Literaturquiz

    Re: Literaturquiz

    Danke, dass sich jemand erbarmt hat.......

    Also, es klingt wie Karl Valentin, ist es aber sicher nicht.
    Dann ist es wohl ein ''modernes Märchen'' a la Brecht oder so. Ich vermute mal
    deutscher Autor
    entstanden nach 1925, vielleicht auch erst nach 1950.

    Mehr Tipps bitte......
    Wir mischen uns , da `n bisschen ein - so soll es sein , so wird es sein .

    Re: Literaturquiz

    Es war einmal ein Musiker, der hieß Meyn und konnte ganz wunderschön Trompete blasen.
    Es war einmal ein Spielzeughändler, der hieß Markus und verkaufte weißrotgelackte Blechtrommeln.
    Es war einmal ein Musiker, der hieß Meyn und hatte vier Katzen, deren eine Bismarck hieß.
    Es war einmal ein Blechtrommler, der hieß Oskar und war auf den Spielzeughändler angewiesen.
    Es war einmal ein Musiker, der hieß Meyn und erschlug seine vier Katzen mit dem Feuerhaken.
    Es war einmal ein Uhrmacher, der hieß Laubschad und war Mitglied im Tierschutzverein.
    Es war einmal ein Blechtrommler, der hieß Oskar, und sie nahmen ihm seinen Spielzeughändler.
    Es war einmal ein Spielzeughändler. der hieß Markus und nahm mit sich alles Spielzeug aus dieser Welt.
    Es war einmal ein Musiker, der hieß Meyn, und wenn er nicht gestorben ist, lebt er heute noch und bläst wunderschön Trompete


    Womit klargestellt ist, dass Hathu auch nicht unbedingt auf dem Holzweg war aber Maeve mit einem Versuch dagegen gleich gänzlich richtig gelegen hat.
    Möge die Dame bitte fortfahren ;)

    Re: Literaturquiz

    Jawohl, der Herr, die Dame fährt fort hiermit :)

    P. M.: Er kann uns da drinnen doch nicht hören?

    F. A.: Unmöglich, wenn die Thür geschlossen ist. Ueberdies will er ja spazieren gehen.

    P. M.: Ich bin noch ganz betäubt. Ich begreife nicht, wie ich nur einen Bissen von den gesegneten Speisen hinunter bringen konnte.

    F. A.: (sucht ihrer Unruhe Herrin zu werden, auf und ab gehend). Auch ich fasse es nicht. Aber was ist hier zu thun?

    P. M.: Ja, was ist zu thun? Ich weiß es meiner Treu nicht; in solchen Dingen bin ich gänzlich unerfahren.

    F. A.: Ich bin überzeugt, daß bis jetzt wenigstens kein Unglück geschehen ist.

    P. M.: Nein, das möge der Himmel verhüten! Aber ein unpassendes Verhältnis ist es trotzdem.

    F. A.: Das Ganze ist ein loser Einfall O.'s; davon können Sie überzeugt sein.

    P. M.: Ja, wie gesagt, ich verstehe mich auf solche Sachen nicht; aber mich dünkt doch entschieden — —

    F. A.: Aus dem Hause muß sie auf jeden Fall. Und das sofort. Das wenigstens ist sonnenklar. —

    P. M.: Ja, das versteht sich.

    F. A.: Aber wohin? Wir können es doch nicht verantworten, sie —

    P. M.: Wohin? Natürlich nach Hause zu ihrem Vater.

    F. A.: Zu wem meinen Sie?

    P. M.: Zu ihrem — Aber nein, E. ist ja nicht —. Aber, mein Gott, F. A., wie ist dies möglich? Vielleicht irren Sie sich doch!

    F. A.: Leider irre ich mich in keiner Hinsicht. Johanna mußte mir alles bekennen, — — und A. konnte nicht läugnen. Es blieb nichts anderes mehr zu thun übrig, als die Sache möglichst zu vertuschen.

    P. M.: Ja, das war wohl das einzig Mögliche.

    F. A.: Das Mädchen mußte sofort den Dienst verlassen und bekam eine ziemlich große Summe, um bis auf Weiteres zu schweigen. Für das Uebrige sorgte sie selbst, als sie in die Stadt kam. Sie erneuerte ihre alte Bekanntschaft mit dem Tischler E.; vermuthlich ließ sie ihn auch verstehen, wie viel Geld sie habe, und weiter erzählte sie ihm irgend etwas von einem Ausländer, der während des Sommers mit seiner Vergnügungsyacht hier gelegen haben sollte. Dann wurden E. und sie in aller Eile getraut. Ja, Sie selbst haben sie ja getraut.

    P.M.: Aber wie soll ich mir das alles erklären —? Ich erinnere mich noch heute so deutlich, wie E. zu mir kam, um die Trauung zu bestellen. Er war ganz niedergeschmettert und klagte sich so bitter an wegen des Leichtsinns, dessen er und seine Verlobte sich schuldig gemacht hatten.

    F.A.: Ja, er mußte ja alle Schuld auf sich nehmen.

    Re: Literaturquiz

    Englisch im Original oder Französisch?
    Die "Vergnügungsyacht" lässt auf Mitte bis Ende des 19ten Jahrhunderts schließen da davor der Schiffbau für Privatvermögende wohl nicht ganz so sehr Stand der Dinge war.
    Aber ein nicht deutscher Autor aus dieser Zeit, der dann auch noch in dieser Form geschreiben hat. Pfft... meine Literaturkenntnis wird hier reichlich dünne.

    Re: Literaturquiz

    Skandinavisch und älter ?
    Da fällt mir doch sogleich der Herr Ibsen ein.

    Theaterstück. Uneheliches Kind ? Moral gegen Freiheit ?

    Vielleicht das Stück mit dem Architekten, das sah ich mal im TV, kann mich aber nicht mehr an alles erinnern. Moment ich muss nachsehen.....Es heißt ''Baumeister Solness'', der stürzt am Ende vom Dach und der hatte sich in ein ''einfaches Mädchen'' verguckt.... Aber vielleicht ist es ja auch die berühmte in jedem Kreuzworträtsel auftauchende ''Nora'' ?
    Wir mischen uns , da `n bisschen ein - so soll es sein , so wird es sein .

    Re: Literaturquiz

    Ok Ok.
    Ich kenne von Ibsen noch:
    Nora (weil das immer in Kreuzworträtseln gefragt wird)
    der Volksfeind (gabs mal im TV als Theaterstück) und
    Die Wildente (gibts als Film mit der kleinen ??? tja, jetzt fällt mir der Name nicht mehr ein, war aber ne Tochter von nem bekannten Schauspieler, die als Kind mitspielte und gelobt wurde)

    das war mein Ibsenwissen, alles andere müsste ich nachgooglen
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    Re: Literaturquiz

    Danke für die Aufklärung. Die Gespenster habe ich leider nie gesehen. Sollte man ?

    Nun gut, was neues. Von wem stammen in welchem Gedicht die Zeilen am Ende:

    Drüben am Walde
    Kängt ein Guruh --
    Warte nur balde
    Kängurst auch du.


    Sehr schwer. In drei Tagen kommen Tipps, auch wenn niemand geantwortet hat.
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    Re: Literaturquiz

    Immerhin wäre Morgenstern tatsächlich schwer verdächtig, der hat auch solche Dinger fabriziert wie das ''Wiesel auf dem Kiesel'' etc.
    Leider nein. Er ist 12 Jahre später als Morgenstern geboren und starb 1934. Der Name unter dem er schrieb und bekannt wurde war nicht sein richtiger Name. Seine Bücher wurden von den Nazis verbrannt.

    OK, probierts noch ein wenig, dann gebe ich weitere Tipps........
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