Literaturquiz

    Re: Literaturquiz

    Wieder einmal erste Worte. Diesmal aus einem meiner absoluten Lieblingsbücher:

    Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Das selbige war im Anfang bei
    Gott, und so wäre es Aufgabe eines jeden gläubigen Mönches, täglich das einzige eherne Faktum zu wiederholen,
    dessen unumstößliche Wahrheit feststeht. Doch videmus nunc per speculum in aenigmate, die Wahrheit verbirgt sich im Rätsel, bevor sie sich uns von Angesicht zu Angesicht offenbart, und nur für kurze Augenblicke (oh, wie so schwer zu fassende!) tritt sie hervor im Irrtum der Welt, weshalb wir ihre getreulichen Zeichen entziffern
    müssen, auch wo sie uns dunkel erscheinen und gleichsam durchwoben von einem gänzlich aufs Böse gerichteten
    Willen.
    Der Himmel hat dem Menschen als Gegengewicht gegen die vielen Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen.

    - Immanuel Kant

    Re: Literaturquiz

    ja, die Zeichen...
    da kriege ich richtig Lust, das Buch rauszukramen und mal wieder zu lesen!

    Eco, Der Name der Rose

    ich liebe es auch! :lol2:
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    Die Wolkenfäden fest in den Händen / das Versprechen: ich nähe dir ein Kleid aus Traum und Dunst und Zuversicht / damit du es schön warm hast (o.h.)

    FABlog Berge und Propheten

    Re: Literaturquiz

    Der Friedhof in Prag steht seit Weihnachten auf meinem Nachttisch. Ich freu mich schon darauf es zu lesen...Ja, ich bin sozusagen Fan von Eco.

    Der Name der Rose ist natürlich richtig und ich gebe damit an Traumweber ab :laechel: .
    Der Himmel hat dem Menschen als Gegengewicht gegen die vielen Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen.

    - Immanuel Kant

    Re: Literaturquiz

    @Ehny: Vielleicht hast du ja Lust, im entsprechenden Thread eine Mini-Rezension zu geben, wenn du das Buch gelesen hast? Würde mich interessieren, ob es sich lohnt; nicht alle Bücher von Eco sind gleich gut.

    Passend zur Jahreszeit <_<
    „Der dünne Schnee, der jetzt von Norden weht und auf meinem Mantel liegen bleibt, besteht aus schönen Kristallsternen, nicht aus wattigen, plumpen Speichen wie neulich, sondern aus schlanken und teilweise durchsichtigen Kristallen. Sie haben einen Durchmesser von etwa zwei Millimetern, vollendete kleine Rädchen ohne
    Felgen oder vielmehr sechs farnartige, von einer geraden, schlanken Mittelrippe geteilten Blättchen, die strahlenförmig um den Mittelpunkt stehen.
    Zu beiden Seiten der Mittelrippen befindet sich jeweils ein durchsichtiges Blättchen mit einem ziselierten Rand. Wie ist die Luft, die sie erzeugt, voller Schöpfergeist! Meine Bewunderung wäre nicht größer, wenn wirkliche Sterne hernieder fielen und sich auf meinen Mantel setzten. Die Natur ist voller Genie, voll Göttlichkeit, so dass auch nicht eine Schneeflocke ihrer formenden Hand entgeht.
    Nichts ist schäbig oder roh, weder die Tautropfen noch die Schneeflocken. Bald wird der Sturm heftiger – und der Schnee fällt feiner, weißer
    und pulvriger.“


    In diesem Fall reicht mir der Autor, wer den Titel weiß, kriegt einen Extra-Keks :lach:
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    FABlog Berge und Propheten

    Re: Literaturquiz

    Ist es etwa ''Fräulein Smillas Gespür für Schnee"?
    Ist schon eine Weile her, dass ich es las, aber mMn war da oft von Schnee und wie er aussieht und wie er sich anfühlt die Rede, obwohl das Buch ja eher ein Krimi ist.
    Wir mischen uns , da `n bisschen ein - so soll es sein , so wird es sein .

    Re: Literaturquiz

    nein, Smilla ist es nicht, das Buch ist viel älter.
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    Re: Literaturquiz

    19. Jahrhundert
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    FABlog Berge und Propheten

    Re: Literaturquiz

    Du näherst dich :lol2:

    ein amerikanischer Schriftsteller und Philosoph
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    FABlog Berge und Propheten

    Re: Literaturquiz

    Oh je. Mein Wissen zu amerikanischen Schriftstellern fängt bei Mark Twain an und umfasst vielleicht 5 Personen (einschließlich Jack London) , mit Hilfe vielleicht 10. Aus dem 19. Jh. kenne ich nur Beecher Stowe (?) und die Mitchell Margret, oder waren die jünger?
    Bei Philosophen wirds noch dünner.....

    So mit der Zeit fallen mir doch tatsächlich noch mehr Autoren ein, aber alle jünger.
    Ich tipp dann mal auf E.A. Poe oder Mark Twain, die sind zumindest 19. Jh. und irgendwas philosophisches haben die bestimmt auch mal gesagt......
    Wir mischen uns , da `n bisschen ein - so soll es sein , so wird es sein .

    Re: Literaturquiz

    Noch ein Zitat:
    Wir mögen denken, dass wir ein gänzlich freies Leben führen wie der erste Mensch, aber das ist niemals der Fall, denn wir sind verstrickt in ein unsichtbares Netz von Erwartungen und Rollen.... Könnten wir nur für einen Augenblick dieses heimliche Spiel beiseite lassen und einfach staunen, ohne uns auf etwas zu beziehen oder etwas davon abzuleiten!

    Das schrieb er 1838 an einem Ort, dessen Name der Titel des berrühmtesten Buches dieses Autors wurde.
    1849 schrieb er dann einen Essay mit folgendem Titel:
    Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat

    Alles klar? :lach:
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    FABlog Berge und Propheten

    Re: Literaturquiz

    Stimmt! Ist aus den Tagebüchern 1837-1861.
    Larwain möge uns mit einem Zitat erfreuen :lol2:
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    Re: Literaturquiz

    Keine Ahnung, also fange ich mal an zu raten.
    Die Idiotie eines Militaristen schön bloßgestellt, da fallen mir zwei Heinriche ein:
    Heinrich Mann und Heinrich Böll :lach:
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    Re: Literaturquiz

    So, dann mal etwas aus meiner Bibel sozusagen. Mit Dank an Hathu :laechel:

    In die Geschichte des Naturganzen gehören die Entdeckungen des zusammengesetzten Microscops, des
    Fernrohrs und der farbigen Polarisation: weil sie Mittel verschafft haben das, was allen Organismen gemeinsam ist, aufzufinden, in die fernsten Himmelsräume zu dringen und das erborgte, reflectirte Licht von dem selbstleuchtender Körper zu unterscheiden, d. i. zu bestimmen, ob das Sonnenlicht aus einer festen Masse oder aus einer gasförmigen Umhüllung ausstrahle.
    Der Himmel hat dem Menschen als Gegengewicht gegen die vielen Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen.

    - Immanuel Kant

    Re: Literaturquiz

    Aus der Art der etwas altertümlichen Rechtschreibung gehe ich davon aus, dass es keine Übersetzung ist, das Zitat also von einem Deutschen stammt?
    Zuerst dachte ich an Humboldt, aber die Überlegungen zur Sonne, das klingt eher nach einem Astronom.
    Und da wiederum glaube ich nicht, dass Kopernikus sich schon Gedanken darüber gemacht hat, ob das Sonnenlicht einer festen oder gasförmigen Masse entspringt.
    Eher jemand aus dem 18. Jh.?
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    FABlog Berge und Propheten
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