Ein Neuling hat eine grundlegende Frage...

    Ein Neuling hat eine grundlegende Frage...

    Hallo!

    Ich bin stolzer Besitzer der 3. Ausgabe des Abenteuer-Rollenspiels. Ich möchte mit einem Freund gern einsteigen und habe dazu folgende Frage:

    Ist es möglich, ein Spiel zu zweit (ein Meister und ein Held) zu beginnen?
    Habe bis jetzt leider nur Gruppenabenteuer von mind. 3 Spielern gesehen. Und ein Soloabenteuer ist uns auch zu sehr "vorgegeben". Von den selbstgemachten Abenteuern war ich bis jetzt auch nicht so begeistert, mir gefallen die Abenteuer von DSA direkt schon am besten...

    Gruß

    Manu

    Re: Ein Neuling hat eine grundlegende Frage...

    Willkommen auf dem Orki. :)

    Man kann auch mit einem SL und einem Spieler Abenteuer spielen. Das nennt sich dann 1:1, um es von einem Solo-Abenteuer unterscheiden zu können. Am ehesten bietet sich dazu wohl ein selbst erdachtes AB an, das man auf den einen Charakter thematisch gut zuschneiden kann. Oder aber man nimmt ein Solo, holt sich daraus die grundlegende Handlung und spielt es so nach. Die Variante habe ich noch nicht getestet, aber ich denke mal, mit etwas Anpassung kann man auch dazu ein Solo nutzen und es macht dann wahrscheinlich deutlich mehr Spaß, als es mit einem SC und ohne SL nach Buch zu spielen.
    Vermutlich lässt sich auch ein eigentliches Gruppenabenteuer entsprechend anpassen und abspecken in den Anforderungen, um es mit einem SC zu spielen. Die großen Kampagnen etwa würde ich aber von vorne herein ausschließen und auch Gruppenabenteuer wohl überlegt auswählen.
    Ich für meinen Teil habe mit 1:1 sehr gute Erfahrungen gemacht. Man kann es eben auf Spieler und Charakter zuschneiden und anpassen, es gibt keine anderen Spieler, die bei irgendwelchen Szenen mal warten müssen (und sich dann vielleicht langweilen), und es gibt von anderer Seite aus kein OT-Gequatsche und man kann sich zu weit sehr gut auf das Spiel konzentrieren, also seinen Charakter relativ uneingeschränkt und detailliert, wenn man mag. Außerdem macht es die Terminfindung leichter (und manchmal auch den Ort - ich habe 1:1 streckenweise schon an Bahnhöfen und an Autobahnraststätten gespielt *g*).^^
    Auf der anderen Seite gibt es weniger Interaktion, da eben diese mit anderen SC wegfällt und "nur" die NSC übrig bleiben. Und die Anforderungen eines AB müssen auf die Fähigkeiten des SC reduziert sein und nicht an die deutlich breiteren einer ganzen Gruppe angepasst.
    Daher bietet es sich auch an, dass der SL vielleicht einen festen NSC mit einbindet, mit dem der SC interagieren kann (auch abseits einer Handlung, so daran Interesse besteht) und eine Beziehung aufbauen. Das sollte natürlich kein Charakter sein, der dem SC das Wasser abgraben kann und alles besser kann.
    Mein Tagebuch unserer 7G-Kampagne.

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    Antwort Tuzzughs: "Vielleicht ... Schattenkatze?"

    Re: Ein Neuling hat eine grundlegende Frage...

    Schattenkatze hat es mal wieder auf den Punkt gebracht :)

    Ich persönlich würde zwar von einem festen NSC abraten, da zum einen der Spielleiter ja selber neu ist und so schon genug zu tun hat mit dne ganzen NSC's, die er ohnehin schon darzustellen hat. Zum anderen ist das mit den meistergeführten NSC immer so eine Sache: Entweder sie glänzen und graben damit dem Spieler das Wasser ab, oder aber sie müssne sich künstlich zurückhalten, um eben das zu vermeiden. Ich habe selten Fälle erlebt, wo dieser extrem schwierige Balanceakt gelungen ist. Ich selber versuche das daher auch zu vermeiden, soweit ich kann.

    WIe Schattenkatze schon gesagt hat, ist das 1:1 eine sehr gute Möglichkeit, in das Spiel hineinzukommen. Allerdings sollte das keine Dauerlösung sein, ihr solltet schauen, dass ihr nach einigen Wochen neue SPieler dazu bekommt. Bei festen Spielerkonstellationen tritt nach einer Weile das ein, was ich persönlich gerne als "Inzestspiel" bezeichne: Man kennt die Spielweise der anderen irgendwann, frische Ideen und SPielweisen kommen auch kaum noch dazu, man verfällt in eine gewisse Routine. Das dürfte bei einem 1:1 sogar erheblich schneller passieren als mit einer Gruppe. Da hilft nur ein gelegentlicher frischer Wind bzw. frisches Blut, so daß man auch mal mit völlig neuen Handlungsaspekten, Char-Ideen und Spielweisen konfrontiert wird, beispielsweise durch das SPielen auf Cons (auchg wenn ich das Con-SPielen als wenig befriedigend empfinde, weil das Charplay fast immer leidet, aber zumindest für neue ANregungen ist das gut) oder als Gastspieler in anderen Runden.

    Das sind aber beides keine Argumente gegen das 1:1. Beides sind Probleme, die irgendwann in jeder SPielrunde auftreten. Ich möchte euch nur rechtzeitig darauf hingewiesen haben :)
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