Die Kraft der Elemente - Eis, Luft, Feuer, Erz

    Die Kraft der Elemente - Eis, Luft, Feuer, Erz

    In der Nacht schlief sie nicht, sondern lag mit offenen Augen auf dem Lager und blickte in der Dunkelheit nach oben. Delaras Nähe war kaum noch tröstend, hatte doch sie noch die Gunst und das Wohlwollens Rondras.
    Sie lauschte den Atemzügen, denn irgendwann schließlich war auch Delara eingeschlafen, nachdem sie lange Zeit auf Jurina behutsam eingeredet hatte.
    Schließlich fasste Jurina einen Entschluss, als die Nacht schon weit fortgeschritten war. Sie musste Rondras Gnade wieder erlangen, ihren eigenen, festen Willen dazu demonstrieren, so wie es sich einer Löwin der Donnernden gehörte.
    Leise stand sie auf, schlüpfte in das Röckchen und die Stiefel, nahm die anderen Rüstungsteile in die Hand und fasste nach dem Rondrakamm. Kurz blickte sie auf den dunklen, fast nicht sichtbaren Umriss Delaras, doch schritt sie leisen Fußes zur Tür und schlüpfte hinaus.
    Draußen erst legte sie ihre Rüstung und den Umhang, die zugleich ihr Ornat waren, vollständig an und befestigte den Rondrakamm auf dem Rücken, die heftige Kälte des Tempels ignorierend.
    So verließ sie den Tempel, nickte der Wache an der Tür nur knapp zu und Schritt zum Pferdestall. Auf der Tempeltreppe stand der kleine, umwirbelte Schneemann, doch Jurina beachtete ihn nicht. Sie schritt die um diese Zeit noch leeren Straßen Wehrheims entlang, vorbei an Häusern und Kasernenhöfen, die nun ebenfalls dunkel und still da lagen. Schnee knirschte unter ihren Füßen und erhellte ein wenig die Umgebung. Das Tor war des Nächtens natürlich verschlossen, aber selbstverständlich bewacht.
    Direkten, entschlossenen Schrittes hielt Jurina darauf hinzu.
    „Lasst mich hinaus“, sagte sie, und da weder ihr Auftreten noch ihr Äußeres auf Zwielichtigkeit hinwies, öffnete einer der Wächter die in das Tor eingelassene kleinere Tür und Jurina trat hinaus.
    Es war sehr kalt. Es schneite nicht, aber klirrende Kälte umgab sie, stach ihren Körper, auch wenn sie sich gedanklich darauf schon eingestellt hatte. Sie hatte mit Absicht keine weitere Kleidung mit genommen. Sie durfte Rondra keine Schwäche zeigen, sondern musste ihr hingegen ihren festen Willen demonstrieren.
    Schnell führten ihre Schritte sie weg von der Stadt und abseits der Straße, immer weiter. Sie wollte Ruhe und Abgeschiedenheit, um Nähe zu Rondra zu finden.
    Sie wusste nicht, wie lange sie gelaufen war und sie drehte sich nicht um. Schließlich setzte sie sich in den kalten Schnee, im Schneidersitz, legte die Hände auf die Oberschenkel.
    Die Kälte drang mehr und mehr auf und in sie ein. Anfangs – eine lange Zeit, so kam es ihr vor – verdrängte sie die Kälte und Nässe und zunehmende Taubheit ihrer Glieder, so sehr versenkte sie sich in ihre Gedanken, in ein hoffentliches Zwiegespräch mit Rondra, doch ihre Gedanken verhallten ungehört, so glaubte sie.
    Sie stand auf, zog den Rondrakamm und verfiel in eine Meditation, während sie einen konzentrierten Schattenkampf ausführte, doch die Ruhe und Bindung an Rondra, die darin üblicherweise zu finden war, trat nicht ein.
    Schließlich setzte sie sich wieder in den Schnee. Der Tempel gab ihr kein Obdach mehr. Nach Keshal Rondra zurückkehren – so? Nein.
    Hier würde sie Rondras Wille und ihr Urteil abwarten, in der Kälte und dem Schnee, um auf diese Weise zu versuchen, ihren Willen und ihre Hingabe zu beweisen.
    Sie würde Rondras Gnade wieder erlangen oder sterben.


    Die Zeit verging, Stunde um Stunde, während ihr Körper immer kälter und gefühlloser wurde. Jurina saß da, bewegungslos, den Rondrakamm quer über ihren Schoß liegend, während ihr Umhang immer dunkler vor Nässe wurde.
    Irgendwann spürte sie die Kälte nicht mehr, während ihre Gefühle und Eindrücke immer dumpfer und langsamer wurden.
    Doch das, was sie am meisten ersehnte und erhoffte, worum ihr Gedanken und Gebete kreisten, dies trat nicht ein.
    Irgendwann konnte sie nicht mehr sitzen und langsam sank ihr Oberkörper nach vorne zusammen, trotz ihrer Versuche, sich wieder aufzurichten, fiel Jurina später endgültig auf die Seite. Das letzte, woran sie sich erinnern konnte, war der kalte Schnee an ihrer Wange und eine Strähne ihres schwarzen Haares, die sich dunkel vor dem hellen Hintergrund abhob.
    Pfoten des Grauens

    Mein Tagebuch unserer 7G-Kampagne.

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    Geschichten von mir: Eine Söldnerin zu sein //Die Kraft der Elemente

    Aus dem DSA-Quiz: Ich: "Wer ist einE so großeR VerehrerIn von Königin Yppolita, dass sie/er sogar im eigenen Schlafzimmer einen Schrein zu Ehren Yppolitas hat?"
    Antwort Tuzzughs: "Vielleicht ... Schattenkatze?"

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    Thx @all für die aufbauenden Kommentare zu meiner Geschichte. Es freut mich, das ich euch damit unterhalten konnte.
    Und sorry, das ich immer so lange für einen weiteren Teil brauche, doch manchmal fehlt mir einfach der Schöpfergeist.
    Wie dem auch sei, ich hab wieder einen Teil geschrieben. Konstruktive Kritik, wie auch einfache Kommentare sind wie immer wilkommen. Es ist euer Feedback, das mich zum weiterschreiben bring!


    Besonders der letzte Satz hat es ja in sich.

    Hallo ihr namenlose Leserschaft! Interessiert es euch denn überhaupt nicht wie es weiter geht? Wollt ihr Schattenkatze nicht dazu bringen weiter zu schreiben? Ich würde sie ja gerne animieren, aber ich zähle nicht. Sie will euch und eure Meinung! Also los! Gebt sie ihr! :)

    Oder soll diese Gesichte auch mal ganz unten landen und versumpfen weil ihr niemand sagt wie euch ihre Geschichte gefällt? Ihr schreibt doch auch selbst, gönnt ihr was ihr euch für euch selber wünscht. Ihr Stammleser die ihr chronisch vergesst einen Kommentar abzugeben. Ran an die Tastatur! :D
    Of course she's gay!

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    Meine Güte :lol: ... Muss Liebe schön sein ...

    Also ... dann gebe ich mal meinen Senf dazu:

    Ich bin kein Literaturkritiker, im Gegenteil ... ich langweile mich binnen kürzester Zeit beim Lesen von irgendwelchen Büchern (Fachbücher und wissenschaftliche Artikel sind eine Ausnahme ... die muss ich ja lesen) ...

    da ich diese Geschichte jedoch gelesen habe (ohne Zwang) muss das zwangsläufig bedeuten, dass sie nicht langweilig ist (keine Ahnung warum *gg*) ... dementsprechend von mir eine Aufforderung, weiter fortzufahren :lol:

    Da ich eh schon genügend postings habe, brauche ich also keine im Sinne von "toll ... weitermachen" hinzufügen. Entspricht es doch auch der deutschen Mentalität, nur zu meckern, wenn etwas nicht passt und nichts zu sagen, wenn alles bestens ist. In dem Sinne bin ich nämlich sehr "deutsch".

    Übrigens wenn wir bei dem Thema sind *gg* ... wie wäre es mit einer Veröffentlichung als Word-Dokument? Trotz aller Internetbegeisterung lese ich längere Texte am liebsten ausgedruckt :cool2:

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    Mehr hab ich für gewöhnlich nicht zu sagen.
    In diesem Fall: Andere gefallene Helden würden los gehen und die Feinde der Götter bekämpfen.... andere erfrieren. :gemein:

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    *staun*
    Wen ich nicht so allers in meiner Leserschaft habe ... :lol:
    Aber danke, danke, ich brauche so was, auch wenn Bestätigung von außen bei weitem nicht so gut ist wie das Wissen, darauf eigentlich nicht primär angewiesen zu sein. ;)

    @Asleif: Jurina ist eben auch nur ein Mensch.^^ Erst Mensch, dann "Held". Alles zu seiner Zeit...

    @Septic: Das mit dem Word-Dokument ist so eine Sache - da muß ich mal überlegen, wie ich das angehen kann, denn so eine Anfrage habe ich schon des öfteren bekommen und ich würde ungern ein halbes Dutzend (oder auch mehr) Kopien verschicken.
    Außerdem kann ich hier sehen, daß es gelesen wird. :cool2: :lol: Ich versuche es ja auch in praktische und leicht verdauliche Häppchen zu unterteilen.^^
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    Und ich dachte die Schokolade würde etwas vorhalten...

    - Tja so kann man sich irren. -



    Aber darf man nicht mal ein, zwei Tage offline bleiben, und außerhalb des Zwanges überall seinen Senf, sein Ketchup, und seine Mayo, dazutun zu müssen? Ansonsten stimme ich nämlich Septic eigentlich zu, dass ich immer dieses "weiterweiter"- Geschreibe etwas eintönig finde. Abgesehen davon stören diese Beiträge immer so, wenn man sich den Thrad als Wordfile runterlädt und die immer rausstreichen muss. Ich bin nämlich diesbezüglich ein Selbermacher. ^^


    Ich versuche es ja auch in praktische und leicht verdauliche Häppchen zu unterteilen.^^


    @Schattenkatze: Wenn diese Häppchen nur nicht immer so kurz wären. :lol: Vertraue doch einfach darauf, dass all unsere Gedanken auf dir ruhen, während du im Schweiße deines Angesichts an der Tastatur hockst. *g*

    ...

    Nun aber genug des planlosen Gefasels.
    [br][br]"Keuscheit ist die unnatürlichste aller sexuellen Perversionen."
    [br]"Das Wesen eines Genies besteht zu 5 Prozent aus Inspiration und zu 95 Prozent aus Transpiration." [Albert Einstein]

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    Ich sehe ja ein, daß es eine spannende Stelle ist. :cool2: :lol:

    Hier also darum der letzte Teil von Kapitel 7.




    Jurina schlug langsam die Augen auf. Ihr war gar nicht kalt, war ihr erster Gedanke, dann erst registrierte sie das knisternde Kaminfeuer, die warmen Decken um ihren Leib, Delaras besorgtes Gesicht, das sie anblickte.
    „Wie geht es dir?“ fragte Delara leise.
    „Ich-„, Jurina musterte sich erst räuspern, „warum bin ich hier?“
    Delara erzählte ihr, wie sie wach geworden war, Jurina gesucht, aber weder beim Gebet, noch im Stall oder bei den Übungskämpfen gefunden, sie gar die Frühmesse nicht besucht hatte.
    Befragungen hatten ergeben, dass sie den Tempel, und Nachforschungen, dass sie die Stadt verlassen hatte. Delara war den Spuren im Schnee gefolgt, die abseits der Straße leicht zu verfolgen gewesen waren, nachdem sie die Stelle erst einmal ausfindig gemacht hatte. All dies hatte jedoch viel Zeit gebraucht, so dass sie sich im ersten Moment, als sie Jurina im Schnee liegen sah, gefürchtet hatte, dass sie zu spät gekommen war.
    „Du hättest mich dort lassen sollen, Delara“, erwiderte Jurina, die sich noch immer sehr schwach fühlte.
    „Nein, Jurina, nein!“ antwortete Delara entschlossen. „Du sagst“, fuhr sie fort, „Rondra hätte dir ihre Gunst entzogen oder gar verdammt. Aber wenn dem so wäre, dann wäre dein Säbel nicht mehr geweiht.. Aber er ist geweiht, denn du kannst ihn nicht berühren! Jurina, etwas anderes, furchtbares ist passiert, aber Rondra hat sich noch nicht von dir abgewandt!“
    Jurina schwieg einen Moment, als so plötzlich neue Gefühle und Eindrücke auf sie einstürmten. Diesen Aspekt konnte sie nicht von der Hand weisen, denn da hatte Delara recht!
    „Und ich habe da noch eine Idee“, setzte Delara wieder an, nachdem sie Jurina einige Herzschläge zum verarbeiten gegeben hatte. „Diese Magierin hat dir so viel gedroht und sie war es, die diese unheiligen Dinge mit der Natur tat. Vielleicht – vielleicht – hatte sie etwas mit dem Dämon zu tun, denn erst seit dem Dämonen traten diese ... Veränderungen mit dir ein.“
    Dies war wieder eine neue, bisher noch nicht bedachte Sicht der Dinge. Jurina bedachte sie kurz. Wieder flammte Hoffnung in ihr auf, heiß und brennend, Hoffnung, dass sie tatsächlich nicht die Gunst der donnernden Himmelsleuin verloren hätte.
    Sollte es wirklich diese niederträchtige Magierin sein, die ihr schon so manch einen schrecklichen Traum geschickt hatte, die ihr Rache gedroht hatte dafür, dieses unheilige Große Skelett zerstört zu haben? Der auch sie selber geschworen hatte, sie zu jagen? Aber – sollte sie tatsächlich in der Lage sein, einen Dämonen zu beschwören? Und könnte der Kontakt mit der Kreatur für – für ihren Zustand verantwortlich sein? Jurina erinnerte sich, wie die Sporen aus dem Rachen des Wesens sie eingehüllt hatten und in ihre Wunden eingedrungen waren, wie die Dornen des Dämons in ihren Körper sich gebohrt hatten ...
    „Ich muss sie stellen“, hörte sie sich sagen. „Für das, was sie bereits getan hat und für das, was sie androhte zu tun. Wir müssen es zu Ende bringen, Delara!“
    Delara sah auf sie hinab und legte ihr eine Hand auf die bedeckte Schulter. „Das werden wir, Jurina. Das werden wir. Doch jetzt schlafe. Je schneller du dich erholt hast, um so schneller können wir aufbrechen. Ich hole dir jetzt noch einen heißen Tee.“
    Nach dem Tee schlief Jurina schnell ein, obwohl sie durch das Getränk, die Decken, das Feuer im Kamin und den heißen Stein in ihrem Bett nur kurzweilig und nur wenig angewärmt worden war. Ihr war kalt, und diese Kälte wollte nicht mehr weichen.
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    Das mit dem Word-Dokument ist so eine Sache - da muß ich mal überlegen, wie ich das angehen kann, denn so eine Anfrage habe ich schon des öfteren bekommen und ich würde ungern ein halbes Dutzend (oder auch mehr) Kopien verschicken.


    Es gibt da ein Downloadarchiv namens Orkenspalter. Ladt doch immer die aktuelle Version dort hoch, dann musst du den Leuten nur einmal den Link geben.
    Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse alles, was du sagst. (Matthias Claudius)

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    Aber ich setze die Story hier ja recht regelmäßig und häufig fort und damit müßte ich entsprechend oft den Download aktualisieren, was, wenn ich mich richtig erinnere, nicht sofort geht.
    Außerdem bevorzuge ich mittlerweile das Medium Forum gegenüber dem Medium Download.^^
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    Neben dem üblichen Lob und der bitte nach schneller Fortsetzung ^^ vielleicht mal die Idee die Anhangsfunktion des Forums zu nutzen? Zwar ist es nicht sehr groß, aber für ein gepacktes Dokument könnte das reichen
    "Leute hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen!" Oliver Wendell Holmes

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    8. Kapitel

    Wieder erwachte sie, als helles Tageslicht durch das Fenster auf ihre Lagerstätte fiel. Geschmeidig erhob Jurina sich. Ihre Verwunderung darüber, dass sie – schon wieder – wohl verschlafen hatte, hielt sich in Grenzen. Sie trat an das Fenster, um freudig lächelnd ihren Schwestern unten im Hof bei ihren täglichen Übungen zuzusehen.
    Nur einen Moment lang gab sie sich diesem Anblick hin, dann obsiegte das Pflichtgefühl, denn immerhin hatte sie wohl die Frühmesse verschlafen. Dass sie aber auch nicht geweckt worden war ...
    Sie spürte ihre Präsenz sofort, erkannte sie, ohne dass sie sich diesmal umdrehen musste, was sie aber natürlich sofort tat und auf die Knie fiel.
    „Herrin“, flüsterte sie und hatte wie beim letzten Mal nicht die Kraft, aufzusehen. Der kurze Blick beim umdrehen auf die löwinnengrüne Augen und die schimmernde Rüstung waren schon der Ehre und Geschenk genug.
    Wieder erfüllte die mächtige, einzigartige Stimme Jurinas Kammer und jagte der jungen Löwin einen Schauer über den Körper.
    „Du hast dein Geschenk empfangen, Jurina von Keshal Rondra. Lerne deine neuen Fähigkeiten für mich zu nutzen!“
    „Ja, Herrin“, erwiderte Jurina. Sie verstand nicht, was diese Worte bedeuteten, genauso wenig wie beim letzten Mal. Da war ein Geschenk angekündigt worden, jetzt hätte sie es erhalten? Sie hatte doch nicht einmal die Burg in den letzten Tagen und Siebenspannen verlassen – oder?
    Genauso plötzlich, wie sie erschienen war, so verschwand sie auch wieder, erneut mit einem aufgleißen hellen Lichtes.
    Jurina verharrte mehrere Herzschläge auf den Knien, fühlte den steinernen Boden, hielt die Augen geschlossen und versuchte, auch nur ansatzweise zu verarbeiten, was ihr wiederfahren war. Sie konnte es fast nicht glauben, was ihr hier, in ihrer eigenen Schlafkammer, noch nackt und ungewaschen vom schlafen, geschehen war.
    Nur mühsam erhob sie sich und ging, wie schon einmal, nachdem sie kurz mit den Augen nach ihrer Rüstung gesucht und sie nicht gefunden hatte, auf die Tür ihres Gemaches zu. Und wieder, auch wenn sie daran keine Erinnerung mehr hatte, überfiel sie eine Dunkelheit, als sie die Schwelle übertrat.
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    Hey! Was ist denn hier los? Seit über einer Woche keinerlei Feedback zu diesem Abschnitt und damit auch keinerlei Animation für unsere schreibwütige Schattenkatze!?! Gibt es etwa niemanden, der ein Fortsetzung will? :zwinker2:

    Mann, das hat ja wirklich eine Ewigkeit gedauert das alles zu lesen... Aber wie als wäre ich von den gleichen dämonischen Mächten beseelt, die scheinbar aúch unsere geschätze Heldin plagen war ich gezwungen weiterzulesen und weiterzulesen... (man stelle sich einen treuen Leser am PC vor und hinter ihm ein Fenster, in dem die Sonne von Auf- zun Untergang über den Horizont wandert, wieder und wieder und wieder...)

    Es wurde wirklich keinen Augenblick langweilig, im Gegenteil, es war wirklich aufs Gemeinste spannend und las sich sehr flüssig!
    Da es so langsam wrklich Romanausmaße annimmt und es hieß es handele sich hier nur um einen kleinen Teil muss ich die schon gestellte Frage wiederholen: Wann gibts das in gedruckter Form? :zwinker2:
    Und wie lang spielt ihr schon da dran?

    Der letzte Abschnitt ist wie üblich gut gelungen und sorgt bei mir doch für einige Verwirrung und für wilde Spekulationen! :lol:

    Hat sich, nun da unserer Heldin abermals Rondra erschienen ist ihr Zustand wieder gebessert, hat die dämonische Wesenheit, die Jurina beseelte sie nun, durch ihre Frömmigkeit, wieder verlassen, oder aber ist ihr gar nicht Rondra erschienen sondern jemand viel dunkleres?
    Das von der "Göttin" gesagte lässt mich nämlich aufhorchen:
    "Du hast dein Geschenk empfangen, Jurina von Keshal Rondra. Lerne deine neuen Fähigkeiten für mich zu nutzen!“

    Dämonische Stärke gepaart mit entsprechendem Egoismus und entsprechender Rücksichslosigkeit? Schmerzen beim Berühren heiliger Dinge und ein Gefühl der Verdammnis? Und all das als "Geschenk" der Donnernden? Da geht doch etwas nicht mit rechten Dingen zu!!! Xarfai nimm die Maske ab! :lach:

    Soll heißen: Die Stelle ist mal wieder wahnsinnig gemein um aufzuhören! Ich will wissen wie es weiter geht!!!! (und ich bin mir sicher, dass ich nicht der einzige bin!) SOFORT!!!!!
    *Schattenkatze ein Schälchen Milch zur Stärkung rüberschieb*

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    Ich wollte heute sowieso etwas Neues hineinsetzen, aber jetzt erst recht.^^
    *schleckMilchauf**schnurr* ;)
    Wie lange spielen wir schon daran? *überleg* Ich kann sagen, daß wir vor so ziemlich genau einem Jahr aufgehört haben, nicht exakt am Ende des 1. Teiles, aber nach dem finalen Kampf. Weitergespielt wird erst, wenn ich das alles getippt habe ... und ich bin fast soweit, es sind nur noch wenige Seite (am Rechner, hier sind es noch deutlich mehr^^). Daran gespielt haben wir, glaube ich, ein halbes Jahr. Aber ich werde gleich mal nachfragen. Für Details hat Zwergenbrot das entschieden bessere Gedächtnis.



    Mitten in der Nacht fuhr Jurina hoch. Sie brauchte einen Moment, um sich zu orientieren, dass sie nicht auf Keshal Rondra war, dass es des Nächstens war ... Es war ein Traum! Wieder einmal, sie erinnerte sich noch voller Freude an den letzten.
    Am gestrigen Tage hatte Delara sie aus dem Schnee geholt, die war ihre zweite Nacht danach, morgen, so war geplant, wollten sie aufbrechen, um in den Wald zurückzukehren, um die Magierin zu stellen.
    Sie zögerte nicht lange und weckte Delara. „Delara! Ich habe wieder von der Leuin geträumt. Ich solle das Geschenk nutzen ...“
    Noch lange sprachen sie in dieser Nacht von dem Traum und dem letzten dieser Art, was sie bedeuteten oder bedeuten könnten. Wenn sie tatsächlich eine Vision empfangen hatte, dann konnte sie wirklich nicht verdammt sein. Aber warum fühlte sie sich von Rondra so getrennt, wenn sie nicht ihr Wohlwollen verloren hatte?
    Dennoch machten sie sich früh am nächsten Tag zum Aufbruch bereit. Jurina widerstand der Kälte besonders im Andachtsraum nur mit Mühe. Mit Proviant und Wasser eingedeckt, gingen sie sodann nach einer Verabschiedung, bei der sie auch noch einmal ihr Wohin erklärten, gen Stall. Wie so oft stand der Schneemann inmitten seines kleinen „Schneesturmes“ auf der Tempeltreppe. Er sah recht unglücklich aus.
    An jeder Box, an der Jurina vorbei ging, scheute das jeweilige Pferd zurück, mit angelegten Ohren und allen Anzeichen von Furcht. Und wie Jurina es befürchtet hatte, auch ihr eigene Stute legte kein anderes Verhalten an den Tag: mit drohend angelegten Ohren, die Hinterhand der Boxentür zugewandt.
    Jurina blieb kurz stehen, das Herz war ihr schwer, ihr eigenes Streitross, mit dem sie schon gemeinsam in den Kampf gezogen war, so feindlich ihr gegenüber zu sehen. Dann jedoch verließ sie schnell den Stall, um die Pferde nicht noch mehr durch ihre Gegenwart zu erregen.
    Unwillkürlich ballte sie die Fäuste. Sollte wirklich diese Magierin dahinter stecken ... Jurina erinnerte sich an den Traum, in dem diese Frau davon gesprochen hätte, dass die ausgeschickten Geweihten und Magier ihr Leben vergeudet hätten. War es eine Lüge der Magierin, um Jurina zu quälen, oder entsprach es der Wahrheit, dass ihnen Leid widerfahren war?
    Jurina hoffte auf ersteres, aber sie und Delara mussten es noch herausfinden.
    Es dauerte etwas, bis Delara mit Tiama und Rondira, beide gesattelt, erschien. Da Delara mit der Fuchsstute nun mehr seit vielen Siebenspannen vertraut war und sie schon des öfteren, wenn auch unter Schwierigkeiten, versorgt hatte, hatte Rondira zu ihr genügend Vertrauen, dass sie sich von ihr anfassen ließ, was sie als gut erzogenes Streitross von Fremden nicht duldete.
    Da Jurinas Gegenwart auch Tiama beunruhigte, hielt Jurina anfangs Abstand. Delara ritt auf Tiama, da sie so beide Pferde besser unter Kontrolle hatte. Jurina folgte, in ihre Winterkleidung gekleidet. Ihr war so sehr kalt, dass sie trotz der Kleidung noch fror, ein Zustand, der ihr eher ungewohnt war.
    So schritt sie kräftig aus, doch auch die Bewegung änderte nichts daran, dass sie fror, eine Kälte, die nicht mehr aus ihrem Körper weichen sollte, die mit jeder Stunde mehr Bestandteil ihrer selbst wurde.
    Aufgrund ihres Marschtempos erreichten sie erneut nach etwa einer Stunde die Stelle, an der der dämonische Wurm aus der Erde gekommen und wieder verschwunden war. Nun waren hier zwei Erdhügel, mittlerweile mit Schnee bedeckt, aber sonst unberührt.
    Jurina näherte sich vorsichtig der Stelle. Delara stieg ebenfalls ab und kam von der anderen Seite heran. Beide Geweihte umschritten vorsichtig das Areal, doch nichts passierte. Sowohl über als auch unter der Erde blieb alles ruhig. Die beiden verweilten hier, doch weiterhin geschah nichts, so dass sie schließlich ihren Weg fortsetzten.
    Später am Tag verließen sie die Straße, was sich ihr Vorankommen deutlich verlangsamte, Kamen schon die Pferde durch den tiefen Schnee auf dem schmalen Pfad zwischen den Bäumen nicht schnell voran, die laufende Jurina verlangsamte das Tempo noch etwas mehr, so sehr sie sich auch bemühte, mit ihren langen Beinen vorwärts zu gehen und durch die Bewegung wärmer zu werden. Es gelang ihr zwar, so nach einiger Zeit in Schweiß auszubrechen, aber es war kalter Schweiß.
    In dieser Nacht kampierten sie wieder einmal unter freiem Himmel. Delara oblag es nun allein, sich um die Pferde zu kümmern, so dass Jurina von sich aus das restliche Lager aufbaute und das Feuerholz suchen ging. Das Gebet verrichteten sie gemeinsam, wobei Jurina einen kleinen Abstand zu Delara einhielt, denn sie konnte die Nähe von deren Weiheschwert nicht ertragen.
    Der Schneemann, weiterhin unzufrieden oder gar unglücklich aussehend, stand ganz in der Nähe.
    Weder Tee noch die Decken und die Wärme des Feuers vermochten es, Jurina nennenswert zu erwärmen. Sie fror noch immer, sogar mehr als noch am Morgen.
    Dennoch übernahm sie natürlich ihren Teil der Wache. Sie weckte dann Delara, legte ihre Rüstung ab und schlüpfte, in die Jacke gekleidet, unter die angewärmten Decken. Sie zitterte vor Kälte, bemühte sich jedoch weiterhin, dies vor Delara zumindest nicht zu offensichtlich sein zu lassen.
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    Brrrr... ich will nur hoffen, dass das nächste Element in nicht mehr allzu großer Entfernung der Dinge harrt. Ansonsten spreche ich mich dafür aus, es schnellstmöglich erreichbar zu machen, mir wird nämlich kalt. ^^ ;)
    [br][br]"Keuscheit ist die unnatürlichste aller sexuellen Perversionen."
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    Wie jeden Morgen erwachte sie in ihre Kammer in Keshal Rondra. Sogleich bemerkte sie, dass etwas nicht richtig war – der Himmel, den sie durch ihr Fenster sehen konnte, glühte in einem düsteren orangerot. Eilig sprang sie von ihrer Lagerstatt auf und eilte an die Fensteröffnung. Draußen lag der Burghof, jedoch verlassen und einsam. Keine Bewegung, keine Geräusche waren zu hören oder sehen. Die Schießscheiben, auf die mit den Bögen geschossen wurden, sie waren fort, ebenso wie der Leiterwagen, den die Burg hatte. Überhaupt befand sich nichts auf dem Hof außer dem blanken Stein des Bodens und der Burgmauern..
    Einen Moment lang blickte Jurina hinaus, dann drehte sie sich um – und erstarrte. Ihre Kammer war leer. Außer dem Bett befand sich nichts, rein gar nichts, dort. Weder ihre Rüstung, noch ihr Tisch, der Stuhl, die Kommode oder der Schrank. Selbst die Tür war nicht mehr da.
    Bei Rondra, was war hier geschehen?
    Ohne zu zögern, verließ sie ihr Gemach. Bereits nach dem ersten Schritt hielt sie an. Dies war nicht Keshal Rondra! Vor ihr erstreckte sich ein recht langer Gang, an dessen Ende sie den Durchgang zu einem Raum sah, rechts und links gab es keine Türen oder Durchlässe, obwohl es in Keshal Rondra der Fall gewesen war. Auch war der Flur dort anders beschaffen.
    Jurina fuhr herum – doch der Eingang zu ihrem Zimmer war verschwunden, statt dessen war dort nur der Gang, der sich scheinbar endlos weiter erstreckte ...
    Sie kniff ihre grünen Augen etwas zusammen, ihr Körper spannte sich in Erwartung einer unbekannten Gefahr. Was auch immer geschehen und sie erwarten mochte – sie würde bereit sein. Vorsichtig, gespannt, ging sie weiter und näherte sich dem Durchgang.
    Noch bevor sie ihn erreicht hatte, sah sie, dass etwas dort drin war, eine Statue, wie es aussah, die auf einem Sockel posierte. Aufmerksam näherte sie sich dem Raum, ihre nackten Sohlen hinterließen kaum ein Geräusch auf dem steinernen Boden, obwohl sie sich nicht bemühte, besonders leise zu sein.
    Es war ein nicht besonders großer Raum, der sich vor ihr erstreckte, als sie den Eingang erreichte. Etwa fünf mal fünf Schritt maß er und war bis auf die Statue völlig leer. Auch seine Wände waren ebenfalls wie der Boden aus Stein.
    Weiterhin mit allen Sinnen gespannt, betrat Jurina den Raum. Ihre Aufmerksamkeit galt bald der Statue, war diese doch von ihrem Äußeren her ungewöhnlich genug: Über einen Schritt und viereinhalb Spann hoch, glich ihr Körper im weiteren Sinne dem einer menschlichen Frau, wie eindeutig zu sehen war, da die steinerne Statue ohne Bekleidung da stand, gerade aufgerichtet, die Arme links und rechts an der Seite herabhängend.
    Aber was für Arme! Lang und dünn waren sie, viel zu lang für einen Menschen, dazu spindeldürre, ungemein lange Finger, die spitz zuliefen. Die Haut lang eng an am im Vergleich zur Größe rechtdürrem Körper, unter dem sich jedoch sehnige Muskelstränge abzeichneten.
    Auch das Gesicht wirkte ein wenig eingefallen und ausgemergelt, aber es kam Jurina vage bekannt vor, als sie es betrachtete.
    Wieder glitt ihr Blick über diese Standbild hinweg, dessen Aura eindeutig eine gewisse Grausamkeit und Abscheulichkeit ausstrahlte.
    Plötzlich stutzte Jurina und merkte, wie sie erblasste. Das Gesicht dieses Wesens – war das ihre!
    Sie zog scharf den Atem ein, aber jetzt bezweifelte sie es weniger und weniger. Dieses abscheuliche Ding, so dürr es auch war, das war sie selber.
    „Bei Rondra!“ flüsterte sie entsetzt, aber auch bestürzt. Was ging hier vor, was sollte das? Wieso war sie es, die sich hier selber als verzerrtes steinernes Abbild gegenüber sah? Unwillkürlich streckte sie die Hand aus, um die Statue zu berühren.
    Die Statue setzte gemächlich einen Fuß nach vorne, als wolle sie vom Sockel herabsteigen.
    Jurina sprang gedankenschnell zurück.
    Mit einem geschmeidigen, nicht übermäßig schnellem Schritt stieg die Statue, die noch immer wie aus Stein aussah – außer, dass ihre Bewegungen dafür zu leicht und zu schnell waren – von ihrem Podest herab. Kaum stand sie jedoch auf dem Boden, griff sie in einer geradezu überraschend schnellen Bewegung vor und stürzte sich auf Jurina.
    Diese wich den ausgestreckten, langen Armen mit den dolchartigen Fingern aus. Was immer hier vorging – jetzt war keine Zeit, darüber nachzudenken. Waffe und Rüstung hatte sie nicht, aber sie hatte noch immer ihre Fähigkeiten im waffenlosen Kampf und ihren ungebrochenen Mut.
    Ohne zu zögern, attackierte sie nun die Statue, doch diese war schnell auf den Beinen und wich ihr aus, schlug jedoch sogleich mit ihren Händen zu. Jurina versuchte, den Oberkörper wegzuziehen, doch sie war nicht schnell genug. Ein Striemen, aus dem das Blut strömte, zog sich nun über ihre Brüste. Es war kein all zu tiefer Schnitt, aber es schmerzte und Blut bedeutete Kraft. Aber Blut war auch eine Opfergabe an die Himmelsleuin.
    Mit einem stolzem „Für Rondra!“ griff Jurina wieder an. Fast hätte sie die Statue ergriffen, doch im letzten Moment entzog diese sich wieder, während ihre Hände erneut vorzuckten.
    Es war ein ungleicher Kampf – obwohl Jurina selber ungewöhnlich schnell und geschmeidig war, diese Statue war noch schneller. Und sie war stark, wie die vielen Striemen und Schnitte, die Jurinas Körper bald zeichneten, bewiesen. Ein paar Mal gelang es Jurina, ihre Gegnerin zu ergreifen, doch bei der ungeheuren Kraft, die in dem ausgemergelt wirkendem Körper steckte, war es schwer, sie länger zu halten, geschweige denn einen wirklich festen Griff anzusetzen oder gar zu werfen.
    Zu bald nur wurde der Amazone klar, dass sie diesen Kampf nicht gewinnen konnte. Während ihr Atem bald schwerer und heftiger wurde, zeigte die Andere keinerlei Anzeichen davon. Jurina blutete aus vielen Verletzungen, die Statue hatte nicht einen Kratzer.
    Dann kam ein gewaltiger Hieb mit der einen Hand, der Jurinas Schulter aufriss und sie von den Beinen schleuderte. Bevor sie sich wegdrehen konnte, war die Statue schon über ihr und die zehn Finger, scharf und spitz, bohrten sich in ihr Fleisch, rissen es auf, so dass ihr Blut ihren Leib bedeckte und damit das Leben aus ihrem Körper floss.
    Doch selbst mit ihren letzten Atemzügen gab die junge Geweihte nicht auf und kämpfte, so lange ihre Kräfte sie nicht verließen. Doch schließlich löschten Blut und Dunkelheit alle Schmerzen aus.
    Pfoten des Grauens

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    Geschichten von mir: Eine Söldnerin zu sein //Die Kraft der Elemente

    Aus dem DSA-Quiz: Ich: "Wer ist einE so großeR VerehrerIn von Königin Yppolita, dass sie/er sogar im eigenen Schlafzimmer einen Schrein zu Ehren Yppolitas hat?"
    Antwort Tuzzughs: "Vielleicht ... Schattenkatze?"

    Die Kraft der Elemente - Eis, Luft, Feuer, Erz

    Man verzeihe mir bitte ein weiteres Mal den Abbruch an einer Stelle mehr oder minder mitten im Geschehen, aber die gesamte Szene an einem Stück wäre mehr als lang.


    Schweißgebadet erwachte Jurina. Es war dunkel, nur das Madamal und die Gestirne spendeten ein wenig Licht neben dem niedrig brennendem Lagerfeuer. Es war noch Delaras Wache, sie konnte ihre Silhouette schwach erkennen..
    Etwas an Delaras Haltung weckte Jurinas Aufmerksamkeit und lenkte sie von ihrem Traum ab: sie drückte ganz klar Wachsamkeit aus.
    Schnell richtete sie sich auf. Delara nahm diese Bewegung wahr und wendete sich zu ihr um. „Ich glaube –„, setzte sie leise an, doch da knackte es im Gebüsch und laut brüllend, um sie im Vorfeld zu demoralisieren, stürzten in pelzige und lederne Kleidung gehüllte Orks hinter und zwischen den Bäumen und Büschen hervor.
    Delara zog ihr Schwert, Jurina griff nach dem Rondrakamm, der neben ihr lag, zog ihn blank und sprang auf. Keine Zeit für ihre Rüstung.
    Bereit empfing sie den ersten, angreifenden Ork mit einem lauten „Für Rondra!“ Ein letzter Blick bestätigte ihr, dass es viele waren, mindestens zehn waren bis jetzt zu sehen.
    Es entwickelte sich ein schneller, harter Kampf. Jede von ihnen hatte mehrer Gegner. Der etwas längere Rondrakamm half Jurina erst einmal, sie auf Distanz zu halten. Wenn sie schnell genug war ...
    Weit ausholend schlug sie zu, nachdem der erste Ork verfehlt hatte und fühlte, wie das Blut heiß durch ihren Körper pulsierte, dass sie es fast hören zu glaubte. Der Hieb saß.
    Ihre dicke Jacke gab ihr weniger Schutz als ihre vertraute Rüstung, doch ihre geschmeidigen Bewegungen ließen sich dadurch nicht aufhalten. Ihre geflammte Klinge parierte den Angriff eines weiteren Schwarzpelzes, doch das gab Gelegenheit für weitere Attacken auf sie.
    Den Rondrakamm mit beiden Händen halten und viel Kraft in den Schlag legend, holte sie erneut aus. Das Dröhnen in ihren Ohren wurde stärker. Aus den Augenwinkeln sah sie, dass Delara sich noch hielt, aber dann konzentrierte sie sich völlig auf sich und ihre Gegner. Deren Blut sollte fließen, nicht das ihre!
    Eine weitere Parade, eine weitere Orkklinge biss in ihren Körper. Wieder schlug sie schnell zu, doch der Rondrakamm lag irgendwie ... schlecht in ihren Händen. Ein roter Schleier legte sich über ihre Augen, als sie außer dem Dröhnen und Rauschen ihres Blutes nichts mehr hörte, kein Klirren von Stahl auf Stahl, kein Atmen oder Schmerzenslaute.
    Schnell und stark fühlte sie sich, als wenn sie die Angriffe vorher sehen könnte, nur waren es zu viele, um sie alle zu parieren. Der Rausch des Kampfes nahm sie völlig gefangen, ihm gab sie sich hin, seinem Rhythmus, den sie im ganzen Körper fühlte, wollte sie folgen
    Jetzt musste sie wieder zuschlagen, dort, jener Ork gab sich eine Blöße, doch der Anderthalbhänder erschien ihr klobig, unhandlich ... unpraktisch. Jurina ließ den Rondrakamm fallen und stürzte sich mit bloßen Händen auf den Ork. Ihre Arme waren lang und wurden noch länger, ebenso wie die Finger, die in scharfen Krallen endeten.
    Blut spritzte auf, als der Ork zu spät zurückwich und Jurina ihm mit einer einzigen, kraftvollen Bewegung den Bauch aufriss. Nun wurden auch einige der anderen darauf aufmerksam, zwei wichen zurück. Aber Jurina war schneller. Mit einem einzigen Satz überbrückte sie die Entfernung, mit den Arme im Sprung ausholend.
    Sie wollte diese Orks töten, sie zerfetzen und in ihrem Blut waten, das war ihr einziges Verlangen. Ihre Bewegungen waren kraftvoll, gezielt und schnell. Sie richtete unter den angreifenden Orks ein Blutbad an. Zwar trafen auch sie vereinzelt die Waffen, die die Orks zunehmend mehr in Angst und schließlich auf dem Rückzug befindlich gegen sie richteten, aber Jurina spürte sie fast kaum. Die eher oberflächlichen Verletzungen beeinträchtigten sie nicht im mindesten und in ihrer Raserei spielte es überhaupt keine Rolle.
    Bald befanden sich alle Orks, soweit sie noch lebten, auf der Flucht, doch Jurina ließ nicht nach. Sie sprang sie von hinten an, riss ihnen die Kehlen und die Leiber auf und war bald über und über mit Blut bespritzt. In ihren Ohren dröhnte es im Takt zu dem Blut, dass aus den Körpern ihrer Feinde spritzte, vor ihren Augen wallte ein roter Schleier, doch sah sie immer genau, wo sie zuschlagen musste.
    So leicht war es, so schön ...
    Und wieder fiel einer und sie stürzte sich auf den nächsten. Dieser warf die Waffe weg und rannte davon. Mit einem wilden Lachen in der Kehle jagte Jurina ihm nach, ließ ihn einen Moment lang in dem Glauben, er könne entkommen, bis sie ihn mit einem Satz von den Beinen riss und ihre messerscharfen Finger in seinen Rücken bohrte.
    Delara fand sich plötzlich zunehmend weniger Gegnern gegenüber, doch erst, als sie die Flucht und Panik der Orks bemerkte, wurde ihr bewusst, dass es dafür einen besonderen Grund geben musste.
    Sie wandte sich von den toten und verwundeten Orks ab, die zu ihren Füßen lagen – und erstarrte. Sie sah eine Kreatur, die Jurinas langes schwarzes Haar und ihre Kleidung hatte, auch die Größe stimmte, aber alles andere ... Geradezu grotesk dürr war sie, die Haut lang eng an und gab Blick frei auf Knochen und Konturen. Die Arme waren viel zu lang im Verhältnis zum übrigen Körper, die Finger ebenfalls. Sie endeten in spitzen, scharfen Enden. Im Moment waren Hände und Arme und Teile des restlichen Körpers blutbeschmiert und es war die pure Lust am Töten, die aus jeder Pore dieses ... Dinges sprach. Nur oberflächliche Verletzungen schien sie davon getragen zu haben. Auch Delara selber blutete aus an mehreren Stellen, aber ihr Kettenhemd hatte sie gut geschützt.
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© 1997-2014 von Thomas Stolz (Mail)

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