Die Kraft der Elemente - Eis, Luft, Feuer, Erz

    Die Kraft der Elemente - Eis, Luft, Feuer, Erz

    Mit brennenden Augen und zusammengepressten Lippen blickte Jurina ihr nach. Die Magierin durfte nicht entkommen. Sie würde nicht entkommen. Auch wenn es ihr schwer fiel es nicht zu tun, war sich die Geweihte bewusst, dass es sinnlos und sogar völlig falsch war, jetzt einfach hinter der Frau herzustürmen. Zurück zu Rondira, an den Untoten vorbei, und durch den gefrorenen, aber nicht ungefährlichen Sumpf, der das Tempo ihrer Stute hemmen würde, würde Zeit kosten, so dass sie die Magierin nicht innerhalb von Minuten einholen würde. Um schneller zu werden, würde sie Skasgej hier lassen müssen, und das Nebelmoor war zur Zeit ein gefährlicher Ort. Mit ihm auf Rondira würde es das Tempo noch mehr verlangsamen. Dazu kam, dass hier augenscheinlich ein übler Zauber gewirkt worden war, dessen Vorbereitungen noch immer vorhanden waren. Sollte sie nicht die eingeritzten Zeichen und den Fackelkreis zerstören?
    Dies alles ging Jurina binnen Herzschlagbruchteilen durch den Sinn.
    Noch einmal blickte sie zu dem Kreis. Die Untoten und die Skelette fingen an, sich zu regen, schweigend, wie sie gekommen waren, verteilten sie sich wieder und verschwanden allmählich, langsam, wieder im Moor. Es dauerte einige Minuten, bis auch der letzte außer Sicht war. Jurina erhob sich aus ihrer niedergeduckten Position, den blanken Säbel noch immer in der Hand, und schritt aufmerksam auf den Kreis der langsam niederbrennenden Fackeln zu. Skasgej folgte ihr, seine Molokdeschnaja ebenfalls blank gezogen. Kurz davor blieb sie stehen, ließ ihren Blick noch einmal darüber schweifen und trat dann hinein, bis sie erneut vor dem siebenzackigen Stern stehen blieb, denn sie aufmerksam begutachtete. Der gefrorene Boden lieferte keine Spuren im dürftigen Lichtschein für Jurinas eher ungeübtes Auge. Der Stern war wohl mittels eines Dolches, schätzte Jurina, in den kalten Moorboden geritzt worden. Knochensplitter lagen an der Stelle, an der das Große Skelett in seine unheilige Existenz gerufen worden war.
    Noch einmal blickte sie sich sichernd um, dann steckte sie den Säbel in die Scheide zurück, zog ihr Jagdmesser und machte sich daran, die Markierungen des siebenstrahligen Sternes mit der Klinge ihres Messers wegzukratzen. Skasgej tat es ihr gleich und begann an einer anderen Stelle mit seinem Messer zu arbeiten. So ging es schneller, aber es dauerte in Jurinas Augen noch immer zu lange, obwohl es nur einige Minuten waren, dazu mussten sie wachsam sein, dass sie nicht von Untoten oder Skeletten überrascht wurden, doch glücklicherweise war von diesen nichts mehr zu sehen oder zu hören.
    Die Amazone fragte sich, wie sie entstanden waren und warum sie gekommen waren. Die Magierin schien sie nicht gerufen zu haben, sie hatte diese seltsamen Zuschauer scheinbar gar nicht beachtet. Sie hatten nichts getan, hatten nur still verharrt und waren nach dem Zauber wieder gegangen. Wieder zurück in ihre kalten Gräber? Sie konnte gerade noch ein leichtes Schaudern unterdrücken. Sie verstand nichts von Magie, schon gar nichts von der, die damit zu tun hatte, in totes Gerippe wieder Leben einzuhauchen, aber es war ihr klar, dass dies unheilig und wider Rondra und ihrer elf Geschwister war.
    Als die Umrisse des Sternes vernichtet waren, machten sich die beiden daran, die Überreste der Fackeln zu löschen. Dann gingen sie zu Rondira zurück, die folgsam sich nicht weg bewegt hatte. Schweigend stiegen sie auf, sie hatten sich nichts zu sagen, denn beiden war klar, was sie zu tun hatten. Jurina lenkte Rondira in die Richtung, in der die Magierin auf ihrem Schimmel verschwunden war. Obwohl es sie danach drängte, die Fuchsstute anzutreiben und der Frau nachzueilen, tat sie es nicht. Es war dunkel und sie befanden sich in einem Sumpf und obwohl der Boden gefroren war, mochte doch das eine oder andere Sumpfloch, womöglich noch unter Schnee versteckt, unter dem Gewicht des Pferdes und der beiden Reiter aufbrechen. Lahmte Rondira, hätten sie keine Möglichkeit mehr, die Magierin einzuholen. Und es waren viele Untote in dieser Nacht unterwegs, Menschen, die im Laufe unzähliger Götterläufe einen frühzeitigen Tod im Nebelmoor gefunden hatten und durch die unheilige Magie der Magierin zu etwas gefunden hatten in dieser Nacht, das kein Leben war, aber auch kein Tod...
    Im Schnee hinterließen das Pferd und vor allem das Skelett Spuren, aber es war dunkel. Sicherlich würde die Verfolgte sich nicht durch dichtestes Gebüsch kämpfen und sowohl das Pferd als auch das Große Skelett brauchten Platz. Des weiteren war es naheliegend, dass auch sie über den Pfad reiten würde. Unter diesen Gesichtspunkten vermutete Jurina, dass die Magierin ihr Pferd sich den Weg hatten suchen lassen, aber in Richtung auf den Pfad hin. So hielt sie es genauso.
    Als sie den Pfad erreichten, ging es etwas schneller voran. Jurina trieb Rondira etwas an, aber in Hinsicht auf das mehr als doppelte Gewicht, dass die Stute nun trug, nicht zuviel. Vielleicht würde die Verfolgung länger dauern, und Rondira sollte sich nicht zu früh verausgaben. Aber die Geweihte kannte ihr Pferd und ging davon aus, dass der Schimmel ein weniger gutes Tier war.
    Aufmerksam spähte Jurina nach vorne, ob sie nicht die andere Reiterin sehen oder hören konnte. Sie und Skasgej sprachen kaum miteinander. Schließlich kündete ein heller Streifen am Horizont davon, dass die Morgendämmerung nahte und mit zunehmendem Licht wurde klar, dass sie nun den Rand des Moores erreichten und vor ihnen freie Ebene lag. Und noch etwas zeichnete sich ab vor dem Horizont: eine große, etwas ungelenke Gestalt, die hinter einem Pferd herlief ...
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    Aus dem DSA-Quiz: Ich: "Wer ist einE so großeR VerehrerIn von Königin Yppolita, dass sie/er sogar im eigenen Schlafzimmer einen Schrein zu Ehren Yppolitas hat?"
    Antwort Tuzzughs: "Vielleicht ... Schattenkatze?"

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    Der Kampf ist einfach zu lang, um ihn in einem Abwasch zu posten. Bitte verzeiht es mir, wenn ihr ihn jetzt nicht ganz lesen könnt. Aber da er schon fertig verfaßt ist, wird der Rest ganz schnell nachgereicht.


    Jurina trieb Rondira etwas mehr an, nachdem sie ihr kurz den Hals getätschelt hatte. Die Magierin und ihr Skelett waren vor ihnen, und sie hielten auf ein einsames Bauernhaus, eigentlich sogar war es nur eine kleine Kate, zielgerichtet zu. Sie hatten es schon fast erreicht, als das nur langsam heller werdende Morgenlicht dies enthüllte.
    Während Jurina Rondira zu einem Galopp anspornte, stieg die Frau von ihrem Pferd vor der Tür des Hauses ab. Das Große Skelett blieb bewegungslos stehen. Die Magierin klopfte an die Tür, die kurz darauf geöffnet wurde. Eine Frau mit einer Kerze in der Hand stand in der Tür.
    Jurina näherte sich schnell. Weder die Magierin, die ihr den Rücken zuwandte, noch die Frau aus dem Hause, die gerade auf die Fremde konzentriert war, bemerkten sie. Dazu bei trug sicherlich auch der Umstand, dass der schneebedeckte Wiesenboden Rondiras Hufschläge dämpfte.
    Die Geweihte sah, wie die Magierin eine Handbewegung auf die Frau zumachte. Das Große Skelett setzte sich in Bewegung. Eine der spitzzulaufenden ‚Hände’ schoss vor und durchbohrte die Bewohnerin der Kate. Die Magierin warf den Kopf in den Nacken und lachte begeistert, als ihre Kreatur auf ihren Befehl hin tötete.
    „Nein!“ schrie Jurina laut, entsetzt und wütend, die damit nicht gerechnet hatte, nicht, weil die Magierin gerade auf das Haus zugehalten hatte ohne irgendeine Heimlichtuerei. Die Magierin drehte sich um. Ihr Lachen verstummte, als sie die beiden Reiter auf dem Pferd auf sich zu galoppieren sah, doch zögerte sie nicht und gab dem Großen Skelett einen weiteren Befehl. Das Ungetüm drehte sich um und bewegte sich auf die Ankömmlinge zu. Jurina parierte Rondira aus dem vollen Galopp durch; Schneewolken und Grasbrocken flogen durch die Luft, als die große Stute so plötzlich zum stehen kam. Noch bevor sie endgültig hielt, war Jurina schon aus dem Sattel gesprungen und rannte auf das Haus zu. Im Laufen zog sie ihren Rondrakamm, denn das Skelett überragte sie um mehr als einen Schritt trotz ihrer eigenen Größe.
    Ihr ogerähnlicher Gegner stellte sich ihr zum Kampfe, während die Magierin neben der gerade gemordeten Frau stehen blieb und dem Kampfe zusah. Doch Skasgej blieb nicht tatenlos. Auch er sprang nach Jurina von der Fuchsstute, zog seine Axt und bewegte sich auf die Magierin zu. Sie sollte ihm nicht entkommen.
    "Für die Königin, für Rondra!"
    Die Arme mit den zugespitzten Knochenenden etwas erhoben, bewegte sich das Skelett auf Jurina zu. Das Fehlen von Händen, bzw. die Länge der Knochenstücke, die an Stelle der Hände sich befanden, verlieh diesem Teil der Anatomie eine gewisse Ähnlichkeit mit dem einer Gottesanbeterin.
    Jurina bewegte sich nun langsam, vorsichtig, aber mit geschmeidigen Bewegungen. Den Rondrakamm mit beiden Händen führend, begann sie eine Umkreisung des Großen Skelettes. Dieses jedoch hatte keinen Sinn für Feinheiten oder abwarten. Es ging gerade auf sie zu und holte mit seinen Armen aus. Jurina hatte keine Mühe, diesen Hieb mit ihrer geflammten Klinge zu parieren. Ihre grünen Augen hochkonzentriert auf ihn gerichtet, holte sie selber zu einem Gegenschlag aus, den jedoch das Große Skelett seinerseits ebenfalls parierte.
    Der Kampfstil des Großen Skelettes war sehr einfach: es stieß mit seinen Knochenenden zu oder hieb mit den knöchernen Armen nach der schwarzhaarigen Geweihten, und auch wenn es in seinen Bewegungen beim laufen etwas schwerfällig wirkte, waren seine Schläge und Stiche doch von einiger Flinkheit, vor allem jedoch von großer Kraft.
    Jurinas Oberarmmuskeln traten hervor, wenn sie mit dem Rondrakamm das Große Skelett parierte und ihrerseits ausholte und zuschlug. Und obwohl ihr Anderthalbhänder so manches Mal traf, wurden noch nicht mehr als Scharten in die Knochen des Großen Skelettes gehauen.
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    Wirklich sehr fies an dieser Stelle aufzuhören, aber man weiß ja das sich das Warten lohnt :)

    An ein paar Stellen finde ich im letzten Abschnitt die Satzstellung zwar etwas unglücklich, aber ansonsten ist das 2. Kapitel wirklich perfekt
    "Leute hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen!" Oliver Wendell Holmes

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    Und weiter geht es - aber der Kampf geht wirklich lang... seid nicht böse, wenn ihr auch hier nicht alles zu lesen bekommt, was ihr vielleicht erwartet, doch den Rest werdet ihr zu lesen bekommen, ich arbeite schon am 3. Kapitel.



    Die Hiebe des Monsters spürte sie bis tief in die Gelenke, wenn sie mit ihrer geflammten Klinge die knöchernen Arme parierte. Wenn sie es auch schaffte, die kräftigen Stiche und Schläge zu parieren, so gelang es andererseits auch ihr nicht, entscheidende oder überhaupt spürbare Treffer zu setzen. Ihre Augen konzentriert auf das Große Skelett gerichtet, wachsam jede Bewegung möglichst vorwegahnend, setzte sie vorsichtig die Füße auf dem harten, etwas rutschigen Boden um.
    Und wieder riss sie ihren Rondrakamm im zunehmenden Tageslicht herauf, um eine Attacke abzuwehren, deren Wucht sie ein wenig in die Knie gehen ließ. Nur mit Mühe konnte sie verhindern, nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Das konnte sie so nicht mehr lange durchhalten, immer deutlicher wurde ihr das. Sie war zäh und ihr Leben lang darauf hin ausgebildet worden, mit ihren Kräften hauszuhalten, aber diese Monstrosität zeigte keine Ermüdungserscheinungen und keine Schwäche!
    Erneut schlug sie ihrerseits kraftvoll zu, zielgerichtet unter dem abwehrenden Arm des Großen Skelettes hindurch, doch das einzige Resultat war, dass sie eine tiefe Kerbe im beinernen Becken hinterließ, die jedoch die Bewegungsfähigkeit nicht im mindesten einschränkte.
    Sie sah die angespitzte Hand auf sich zukommen, hob den Rondrakamm, doch zu spät. Tief bohrte sich die Spitze in ihren Oberschenkel unterhalb des ledernen Röckchens. Jurinas Bein gab etwas nach, und nur mit Mühe konnte sie sich auf den Beinen halten. Ihr Bein schmerzte, heißes Blut lief ihre bloße Haut herab, und mit ihm Kraft und schnelle Bewegungen. Sie biss die Zähne zusammen, entschlossen, sich vom Schmerz nicht überwinden zu lassen. Rondra sah auf sie herab, und war ihr nicht ihr Leben lang gelehrt worden, dass Blut Rondra heilig war und sie Herrin über ihren Schmerz, und nicht etwa der Schmerz Herr über sie?
    Blitzschnell zielte sie mit dem Anderthalbhänder auf sein Bein, zog jedoch im letzten Moment weiter hoch. Wieder flogen Knochensplitter durch die kalte Luft, als das Große Skelett sich dadurch täuschen ließ – und wieder beeindruckte das diese durch dunkle Magie erweckte Gestalt des Grauens nicht im mindesten.
    Vorsichtig, das Gewicht mehr auf das andere Bein verlegend, mit einem kleinen Teil ihres Verstandes darauf achtend, es nicht zu sehr zu belasten, machte sie einige kleine Schritte zur Seite. Blindlings marschierte das Große Skelett auf sie zu, die Arme vorgereckt und mit nur einem Ziel. Diesmal hatte sie den Angriff richtig eingeschätzt, so dass ihre Waffe rechtzeitig zur Stelle war und den Arm zur Seite schlug. Aus der Rückhand holte sie aus, wieder mit der Hüfte als Ziel. Die Klinge fand die Stelle und biss ein weiteres Mal tief in den Knochen. Mit einem kräftigen Ruck befreite die Amazone den Rondrakamm, gerade rechtzeitig, um das auf sie zuschießende angespitzte Knochenende abzuwehren. Greller Schmerz schoss ihr Bein herauf, als sie es belasten musste bei der Parade.
    Sie knickte etwas ein und taumelte leicht. Blut floss noch immer aus der tiefen Wunde. Sie schlug zu, doch diesmal war das Große Skelett auf der Hut und wehrte den Streich ab. Wieder schoss eine seiner ‚Hände’ vor, Jurinas Klinge kam hoch, ihr verletztes Bein gab bei der heftigen Bewegung etwas nach, der Rondrakamm verfehlte den angreifenden Arm und tief bohrte sich erneut die Spitze in ihr Fleisch. Fast hätte sie die schwere Waffe fallen lassen, als wilder Schmerz ihren Arm durchzuckte.
    Mit der durchstoßenen Schulter, das war ihr sofort klar, noch während sie den Schleier vor ihren Augen wegblinzelte, würde sie den Rondrakamm kaum einmal schwingen können, von mehreren Malen konnte da nicht die Rede sein. Nicht mehr lange würde es trotz ihres starken Willens dauern, bis sie zusammenbrach, bis ihr Bein sie nicht mehr trug und das Leben mit dem Blut aus ihr herausströmte. Mit dem verletzten Bein mangelte es ihr jetzt an Bewegung und Schnelligkeit, ihren beiden größten Stärken. Doch dieses Wesen musste gestoppt werden!
    „Himmlische Leuin, steh mir bei!“ rief Jurina aus ihrem tiefsten Innern heraus und schwang den Rondrakamm. Sie fühlte wie Mut und Stärke sie durchströmten und geführt von göttlicher Kraft, Schnelligkeit und Zielsicherheit, fuhr die geflammte Klinge des Rondrakammes durch das Große Skelett, das bisher all ihren Hieben getrotzt hatte, fast wie widerstandslos hindurch und durchtrennte die Wirbelsäule. Ohne diesen Halt brach das Skelett auseinander, stürzte haltlos in sich zusammen und begrub Jurina unter sich.
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    Spitze.

    In diesem Kampf hab ich keinen Punkt, der mich gestört hätte, und die Beschreibung war sehr schön. Bin zwar kein guter Kritiker, aber ich glaube die hätten nicht viel mehr zu kritisieren. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

    Halt, doch: weiter bitte :)

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    Jurina ist ein DSA 3, ich spiele sie nach diesem System und entsprechend wird sie in dieser Story beschrieben, denkt und handelt sie und hat sie entsprechende Fähigkeiten.
    In der Annahme, daß der Unterschied zwischen DSA 3 und DSA 4 gerade in einer Geschichte nicht gravierend ist, habe ich aus dem DSA 3 Rondrakamm, einem Zweihandschwert, einen Anderthalbhänder gemacht, um so die Aktualität beizubehalten
    Nun ist G&D erschienen und damit die Geweihten der Amazonen. Zu meiner Enttäuschung ist gerade dieser Geweihtentypus streckenweise sehr gravierend verändert worden, die Löwinnen heißen jetzt explizit 'Löwinnen Rondras' (hingegen man vorher eine kleine Auswahl hatte), sie lernen keinen Umgang mit Zwei- oder Anderthalbhandwaffen, und statt ihrer Naivität (einen Menschenkenntniswert im beeindruckenden Minusbereich :) ) gibt es jetzt sogar einen Bonus.
    So einige der Veränderungen, weshalb spätestens jetzt also deutlich sein sollte, daß trotz der Bezeichnung 'Anderthalbhänder' für den Rondrakamm alles andere original DSA 3 ist, weil ich rückwirkend zuviel ändern müßte, und mir die Naivität zu charakterisierend ist, um sie nun auf einmal in ihr Gegenteil einzutauschen.
    Also wundert euch nicht, wenn Jurina mit den Werten aus G&D nicht kompatibel ist. Die reinen Hintergrundinfos über die Löwinnen sind jedoch recht brauchbar. :)




    Während Jurina sich dem Großen Skelett stellte, war Skasgej mit gezogener Molokdeschnaja auf die Magierin zugerannt, die noch in der Tür der Kate gestanden hatte. Er war noch mehrere Schritt von ihr entfernt, als sie etwas rief, ihm einen Arm entgegenstreckte und es gleißend hell vor seinen Augen wurde. Er war blind! Er fühlte keinen Schmerz, nur wahrhaft blinde Wut!
    Er stolperte weiter, in der Hoffnung, weiterhin nach vorne zu kommen. Dann fühlte er einen heftigen Schmerz am Kopf und direkt anschließend noch einmal am Oberkörper. Blind hob er seine Axt, und dann konnte er wieder etwas sehen. Die Frau stand vor ihm, mit vor Wut verzerrtem Gesicht und erhobenem Stab, bereit, diesen wieder auf ihn herabsausen zu lassen. Doch diesmal war er bereit, fing den Schlag ab und holte selber aus. Doch die Frau wusste mit ihrem Stab durchaus umzugehen und seine Attacke zu parieren.
    Sie hieb wieder zu und er brachte die Axt dazwischen. Sein nächster Schlag traf sie an einem Arm, aber es war keine schwere Wunde, wie er zu seinem Ärger merkte. Sie schrie kurz auf, aber es klang mehr nach Wut als nach Schmerz, und wich zwei Schritte zurück. Er stürzte ihr nach, bereit und Willens, erneut zuzuschlagen, aber wieder streckte sie einen Arm aus, rief „Blitz Dich find!“ und ein weiterer, ihn blendender Lichtblitz nahm ihm die Sicht. Blindwütig hieb er um sich, doch nur ihr hämisches Lachen und ein weiterer, schmerzhafter Hieb gegen seine Arme waren ihre Antwort.
    In einem Bogen zog er die Molokdeschnaja um sich, in der Hoffnung, sie damit zumindest zufällig zu treffen. Statt dessen wurde er zwei weitere Male von ihrem Stab getroffen. Dann konnte er wieder sehen, aber er musste sich erst orientieren und gerade noch rechtzeitig konnte er den Schlag von der Seite abfangen. Wütend schlug er zu und stieß dabei einen norbardischen Fluch aus. Sie wollte mit ihrem Stab den Schlag abfangen, doch dieses Mal verschätzte sie sich und wieder traf seine Axt sie, schmerzhaft sicherlich, doch nicht tief.
    Sie zuckte zurück und zischte ihn böse an. Erneut wollte der große Norbarde ausholen, als hinter ihnen ein lautes, inbrünstiges „Himmlische Leuin, steh mir bei!“ ertönte, gefolgt einem Gefühl der Ermutigung und einem Knirschen und Krachen.
    „Blitz Dich find!“ kreischte die Magierin bösartig und wieder war Skasgej geblendet.
    „Du Schlampe! Du hast mein Meisterwerk zerstört! Das wirst du mir büßen!“ Sie starrte mit hasserfüllten Augen auf den Knochenhaufen, der gerade eben noch das große, ihr gehorsames und unbesiegbar scheinendes Skelett gewesen war und unter dem sich schwach etwas regte...
    Doch ein Seitenblick rief ihr in Erinnerung, dass dieser große Bär dort gleich wieder sehen konnte und dass sie mit ihrem Stab und fast völlig aufgebrauchten astralen Kräften ihm nicht viel entgegenzusetzen wusste, erst recht nicht, wenn diese Schlampe wieder ...
    Mit einem Knurren wandte sie sich um, innerlich diese elendige Geweihte und ihren Gefährten verfluchend, und rannte zu ihrem Pferd. Sie zog sich in den Sattel, was ihr jetzt, da kein Skelett da war, dass das Pferd scheuen lassen könnte, wesentlich einfacher fiel, spornte den Schimmel an und galoppierte davon gen Osten davon.
    Als Skasgej wieder klare Sicht hatte, rannte sie gerade auf ihr Pferd zu. Ohne zu zögern rannte er ihr nach, doch flogen ihm nur gefrorene Bröckchen des Bodens entgegen, die das Pferd aufwarf. Er wandte sich um und rannte auf Rondira zu, doch diese wich mit angelegten Ohren zurück. Ein Blick über die Schulter zeigte ihm, dass die Magierin sich unaufhaltsam entfernte.
    Er zerknirschte einen Fluch zwischen den Zähnen und lief auf den großen Knochenhaufen zu, aus dem eine Hand ragte und sich schwach bewegte.
    „Jurina von Keshal Rondra!“ rief er und riss zugleich die ersten Knochen beiseite. Schwach hörte er ihre Stimme undeutlich etwas antworten und einige der Knochen wurden nicht von seinen Händen zur Seite bewegt. Mit beiden Händen entfernte er noch einige Knochen, dann packte er ihre beiden nun sichtbaren Hände und zog sie hinaus.
    Ihr ganzer Körper war aus zwei tiefen Wunden blutverschmiert, ihr Gesicht wirkte fahl unter dem schwarzen Haar, doch der Blick aus den leicht verschleierten und wie verklärt wirkenden Augen fixierte ihn. „Wo ist sie?“ brachte sie über die Lippen und versuchte sich aus seinem Griff zu lösen und aufzurichten.
    Skasgej warf einen schnellen Blick über die Schulter. Der Schimmel und seine Reiterin waren im trüben Morgenlicht verschwunden. „Fort“, sagte er grollend mit seiner tiefen Bassstimme. „Aber Ihr seid schwer verletzt und könnt Ihr nicht folgen und auch ich nicht, da mich Eure Stute nicht aufsitzen lässt.“
    Sie sah in die Richtung, in die er geguckt hatte, und seufzte einmal kurz. Dann entspannte sie sich und wirkte fast etwas desinteressiert an der Flüchtenden. Sie wandte den Kopf zum Knochenhaufen um und streckte schwerfällig eine Hand aus. Er verstand und griff hinein, tastete und wühlte, bis er ihren Rondrakamm gefunden hatte. „Kommt.“ In der einen Hand den Anderthalbhänder, mit dem anderen Arm und Schulter ihr scheinbar möglichst wenig Halt gebend, gingen sie langsam auf das kleine Haus zu. Rondira folgte langsam.
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    Das Problem mit Anderthalbhänder und Zweihänder ließe sich übrigens wunderbar umgehen, wenn man es einfach das Schwert nennet. (Ich mag den namen Anderthalbhänder sowieso nicht, das klingt unlogisch.)
    An diesem Teil der Geschichte merkt man, wie nerfig so ein Blitz dich find seien kann!
    Dieser Abschnitt hat mir auf jeden fall gut gefallen.
    [Edit, passt hier noch rein.]
    Ich glaube ich weiß, warum dieser "nebenkampf" irgentwie lebhafter war als der große Kampf.
    Das Problem ist vollgendes: Du hast versucht den Kampf möglichst genau zu beschreiben, wie wird geschlagen, wohin und welche wirkung das hat.
    Da Prblem hierbei: Wenn man zuviel beschreibt, wirkt der Kampf schon wider langweilig, weil der Leser sich blitschnelle Aktionen ertmal zusammendenken muss.(Seitenlange beschreibung eines Kampfes von wenigen Minuten. Wie lang werden da bloß die Schlachtbeschreibungen?) Auch bleibt so wenig der Phantasie überlassen.
    Andererseits, kann eine Beschreibung auch einfach zu knapp seien. (sie Kämpften!)
    Hier gilt es das richtige maß zu finden. (das Prblem hatte ich jüngst auch, das ergebniss hab ich heute in Namenlose Kälte gepostet.)

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    Naja, ich dachte, wenn ich den Kampf jetzt zu kurz fasse, würde angemerkt werden, daß ich den viel zu schnell abspule und den 'menschlichen' Teil, nämlich den der unterlegenen Schwäche und Ausdauer und der Schnmerzen, wieder nicht gründlich genug darstelle.
    Anfangs habe ich den Kampf etwas allgemeiner gehalten, doch nachdem Jurina getroffen wurde, dachte ich, daß ich die Auswirkungen davon auch beschreiben muß, damit nicht der Eindruck entsteht, daß sie darüber steht.
    Übrigens ist Skasgejs Kampf fast noch genauer beschrieben worden, nur ist da nicht soviel passiert, weil er meistens geblendet war.

    Anonsten recht schönen Dank für die vielen Lobe, das spornt mich tatsächlich an.
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    Betrübt sah Skasgej auf die Leiche der Frau, die auf der Schwelle ihres eigenen Hauses ermordet worden war. Die erloschene Kerze lag neben ihr. Jurina hob den Kopf und wandte das Gesicht dem Himmel zu. Fast meinte Skasgej, sie glücklich lächeln zu sehen.
    Dann schüttelte sie plötzlich den Kopf und wischte sich mit einer Hand über die Stirn. „Meine Schuld“, sagte sie leise. „Ich habe zu lange gezögert, zu spät erkannt, was doch offensichtlich hätte sein sollen.“ Sie löste sich aus Skasgejs Halt, schwankte für einen Moment und fing sich dann. „Möge ihrer Seele Gerechtigkeit widerfahren.“
    Langsam und heftig hinkend ging sie in das Haus. Auf der Schwelle gesellte sich zu dem Blut der unbekannten Frau nun auch noch das ihre, doch sie bemerkte oder beachtete das gar nicht.
    Innen machte sie mehrere Schritte in den Raum hinein, bevor sie sich langsam umdrehte. Ihr Gesicht wirkte wieder seltsam abwesend und zufrieden. Skasgej musterte sie scharf, mit plötzlichem Misstrauen, doch dann lehnte er den Rondrakamm an die Wand und bückte sich nach der toten Frau. Er hob sie auf und trug sie um die Ecke des Gebäudes. Als er wieder kam, waren seine Arme leer. „Draußen in der Kälte ist ihr Körper besser aufgehoben, als drinnen in Warmen – auch wenn das nicht gut klingt“, brummte er, nahm den Rondrakamm und betrat ebenfalls das Haus. Jurina stand noch immer an der gleichen Stelle. Sie schien sich nicht wirklich seiner Gegenwart, oder des Hauses, oder den vorangegangenen Geschehnissen bewusst zu sein.
    Die Kate bestand nur aus zwei Räumen, einer Wohnküche und einem kleinen Schlafraum, zu dem ein Durchgang, der nur von einem Tuch verhangen war, an der hinteren Wand führte. Zur rechten befand noch eine geschlossene, hölzerne Tür, die, wie sich zeigte, in einen kleinen Stall führte, in dem ein Pony stand. Das kleine Haus selber war etwas besser als ärmlich ausgestattet und eingerichtet, und alles wies darauf hin, dass die Frau hier alleine gelebt hatte.
    Skasgej war überrascht, wie leicht es ihm fiel, Jurina in das Bett zu bugsieren, sie ihrer Rüstung zu entledigen, die tiefen Wunden zu säubern und zu verbinden. Zuweilen lächelte sie etwas verklärt und seltsam glücklich und zufrieden, reagierte meist erst beim zweiten Ansprechen und schien den Schmerz nur gedämpft zu spüren. Er beobachtete sie aufmerksam und mit einem gewissen Misstrauen. Sollte diese üble Magierin einen Zauber auf sie gewirkt haben, oder ob es mit diesem schrecklichen Skelett zusammenhing? Immerhin zeigte sie keine Zeichen von Aggressivität, im Gegenteil, so einfach zu behandeln kannte er sie gar nicht.
    Der norbardische Händler richtete sich anschließend auf dem Fußboden der Küche ein, nachdem er den Kamin noch einmal kräftig geschürt hatte. Doch bevor er sich niederlegte, ging er in den Stall, holte dort einen Armvoll Heu und Stroh heraus und warf dieses vor Rondira draußen zu Boden.
    Jurina lag in der Zwischenzeit auf dem Bett und unter den Decken der Frau, die durch ihr zu langsames reagieren ermordet worden war. Sie fühlte sich ungemein zufrieden und euphorisch. Sie hatte die Nähe der Donnernden deutlich gespürt, ihr Wirken und ihre Allmacht. Und ihre tiefe, unzerbrechliche Verbundenheit mit der göttlichen Leuin. Die Schmerzen verspürte sie wie aus einer gewissen Distanz, denn jetzt wusste sie, wie unbedeutend sie waren, wie nichtig. Alles hier war bedeutungslos im Vergleich zu der Nähe Rondras.
    Jurina blickte irgendwann in der Dunkelheit an die Decke, die sie nicht sehen konnte, hoch. Ihre Lippen formten ein Gebet an Rondra. Doch nein, so im Liegen konnte sie ihr keine Ehre und keine Demut zollen! Mit ihrem gesunden Arm stemmte sie sich vorsichtig hoch, schwang ebenso bedachtsam ihre Beine über die Bettkante, und ließ sich vor dem Bett auf dem kalten Boden auf die Knie nieder.
    So hielt sie ihre Morgenandacht, inbrünstig und in sich gekehrt. Sie spürte nicht die Kälte des harten Bodens, die eisigen Luftzüge, die ihren nackten Körper trafen oder überhaupt irgend etwas, das ihren Körper betraf. Nur sie und Rondra – das war alles, was sie erfüllte.
    Und das reichte für Jurina von Keshal Rondra an diesem Wintermorgen völlig aus.
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© 1997-2013 von Thomas Stolz (Mail)

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