Die Kraft der Elemente - Eis, Luft, Feuer, Erz

    Re: Die Kraft der Elemente - Eis, Luft, Feuer, Erz

    Delara hatte dem Bericht aufmerksam zugehört und auch Jurina war bald hellhörig geworden. Die Beschreibung der Frau, ihr Lachen ... das klang ganz nach jener Magierin, der auch sie auf der Spur waren und die ihrerseits Jurina Rache geschworen hatte. Sollte sie wirklich hier in Punin sein, so nah an Jurinas Ziel? Das würde die Wahrscheinlichkeit, dass sie hinter dem Wetter steckte, noch erhöhen!
    Jurina war nun ganz bei der Sache, denn eine Spur der Magierin war etwas, was sie bisher vergeblich gesucht hatten und nun war sie noch vor wenigen Nächten hier gewesen. Vielleicht war sie immer noch in Punin oder in der Nähe?
    Ein schneller Blick zu Delara verriet  ihr, dass diese genauso dachte. Der Bericht Assirefs war sehr ausführlich gewesen und ließ kaum noch Fragen offen.
    „Und das war vor drei Nächten gewesen und weder davor noch danach ist eine Frau, auf die diese Beschreibung passt, irgendwie aufgefallen?“ vergewisserte sich Delara.
    Der Weibel schüttelte den Kopf. „Punin ist eine große Stadt, täglich kommen hier Karawanen an und verlassen die Stadt, Tulamiden und Mittelreicher, alles trifft sich hier. Im Goldacker, da wird schon eher drauf geachtet, wer kommt und geht“, bezieht er sich auf das Reichenviertel der Stadt, „aber nicht in den übrigen Teilen. Sie kann zaubern, aber das besagt dann wiederum recht wenig, wie uns an der Akademie gesagt wurde, denn von der hiesigen Akademie ist sie nicht und ein Siegel konnte Frau Assiref nicht erkennen.“
    „Ein Siegel?“ fragte Jurina, mit dem Begriff nichts anfangen könnend.
    „Eine Tätowierung, meist in der Handfläche getragen, die den Abschluss an einer bestimmten Akademie beweist“, erklärte der Weibel.
    „Aber immerhin habe ich sehr gut ihr Gesicht gesehen, ich würde es jederzeit wieder erkennen“, versicherte die Alchemistin. „Und sie haben sehr zielgerichtet gestohlen, die wussten, was sie wollten. Dieser Einbruch zielte nicht darauf ab, irgendwelche Alchemika zu stehlen und zu verlaufen, nicht einmal, nur die wertvollsten zu stehlen. Eine Magierin war es, die aufwendige Zauber und Rituale vorhat und sich dafür ausgerüstet hat.“
    „Wir danken Euch für diese Informationen“, erwiderte Delara. „Wir möchten Euch in dieser Sache unsere Unterstützung anbieten. Ich kann natürlich nicht dafür garantieren, aber vielleicht vermögen wir zu helfen. Falls noch Fragen bestehen, wo kann ich Euch finden, Frau Assiref?“
    Assiref war sichtlich überrascht, aber auch erfreut, von einer solchen Seite aus Hilfe angeboten zu bekommen und nannte ihre Adresse. Delara sagte ihr, dass sie ihrerseits in diesem Gasthaus für zumindest die nächsten etwa vierzehn Praiosläufe zu finden wäre.
    Jurina nickte beipflichtend, auch wenn sie weiterhin am nächsten Tag aufbrechen wollte, denn ihr dämonischer Körper war das wichtigere Problem, konnte ja Delara hier noch Nachforschungen betreiben. Und da sie wussten, dass die Frau zumindest hier in der Nähe gewesen war, war dies schon einmal ein Anhaltspunkt.
    Nach der Verabschiedung und nachdem Assiref gegangen war ebenso wie die beiden Gardisten nun endgültig in ihren Feierabend, gingen sie zu ihrem Tisch zurück.
    „Sie war hier!“ sagte Jurina erregt. „Ganz gewiss war sie das!“
    Delara nickte. „Offensichtlich größeren Plänen folgend.“
    „Wir sollten zur Akademie gehen“, meinte Jurina aus einem Impuls heraus. „Vielleicht erfahren wir dort doch etwas Hilfreiches. Sie hat Dämonen beschworen und andere Freveltaten begangen, vielleicht kennt frau sie daher.“
    Das erschien Delara zwar doch etwas zu illusorisch, doch verstand auch sie nur bestenfalls wenig mehr als Jurina von Magie und gewiss gab es ein paar Fragen, die ihnen von Magiern beantwortet werden könnten.
    Jurina stand auf.
    „Jetzt? Die Akademie hat ihre Pforten gewiss schon geschlossen“, gab Delara zu bedenken.
    „Dann sollen sie öffnen“, meinte Jurina, „wir haben wichtige Fragen und ich will nach Möglichkeit morgen aufbrechen.“
    Da sie schlimmstenfalls unverrichteter Dinge zurückkehren würden, nickte Delara. Sie winkte eine Bedienung herbei, doch kam die Wirtin dienstbeflissen selber und Delara zahlte für das Essen. Dann schritten sie hinaus in den Regen, um die Akademie zu Punin aufzusuchen.
    Diese war nicht schwer zu finden, war der Elfenbeinturm  des mächtigen Gebäudes, Pentagrammaton genannt, doch ein unübersehbarer Wegweiser. Als sie an die geschlossene Tür klopften, hatte Jurina ein eher ungutes Gefühl und sie fragte sich im Stillen, was sie dazu bewogen hatte, in diesen Hort der Magie zu gehen. Sie traute Magie nicht, hatte nur schlechte Erfahrungen mit ihr gemacht und jetzt wollte sie Magier gar zu Rate ziehen ...? Schon auf halber Strecke hatte sie sich gefragt, ob das eine gute Idee gewesen war. Aber jetzt waren sie hier und sie hatte auch keinen konkreten Grund, nun umzukehren.
    Ein Guckloch ging auf. „Ja bitte?“
    „Die Donnernde mit Euch!“ grüßte Jurina. „Wir möchten mit einer hiesigen Magierin sprechen, wir haben einige Fragen in Sachen der Magie.“
    „So kommt bitte morgen wieder, heute ist es schon spät und die Damen und Herren Dozenten haben sich bereits zurückgezogen“, lautete die unbeeindruckte Antwort.
    „Wir möchten aber jetzt mit einem von ihnen sprechen“, sagte Delara nachdrücklich und trat etwas vor.
    „Euer Gnaden?“ kam die nun überraschte Erwiderung. „Natürlich ...“ Die Tür ging auf. „Ich schaue, wen ich jetzt noch finden kann“, fuhr der Mann, vermutlich der Pförtner,  fort. „Bitte wartet hier.“
    ‚Hier’ war eine große Eingangshalle, die wie die Außenfront aus braun-grünem Raschtulsmarmor bestand und an deren einer Wand einige Holzbänke standen.
    Pfoten des Grauens

    Mein Tagebuch unserer 7G-Kampagne.

    Meine FAB-Charaktere

    Geschichten von mir: Eine Söldnerin zu sein //Die Kraft der Elemente

    Aus dem DSA-Quiz: Ich: "Wer ist einE so großeR VerehrerIn von Königin Yppolita, dass sie/er sogar im eigenen Schlafzimmer einen Schrein zu Ehren Yppolitas hat?"
    Antwort Tuzzughs: "Vielleicht ... Schattenkatze?"

    Re: Die Kraft der Elemente - Eis, Luft, Feuer, Erz

    Leider muß ich das Gespräch aufteilen, da es einfach sehr lang ist ...
    Und ich muß unbedingt wieder weiter schreiben. ;)

    ___________________________

    Delara und Jurina zogen es jedoch vor zu stehen, bis nach geraumer Zeit – der vierte Teil einer Stunde war gewiss verstrichen – ein Mann den Gang entlang kam, den der Pförtner vorhin gefolgt war. Er war etwa um die fünfzig Götterläufe alt, trug das ergraute Haar zurückgekämmt und eine grüne, mit arkanen Symbolen bestickte Robe. „Magister Ordinarius Jacopo Sgirra. Guten Abend, Euer Gnaden, gnädige Frau. Ihr habt dringende Fragen?“
    Auch Jurina und Delara stellten sich vor, wobei Sgirra in Jurina natürlich keine Geweihte der Rondra erkannte. Jurina war davon nicht angetan, dass trotz ihre ausgesprochenen Forderung, mit einer Frau sprechen, ein Mann erschienen war.
    „Es gab hier in der Stadt vor drei Nächten einen Einbruch, den eine Magierin begangen hat“, kam Jurina ohne Umschweife direkt zum Thema, „doch ein Weibel der Stadtwache sagte, es sei auf gar keinen Fall eine hiesige Magierin. Eine Frau um die Vierzig, dunkles Haar, helle Haut, tulamidische Gesichtszüge.“
    Sgirra blickte sie recht entgeistert an. „Eine Frau von unserem Lehrstuhl? Völlig unmöglich. So etwas tun Abgänger und Lehrer dieses Institutes nicht!“
    “Ihr habt also keine Magierin hier, auf der diese Beschreibung zutrifft?“
    „Doch, eine, aber die Magistra war es auf gar Fall. Sie hatte die entsprechende Nacht über zusammen mit einem Kollegen Untersuchungen an einem Artefakt durchgeführt.“
    „Bei dem Einbruch wurde ein bestimmter Zauberspruch angewendet“, schaltete sich Delara ein. „Das Opfer, eine Alchemistin, wurde angefasst und wurde daraufhin von furchtbaren Schmerzen zu Boden gezwungen.“
    „Tatsächlich?“ Sgirra kratzte sich kurz am Kinn. „Man müsste sie natürlich genauer zu einigen Details befragen, aber es klingt doch sehr nach einem ‚Höllenpein’ und weniger nach einem ‚Gliederschmerzen’, auch als ‚Corpofesso’ bekannt. Der hätte eher zu einer extremen körperlichen Schwächung und weniger zu starken Schmerzen geführt. Das ist allerdings ein Borbaradianerspruch damit wenig verbreitet.“
    „Borbaradianerspruch?!“ Jurinas Augen zogen sich zusammen. Sie wusste so gut wie gar nichts über Borbarad, außer, dass er ein mächtiger, böser und seit langem toter Magier war. Aber allein, dass ein Zauberspruch dieses Magiers angewandt worden war ... „Solche Sprüche gibt es heute noch?
    „Gewisse borbaradianische Zirkel lehren ihn und andere Sprüche dieser Art, ja. Er wird hier natürlich nicht gelehrt, aber er ist hier selbstverständlich einzusehen, wenn man sich entsprechend ausweisen kann“, erklärte Sgirra nicht ohne Stolz.
    „Ihr habt Borbaradianersprüche hier? Wie kann das sein? So etwas gehört vernichtet!“
    „Vernichtet?“ Der Magister war entsetzt. “Junge Frau, Wissen vernichtet man nicht! Nicht jeder darf einen solchen Spruch einsehen, aber es ist und bleibt Wissen! Außerdem mag der Tag kommen, an dem es gut ist, solcherart Spruch zu kennen, um etwas Schützendes zu entwickeln.“
    „Sprüche, die andere Menschen quälen und ihnen Schmerzen zufügen, gehören vernichtet!“ erklärte Jurina nachdrücklich und kompromisslos. „Es heißt Euer Gnaden, Magister!“
    „Tatsächlich?“ Er wirkte überrascht, war Jurina doch wohl anders gekleidet als Delara. „Unsere Akademie ist Stolz auf das Wissen, das sich in unseren Mauern angesammelt hat, Euer Gnaden. Die Thesis des ‚Höllenpein’ steht unter Verschluss, wie auch einige andere Thesen, Werke und Artefakte ebenfalls. Es wird geprüft, wer sie sehen möchte oder sie gar näher untersuchen.“
    Für ihn war das offenbar völlig ausreichend und ein Grund, stolz zu sein. Für Jurina hingegen nicht. „Schwarze Magie muss vernichtet werden“, beharrte sie. „Es hat sich ja jetzt auch gezeigt, dass das Vorhandensein solcher Zauberei zu nichts Gutem führt!“
    Das war nun für Sgirra wiederum überhaupt kein Argument. Delara, die eine weitere Diskussion unterbinden wollte, warf ein: „Es gibt also keine Akademie, wo dieser Spruch gelehrt wird und von daher hilft uns das nicht weiter bei der Identifizierung dieser Frau, richtig?“
    Sgirra nickte.
    „Es könnte also sein, dass sie eine Borbaradianerin ist, oder gibt es Möglichkeiten, auch auf anderem Wege an diese Thesis zu gelangen?“
    Sgirra lächelte herablassend. „Es könnte natürlich sein“, betonte er, „aber dann müsste sie sehr reich, sehr einflussreich und sehr mächtig – sehr mächtig der astralen und geistigen Kraft – sein. Und eine Armee haben, um eine Akademie wie die unsere zu stürmen.“
    Delara sah etwas ungehalten aus ob seiner Überheblichkeit, während Jurina ihn zunehmend finsterer musterte. Magier, so sah sie sich überzeugt, sollten alle streng überwacht und in ihrem Wirken sehr eingegrenzt werden.
    „Wäre sie vermutlich die Abgängerin einer Akademie, die sich erst später den schwarzen Künsten zugewandt hat und hätte entsprechend ein Siegel, oder kann es auch sein, dass sie dieser Mächte fähig ist ohne ein Siegel und damit ohne eines Akademieabschlusses?“
    „Beides ist möglich. Borbaradianer bilden selber ihre Schüler aus, aber sie versuchen lizensierte Magier zu verführen, so sie ihnen geeignet erscheinen. Aber vielleicht kann sie gar nicht zaubern, weil sie gar nicht magiebegabt ist.“
    „Natürlich kann sie zaubern!“ hielt Jurina dagegen. Worüber sprachen sie schließlich die ganze Zeit?
    Der ältliche Magier lächelte einmal mehr überheblich. „Borbaradianer können auch mit Blut zaubern, statt mit astraler Kraft. Sie müssen daher nicht mit Hesindes Gaben gesegnet sein.“
    „Diese Frau kann zaubern“, erwiderte Jurina hart. „Die Alchemistin hat magische Spuren nach dem Einbruch entdeckt, dort, wo beide Einbrecherinnen gestanden haben.“ Ganz zu schweigen von dem, was sie sonst noch gemacht hatte.
    „Hm. Sie ist natürlich keine ausgebildete Adepta und auch das Wirken von Blutmagie hinterlässt magische Spuren beim Wirken eines Spruches, aber wenn sie tatsächlich magische Restspuren dort aufgenommen hat, wo die Einbrecher gestanden haben und nicht etwa dort, wo der Spruch gewirkt wurde, mag es gut sein, dass es eine ausgebildete Magierin war, denn Dilettanten verfügen über solcherlei Sprüche nicht.“
    Pfoten des Grauens

    Mein Tagebuch unserer 7G-Kampagne.

    Meine FAB-Charaktere

    Geschichten von mir: Eine Söldnerin zu sein //Die Kraft der Elemente

    Aus dem DSA-Quiz: Ich: "Wer ist einE so großeR VerehrerIn von Königin Yppolita, dass sie/er sogar im eigenen Schlafzimmer einen Schrein zu Ehren Yppolitas hat?"
    Antwort Tuzzughs: "Vielleicht ... Schattenkatze?"

    Re: Die Kraft der Elemente - Eis, Luft, Feuer, Erz

    Gut, dann warte ich bis alle Teile des Gesprächs lesbar sind :)
    aber das Entsetzen des Puniner über die Vernichtung von kostbarem Wissen kann ich mir bildhaft vorstellen *kicher*
    auch wenn ich mir nicht sooo vorstellen kann, das ein windiger Magus so herablassend gegenüber Geweihten ist, auch wenn die Aktion etwas ... blauäugig war.

    Re: Die Kraft der Elemente - Eis, Luft, Feuer, Erz

    Das ist zwar keine endgültige Prognose, daß es wieder läppert, aber zu ein paar Zeilen sah ich mich heute in der Lage.^^

    Wieder ein kleines Stück, im nächsten Posting wird dann das Gespräch auch beendet sein, aber anderthalb Seiten schienen mir einfach zu viel, um es auf einmal zu posten.

    @Istarina: Arroganz ist ein Nachteil, den man üblicherweise nicht so ohne weiteres abstellen kann, und so ein Theoretiker ...^^

    ________

    „Kann mittels Magie das Wetter verändert werden?“ fragte Jurina.
    Sgirra war über den Themenwechsel etwas verwundert, aber bei diesen beiden Frauen hatte er eh schon jegliche Hoffnung auf ein ansatzweises Verständnisses dessen, was er ihnen sagte, aufgegeben. „Natürlich.“
    „Ist das schwierig oder besonders aufwendig?“
    „Es ist nicht ganz einfach. Aber es ist möglich, für bis zu einige Stunden das Wetter zu beeinflussen.“
    Jurina fragte: „Ist es auch möglich, das Wetter für länger als Stunden, für Tage oder noch länger, zu verändern?“
    „Nur, wenn sich einige Magier zusammen tun oder auf andere Hilfsmittel von Außen zurückgegriffen wird, etwa die Beschwörung eines Dschinnes oder gar eines Dämons.“
    „Dämonen beschwören und Wetter beeinflussen, sind das auch Borbaradianersprüche?“
    „Nein.“ Er bemerkte, dass ihnen diese Antwort wohl wieder nicht ausreichte und fuhr fort: „Dämonen zu beschwören und diese dann auch einzusetzen wird gerne von ihnen verwendet, aber nicht nur. In Brabak etwa hat man sich diesem Aspekt der Magie verschrieben.“ Delara konnte ihm anhören, dass er davon nicht viel hielt was ihr fast schon wie ein Lichtblick vorkam
    „Dämonen zu beschwören ist erlaubt?“ Jurina ihrerseits sah ihr Weltbild geradezu erschüttert.
    „Solange keine kulturschaffenden Zweibeiner dauerhaft verletzt werden, ja. Ich persönlich halte nichts davon, denn zuweilen übernimmt sich der eine oder andere Collegea und kann den Dämon, den er beschwor, nicht beherrschen.“
    „Es gibt Akademien, die unterrichten, verdarbte niederhöllische Kreaturen zu beschwören und in die Dritte Sphäre zu holen?“ Sgirra hatte zwar gerade dies bestätigt, aber das reichte ihr nicht, das konnte sie nicht glauben.
    „Die Akademien zu Brabak und Rashdul betreiben dies anerkannter Weise, Euer Gnaden.“ Das letzte betonte er etwas, er hatte das doch wohl gerade schon bestätigt und sein ‚ja’ war in seinen Augen nun mehr als eindeutig und erübrigte ein Nachfragen. „Sie sind der Gilde der Wissenden, respektive der Großen Grauen Gilde des Geistes, zugehörig und anerkannte Akademien.“
    Delara legte Jurina kurz ihre Hand auf den bloßen Oberarm, weil sie ahnte, dass Jurina dieses Thema noch vertiefen würde, denn was für Sgirra akademische Realität war, würde Jurina nicht verstehen.
    „Tote zu Widergängern zu erheben, wird das auch an Akademien gelehrt, oder fällt das in den Bereich der Borbaradianer?“ erkundigte sie sich, um so etwas von dem Thema wegzulenken.
    „Dies wird ebenfalls in Brabak gelehrt und unterrichtet. Auch Borbaradianer schrecken vor Totenbeschwörungen nicht zurück, doch gibt es meines Wissens nach keine Sprüche ihres Zirkels, die sich speziell damit beschäftigen.“
    Pfoten des Grauens

    Mein Tagebuch unserer 7G-Kampagne.

    Meine FAB-Charaktere

    Geschichten von mir: Eine Söldnerin zu sein //Die Kraft der Elemente

    Aus dem DSA-Quiz: Ich: "Wer ist einE so großeR VerehrerIn von Königin Yppolita, dass sie/er sogar im eigenen Schlafzimmer einen Schrein zu Ehren Yppolitas hat?"
    Antwort Tuzzughs: "Vielleicht ... Schattenkatze?"

    Re: Die Kraft der Elemente - Eis, Luft, Feuer, Erz

    Jurina stand schon seit einiger Zeit zusehends weniger Sinn danach, sich mit diesem Mann weiter zu unterhalten, doch eine Frage hatte sie noch. „Es kann mittels Magie in Träume eingedrungen werden?“
    „Traumreisen sind in der Tat möglich. Es gibt mehrere Sprüche, die ermöglichen, den Traum eines Schlafenden mit zu verfolgen.“
    „Sind das auch schwarzmagische Zauber?“
    Sgirra schüttelte den Kopf und seufzte leicht. „Diese Zauber werden auch an diesem Institut gelehrt, aber man muss sie schon gut beherrschen, um sie richtig anwenden zu können.“ Einmal mehr lag ihm die Frage auf der Zunge, was diese Fragen, die alle nichts miteinander zu tun hatten und mehr noch als absolute Laienhaftigkeit ausdrückten, eigentlich sollten. Aber er wollte sich nicht herablassen, diese beiden Frauen etwas zu fragen. Obwohl es ja schon sehr interessant klang. Es schien etwas mit dem Einbruch zu tun haben, da sollte es nicht schwer sein, über diesen Wege etwas darüber zu erfahren.
    „Ist es möglich, mittels eines Zaubers die Schlafende zu verletzen?“
    Sgirras Lächeln verbreiterte sich kurz und er unterdrückte nur knapp ein Kopfschütteln. „Mit den hier gelehrten Hellsichtssprüchen ist es nicht möglich, einen bestehenden Traum zu verändern oder gar einen gänzlich eigenen zu induzieren. Ein solcher Spruch wird auch an keiner Akademie gelehrt. Ich könnte mir aber vorstellen, dass ein wirklich kompetenter Magus wohl Nasenbluten verursachen könnte.“ Zumindest hatte er derartiges schon einmal gehört.
    Sowohl Jurina als auch Delara dachten an die schreckliche Wunde, die Jurina davon getragen hatte.
    „Mehr nicht?“ fragte Jurina misstrauisch, denn sie wollte sich gar nicht ausmalen, über was für Fähigkeiten diese Magierin verfügen musste, wenn sie satt eines Nasenblutens so etwas erreichen konnte.
    Sgirra wollte schon herablassend lächeln und etwas passendes erwidern, als ihm einfiel: „Mit dämonischer Unterstützung wäre es wohl möglich, auch noch stärkere Einflussnahme zu erreichen, denn damit wären theoretisch“, er betont das Wort nachdrücklich, „vielerlei Modifikationen möglich.“
    „Wie nah müsste denn ein Magier sein?“ erkundigte sich Delara.
    „Um einen Traum zu beobachten, müsste ich direkt neben dem Schlafenden sitzen, aber nicht berühren“, erklärte er.
    „Und um einen Traum zu verändern oder gar selber zu gestalten?“ fragte Delara geduldig nach, auch wenn ihr das Gehabe dieses Magus ihr widerstrebte.
    Das war eine gute Frage, denn da ein solcher Spruch nicht gelehrt wurde an den Akademien, aber in Fachkreisen durchaus darüber gesprochen und diskutiert wurde, konnte Sgirra da nichts genaues drüber sagen. Man konnte ihn wohl, wenn man mit viel Glück ein entsprechendes Exemplar auftat, aus einem Buch ableiten. Doch wollte er seinen ihm unleidlichen Besucherinnen nicht gestehen, dass er etwas nicht genau wusste. „Große Entfernungen, bis zu einigen hundert Meilen.“
    Und gewiss mehr, wenn vorher ein Dämon beschworen worden war, der dies irgendwie unterstützte, dachten Jurina und Delara.
    „Wie läuft denn die Zuhilfenahme durch einen Dämonen ab?“ erkundigte sich Delara, nicht sicher, ob sie das wirklich wissen wollte, aber sich dies auch nicht recht vorstellen könnend.
    „Er wird beschworen und ihm ein oder auch mehrere Befehle gegeben, dies kann auch sein, bei einem Spruch oder größerem Ritual unterstützend zu wirken.“ Sgirra wurde ungeduldig. Ist er nun ein anerkannter Dozent oder Schullehrer, um die gröbsten Grundlagen der Magiekunde zu vermitteln?
    Delara hatte jedoch soweit ihre Fragen gestellt und sag fragend zu Jurina hin. Diese blickte immer noch düster und auch misstrauisch drein. Was sie hier und heute über Magie und ihre Anwendung und Möglichkeiten erfahren hatte, ließ doch nur einen Schluss zu: Es sollte verboten werden, aber mindestens unter strengste Aufsicht gestellt werden! Aber sie verschluckte einen diesbezüglichen Kommentar, hatte sie sich doch auch schon in die Richtung gehend geäußert.
    „Vielen Dank für Eure Erklärungen, Magister Ordinarius Sgirra“, erklärte Delara. „Hesinde mit Euch.“
    „Und mit Euch“, erwiderte der Magus geradezu inbrünstig, froh, sich wieder seinem Buch zuwenden zu können, von dessen interessanter Lektüre er weggeholt worden war, weil eine – nein, zwei - Rondrageweihte magietheoretische Fragen hatten ... Wenn er das morgen seinen Kollegen erzählen würde. Kopfschüttelnd und leise seufzend über soviel Unwissenheit und Ignoranz, verschwand Sgirra in den Tiefen seiner Akademie.
    Pfoten des Grauens

    Mein Tagebuch unserer 7G-Kampagne.

    Meine FAB-Charaktere

    Geschichten von mir: Eine Söldnerin zu sein //Die Kraft der Elemente

    Aus dem DSA-Quiz: Ich: "Wer ist einE so großeR VerehrerIn von Königin Yppolita, dass sie/er sogar im eigenen Schlafzimmer einen Schrein zu Ehren Yppolitas hat?"
    Antwort Tuzzughs: "Vielleicht ... Schattenkatze?"

    Re: Die Kraft der Elemente - Eis, Luft, Feuer, Erz

    Das Kapitel gibt es. Aber Traummagie ist vornehmlich Hexenmagie, und demzufolge ist Sgirra natürlich recht unbetucht mit den Feinheiten des Spruches. Daher ergeht er sich in Spekulationen, die mehr oder weniger richtig sind. In unserem Falle wäre warscheinlich sowohl ein Dämon, als auch der Besitz der Traumgestalt für unsere böse Magierin denkbar.
    Of course she's gay!

    Re: Die Kraft der Elemente - Eis, Luft, Feuer, Erz

    Auch wenn noch keine 14Tage abgelaufen sind.. wollte ich doch mal wieder dezent nach einer Erweiterung des Textes nachfragen.

    Ist ja nicht nur Istarina die hier mitliest!

    Zum Text sag ich im einzelnen nichts! Bin ja schließlich kein Kritiker.
    Aber das Gesamtresultat weiß zu überzeugen...

    Also schön weiterschreiben :lol2:

    Re: Die Kraft der Elemente - Eis, Luft, Feuer, Erz

    Draußen, im Regen auf den Straßen Punins, brachte Jurina ihre Bedenken zum Thema Magie nachdrücklich zur Sprache. Delara konnte sich manchmal ein Lächeln fast nicht verkneifen, doch konnte sie die Bedenken und auch Vorurteile gut nachvollziehen aufgrund der Erlebnisse, die sie mit Jurina gemacht hatte. Und die Amazone war ja noch mehr und härter davon betroffen als sie selber. „Die Akademien unterliegen gewissen Auflagen und Bestimmungen, deshalb sind sie ja Gilden zugehörig. Es ist fast unglaublich, was Magie vermag, aber es gäbe keine Akademien, wenn sie schlecht wären“, versuchte sie gegen zu argumentieren.
    Dann lenkte sie dazu über, zusammenzufassen, was sie erfahren hatten und inwieweit es ihnen weiterhelfen könnte. Dass die Frau eine Magierin war und dass sie Dämonen beherrschen konnte, hatten sie schon vorher gewusst. Sie beherrschte vielerlei Sprüche wohl wirklich gut und war vermutlich eine Borbaradianerin. Für die derzeitige Wetterlage konnte sie tatsächlich verantwortlich sein, was heißen würde, dass sie bereits wieder mit Dämonen im Bunde war. Vielleicht hatte sie in Brabak studiert, vielleicht war sie auch eine von Borbaradianern ausgebildete Magierin ... Schlussendlich wussten sie wenig mehr als vorher über ihre Gegnerin oder wie sie ihr auf die Spur kommen konnten, andererseits, dass sie trotz ihrer Macht nur aufgrund ihrer Dämonenbeherrschung das hatte anrichten konnte, was sie bisher getan hatte.
    Delara würde die Zeit in Punin damit verbringen, noch einige Nachforschungen zu betreiben und sich im Zuge dessen vielleicht noch mal mit der Alchemistin oder jemanden von der Akademie unterhalten, gewiss aber noch mit dem Weibel, der die Untersuchungen in dem Einbruch führte um von ihm auf den aktuellsten Stand der Dinge gesetzt zu werden.
    Doch an diesem nun nicht mehr ganz jungen Abend konnten sie in diesen Belangen nicht mehr viel tun, außer, die letzten verbleibenden Stunden noch zu nutzen. Sie beteten gemeinsam, lang und inbrünstig und sprachen ihre Hoffnung und ihren Glauben aus, dass Jurina geholfen werden könne, dass ihr verseuchter und pervertierter Leib wieder Gnade finden würde vor Rondra.
    Im Lichte mehrerer Kerzen kleideten sie sich gegenseitig aus. Sie waren vertraut genug, um sich Zeit zu nehmen und jeden Moment zu genießen und verliebt und leidenschaftlich genug, sich daran zu erfreuen, die Momente auszukosten, aber nicht zu überreizen.
    Einmal mehr stellte Jurina fest, dass Sex mit der Delara, die sie liebte, anders war als Sex mit der Delara, die für sie nur Freundin und Bettgespielin gewesen war. Jetzt war es nicht nur die Erfüllung körperlicher Gelüste und Leidenschaften, sondern die aufrichtigen Gefühle der Liebe, die auf beiden Seiten dahinter standen, gaben einen ganz neuen Reiz und Perspektiven. Es war ... anders. Neuer. Schöner und intensiver, fand Jurina.
    Sachte und liebevolle Berührungen, das Wissen um die angenehmen Stellen, zärtliche Küsse und liebevolle Worte begleiteten und unterbrachen das ablegen von Kleidung und Rüstungsteilen. Sich küssend und umarmend ließen sie sich auf dem Bett nieder. Jurina lehnte ihre Wange an die Delaras. „Ich liebe dich so sehr ... und es verwundert mich jetzt, dass ich das erst so spät entdeckt habe. Hätte ich es doch genauso früh wie du erkannt.“
    Delara lächelte und strich über Jurinas Haar und Wange. „Nun hast du es erkannt und es ist gut. Jetzt spielt es keine Rolle mehr, dass es einige Siebenspannen hätten mehr sein können. Jetzt ist es wichtig, dass wir uns gefunden haben.“ Sie lächelte, halb belustigt, halb zärtlich. „Du bist die Frau meines Lebens, Jurina.“
    Jurina wandte den Kopf und sah ihr in die Augen. „Ohne dich möchte ich nicht sein“, sagte sie so ernsthaft und so liebevoll, so aufrichtig und von Herzen kommend, dass es Delara wieder ein Lächeln abrang.
    „Ich werde dich vermissen, jeden Tag, wenn du fort bist und ich hoffe, dass deine Schwestern und deine Blutlöwinnen dir helfen können, dass sie einen Weg finden werden, dir zu helfen, uns zu helfen.“ Unausgesprochen blieb ihre Sorge, dass die Amazonen das, was Jurina geschehen war, anders betrachteten als sie selber. Das, was Jurina von ihrem Volke erzählte, beinhaltete auch Strenge und Härte und ihr war wohl bewusst, dass Amazonen zu den fanatischsten Rondraanhängerinnen zu zählen waren und dass eine dämonische Geweihte etwas war, dass sie nicht in ihren Reihen dulden würden. Aber in diesem Moment hatte sie keine Gedanken dafür, denn ihr Herz war zu voll von Liebe für Jurina.
    Sanft fuhren Jurinas Lippen über die ihren, vereinten sich mit denen Delaras zu einem zärtlichen Kuss.

    Irgendwann fielen sie in Schlaf, nachdem sie die Kerzen gelöscht hatten, umschlungen und sich haltend, ihrer gegenseitigen Liebe gewiss.
    Pfoten des Grauens

    Mein Tagebuch unserer 7G-Kampagne.

    Meine FAB-Charaktere

    Geschichten von mir: Eine Söldnerin zu sein //Die Kraft der Elemente

    Aus dem DSA-Quiz: Ich: "Wer ist einE so großeR VerehrerIn von Königin Yppolita, dass sie/er sogar im eigenen Schlafzimmer einen Schrein zu Ehren Yppolitas hat?"
    Antwort Tuzzughs: "Vielleicht ... Schattenkatze?"

    Re: Die Kraft der Elemente - Eis, Luft, Feuer, Erz

    :heul:
    Och, das ist schön. Sehr angenehm geschildert, muss man dir lassen :)
    Weiß nicht, vielleicht könnte man noch die ein oder Schnalle an der Brünne mit reinbringen, oder ähnliches. Auch mit der Beschreibung, wie Haare auf (nackte) Schultern fallen, lässt sich meiner Meinung nach gut die Spannung etwas erhöhen ohne übertrieben zu wirken.
    Was bei Verliebt-Sein auch gut rüberkommt, ist zum beispiel zu beschreiben, wie die Augen des anderen im Kerzenlicht schimmern.
    Kommt aber darauf an, wie intensiv du das Erlebniss rüberbringen möchtest und dass das dann nicht kitschig wirkt.

    Re: Die Kraft der Elemente - Eis, Luft, Feuer, Erz

    Hm, da bin ich wohl erwischt worden. *g*
    Ich sollte bald wieder spielen, vielleicht animiert mich das, die Geschehnisse von Teil II gänzlich nieder zu schreiben.
    Jurina nämlich soll bald wieder im p&p gespielt werden - in einer Gruppe, jaja. Ich will es noch einmal wagen.^^ Das Große Donnersturmrennen (also eine rondrianische Grundthematik), und als Begleiter voraussichtlich eine rondrianische Kriegerin, Delara, eine Rahjakavalierin und Nr. 4 ist noch oiffen, wird aber weiblich sein und entweder eine RG oder wohl auch eine Kriegerin.
    Wenn da noch eine Amazone bei wäre, wäre ich glücklich, aber auf jeden Fall wird das eine sehr weiblich-rondrianische Runde. *g*

    ______________

    10. Kapitel

    Mit Proviant für mehrere Tage im Rucksack und der geteerten Plane oben auf geschnallt, machte sich Jurina am nächsten Morgen auf den Weg. An Waffen trug sie nur den Rondrakamm und ihr Jagdmesser, Schild und Bogen blieben ebenso wie Weihesäbel und Rondira zurück.
    Wie immer waren sie früh aufgewacht, hatten gebetet und ein Frühstück zu sich genommen. Delara hatte Jurina durch den Regen und die Windstöße zum Stadttor begleitet, durch dass die Löwin Punin verlassen würde, um in den Raschtullswall aufzusteigen.
    Eine letzte Verabschiedung, ein letzter Kuss, dann marschierte Jurina los. Den ganzen Tag über schritt sie beständig aus, legte Meile um Meile hinter sich, senkte den Kopf gegen Wind und Regen. Obwohl sie bis zum Abend ein gutes Stück geschafft hatte auf dem Weg, der sie zum Bosqui bringen würde, war ihr keinen Deut wärmer geworden. Nur Delara vermochte ihr für zumindest kurze Zeit Wärme zu geben, doch Delara würde sie für viele Tage nicht sehen. Obwohl die Möglichkeit bestand, in einem Bauernhaus im Obdach anzufragen, was ihr gewiss nicht verehrt worden wäre - denn die Amazonen, so zurückgezogen sie auch lebten, genossen hohes Ansehen hier, schlugen sie doch seit Jahrhunderten immer wieder die wilden Ferkinas und später auch die Novadis zurück, auch waren sie es, die die Ansprüche des Emirs des Amhallasih auf Transbosquirien starken Widerstand entgegensetzten und immer wieder tauchten sie auf, um schnell helfend in einem Kampf einzugreifen -, nahm Jurina eine weitere kalte, nasse und windige Nacht in Kauf, um kein Risiko einzugehen. Zwar war nicht zu erwarten, dass ein Kampf geschehen und dass sie die Beherrschung über sich verlieren würde, aber sie wollte dem nicht einmal die kleinste Möglichkeit einräumen, ohne dass Delara da sein würde und das Unglück noch am ehesten stoppen könnte.
    Viel Schlaf bekam sie nicht. Je mehr sie sich nun ihrer heimatlichen Burg näherte, desto stärker prallten in ihr Hoffnung auf Erlösung und auch stille Angst, dass man sie gar nicht einlassen, oder gar richten würde, aufeinander. Alles würde sie annehmen und sich dem stellen, so war sie erzogen worden, doch die Vorstellung, dass ihre Mutter, Jehana, die leibliche Schwester und alle anderen sie verabscheuen würden, war ihr eine grausame Vorstellung. Sie wollte jene, mit denen sie aufgewachsen war und mit denen sie so viel teilte, wiedersehen und sich in der alten Gemeinschaft wohl und geborgen fühlen, doch nach allem, was geschehen war, befürchtete sie, dass dies eine einfachere Vorstellung war, als sich umsetzen lassen würde.
    Und nicht zuletzt waren da die Träume, die ihr die Magierin wiederholt eingegeben hatte. Wollte sie Jurina nur quälen, oder war sie tatsächlich in der Lage, den Amazonen großen Schaden zuzufügen?
    Dazu Delara, die nun allein in Punin zurückgeblieben war – auch sie war ein mögliches Ziel für die ruchlose Rachsucht der bösartigen Frau. Hätte sie, Jurina, sie mitnehmen sollen, um ihr jederzeit beistehen zu können? Oder wäre dies genau im Ansinnen der Magierin gewesen?
    Sie wusste es nicht und konnte sich diese Gedanken auf dem langen Aufstieg nur immer wieder sorgenvoll durch den Sinn gehen lassen ...
    Als sie die ersten Ausläufer des Raschtulswalles erreichte, verschärfte sich der Wind. Ihre Brünne war von Innen dauerfeucht, denn auch im Schutze der Plane unter einem Vorsprung oder schützendem Blattwerk und mit einem kleinen Feuer trockneten ihre Sachen nicht vollständig und Wärme spendete das Feuer für sie sowieso nicht. Obwohl es hier wärmer war als noch bei Wehrheim, spürte das Jurina schon längst nicht mehr, so saß ihr die Kälte im Körper. Sie litt darunter, trotz ihrer natürlichen Robustheit und anerzogenen und antrainierten Stählernheit.
    Einige der Spitzen des mächtigen Gebirges waren auch im Sommer mit immer währendem Schnee bedeckt, wild, zackig und urtümlich erhoben sich die Gipfel, während die Flanken und Ausläufer dicht mit Bäumen bewachsen waren. Sie erreichte den Bosquir und folgte ihm. Der Wind wurde immer heftiger, was in Punin nur einzelne Sturmböen waren, war hier dauerhaft, der Wind blies mit jedem Tag, fast jeder Meile, die sie weiter herauf kam, heftiger aus dem Gebirge herab und sie musste zunehmend gegen ihn ankämpfen. War es Werk der Magierin oder die Ungestümtheit der Alveranischen Leuin?
    Sie hatte schon mehr als die Hälfte des Weges zurückgelegt – anderen Reisenden oder Bauern aus den Gebirgsdörfern war sie aufgrund des Wetters sehr selten begegnet und hatte von sich aus auch kein Bestreben gehabt, eine Begegnung zu wünschen –, als sie ein weiteres kaltes und klammes Nachtlager aufschlug. Stets hatte sie darauf geachtet, dass ihr niemand folgte, eine tiefsitzende Gewohnheit, galten die Wege zu den Amazonenburgen doch geheim und sollte es auch so bleiben.
    Pfoten des Grauens

    Mein Tagebuch unserer 7G-Kampagne.

    Meine FAB-Charaktere

    Geschichten von mir: Eine Söldnerin zu sein //Die Kraft der Elemente

    Aus dem DSA-Quiz: Ich: "Wer ist einE so großeR VerehrerIn von Königin Yppolita, dass sie/er sogar im eigenen Schlafzimmer einen Schrein zu Ehren Yppolitas hat?"
    Antwort Tuzzughs: "Vielleicht ... Schattenkatze?"
© 1997-2014 von Thomas Stolz (Mail)

DAS SCHWARZE AUGE, AVENTURIEN, DERE, MYRANOR, THARUN, UTHURIA und RIESLAND sind eingetragene Marken der Significant Fantasy Medienrechte GbR.
Ohne vorherige schriftliche Genehmigung der Ulisses Medien und Spiel Distribution GmbH ist eine Verwendung der genannten Markenzeichen nicht gestattet.