Faust:
Zwei Seelen in einer Brust. Das Wissen darum, daß man den Drang hat, Hal zu töten, dies kaltblütig plant, sich Gedanken dazu macht - und man sich auf der anderen Seite bewußt ist, daß man nicht den eigenen Kaiser töten will, daß man kein kaltblütiger Meuchler ist, und das alles gar nicht machen will und Skrupel hat.
Prinzipien und Überzeugungen und Lebenseinstellungen werden eben nicht einfach "so" ausgeschaltet, und weg sind sie ... sie sind immer noch da, liegen im Zwiespalt mit dem anderen "ich", und das meinte ich, daß gerade dies Möglichkeiten gibt, durchaus in psychologische Tiefen des eigenen Chars vorzustoßen ... was natürlich nicht geht, wenn man sich fröhlich Jack the Ripper-Fantasien hingibt oder sichweiterhin in aller Seelenruhe (im wahrsten Sinne des Wortes!) Pacience legt.
Mit dem "in die andere Richtung gehen" fängt das faustische ja an, man könnte es tatsächlich auf den Zweiespalt im Innern des Chars übertragen: eigentlich woanders hingehen wollen, aber nicht können, aber beides nicht mit voller Inbrunst und Hingabe machen können.
Die Sache im Hesindetempel ist etwas weniger haarsträubend im AB dargestellt, da sagt der Geweihte nämlich mehr. Ja, im Endeffekt schickt er die Leute unverrichteter Dinge wieder fort, aber er hat zumindest ein paar Dinge über den "Fluch" gesagt, und was für Optionen es gibt ... die leider alle sehr zeitaufwendig sind und deshalb von selber rausfallen, wie den Chars durchaus bewußt ist.
Davon abgesehen ist ein Besuch in der Akademie tatsächlich bedacht worden, auch verschiedene Wege, in den Kaiserpalast zu gelangen.
Ich mag dieses AB, obwohl ich scheinbar allein diese Meinung vertrete, weil ich das, was von anderen kritisiert finde, unter anderen Gesichtspunkten sehr faszinierend finde.