Das freut mich.

Bin auch gerade in Spendierlaune. *g* Nachdem gestern immerhin 6 Seiten zusammen kamen und der 3. Teil beendet wurde.

Aber dann geht es erst nächste Woche weiter, soll ja ein Weilchen herhalten.
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Die Nacht über wechselten sich Coruna und Jurina mit der Wache ab, doch nichts passierte oder war auch nur ungewöhnliches zu bemerken. Aus der Höhle war nichts zu vernehmen außer jenem beständigen Luftstrom, der sich zu jenem Sturm ausweitete, der jegliches ungeschütztes Bewegen vor dem Eingang und weiter hinab zu einer Gefahr machte.
So brach denn Jurina nach dem morgendlichen Gebet, das alle drei gemeinsam abhielten, und nach dem Frühstück auf, um sich die nähere Umgebung der Höhle genauer anzusehen, während Coruna zurückblieb, um den Höhleneingang im Auge zu behalten.
Sie hielt sich am Rande der Höhle und folgte der Felsaufwerfung. Dem langen Höhleneingang war oberirdisch gut zu folgen und auch das Dach der großen Höhle, in der der Kampf stattgefunden hatte, war durchaus zu erkennen, wenn auch nicht ganz so eindeutig.
Als der Fels dann flacher wurde, stieg Jurina hinauf. Oben auf setzte sie vorsichtig Fuß vor Fuß. Durch das Dach brechen war nichts, was sie wollte. Hier wuchsen vereinzelt ein paar Gräser, ansonsten waren loses Geröll und einige Steinaufwerfungen zu sehen.
Erst ging sie am vermutlichen Rand entlang einmal reihum, dann überquerte sie auch das Höhlendach. Abzuschätzen, ob dies tatsächlich das Höhlendach der am Vortag gesehenen Höhle war, fiel ihr schwer, denn sie hatten die Höhle ja nicht einmal in ihrer Gänze gesehen. Unbestreitbar war jedoch, dass das Gebiet, das sie hier abschritt, sehr groß war.
Sie hätte es vielleicht nicht bemerkt, obwohl sie sich aufmerksam umsah, wenn nicht ein trotz ihrer Vorsicht los getretenes Steinchen in das Loch gekollert wäre. Jurina nahm das wahr und trat, als sie das Loch bemerkte, besonders wachsam näher. Es war klein, zwei Arme würden vielleicht noch hindurchpassen. Sie blickte hindurch, sah aber nur Dunkelheit, daraufhin kniete sie sich hin. Viel war aufgrund des wenigen Lichteinfalles nicht zu sehen. Sie sah auf Felsboden und sonst nichts. Dann aber drang etwas an ihr Ohr – das Geräusch schnell fließenden Wassers. Da unten führte ein Wasserlauf entlang, von dem hier oben nichts zu sehen war.
Da das aber nichts war, was ihr im Moment weiter half, stand sie wieder auf, um weiter herum zu gehen. Wonach sie suchte, wusste sie nicht – sie hoffte einfach, etwas zu finden, was sich eignen würde, gegen den Dämonen anzugehen. Auch ein zweiter Eingang fand sich nicht, wenn man mal von dem Loch absah.
Daher kehrte sie unverrichteter Dinge zurück. „Kein weiterer Eingang“, berichtete sie dann Coruna und Shorana, die wach war. „Die Höhle scheint sehr, sehr groß zu sein, würde ich schätzen. Ein unterirdischer Fluss fließt dort hindurch. Ich habe ein kleines Loch gefunden, durch das ich hinab sehen konnte. Unten hörte ich Wasser fließen, schnell fließen.“ Ihr fiel etwas ein. „Das könnte die Pfützen in der Höhle erklären, wenn es eine unterirdische Quelle oder einen Fluss gibt.“
Die beiden Geweihten hörten aufmerksam zu und Shorana nickte verstehend. Beide sagten aber erst mal nichts, weil auch sie wohl darüber nachdachten, was sie tun könnten.
Jurina setzte sich und machte sich ebenfalls ihre Gedanken darüber. Weit kam sie aber nicht. Ihre Gedanken schweiften zu dem Kampf vom Vortag ab und wie sie sich verwandelt hatte. Das hatte sie freiwillig und aus gutem Grund getan, und doch schämte sie sich für diese Schwäche. Rondra sollte sie stark, stark im Glauben, im Denken und im Handeln, sehen, um sie eines Tages für wieder Wert zu erkennen, eine ihrer Löwinnen zu sein. Sie wünschte sich auch, dass Delara hier wäre. Mit Delara an ihrer Seite würde ihr einiges bestimmt leichter fallen. Dann wieder schalt sie sich innerlich für diese Schwäche. Sie war Jurina von Keshal Rondra, Amazone und Löwin der Donnernden, oder wollte es zumindest wieder werden, und sie würde auch allein für sich bestehen können!
Und wenn Delara da gewesen wäre, wäre auch sie in Gefahr gewesen, als Jurina sich verwandelt hatte.
Den Dämon … irgendwie mussten sie ihn stellen und vernichten können! Wenn es nach Jurina ginge, am besten durch Kampf, aber das hatte sich ja schon als unmöglich erwiesen. Und nun mit der noch immer schwer verletzten Shorana würde das noch aussichtloser sein. Natürlich, sollte ein Kampf die einzige Möglichkeit sein, würden die Amazonen ihm nicht ausweichen und selbstverständlich bereit sein, gegen den Dämon ihr Leben zu verlieren. Doch Rondra würde nicht wohlgefällig auf ihre Töchter ansehen, sollten diese in einem von vorne herein aussichtlosem Kampf fallen, statt nach einem anderen Weg zu suchen.