichts Schlechtes im Sinn hat.
    Was hättet Ihr gemacht, wenn sie und ihr Skelett sich angeschlichen hätten? Einen Warnruf ausgestoßen? Direkt dorthin geprescht?“ Ohne Jurina Zeit zu einer Antwort lassend, fuhr sie fort: „Vielleicht hätte die Bewohnerin aus Neugier trotzdem die Tür geöffnet, um zu schauen, was da draußen los ist – und wäre von diesem Skelett getötet worden. Oder Ihr wärt eines Herzschlagbruchteiles zu spät gekommen und dieses Monster hätte mit seinen ‚Händen’ das Dach oder die Wände eingeschlagen. Oder diese Magierin hätte Euch verzaubert, während ihre Kreatur den Mord beging. Es gibt viele Möglichkeiten, alle sind sie hypothetisch, denn es ist so geschehen, wie es nun mal passiert ist. Die Herrin Rondra hat Euch im Moment der Not erhört und beigestanden, bereits von daher ist Eure Entscheidung grundsätzlich nicht verkehrt.“
    Jurina sann einige Zeit über das Gesagte nach. Schließlich seufzte sie. „Ich kann mich dem Sinn Eurer Worte nicht völlig entziehen. Es fällt mir schwer, damit umzugehen“, gab sie offen zu, „denn diese Frau hatte selbstverständlich nicht die geringste Chance als nicht-Kämpferin und so war es meine Aufgabe, für sie zu kämpfen. Sicherlich ist dies eine weitere Prüfung, die Rondra mir auferlegt, doch muss ich über das, was sie mir zeigen soll, gut nachdenken, um eine Lehre daraus zu ziehen.“
    Delara nickte. „Meditiert und betet darüber.“
    „Bei euch sind viele Dinge anders, wesentlich komplizierter und weniger eindeutig als bei uns“, sagte Jurina.
    Delara unterdrückte ein Schmunzeln bei dieser freimütigen Differenzierung. „Vielleicht widerfahren Euch deshalb diese Begebenheiten. Der Wille der Götter ist niemals einfach zu erkennen.“
    Jurina erhob sich. „Danke, dass ich mit Euch sprechen konnte.“ Sie sah mit ihren klaren grünen Augen die ältere Geweihte an. „Ich werde beten und meditieren. Doch sagt, wann findet hier die abendliche Messe statt?“
    „Zur siebten Stunde Abends, die Frühmesse zur sechsten Stunde..“
    Die junge Amazone nickte dankend. „Ich werde da sein.“
    Mit langen, selbstbewussten Schritten ging sie, die Löwin auf dem roten Umhang leuchtete im schwachen Lichte auf. Delara sah ihr kurz nach. Eine Geweihte der Amazonen ... sicherlich würde Ihre Eminenz, Aldare VIII. Donnerhall von Donnerbach, davon gerne hören.
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    Da hat sich das späte Stöbern im Geschichtenforum ja mal wieder gelohnt und auch nach mehrmaligem Durchlesen finde ich nicht einmal etwas worüber ich meckern könnte ;)
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    Prima! Sowohl die Selbstzweifel bei der "Beichte" Jurinas als auch die Ratschläge und Hinweise Delaras wirken überzeugend, bringen Atmosphäre in die Geschichte und verleihen der Figur Jurina Tiefgang.

    Es macht Spaß, Jurina besser kennen zu lernen, nachdem sie Leomar Sturmfels bei dem gemeinsamen Abenteuer mit ihrer furchtbaren Arroganz so sehr auf die Nerven gegangen ist. :)

    Weiter so... :lol:

    Die Druckergilde von Ankh-Morpork hatte das amtliche Ersuchen - und die Flasche Bärendrücker - des Feldwebels akzeptiert und schnellstens neuen Lesestoff über die Priesterin Jurina geliefert. Um seine Gesundheit zu bewahren, las er auch der Schildkröte laut und ausführlich vor, was sich bisher zugetragen hatte. Dann dachte er wieder über "Rondra" nach. "Was würde wohl der große Gott Ohm von dieser Rondra halten?", fragte er sich laut.
    Feldwebel Colon - Stadtwache Ankh-Morpork

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    Jurina ist immer noch das, was von anderen als "arrogant" aufgefaßt werden kann, von ihr selber jedoch als selbstverständlicher Stolz betrachtet wird.
    Allerdings kommt das besonders gut zur Geltung, wenn ein Mann - oder am besten, ein männlicher Rondrageweihter ;) :) - zu Hand ist. Im Gespräcn mit weiblichen Rondrageweihten tritt dieser Charakterzug natürlich nicht so klar zu Tage.

    Ansonsten: Danke schön!
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    Klar ist Jurina immer noch arrogant und Leomar Sturmfels findet sie auch immer noch unausstehlich. ;)

    Ich meinte aber, dass sie an Charaktertiefe gewinnt, da hier zu ihrer Arroganz noch andere Eigenschaften hinzukommen, die sie menschlicher und echter erscheinen lassen. Hierdurch präsentiert sie sich eben AUCH als überhebliche Amazone, aber eben nicht NUR.

    Eine Figur, die - so weit ich das sehe - NUR Streit sucht und sich anmaßt, ständig auf ihre Umgebung herabzublicken, fände ich eben nervig. Aber Jurina zeigt hier eben - erfreulicherweise - wesentlich mehr Tiefgang und ist damit eine interessante Figur. Außerdem habe ich den Eindruck, dass Jurina auch tatsächlich ihren eigenen Ehransprüchen gerecht wird. So macht sie IMO auch als "Moralapostel" einen überzeugenderen Eindruck als mein ganz besonderer "Lieblings"charakter. ;)
    Feldwebel Colon - Stadtwache Ankh-Morpork

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    *wischSchweißvonderStirn* ;)

    Ich wollte nur vorsorgen für den Fall, daß der Eindruck entstanden sein könnte, daß sie nicht mehr so arrogant wirkt. Es ist halt schwierig, ohne Figuren und Situationen, die Stolz noch mehr zu Tage treten lassen, eben solchen zu skizzieren.
    Im übrigen verwende ich das Wort "stolz" schon mal, um den Tonfall zu definieren, in dem Jurina etwas sagt - als sie noch aktiv in ihrem bisher einzigsten Gruppenabenteuer war, wurde dieser Tonfall übrigens gerne als "arrogant" gestempel.
    Beides sind halt in ihrem Falle zwei verschiedene Sichtweisen der gleichen Sache.
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    So ließ sich der große Gott Om die Geschichte vorlesen. Dabei hält er sein Stück Zwergenbrot im Kiefer, und läßt seiine Augen argwöhnisch schweifen. Dann endet der feldwebel mit einer Frage. Der große Gott Om seufzte. Dann passierte es!

    Wieder richtete der große Gott om sein Wort an den Feldwebel. "Rondra? Kenn ich nicht, aber da oben wimmelt es ja nur so vor idiotischen Gottheiten, vielleicht ist schon vergessen! Wie alt ist das überhaupt?"
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    Bei der Frage der Schildkröte nach dem Alter dieser Schrift gerät Feldwebel Colon ins Grübeln und sucht sorgfältig nach irgend welchen Hinweisen auf das Datum. "Hmmm, keine Ahnung, hier steht was von 'Bosparans Fall' und einem Kaiser 'Hal'. Das sagt mir gar nichts und was soll man auch mit einem Kaiser. Unser letzter 'König' war ein Drache und hat die halbe Stadt abgefackelt. Nee danke, ein Kaiser wäre bestimmt doppelt so schlimm wie ein König."
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    Jurina ihrerseits suchte einen der Übungsräume, die den Novizen und Geweihten zur Verfügung standen, auf, um dort einen meditativen Säbelkampf zu zelebrieren. Bis zur Messe war noch etwas Zeit. Grüßend hob sie ihren Säbel und begann mit langsamen Bewegungen. Sie war sich jeder ihrer Bewegungen, der Fußstellung, Körperhaltung und Bewegung des Reitersäbels bewusst. Einen Herzschlag, bevor sie ihre Stellung und Haltung veränderte, stellte sie sich vor dem inneren Auge vor, wie ihre Haltung abschließend sein sollte und erst dann führte die Amazone sie auch aus. Sie atmete bewusst ruhig und gleichmäßig, durch die Nase ein und durch den Mund aus. Ihre Umgebung verschwamm zunehmend, wurde unwichtiger und schließlich ausgeblendet. Ihre Verletzungen, die zu schmerzen begonnen hatten, wurden unbedeutend, der Schmerz existierte nicht.
    Ganz allmählich steigerte sie nach wenigen Minuten die Geschwindigkeit der Bewegungen, ließ sich selber weniger Zeit zum Denken, ging immer mehr dazu über, sie durch ihre eigenen Reflexe und Fähigkeiten zu steuern. Nicht denken, sondern handeln! hörte sie die Stimme ihrer Ausbilderin. Spüre den Kampf, gib dich Rondra hin!
    So zog sie sich während dieser Übungen in sich selber zurück, reduzierte sich selbst auf Reflexe und Instinkte, schaltete jegliches Denken und Fühlen, Sorgen und Hoffnungen aus. Eins werden mit dem Willen der Göttin, das war das Ziel einer Meditation. Sie war ein leeres Gefäß, bereit, Wesen und Willen der donnernden Löwin in sich aufzunehmen.
    Irgendwann wurde Jurina langsamer, ihre Bewegungen und Manöver wurden bewusster und bedächtiger und als sie nach einigen weiteren Minuten den Säbel in die Scheide zurücksteckte, atmete sie mittlerweile wieder ruhig und gleichmäßig, doch ihr ganzer Köper war in der kalten Höhle mit Schweiß bedeckt. Sie musste sich kurz orientieren, um sich darüber klar zuwerden, wo sie gerade war.
    Sie fühlte sich besser, freier im Geist und körperlich angenehmen entspannt und etwas erschöpft. Jetzt merkte sie wieder die Schmerzen in ihrer Schulter und dem Bein, die Übungen hatten den Wunden nicht gut getan, aber sie würden heilen.
    Langsam, um nicht zu hinken, ging Jurina in die Hauptkavernen zurück. Sie suchte eine, die leer war und versenkte sich dort in das Gebet.
    Rechtzeitig zur abendlichen Messe fand sie sich in der großen Grotte mit dem steinernen Altar ein. Dutzende von männlichen wie weiblichen Geweihten der Rondra hatten sich hier zum Gebet eingefunden zusammen mit Kriegern und Kriegerinnen. Sie entdeckte Delara unter ihnen und nickte ihr zu. Die Geweihte hob grüßend die Hand zurück. Zu einem Gespräch kam es nicht, denn die Messe begann.
    Aldare VIII, Meisterin des Bundes, Verwalterin der Senne des Nordens, die 27. Fürst-Erzgeweihte der Freien Stadt Donnerbach, hielt die Messe. Ihr Stimme hallte deutlich und klangvoll in der Grotte wieder, als sie die Predigt hielt. Dazwischen erfüllten Choräle die Jahrtausendealte Höhle.
    Auch wenn keine ihrer Schwestern hier war und sich gar Männer hier aufhielten und am Gebet teilnahmen, so erinnerte diese Abendmesse Jurina doch an Keshal Rondra. Es musste die felsige Umgebung sein und das Wissen darum, dass dies ein für Rondra wichtiger Ort war.
    Nun war es Zeit, Rondira zu versorgen. Wieder schaffte sie es, den Pfad zu überqueren ohne in das kalte, wirbelnde Nass zu stürzen. Rondira erwartete sie schon freudig und während sie malmend ihren Hafer fraß, putzte Jurina sie und ließ ihr anschließend einige Streicheleinheiten zu kommen, bevor sie wieder in den Tempel zurückkehrte.
    Wieder suchte sie sich eine leere Grotte und versenkte sich in ein Gebet. Für mehrere Stunden verharrte sie so, betend, in sich versunken.
    Trotzdem es bereits auf Mitternacht zuging und trotz ihrer Verletzungen fühlte sie sich noch nicht müde, denn sie hatte heute bereits ausgeruht. Auch wenn die Kälte ihrer Kammer trotz des Kaminfeuers sie nicht wirklich abschreckte, verlangte es sie heute danach, nicht allein zu sein und körperliche Nähe zu spüren.
    Unwillkürlich dachte sie an Delara, die ihr besonnen zugehört hatte, die eine Geweihte wie sie war. Ihre Bewegungen sprachen von mehr Geschmeidigkeit als Kraft und sie hatte ein Jurina ansprechendes Gesicht. Vielleicht hatte auch sie Lust auf eine Nacht zu zweit?
    Tatsächlich fand sie Delara im Tempel. Direkten Schrittes ging sie ohne zu zögern auf sie zu und fragte, wie es unter ihren Schwestern Brauch war: „Möchtet Ihr Euer Lager mit mir teilen heute Nacht?“
    Delaras Mundwinkel zuckten etwas bei dieser erneuten Direktheit Jurinas. Sie blickte die junge Frau vor sich einige Sekunden lang schweigend und mit unbewegtem Gesicht an. „Ja“, antwortete sie schließlich und lächelte etwas.
    Der Aspekt, dass Jurina eine Geweihte der Amazonen war, hatte sie von Anfang an sehr interessant gefunden, denn wenig war bekannt über Amazonen und noch weniger über ihre Geweihten, von denen es nur eine Handvoll gab. Ihr war nicht entgangen, dass Jurina eine gutaussehende Frau war, die sich mit Eleganz und Stolz bewegte, doch wäre sie bis gerade eben selbst nicht auf die Idee gekommen, da eine körperliche Anziehungskraft oder Begierde zu sehen. Doch Jurinas unverblümte Frage, mit der größten Natürlichkeit gestellt wie es schien, sprach sie an. Ja, sie wollte sie tatsächlich.
    „Gehen wir auf mein Zimmer“, meinte sie und ging voran.
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