[DSA4.1: Uthuria] Der Wert des Goldes

    Als sich Mezzek zunächst in einem großen Bogen um Thorim bewegt und dann vor ihn setzt, muss Sedef lächeln. Dann jedoch, nach dieser sich vor ihn gesetzt hat und so wirkt, als würde er ihm geradezu in die Augen schauen, wird es Sedef kurz unheimlich. Wie ein Dolchstoß durchfährt in die Frage, ob Mezzek wohl von einem Ifriit besessen sein könnte? Dabei verdüstert sich für einen aufmerksamen Beobachter kurz sein Gesicht Das würde natürlich auch seine bisher gezeigte Schlauheit erklären ... Doch gleich darauf muss er wegen seines ängstlichen Gedankens schon wieder lächeln. Warum wohl, sollte das wohl so sein? Dafür war Mezzek viel zu, zu niedlich oder nett. Obwohl sich ein Ifriit natürlich durchaus auch verstecken konnte. Nein, das war ganz sicher nicht so. Sedef greift in seine Taschen, um etwas zum Füttern von Mezzek zu suchen und tatsächlich findet er ein paar Krumen trockenes Brot. Als er diese aus einer Hosentasche geholt hat, schaut er zunächst sie und dann Mezzek kurz zweifelnd an. Ob das wohl das Richtige für eine Katze war? Nun, besser wie nichts. Und einen Fisch hatte er nun mal nicht zur Hand ... Nach kurzem Überlegen geht er in die Hocke und hält Mezzek die Krumen auf der flachen Hand vorsichtig hin.

    Nachdem Sedef Thalya aufgefordert hatte, diesen Djego an Bord zu holen, lässt Telemarchos ein Seil zu ihm hinunter. Dazu schüttelt Sedef leicht den Kopf. Als würde so ein feiner Herr sich selbst die Finger schmutzig machen? Dieser war doch bestimmt auch noch nicht im richtigen Leben angekommen, so wie dies bei vielen anderen seines Standes der Fall war. Dank der Abstammung bekamen solche Leute alles in den Allerwertesten gesteckt und wussten nicht, was sich außerhalb ihrer kleinen Scheinwelt abspielte. Aber er schien einen Auftrag zu vergeben zu haben. Das könnte doch ein guter Einstieg in diese neue Welt werden. Und so wie es sich anhörte, war es durchaus nicht unwahrscheinlich, dass es auch etwas zu entdecken und zu erforschen geben würde. Warum also nicht?

    Dass dann Thalya gleich damit beginnt, über die Reling hinweg zu feilschen, lässt Sedef kurz auflachen. Sollte deshalb jemand zu ihm schauen, zuckt er kurz entschuldigend mit den Schultern, weil ihm ein mögliches Auffallen eher unangenehm ist. Er stellt sich dann neben Thalya, um besser zuhören zu können. In Richtung von Telemarchos fragt er [~brabaci]"Soll ich euch halten helfen?"
    Eine alte Weisheit der Dakota-Indianer sagt: Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!
    Gar ~ "Danke, nein wenn der edle Herr meint, dass er lieber unten stünde, oder an der Zeremonie sich vorbei bewegen wolle, entfällt die Hilfe mit dem Seil.
    Und da es von uns äußerst Unhöflich wäre, das Schiff jetzt schon zu verlassen,werde ich das Seil nun einholen, wobei die Versuchung doch recht stark ist."

    Telemarchos zieht das Seil wieder hoch und lässt dieses relativ unsanft neben sich fallen, eine gewisse Ungestümheit und Unsicherheit ist dem Adeligen, der es anscheinend von "seinem" Stand gewohnt ist, dass sich die Edlen die Hände schmutzig machen, an zu sehen.
    "Ich werde dann sobald die Prozession vobei ist meine Kisten an den Kai bringen, dürfte ich den Damen meine Hilfe beim tragen der eigen Kisten anbieten ?"
    Ὦ ξεῖν᾿, ἀγγέλλειν νάννοις ὅτι τῇδε κείμεθα τοῖς κείνων ῥήμασι πειθόμενοι.
    [~brabaci]"Welche Versuchung meint ihr denn?" fragt Sedef auf Telemarchos Antwort nach. Als dieser dann das Seil neben sich fallen lässt, macht Sedef einen schnellen Schritt oder Sprung, so genau ist das wohl nicht erkennen, zur Seite. Ob er das wegen nur zur Vorsicht macht oder ob er sich durch das durch das Fallenlassen entstandene Geräusch erschreckt, ist ebenfalls nicht genau zu erkennen. Jedenfalls kommt er dabei ins Stolpern und stößt gegen Thalya, die noch neben ihm an der Reling steht. [~brabaci]"Hoppla! " entfährt es ihm dabei und er schaut schuldbewusst in ihre Richtung. Dann ergänzt er noch [~brabaci]"Entschuldigt bitte dieses kleine Missgeschick Tochter des Großmuts" Sollte sie hierdurch das Gleichgewicht zu verlieren drohen, würde er nach ihr greifen, um sie zu unterstützen.

    Bei der Nachfrage von Telemarchos, ob er den Damen beim an Land gehen helfen könne, schaut ihn Sedef kurz an. Einem aufmerksamen Beobachter fällt hierbei sicher auf, dass Sedef über dieses Anliegen verwirrt zu sein scheint.
    Eine alte Weisheit der Dakota-Indianer sagt: Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!
    Während Sedef sein Missgeschick unterläuft, scheint sich die Zeremonie endlich dem Ende zuzuneigen...

    Aus der Admiralskajüte kommen nun die Vertrauten des Admirals und tragen eine riesige Holzkiste. Wer während der Überfahrt den Matrosen und Matrosinnen aufmerksam zugehört hat, wird Gerüchte von einem riesigen Goldschatz gehört haben, der an Bord nach Uthuria gebracht werden sollte. Aber niemand hat je etwas davon gesehen, sollten die Geschichten etwa wahr sein und diese Kiste ist der legendäre Dublonenschatz?

    Die Kiste wird wird über die Landungsbrücke gebracht, wo die Borongeweihte ihren Segen beendet und die hohen Herren und Damen langsam zum Gehen wenden. Die Steuerfrau bleibt bei der Kiste und trägt sie mit einem der Begleitsoldaten hinter dem merkwürdigen Tross her, der sich nun in Richtung der Stadt bewegt, den vielen Dreck und den vielen Matsch unter seinen Füßen geflissentlich ignorierend in dem Versuch in dieser Wildnis, die die Stadt zweifellos noch ist, würdevoll zu wirken. Der Maat bekommt kurz Instruktionen vom Admiral.


    Als der Tross außer Hörweite ist, ruft er laut hörbar übers Schiff. „Passagiere zuerst runter vom Schiff. Mannschaft klarmachen zum Ladung löschen!“, und einiges setzt sich in Bewegung. Die eben noch lachende Mannschaft geht wie vorher vereinbart auf bestimmte Posten, jede Person hat offenbar eine Aufgabe beim Löschen der Ladung.



    Ein widerspenstiger Waldmensch wird von einem breitschultrigen Matrosen niedergeschlagen, offenbar hat dieser ihn angemacht, die umstehenden Verketteten blicken verängstigt auf den sich wehrlos am Boden krümmenden Mann. „Hör auf mich zu verspotten, du Dreckssau!“, können aufmerksame Ohren noch vernehmen, ein einziger Kommentar des Matrosen, der nicht gefährlich aussieht, aber auch nicht besonders sympathisch. Der Rest der Mannschaft ist zu beschäftigt um den Vorfall zu bemerken oder kümmert sich einfach nur nicht darum.
    mfg ecuvaro

    Qui labores, pericula, dubias atque asperas res facile toleraverant, iis otium, divitiaeque, optanda alias, oneri miseriaeque fuere. (Sallust, Cat 10)
    Mezzek:
    Sobald Sedef ihm den Brotkrumen hinhält, beißt der Kater nach kurzem Schnüffeln, ob das Dargebotene denn schmackhaft erscheine, in die Brotkruste hinein. Wenn der Tulamide die Brotreste nicht besonders hartnäckig festhält, wird Mezzek ihm das Futter aus der Hand reißen, mit seiner errungenen Beute zu einer ruhigen Ecke in der Nähe auf dem Deck laufen und sich dort das kleine Mahl schmecken lassen.

    Thalya:
    Sie hatte gerade ihre letzte Frage an den edlen Südländer gestellt und nur aus den Augenwinkeln wahrgenommen, dass sich dieser seltsame Tulamide zu ihr begeben hatte und irgendwas zu Telemarchos gesagt haben musste, als sie plötzlich aus Sedefs Richtung einen unerwarteten Stoß erhält! Von diesem Ereignis völlig überrascht, entweicht ein unterdrückter Aufschrei Thalyas Kehle und ihr bleibt nicht genug Zeit mit den Händen einen festen Halt an der Reling zu finden! Ihr Leib wird durch den Rempler ein wenig herum gedreht, sodass sie in eine bedenklich schräge Rückenlage gerät und mit den Armen verzweifelt in Sedef's Richtung in der Luft rudert, während das Gewicht des gut gefüllten Korbes auf ihrem Rücken sie unbarmherzig rücklings auf die Planken zuziehen scheint...

    Der Einäugige springt los um der Dame zu helfen, jedoch stehen zu viele im Weg sodass er weder die Dame retten kann noch den Korb auffangen kann
    Etwas bedröppelt sitzt er nun vor Talya und Sedef und schaut diese an, helfen konnte er leider nicht, weil andere im weg waren, der Wile war jedoch da.
    Während er sich wieder aufrichtet hilft meint er, weil er das Ende der Zeremonie sieht und hört.
    "Seht Doch die Zeremonie ist vorbei, nun können wir das Schiff verlassen, -- Dürfte ich euch Talya dann beim Tragen behilflich sein ?"
    Ὦ ξεῖν᾿, ἀγγέλλειν νάννοις ὅτι τῇδε κείμεθα τοῖς κείνων ῥήμασι πειθόμενοι.

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Tharin Sohn des Geroim“ () aus folgendem Grund: e. e. und Text nach Absprache angepasst.

    Mezzek und Sedef:

    Als Mezzek - etwas überraschend für Sedef - die ihm dargereichten Brotkrumen nimmt, ist ein kurzes Lächeln bei ihm zu sehen. Die Krumen selbst hält er nicht fest, er wollte dem Kater schließlich eine Freude machen.


    Thalya und Sedef:

    Über die Folgen seines Erschreckens erschickt Sedef selbst ein weiteres Mal. Das hatte er natürlich nicht gewollt und so versucht er, den Schaden wieder gut zu machen oder wenigstens so klein wie möglich zu halten. Als Thalya wie in Zeitlupe nach hinten kippt und immer mehr von dem Gewicht auf ihrem Rücken in Richtung Deres gezogen wird, greift er sie schnell an ihren zum Glück ausgestreckten Armen und hält sie gerade noch so rechtzeitig fest, so dass sie nicht stürzt, sondern durch ihn langsam auf die Planken gelassen wird bzw. zum Liegen kommt. Leicht über sie gebeugt sagt er mit einem entschuldigenden und auch schuldbewussten Lächeln auf den Lippen zu ihr [~brabaci]"Oh, ich unglücklicher Verbreiter der Ungeschicktheit ... Ich hoffe, Tochter des anmutenden Falls einer Feder, ihr habt euch nichts getan, als ihr durch mich etwas abrupt dazu aufgefordert wurdet, die Neue Welt aus dieser Perspektive etwas anders anders zu begrüßen, wie ihr es euch auch in euren kühnsten Träumen wohl nicht habt vorstellen können?"



    GE-Probe
    Mit 9 zum Glück geschafft :)

    ==> Ergebnis siehe hier
    Eine alte Weisheit der Dakota-Indianer sagt: Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!
    Mezzeks „Abenteuer“ nimmt Ilderico mit einem Schmunzeln zur Kenntnis. Bei Djegos Erklärungen bezüglich der Expedition liegen im offensichtlich schon weitere Fragen auf der Zunge, aber dann purzeln Thalya und Sedef durcheinander, und gleichzeitig scheint die Zeremonie am Kai endlich zu ende zu gehen.

    „Ich glaube, wir können alles weitere gleich in angenehmerer Umgebung besprechen, Senhor Sandruez-Zornbrecht“, sagt Ilderico über die Reling und zieht noch einmal kurz den Hut in Djegos Richtung. Dann bückt er sich und nimmt seinen Beutel auf den Rücken.

    Den Ruf des Maats „Passagiere zuerst runter vom Schiff. Mannschaft klarmachen zum Ladung löschen!“ quittiert er mit „Das lasse ich mir nicht zweimal sagen!“, zögert dann aber, als er sieht, wie der Waldmensch niedergeschlagen wird.
    „Ich habe ja durchaus Verständnis dafür, daß die Beschwörung eines Humus-Elementars nicht ganz so funktioniert, wie man sich das vorstellt. Aber wie, bei allen Zwölfen, kann man versehentlich einen Elefanten beschwören?“ (aus dem DSA4 Forum)
    [Sprache: Brabaci]

    Xenofera hat das Geschehen eine Weile einfach nur wohlwollend betrachtet und hing für eine Weile ihren eigenen Gedanken nach.

    Als dann der Zwischenfall mit Thalya und Sedef geschieht, wird sie aus ihren Gedanken gerissen und als sich dann dieser Tulamide wieder in blumigen Worten entschuldigt, muss die Magierin herzlich lachen. Dieser Angsthase war wirklich ein Tollpatsch! Als sie dann sieht, dass die Zeremonie wohl zu Ende ist, freut sie sich. Genau betrachtet sie, wie die große Kiste weggebracht wird. Ildericos Anregung, die Gespräche über die Expedition in angenehmerer Umgebung fortzusetzen, pflichtet Xenofera bei: "Senor, gerne würde ich ebenfalls mit euch an einem passenden Ort weitersprechen. Wollt ihr uns gleich zu einer Erfrischung führen oder sollen wir uns erstmal in dieser Siedlung allein umsehen? Worauf sollten wir achten?" Nachdem sie seine Antwort abgewartet hat, wendet sie sich noch an Telemarchos: "Wenn euer Wohlgeboren so freundlich wären - ihr habt es ja vorhin angeboten - wäre es sehr nett, auch meine Kiste an Land zu bringen." Sie weist auf eine einfache Seekiste neben ihr. "Sie ist nicht schwer, sondern bietet eher noch Platz für uthurische Schätze - aber sie ist einfach sehr unhandlich", meint Xenofera lächelnd zum Adligen. Über den Ruf, das Schiff zu verlassen, freut sich die junge Frau sichtlich, überprüft nochmal abtastend, ob sie all ihre ungewohnten Dinge sicher an sich verstaut hat und will sich eigentlich bereit machen, das Schiff zu verlassen.

    Im nächsten Moment bekommt die Magierin jedoch mit, wie der Waldmensch vom Seemann niedergeschlagen wird. Sofort eilt sie zum Ort des Geschehens. Angekommen bei dem Schläger und dem Sklaven kneift sie ihre Augen zusammen und blickt finster den Mann an - ihr schönes Gesicht ist kalt und lauernd geworden. Mit lauter Worten erhebt sie ihre Stimme fest: "Erklärt euch! Was hat der Mann euch getan, dass ihr die arme Seele so zurichten musstet? Als freier Mann solltet ihr euch nicht von ein wenig Spott so reizen lassen - oder hatte er etwa Recht mit seinem Spott?" Sie blickt finster, hält ihren Stab lauernd in ihrer Hand und Lucan ihr Papagei flattert aufgeregt ein wenig mit den Flügeln, während er leise krächzt. "Keine unnötige Gewalt, ja?", meint sie nach einer Weile, und fügt noch an: "Sonst werde ich dafür sorgen, dass ihr beim nächsten Wasserlassen euer Gemächt magisch verknotet vorfinden werdet!"
    Als Thalya halbwegs sanft mit dem Hintern auf den Holzbrettern des Schiffdecks landet, atmet sie erst einmal tief ein und erholt sich von dem unerwarteten Sturz. Bei der "Landung" ist Thalya ihr rechter Pantoffel von dem Fuß gerutscht und liegt nun neben Sedef auf den Planken.

    Wie ist dies jetzt schon wieder geschehen? Ich hoffe nur, dass Mezzek nicht ein weiteres Mal seine Pfoten im Spiel hatte...
    Kurz hält sie Ausschau nach dem Kater, kann ihn aber auf die Schnelle nicht entdecken.

    Der erschrockene Ausdruck in Thalya's Antlitz ist mittlerweile einem gefaßten aber reichlich verwirrten Blick zu Sedef hinauf gewichen, während sie ihm bald wieder eine Hand entgegenstreckt, auf dass er ihr beim Aufstehen behilflich sei:
    »Wahrlich hätte ich die Betrachtung des unbekannten Kontinents aus dieser Position gerne in die Abendstunden verschoben! Es scheint jedoch, dass ich, den Zwölfen sei Dank, lediglich mit dem Schrecken davon gekommen bin, habt Ihr mich und mein Gepäck doch vor ernstzunehmenden Schäden bewahrt. Aber was ist denn in Euch gefahren, dass Ihr, wie von einer Schwarzen Witwe gebissen, gegen mich stießt,... werter Herr? Sagt mir, Irre ich mich, oder habt Ihr es bisweilen versäumt, Euch vorzustellen?«

    Sobald sie wieder steht, wird Thalya den Sitz ihrer Kleidung überprüfen, nach dem entglittenen Pantoffel angeln und diesen in halb-gebückter Haltung anziehen, während sie sich mit der freien Hand an der Reling festhält. Nebenbei versucht sie den Gesprächen um sie herum zu folgen, sowie Sedef's Worte zu vernehmen. Die Beendigung der Zeremonie und den Zwischenfall mit dem Sklaven bekommt sie jedoch nur am Rande mit. Telemarchos Angebot, ihr beim Tragen des Gepäcks behilflich zu sein, erwidert sie wohlwollend:
    »Habt Dank für Euer zuvorkommendes Angebot, hochgebohrener Herr; dieser Wesenszug zeichnet Euch wahrhaftig als ein Mann von Stand und Etikette aus. Nehmt es mir aber bitte nicht übel, wenn ich dennoch ablehne, denn das, was ich gerade auf dem Rücken trage ist Alles, was ich mit auf diese Reise genommen habe. Und trotz des kürzlichen Unfalls, der den Anschein erwecken könnte meine Worte Lügen zustrafen, beharre ich weiterhin darauf, meine Kiepe selbst zu tragen. Während eines möglichen Marsches durch den unübersichtlichen Dschungel werde ich meine Habseligkeiten ebenfalls mit eigener Kraft stemmen müssen, also sollte ich mich besser zu früh, als zu spät an das einschränkende Gewicht gewöhnen.«

    Mezzek hat von dem ganzen Wirbel um seine Herrin nichts mitbekommen, sitzt er doch glücklich auf einem Fass in einigen Schritten Entfernung hinter dem Großen Mast und tut sich gütlich an dem Brot. Als die allgemeine Aufbruchsstimmung jedoch die gesamte Mannschafft zu ergreifen scheint, eilt der Kater mit der letzten Brotkrume im Maul zu den Reisenden um Thalya zurück...

    Schiff

    Während Ilderico noch zögert dem Waldmenschen zur Hilfe zu eilen, ist die hübsche Magierin Xenofera schon wutentbrannt auf den Matrosen losgestürmt. Der wiederum hat beim ersten Teil von ihrer Rede noch grimmig gegrinst und so getan als ob ihm eine wutentbrannte magisch begabte Person nichts ausmachen würde. Als es dann aber um sein Gemächt geht vergeht ihm das Grinsen und Xenofera kann die Angst in seinen Augen sehen, die permanent auf ihren Stab gerichtet sind.
    Es ist ein breitschultriger Mann, der auch Xenofera wohl in Nullkommanichts niederschlagen könnte, und der ganz schön auf sie herabschauen muss, einige Narben zieren sein Gesicht. Sympathisch ist nicht unbedingt ein Wort, das Xenofera im Zusammenhang mit ihm gebrauchen würde. Aber die Tirade scheint gewirkt zu haben.
    Die Gesichter der Waldmenschen hinter Xenofera (sie kann sie also nicht sehen) gewinnen sichtlich Hoffnung, sie sind es offenbar nicht gewohnt, dass irgendwer zu irgendeinem Zeitpunkt Partei für sie ergreifen würde. So trauen sich nun einige von ihnen sich niederzuknieen so weit das bei der engen Verkettung eben geht und dem Niedergeschlagenen aufzuhelfen, der schon bald wieder steht, wenn auch sichtlich wackelig und aus mehreren Kopfwunden leicht blutet.
    Die Tirade hat aber auch einiges an Aufmerksamkeit erweckt. Einige der Matrosen und Matrosinnen blicken sich unsicher zu dem Breitschultrigen um und da sie jetzt noch nichts zu tun haben, kommen drei von ihnen dem Geschehen auf wenige Schritt näher. Auch der erste Maat blickt von seiner das Schiff überblickenden Position kurz herüber und beobachtet kurz was Sache ist, reagiert aber vorerst nicht weiter.
    Bevor der Gescholtene irgendwas antworten kann, fragt ein hinzugekommender Mann, der fast ein Bruder des Schlägers sein könnte, wenn man sein Aussehen betrachtet: "Was ist hier los?", um Etikette oder Höflichkeit scheint der sich nicht zu scheren, auch nicht um die Magierin vor ihm, wenn er auch eher sie anspricht als seinen Kollegen.

    An einem anderen Ort, zu einer anderen Zeit

    Kampfgurke

    Der kurze uthurische Sonnenuntergang taucht den Himmel über der Lichtung in ein tiefes Rot. Bald wird es hier stockfinster sein. Einige Männer und Frauen in dem Dorf bereiten die allnächtlichen Fackeln vor, lassen die Kochfeuer ein bisschen größer werden, damit das Dorf der Sippe von Tirumbu, aus dem Stamm der Bakalanga auch weiterhin in warmes Licht getaucht ist.
    Viele der Laute verstummen nun im rasch endenden Tag, die sonst den riesigen Wald beleben. Es wird eine Weile dauern, bis die Geräusche der Nacht einsetzen und auch die Nachtaktiven wirklich aktiv werden, so sind dies die wohl ruhigsten Momente des Tages hier in der breiten Biegung des Sarmastroms, an dessen Ufern das Dorf mit einigem Abstand liegt. So bietet der Fluss Nahrung und Handelswege, aber der Schutz des Immergrünen geht dem Dorf nicht verloren. Die Sippe hat bei der Gründung des Dorfes eine kleine Lichtung auf einer Ebene im sonst so hügeligen Land gehauen.
    Der Nebel über dem feuchten Gebiet wirkt im Sonnenuntergang dichter als während des Tages, aber eigentlich hat sich gar nichts verändert, heiß feucht und nass wird es bleiben, auch wenn die Nacht eine angenehme Kühle bringen wird. Die Moskitos werden kommen, aber die Bewohner und Bewohnerinnen des Dorfes wissen sich dagegen zu wehren, sie kennen viele einfache Mittel gegen sie, wobei ein gezielter Klatscher nur das einfachste ist.
    Im Schein eines Feuers hat Häuptling Tirumbu die wichtigsten Mitglieder seines Dorfes versammelt, sie haben gemeinsam gegessen und gelacht, aber alle anderen haben schon gemerkt, dass Tirumbu und der Schamane Muluwongo dabei die ganze Zeit etwas angespannt gewirkt haben. Sie haben sich nicht wirklich an den Scherzen der anderen erfreuen können und nur hin und wieder ein Lächeln über ihre Gesicher schießen lassen.
    Für die anderen ist dies ein sicheres Zeichen, dass es eine lange Nacht werden wird. Lange Beratungen werden folgen, denn irgendetwas bereitet den beiden Sorge, es ist schon nicht oft der Fall, dass sie alle zusammen am Feuer sitzen, und wenn, dann gibt es entweder etwas zu feiern, oder etwas zu beraten. Da ersteres nicht der Fall ist, kann sich der Rest ungefähr denken, dass etwas los ist.
    In dieser ruhigen Stimmung, der gleichzeitig eine gewisse Melancholie innewohnt, räuspert sich Tirumbu.
    Er ist ein ziemlich großer schlanker Mann in mittleren Jahren, gefürchtet nicht wegen seiner körperlichen Stärke sondern wegen seiner unheimlichen Gewandheit, die ihn zum gefürchtetsten Krieger macht, den das Dorf hat. Er hat die Fähigkeit mit seiner Umgebung zu verschmelzen wie kein Anderer und das will etwas heißen, denn die Bakalanga sind wie alle Stämme des großen Waldes Meister darin. Sein Haar trägt er kurz, aber in den kurzen Locken, die er hat sind unzählige goldene Perlen vernäht. Jede einzelne die Geschichte eines großen Mannes oder einer großen Frau in der Sippe. Werden Goldgegenstände normalerweise von Ahnen vererbt, so sind es bei Tirumbu frühere Häuptlinge, und diese sind nicht zwangsläufig Verwandte. An den Armen trägt er Armreife, einer davon auf der linken Seite ist ein lederner Armreif, cirka fünf Finger lang, in dem zwei abgerundete Pfeilspitzen aus dem festen schwarzen Metall befestigt sind, das nur so selten zu finden ist. Auf der anderen Seite trägt er dünnere Armreife aus schwarzem Hartholz. Jeder der Anwesenden hat hierin sein Tribut als Zeichen der Treue ihm gegenüber hinterlassen. Die engsten Vertrauten Tirumbus schnitzen in einen solchen Armreif ihr Zeichen oder ihren Segen.
    Nur einer in der Runde hat diesen Tribut noch nicht gezollt. Und das ist Katimbala, der Panthrige, ein junger Krieger mit erstaunlichen Fertigkeiten, der heute in diese traute Runde aufgenommen werden soll.
    Er hat eine Woche und einen Tag Zeit gehabt den Armreif für seinen Häuptling zu gestalten, und diese Zeremonie hat besondere Bedeutung, das weiß Katimbala. Jeder der Armreife, die der Häuptling trägt ist ein Kunstwerk in sich selbst, von Originalität und Schönheit, die die ganze schenkende Person zeigen soll.
    Mit seinem Räuspern will Tirumbu wohl andeuten, dass es nun Zeit ist.
    Lulemwe, die Katimbala nur Kekele nennt, eine gebeugte alte Frau, seine Lehrmeisterin, nickt ihm aufmunternd zu. Wer sie hier sehen würde, würde denken, sie ist alt, gebrechlich und wehrlos, aber Katimbala weiß wie viele andere im Dorf, dass dies nicht die ganze Lulemwe ist.
    mfg ecuvaro

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    Xenofera

    Als Xenofera das Angebot von Telemarchos annimmt, nickt Sedef kurz bestätigend dazu. Dabei ist ihm allerdings nicht anzusehen, wie er das meinen könnte. Und als sie dann zu dem Vorfall zwischen dem Matrosen sowie dem Sklaven hineilt und sich einmischt, schüttelt er mit einem resignierenden Gesichtsausdruck den Kopf und denkt sich, dass das nicht gutgehen konnte für den armen Matrosen. Er würde den Tag noch bereuen, an dem er sich entschlossen hatte, diese Fahrt mit dieser Person an Bord mitzumachen. Nun gut, so war das eben. Er hätte eben damit rechnen müssen, dass er sich den Zorn der Dame zuziehen würde.

    Thalya und Sedef

    Nachdem Thalya auf ihrem Hosenboden zu sitzen kommt, lässt Sedef sie zunächst einmal los und schaut sich kurz um, ob jemand den Vorfall mitbekommen hat. Sollte er dabei jemanden bemerken, zuckt er kurz entschuldigend mit den Schultern und greift dann nach Thalys Händen, um ihr wieder auf zu helfen. Zu ihrem Hinweis auf die Abendstunden meint er [~brabaci]"Oh, äh, wie meint ihr das denn jetzt?" und läuft dabei rot an. Um seine Verlegenheit zu überspielen, fährt er schnell fort [~brabaci]Ich weiß auch nicht so genau? Als der edle Herr der ungewöhnlichen Form des an Bord gehens hier" dabei nickt er kurz in Richtung von Telemarchos [~brabaci]"gerade das Seil hat fallen lassen, habe ich, der Meister der Schreckhaftigkeit, wohl etwas überreagiert und mich in einer mir gar nicht üblichen Art und Weise wohl wie eine schneller Khoramsbestie an die Beute heran gemacht und bin dabei gegen euch gestoßen." Da Sedef seine Worte mit einem freundlichen Lächeln unterlegt, kann Thalya erkennen, dass der Begriff "Beute", mit dem er sie augenscheinlich gerade eben bezeichnet hat, keinesfalls negativ oder gar anrüchig gemeint war. Er entschuldigt sich dann noch bei ihr [~brabaci]"Entschuldigt bitte, ich werde zukünftig wieder versuchen, den nötigen Abstand der Sittsamkeit zwischen uns zu wahren, ohne damit euch gegenüber andeuten zu wollen, dass mir die Berührung, unter welchen ominösen Umständen auch immer sie gerade eben zu Stande gekommen ist, auch nur ansatzweise unangenehm gewesen sein könnte." Nach einer kurzen Pause stammelt er dann [~brabaci]"Äh ... ja ... wie auch immer ... lasst euch helfen, um diesen bezaubernden Zustand der Entblößtheit wieder zu beseitigen." Dabei schaut er kurz zu ihrem Fuß, ergreift dann den an Deck liegenden oder, sollte er zu langsam gewesen sein, den von Thalya in der Hand gehaltenen Pantoffel, bückt sich und hebt das Bein von Thalya an, um ihr diesen wieder anzuziehen. Dies geschieht allerdings ohne Vorwarnung, so dass es durchaus passieren könnte, dass sie wieder das Gleichtgewicht verliert ...
    Eine alte Weisheit der Dakota-Indianer sagt: Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!
    KampfGurke
    Heute war es soweit und die Sonnenwechsel vergingen schneller, als es Katimbala lieb war, aber er hatte sein Bestes gegeben. Mit dem Messer, das aus einem seltenen Metall besteht, konnte er seiner Fantasie freien Lauf lassen. Alles in Allem sieht der Armreif in Form einer nie enden wollenden Reihe an Krallen sehr gelungen aus. eine Raubtierkralle legt sich auf die dahinterliegende und so umringt diese Reihe den Arm des Trägers.
    Katimbala war einer der kleinsten Krieger im Dorf. Mit seinen knapp 86 Fingern war er sogar einer der kleinsten Sippenmitglieder. Aber das störte ihn nicht, hatte es doch auch Vorteile, kleiner zu sein. Katimbala hatte die typische ebenholzschwarze Hautfarbe seines Volkes und trug diese mit Stolz. Er streicht sich über den Fellschurz, den er um die Hüfte trägt und der sehr skurril gefaltet in seinem Schoß lag, bevor er ein Bein anwinkelt, eine Hand drauf stützt und sich zu seiner nicht wirklich imposanten Größe aufrichtet. Seine Jagdtrophäen klimpern, die er an Lederbändchen auf viele Ketten gezogen hat. Krallen, Zähne und Knochen diverser Tiere, dazu kleine Holzschnitzereien und eine große goldene Halskette, aus flach geschlagenem Metall mit stilisiert eingehämmerten Greifen und Sonnensymbolen. Sein größter Schatz allerdings ist die Kette aus Holzperlen, zwischen die sich in unregelmäßigen Abständen hier und da eine Bernsteinperle schmuggelt.
    Mit sicherem Schritt, auch wenn der Magen etwas anderes verkündete, stapft ein Fuß vor den anderen. Umwickelt sind Katimbalas Waden von dunklem Pantherfell, welches auch große Teile seiner Füße überlappt. Nun, beim Näherkommen, wird der Schein des Feuers stärker und jeder kann die Pantherfleckenbemalung auf seiner Brust und seinem gesamten Rücken erkennen, die über der linken Schulter miteinander eine Verbindung eingehen und seinen Stand in der Gemeinschaft zeigen. Mit fellumwickelten Unterarmen tritt er vor seinen Häuptling, hockt sich hin (hinknien käme für ihn als stolzen Krieger nie in Frage) und hält den Armreif über seinen kahlgeschorenen Kopf. Die Knochenohrringe klimpern und klackern dabei leicht. Dann blickt er aus dunklen schwarzen Augen hinauf und atmet erst jetzt wieder die Luft ein, die er auf dem Weg hierher unwillkürlich angehalten hatte. leicht zwischend bahnte sich die Luft einen weg in seine platte Nase und er lächelt seinem Häuptling zu. Katimbalas Waffen liegen indes auf seiner kleinen Decke, die er hier am Feuer ausgebreitet hat, um sich darauf zu setzen.
    Der erste Impuls ist immer der Richtige. - Luis XIV.

    Der frühe Vogel mag vielleicht den Wurm fressen, aber erst die zweite Maus bekommt den Käse. - Vince Ebert

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    Eine Expedition durch weitgehend unerforschte Gebiete, das würde Thorim tatsächlich interessieren, doch für Djego selbst findet er bis jetzt wenig Begeisterung -- er traut diesem Schlag Mensch, zu der Diego nach erster Abschätzung gehört, nicht. Auch mag er die abschätzige Art nicht, mit der er ihn zu beobachten scheint. Er lässt sich duch beides aber nicht von einem freundlichen Nicken und Lächeln abhalten und beschließt, nach der Zeremonie an geeigneter Stelle ein weiteres Gespräch mit ihm zu suchen, um einen runderes Bild von diesem Mann zu gewinnen - für den Moment allerdings hält er einen längeren Dialog von Schiff zu Ufer für unpassend.

    Die Frage Thalyas nach der Bezahlung interessiert Thorim ebenfalls - muss man doch immer gucken, wie man so sein Leben bestreitet. Wenn dann später wieder über die Expedition geredet werden sollte, möchte Thorim in jedem Fall den Al'Anfanern auch ein erkleckliches Sümmchen abknöpfen.Viel mehr aber interessieren ihn die Besonderheiten, Pflanzen und Tiere die er auf dem Weg der Reise entdecken könnte.

    Dass dieser Kater so einfach mit ein bisschen Brot zu locken ist, war ja klar! Nur ein bisschen Fresschen - kein Rückgrat! Vögel sind wahrlich viel klüger! Der nachtragend- zickigeKater interessiert Thorim tatsächlich aber nur noch wenig und so wendet er sich anderem zu. Die ganze Aktion mit diesem tollpatschigen Tulamiden quittiert Thorim mit einem herzlichen, gutmütigen Lachen. Ansonsten beobachtet er das alles jedoch nur und bleibt passiv.

    Thorim hat glücklichweise schon sein gesamtes Gepäck bei sich und könnte also sehr bald nach dem Ruf zum Verlassen des Schiffes dem Aufruf nachkommen - doch er betrachtet noch aufmerksam die Kiste, die weggetragen wird. Zuuu gerne wüsste er, was sich darin befindet und einen Blick hineinwerfen. Vermutlich etwas sehr, sehr wertvolles oder wichtiges. Thorim nimmt sich vor, sollte er die Chance kriegen, einen kurzen Blick in die Kiste zu riskieren.

    Thorim verliert sich, die Ferne betrachtend, in Gedanken bis er durch den Konflikt zwischen dem Seefahrer und dem Sklaven aus seinen Gedanken gerissen wird. Stirnrunzeln nimmt er die Lage wahr und bewegt sich langsam auf das Geschehen zu, wobei er seine Muskelpartien ein wenig anspannt, damit sie später größer wirken.Als er dann ihre Drohung über die Probleme beim Wasserlassen hört, entgleist ihm für kurze Zeit das Gesicht. Bis die Situation die Aufmerksamkeit der anderen gewinnt, steht er schon an ihrer Seite und legt sanft die Hand auf ihre Schulter. Dies alles tut er ohne Hast und mit einem ruhigen und sicheren Blick. Er zwinkert Xenoferia zu und schenkt ihr einen Blick der eine Mischung aus "Gut gemacht" und "Ich halte zu dir" ausdrückt. Mit ruhiger, aber doch bestimmter Stimme fährt er an die beiden Seemänner gerichtet fort: [brabaci] "Bei den Zwölfen, die Anspannung zeigt, dass wir alle mal dringend wieder Landurlaub brauchen, nicht wahr? Werte Herren, unserer heiligen Elida hat man ihren Mut und ihre Forschheit auch nicht übel genommen. Wer weiß, ob diese mächtige, wohlgelehrte Dame nicht doch noch mal euren Arsch retten wird? Also behandelt sie mit Respekt und ansonsten: ruhig Blut an Bord!" Dabei blickt er sicher aus seinen glasklaren Augen wobei ihn eine gutmütig-aufrechte Aura der Beruhigung, die er durch seine Geste und die Körperhaltung bewusst unterstreicht. Seine gewaltig wirkenden Arme zeigen seine Kraft, die aber offensichtlich ruht. Einen kurzen Blick wirft er nochmal auf den niedergeschlagenen Sklaven, dann erreicht sein Blick wieder den Matrosen, den Xenofera angemeckert hatte.
    Xenofera erfreut es, dass ihre alberne Drohung seine beabsichtigte Wirkung nicht verfehlte. Männer waren doch so berechenbar - in bestimmten Bereichen zumindest. Sie bemerkt den Blick auf den Stab, greift diesen noch ein wenig stärker und reckt ihn noch ein wenig höher, um furchterregender zu wirken. Die Aufmerksamkeit an Deck könnte allerdings problematisch werden, zumal scheinbar der Gefährte des Hünen erscheint, um den anderen Mann zu unterstützen. Gut, dass in dem Moment Thorim auf der Bildfläche erscheint. Seine Gestalt wird die Kerle schon einschüchtern und dass er so beruhigend auf sie einredet sollte die Situation zusätzlich entschärfen. Nachdem Thorim gesprochen hat, antwortet Xenofera ergänzend an den hinzugekommenen Mann: "Ihr fragtet, was los war. Dieser Senor hat den armen Sklaven, der uns immerhin erst hier her gebracht hat, unnötiger Weise verletzt. Das kann unmöglich in dem Sinne von irgendjemandem sein und daher wollte ich ich dem Herrn sagen, dass er sich bitte überlegen soll, wie er mit seiner überlegenen Machtposition umgehen soll und die armen Seelen, die hier angekettet sind, nicht über Gebühr quälen - das gehört sich nicht. Nichts weiter. Jetzt würden wir gerne das Schiff verlassen und auch ihr wollt euch sicher bald im Hafen bei Rum und richtigem Essen wiederfinden."

    Die ganze Zeit über krächzt Lucan der Papagei immer wieder leise auf.

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    Die Lage beruhigt sich mit Thorims Auftreten sichtlich, auch wenn es die Matrosen vor ihnen nicht unbedingt tun, sie haben gerade aber zumindest keinen Grund mehr handgreiflich zu werden.
    Der Schläger blickt weg von dem Stab zu seinem Adjutanten sagt aber nichts, obwohl ihm wohl einiges auf den Lippen liegt. Der Adjutant hingegen starrt die beiden an. "Wisst ihr was, dies hier ist ganz und gar nicht euer Schiff. Ihr habt auch nicht zu entscheiden, wie wir unsere Sklaven zu behandeln haben, ist das klar? Und vom Schiff runter könnt irh ja jetzt auch, so geht doch, schnell! Der Maat hat es euch doch eh schon gesagt! Keiner hindert euch dran, schert euch!", na wenigstens schlagen wollte der nicht und auf eine wundersame Weise scheint ihr euch einig zu sein was nun geschehen soll, wenn auch aus völlig unterschiedlichen Beweggründen. Der Maat lächelt in ca 10 Schritt Entfernung einmal kurz unschlüssig und kümmert sich dann wieder um wichtigere Dinge. Dem Schläger rutscht nur noch ein dummblödes: "Ja genau!", heraus, der Hellste scheint er nicht zu sein. "Wer mich verspottet, kriegt was auf die Rübe.", nur wenn dieser jemand wehrlos ist, möchte er wohl nicht ergänzen.
    Thorims Auftreten als Kindermädchen hat die Lage beruhigt, seine körperliche Stärke hat die Matrosen aber wohl nicht besonders beeindruckt.
    Von hinter euch hört ihr ein gequältes ~moh~ "Bitte, geht jetzt nicht. Helft mir, er wird mich jetzt noch übler zusammenhauen."

    Gurke
    Sekunden vergehen, die wie Stunden wirken, bis der Häuptling ebenfalls lächelt auf ihn zutritt und wie als Zeichen des Respektes seine Finger über den Reif spielen lässt, sodass nun alle vier Hände den Reif halten. Dann nimmt er ihn mit je zwei Fingern seiner beiden Hände in die Hand, wiegt ihn darin und hebt sie dann mit einer großen Geste hoch, damit alle am Feuer den Reif sehen können. ~Petaya~ "Dies ist dein Zeichen deiner Treue für mich und ich bin dir sehr dankbar dafür. Noch dankbarer aber bin ich, dass du unsere Sippe mit deinem Dasein so bereicherst, bei Pra-Jobo.", die Stimme ist klar, wohlklingend und ihr Klang durchschneidet die Stille des vergehenden Tages noch mehr als es vorher die Knochenschmuckstücke getan hatten. Er nickt dir zu, ein Zeichen dich wieder an den Platz am Feuer zu begeben, dann geht er die wenigen Schritte zurück zu seinem Platz, rückwärts wohlgemerkt und setzt sich. Anstatt den Reif sofort anzuziehen, gibt er ihn nun zu seiner Rechten Muluwongo, dem Schamanen, der ihn nun eine Weile begutachtet und fühlt. Stille tritt ein am Feuer. Alle wissen, dass jetzt nicht die Zeit ist Worte zu verlieren. Wie als wäre es abgesprochen, was es aber nicht ist, denn es ist einfach eingeschrieben und selbstverständlich.
    Am Feuer rechts neben dir sitzt Lulemwe, die, falls du zu deinem Platz zurückkehrst, dir ein großes zahnloses Lächeln zuwirft, das die anderen nicht bemerken, da sie sich auf das Feuer konzentrieren. Nur du kannst ihre großen Eckzähne sehen, die einzigen Zähne, die ihr geblieben sind.
    Rechts neben ihr wiederum sitzt Namentsha, eine junge athletische Frau, die nur ungefähr zwei Jahre vor dir in diese engere Führungsgemeinschaft der Sippe aufgenommen worden ist. Ihr Haar ist kurzgeschoren, und du weißt, wenn du auf ihr Haupt blicken würdest würdest du dort zwei Schlangenaugen als Teil eines Schlangenkopfes gemalt wiederfinden. Vor einiger Zeit hat sie diese Malerei um ein Schlangenmuster, das ihren gesamten Oberkörper bedeckt erweitert, sie hat dir gesagt, sie fühle sich nun reifer. Du hast den Eindruck, dass du schon jetzt stärker bist als sie, aber das hast du nie offen gesagt, denn darüber redet ihr nicht in der Sippe. Sie ist mindestens fünf Jahre älter als du, aber doch erst seit vergleichsweise kurzem dabei. Dennoch hast du sie als Jagdpartnerin schätzen gelernt, sie ist immer freundlich und hat am Ende doch schon einige Jahre mehr auf dem Buckel, die ihr einige Ruhe eingebracht haben.
    Rawabatwa kniet rechts neben ihr, auch er aus demselben Grund hier wie du und Namentsha, er hat ein besonders starkes Seelentier. Er ist ein Bulle, dick aber auch unglaublich muskulös. Nur ein wenig größer als du, aber ein Schlag von ihm, und sogar eine Raubkatze fällt um. Seine Brustbehaarung ist sein stolzestes Kunstwerk, er hat kaum Hautbemalung angebracht denn das "Fell" sagt genug über ihn aus. Er ist wohl ungefähr in Tirumbus Alter, die Haare am Kopf hat er bis auf zwei Halbfinger herunter gekürzt. Aber er trägt welche und das tun in der Sippe nur wenige außer Tirumbu, dem Goldhaar, wie er auch genannt wird.
    Zwischen diesem und Tirumbu sitzt im Schneidersitz dann noch gemütlich Makendo. Sie ist noch zehn Jahre älter als Tirumbu, sieht im Vergleich mit den bisher Beschriebenen unauffällig aus, außer dass sie wohl keine Alterserscheinungen auf ihrem Körper hat. Ihre Haut zieren Jagdszenen, ihre größten Triumphe, einige Lederbänder hat er sich um den Oberkörper gewickelt. Auch er trägt Armreife, derer zwei mit dem seltenen Metall, ihre Decke ist bestickt mit allerhand Trophäen und es liegt ein großes weißes Fell darunter, alle im Dorf haben sich wohl schon einmal gefragt, von welchem Tier es stammen könnte, sie kannten es nicht. Du weißt mittlerweile, dass Tirumbus linke Hand so etwas wie die Chefstrategin des Dorfes ist. Sie plant Jagden, sie pflegt Beziehungen zu anderen Sippen, beziehungsweise ist Tirumbus engste Beraterin darin. Und dafür muss sie kein mächtiges Seelentier haben, ihre Ausstrahlung allein reicht. Nur Tirumbu sieht in dieser Runde erhabener aus, und wehrhafter. Ihre erstaunlich hellen braunen Augen strahlen jeden an, ob gut-oder böswillig, aber fast alle in der Sippe mögen sie.
    Neben Tirumbu sitzt schließlich Muluwongo, ein erstaunlich junger Schamane für eine Sippe, etwa so alt wie Namentsha, er hat vor drei Jahren begonnen, und schon hat er sich bewährt, er ist der Sohn einer schon verstorbenen ziemlich weisen Frau, die ihren Sohn vieles schon in Kindertagen gelehrt hat, mit einem Gespür, dass aus ihm einmal etwas werden würde. Ein Schamane der Nachbarsippe hat dann die Begabung in ihm entdeckt und er hat das Amt übernommen, das davor einige Zeit frei war, weil die vorige Schamanin, nicht seine Mutter, am Alter gestorben ist.
    Eine riesige Sonne aus Gold hängt um seinen Hals. Auch er ist drahtig, im Unterschied zu den ganzen Kriegern und Kriegerinnen schon fast dünn, gerade hält er Katimbalas Reif vor die Sonne.
    Auch er sonst bemalt, auf seiner Stirn einige Augen, sie sollen Pra-Jobos Augen sein, die in seinem Dienst über die Sippe wachen, auch er hat einen Lendenschurz an dem lauter Jagdtrophäen hängen, seine Arme sind frei, viel Ausstrahlung kommt bei ihm durch den so ebenmäßigen Körper, der ihn wirklich gottgeschaffen aus sehen lässt. Er bemalt sich wenig und sieht so fast nackt aus, die Sonne und die Augen kommen dadurch nur noch besser zur Geltung. Und er hebt sich damit vom Rest der Sippe sehr ab, er zeigt, dass er das nicht braucht, dass diese Kategorien der Welt nicht für ihn gelten.

    mfg ecuvaro

    Qui labores, pericula, dubias atque asperas res facile toleraverant, iis otium, divitiaeque, optanda alias, oneri miseriaeque fuere. (Sallust, Cat 10)

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    Thalya, Sedef - später Telemarchos und evtl. Djego

    Gerade noch rechtzeitig erkennt Thalya die Absichten des sichtlich schreckhaften Tulamiden und kann sich an der Reling festhalten, während Sedef ihr rechtes Bein ergreift und ohne viel Federlesens anhebt. Für einen kurzen Augenblick gerät sie ins Schwanken, kann sich aber sofort wieder fangen, indem sie vorübergehend auch mit der zweiten Hand an der Reling halt findet. So lässt sie Sedef zunächst gewähren, auch wenn ihr durch ein leichtes Stirnrunzeln anzusehen ist, dass sie dem Gehabe des ungepflegten Tulamiden etwas misstrauisch gegenübersteht.

    Was für ein seltsamer Geselle!? Dieser schmuddelige Kerl scheint äußerst nervös zu sein, schreckt allzu oft auf und ist, aus welchen Gründen auch immer, nicht geneigt seinen Namen preisgeben. Will er mich gar an der Nase herumführen, indem es sich in Wahrheit um bemerkenswertes schauspielerisches Getue handelt?
    Immerhin versucht er jedwede durch ihn entstandene Unannehmlichkeit sofort wieder ins Lot bringen zu wollen. Ist schon goldig, wie er bisweilen abrupt von seiner geschliffenen Ausdrucksweise abkommt – wo er diese wohl erlernt hat? Mal sehen, ob sich da nicht etwas herausfinden lässt. Zumindest kann es sicherlich nicht schaden, vorerst sein Spielchen mitzuspielen. Wenn er doch nur nicht soaussähe, als dass Körperpflege dämonisches Wirken für ihn darstellen würde...

    Während Thalya dies durch den Kopf geht, huscht für einen Augenblick ein unterdrücktes Lächeln über ihr Antlitz.

    Als Sedef immerhin beim Überstreifen ihres Pantoffel sein gewisses Fingerspitzengefühl an den Tag legt, glättet sichThalyas Stirn wieder. Dann richtet sich der große Südländer wieder auf und sie nickt ihm auf einmal kalt zu und beginnt mit einer ausdruckslosen Miene und nicht überhörbaren Unverständnis in der Stimme:
    »Mein Herr, Eure Selbstbetitelung mag zwar durchaus passend klingen« in diesem Moment mauzt Mezzek ihr entgegen und ein klitzekleines Bröckeln ihrer steinernen Fassade gelingt ihr bei diesen Worten nicht gänzlich zu verbergen, sodass ein guter Menschenkenner dies bemerken könnte »jedoch pflege ich bisweilen den Namen meiner Konversationspartner zu kennen und sehe keine Gründe, weshalb Ihr mir den Euren weiterhin verheimlichen solltet, nachdem ich den Meinigen bereits vor einiger Zeit verkündigt habe.«

    Bei Phex! Hoffentlich hat er meinen kleinen Ausrutscher nicht bemerkt... dass ich mir solche Schnitzer trotz der vielen Jahre gelegentlich noch leiste... Ach Mezzek...
    Sie lässt einen Moment verstreichen und versucht, nach diesen bewusst abweisend wirkenden Worten, in Sedef's Mienenspiel zu lesen. Bevor dieser jedoch eine Silbe über seine Lippen bringen kann, fährt sie mit einem plötzlich amüsanten Lächeln fort:
    »Des Weiteren seien Euch die... wunderbar umschreibenden Andeutungen...« dieses mal Lacht sie ganz ungezwungen kurz auf »...bezüglich Eures kaum übersehbaren Interesses an meiner Person selbstredend verziehen, ließ sich meine unbewusst doppeldeutige Bemerkung zuvor doch wahrhaftig als eine Ermutigung an Euch deuten...
    Oh, es scheint, dass wir nun endlich von Board gehen können – entschuldigt mich für einen Augenblick!«

    [Jetzt würde sich Thalya spätestens noch einmal an Djego wenden, um diesen mitzuteilen, dass sie umgehend nach dem Verlassen des Schiffs gedenke zu ihm zustoßen...]
    Außerdem wird sie ihren Kater flüchtig streicheln und diesem zu raunen:

    »Jetzt darfst du dieses Gefängnis verlassen, aber bleib schön in meiner Nähe und halte dich von dem netten Thorwaler fern...«

    Wieder an Sedef gerichtet spricht sie wohlwollend:
    »
    Wollt Ihr mir nun nicht ein wenig über Euch erzählen, Freund aus dem Praios Aventuriens, während Ihr mich bei dem Verlassen dieses riesigen hölzernen Konstruktes der Seereise begleitet? Es würde mich brennend interessieren, was Ihr Euch von diesem ungezähmten Neuland erhofft!

    Darf ich Euch ebenfalls einladen, hochgeborener Herr?«
    mit der letzten Frage wendet sich Thalya nach einer angedeuteten Verbeugung Telemarchos zu.
    Xenofera ist zunächst beruhigt, dass sich die Lage etwas entspannt. An den Adjutanten gewandt sagt sie "Ich weiß sehr wohl, dass das hier nicht mein Schiff ist - aber für die Passage ist gezahlt worden. Das Schiff werde ich bald verlassen, keine Angst. Mich hält nicht viel auf diesem Haufen Holz, in dem es von solchen Rüpeln wimmelt."

    Anschließend wendet sie sich Thorim zu und sagt: "Kommst du bitte mit?", dann sagt sie auf mohisch [mohisch]"Keine Angst, ich hoffe, ich kann dir helfen", woraufhin sie sich gerade zum Maat begeben will, als sie die Worte des Schlägers vernimmt. Sie dreht sich noch einmal zu ihm um, blickt ihm mit einem leichten Lächeln in den stechenden Augen in sein Gesicht, zwinkert ihn an und vollführt mit den Händen schnell die angedeutete Bewegung eines Knoten der gebunden wird. Dann achtet sie nicht weiter auf ihn, sondern läuft rüber zum Maat, wobei ihr Papagei ein gackerndes Krächzen von sich gibt.

    Sie lächelt und spricht ihn an: "Señor, seid gegrüßt. Ich hoffe, ich habe keine großen Unanehmlichkeiten erzeugt. Damit ihr bald wieder in Ruhe arbeiten könnt, will ich euch auch garnicht lange belästigen, aber ich würde gerne den gerade eben erst niedergeschlagenen Sklaven erwerben! Ich brauche einen Träger und mir wird er mehr dienen können, als wenn er von diesem Grobian, der sich Matrose schimpft, hier totgeschlagen wird. Könnt ihr über ihn verfügen oder an wen muss ich mich wenden?" Dabei gibt sie sich große Mühe, höflich zu wirken und dem Maat zu schmeicheln.

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    Der Maat
    ist ein erstaunlich zierlicher Mann für seine Position, wirkt feinsinnig und hat wohl mehr mit Befehlen zu tun gehabt während der Überfahrt, als selbst an den Segeln zu arbeiten, auch wenn er nicht so ausschaute als könnte er das nicht.
    Der Maat ist wirklich überrascht, auch wenn er erst einmal keine Partei ergreift: "Ich muss schon bitten gelehrte Dame, erst erzeugt Ihr hier einen Riesentrubel, dann wollt Ihr plötzlich einen Sklaven kaufen, während hier gerade alles am Abladen ist. Wenn es Euch nur um das arme Geschöpf geht so kann ich Euch beruhigen, der Sklave und der Matrose werden sich wohl länger nicht mehr treffen, denn die Waldmenschen werden wir hier abladen und dafür uthurische Sklaven an Bord holen. Aber wenn Ihr wirklich Interesse an den Sklaven habt, dann wendet Ihr Euch am Besten an die Repräsentanten und Repräsentantinnen des Gubernators, ihm gehören die nämlich."

    Der Sklave
    wird hinter Xenoferas Rücken derweil von dem Schläger angespuckt, die Frau, die ihm das Gemäht verknoten will ist ja jetzt weg. Mit Genuss tritt er noch einmal nach und jetzt wo er auch endlich die Aufmerksamkeit des halben Schiffes hat, zumindest was die Schiffsbesatzung angeht, kann er auch ein schallendes Gelächter von vielen Seiten vernehmen, der Adjutant klopft kumpelhaft ihm auf die Schulter. Sanft wurde hier offenbar nicht umgegangen mit den Sklaven und es scheint nicht viele zu geben, die es missbilligen. Der Sklave mault kurz und sinkt dann wieder zu Boden. Ein paar der Umstehenden fangen wütend an zu schreien, und es entsteht Lärm auf dem Schiff.
    mfg ecuvaro

    Qui labores, pericula, dubias atque asperas res facile toleraverant, iis otium, divitiaeque, optanda alias, oneri miseriaeque fuere. (Sallust, Cat 10)
    Thalya und Sedef

    Da Sedef mit dem Anziehen des Pantoffels beschäftigt ist, bekommt er nicht mit, dass Thalya wohl über ihn etwas die Stirn runzelt. Als er sie dann wiederum fast zu Fall bringt, entfährt ihm ein [~brabaci]"Bei Phex, ihr seid geschmeidig wie ein zartes Füchslein." bevor er normal zu ihr sagt [~brabaci]"Ich glaube, ich lasse nun besser von euch ab, bevor ihr mir noch beweisen müsst, dass ihr anmutig wie ein edler Efferdstümmler dieses trübe Brühe üblen Wassers bezwingen könnt." Es scheint ganz so, als wäre ihm gerade der Gedanke gekommen, dass es durchaus passieren könnte, dass er ungewollt Thalya ein unfreiwilliges Bad im Hafenbecken verschaffen könnte. Als er dann zu ihr aufschaut, ist aber keine Boshaftigkeit oder sonstige üble Absicht bei ihm zu erkennen. Er beeilt sich dann, schnell wieder aufzustehen, und sich kurz umzusehen. Die Situation mit dem Sklaven und der Besatzung nimmt er kurz wahr, ignoriert sie aber weiterhin.

    Als bei Thalya ein kurzes Lächeln zu sehen ist, lächelt er zurück und sagt zu ihr [~brabaci]"Seht ihr Perle des Großmuts, es war doch alles gar nicht so schlimm und ihr könnt nun mit eurem Anlitz das Praios-Licht auf diesem Land noch heller erstrahlen lassen."

    Bei ihrem kleinen Ausbruch macht Sedef erschreckt einen Schritt zurück und schaut sie mit großen Augen an. Bevor er antworten kann, lächelt sie jedoch zum Glück schon wieder. So erwidert er dann [~brabaci]"Oh, habe ich nicht? Verzeiht mir Rose des heißen Feuers, Sedef ibn Marwan ist mein Name! Ich dachte, ich hätte mich schon vorgestellt. Heute scheint nicht nur mein Tag der Ungeschicktheit sondern auch noch der Unhöflichkeit zu sein." Bei der Nennung seines Namens streckt er zwar stolz seine Brust hervor, verzieht jedoch gleichzeitig wohl ob seines Versäumnisses hinsichtlich seiner Vorstellung etwas betrübt sein Gesicht.

    Die Anmerkung von Thalya, dass er sie zuvor wohl falsch verstanden habe, übergeht Sedef. Dabei bleibt allerdings offen, ob ihm das egal ist, ob er sie nicht richtig verstanden hat oder ob er diese Klarstellung einfach nur ignorieren will. Als Thalya dabei eine Andeutung macht, dass Sedef offensichtlich ein Interesse an ihm haben könnte, lächelt er ihr sichtbar geschmeichelt zu und sagt zu ihr [~brabaci]"Ach, ehrwürdige Tochter des Großmutes, welcher Mann und vermutlich welche Frau sollte denn nicht an euch ein Interesse zeigen? Seid ihr es doch, der nun schuld daran ist, dass es in Aventurien etwas dunkler geworden ist und als Ausgleich hier ein neuer Stern aufgeht. Wobei ich natürlich selbst den Göttern dafür danke, dass ihr das getan habt."

    Auf Thalyas Nachfrage, ob er sie nicht begleiten will, nickt ihr Sedef zu [~brabaci]"Aber selbstredend. Nur ein Dumpfschädel könnte ein solches Angebot wohl ausschlagen? Und ich hoffe, ihr klassifiziert mich nicht in diese Schublade?"

    Da Sedef sein Gepäck bereits mit sich führt, überprüft er nur nochmals kurz, ob die Riemen fest sitzen und alles an seinem Platz ist. Anschließend würde er sich zusammen mit Thalya und ggf. Telemarchos in Bewegung setzen, um von Bord zu gehen. [~brabaci]"Dann lasst es uns angehen!" sagt er zum Abschluss und breitet dabei seine beiden Arme aus, gerade so, als wolle er damit Thalya, Telemarchos und Mezzek umfassen, um sie mit von Bord zu nehmen. Dabei könnte es allerdings durchaus sein, dass er entweder Thalya oder Telemarchos oder auch beide leicht trifft bzw. mit den Händen gegen sie stößt.
    Eine alte Weisheit der Dakota-Indianer sagt: Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!
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